Wolf Coyote Grizzly  Skunk Puma

Wolf

 

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Der Wolf (Canis lupus) ist ein Raubtier (Carnivora) aus der Familie der Hunde(Canidae). Wölfe leben in der Regel im Rudel, Hauptbeute sind mittelgroße bis große Huftiere. Die Art war seit dem späten Pleistozän, somit etwa einhunderttausend Jahre lang, in ganz Europa, weiten Teilen Asienseinschließlich der Arabischen Halbinsel und Japan sowie Nordamerikaverbreitet. Sie wurde jedoch im 19. Jahrhundert in nahezu allen Regionen vor allem durch menschliche Bejagung stark dezimiert, in West- und Mitteleuropa fast und in Japan vollständig ausgerottet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts steht der Wolf unter internationalem Schutz und die Bestände erholen sich teilweise, in Deutschland konnte im Jahr 2000 erstmals wieder die Geburt von Welpennachgewiesen werden.

Wölfe haben schon frühzeitig Eingang in die Mythen und Märchen vieler Völker gefunden, sie zählen daher zu den bekanntesten Raubtieren.

 

Coyote

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Der Kojote (Canis latransCoyote; von aztek. cóyotl „Mischling“) auch bekannt als nordamerikanischer Präriewolf oder Steppenwolf, gehört zur Familie der Hunde (Canidae) und sieht einem kleineren Wolf ähnlich. Das Verbreitungsgebiet dieser Art erstreckt sich heute von Zentralamerika bis in die nördlichen Regionen Kanadas und Alaskas. Ursprünglich war das Verbreitungsgebiet auf die Prärieregionen und Buschland im Westen und Mittleren Westen Nordamerikas begrenzt. Durch den Rückgang des Wolfsbestandes und die Veränderungen des Lebensraums in Folge der sich ausbreitenden Besiedelung Nordamerikas hat der Kojote sich jedoch neuen Lebensraum erobern können. Während der letzten Jahrzehnte hat er die gesamte östliche Hälfte Nordamerikas besiedelt.[1] Als anpassungsfähiger Kulturfolger ist diese Art mittlerweile auch in Stadtgebieten anzutreffen.

Grizzly

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Die Fellfärbung und die Größe dieser Tiere variieren in ihrem Verbreitungsgebiet. Der Begriff „grizzly“ (aus dem Englischen für „gräulich“) bezieht sich auf sein Oberfell, dessen Haare häufig an den Enden graue Spitzen aufweisen oder von hell zu dunkel changieren. Besonders Tiere in den Rocky Mountains weisen dieses Merkmal auf, das besonders stark an Rücken oder Schulterpartie ausgeprägt ist. Grizzlys können aber auch rotblond, gelbbraun, dunkelbraun oder fast schwarz gefärbt sein. Gelegentlich haben sie einen großen weißen Fleck auf der Brust, der sich kragenähnlich bis zu den Schultern hinziehen kann.[1] Die Farbe des Fells hängt vor allem vom Lebensraum, im Speziellen von der Nahrung und vom Klima, ab. Nach dem Abwurf des Winterfells ist das neue Deckhaar regelmäßig dunkler. Kurz vor dem Wechsel des Sommerpelzes in den Winterpelz hat das Fell eine hellere, fast verblichen wirkende Tönung. Dies ist häufig bei Individuen der Fall, deren Grundfärbung braun oder blond ist.

Die Größe des Grizzlybären nimmt generell von Norden nach Süden ab. Während die Tiere im Norden bis zu 680 Kilogramm wiegen können, sind sie im Süden mit 80 bis 200 Kilogramm bedeutend leichter. Überall sind die Männchen deutlich schwerer als die Weibchen, durchschnittlich um das 1,8-fache. Die Kopf-Rumpf-Länge der Grizzlybären beträgt 1,5 bis 2,5 Meter, sein Schwanz misst 10 bis 12 Zentimeter. Die Schulterhöhe liegt bei bis zu 1,5 Metern.

Der Körperbau entspricht dem der übrigen Bären, der Körper ist stämmig, die Gliedmaßen sind lang und kräftig. Die Füße tragen jeweils fünf nicht einziehbare Krallen. Wie alle Bären sind Grizzlys Sohlengänger. Der Schwanz ist ein kurzer Stummel, der Kopf ist massiv und rund. Wie alle Braunbären weist er einen Höcker am Nacken auf, der aus einer kräftigen Muskelmasse besteht. Diese braucht er, um seine Vordertatzen wirkungsvoll einzusetzen. Mit seinen Tatzen jagt er, fängt Lachse, wendet Steine zur Nahrungssuche und gräbt Höhlen. Neben dem Buckel am Nacken ist die stärker vom Kopf abgesetzte Schnauze ein Kennzeichen, das ihn vom oft gleichgefärbten Amerikanischen Schwarzbären unterscheidbar macht. Bei Schwarzbären ist außerdem die hellere Tönung um die Nase bis zur Schnauze hin ausgeprägter als bei Grizzlybären.

In freier Wildbahn können Grizzlys ein Alter von bis zu 30 Jahren erreichen.

 

Skunk

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Skunks erreichen eine Kopfrumpflänge von etwa 12 bis maximal etwa 51 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 7 bis 41 Zentimeter und ein Gewicht von 0,2 bis 4,5 Kilogramm. Sie sind entsprechend kleine bis mittelgroße Raubtiere und erreichen eine Körperlänge, die bei den größeren Arten etwa der einer kleinen Hauskatzeentspricht, während die kleineren Arten in etwa die Größe eines Eichhörnchenshaben. Zwischen den Arten kommt es dabei zu starken Überschneidungen der Körpergrößen. Tendenziell sind vor allem die drei nördlicher lebenden Arten der Weißrüsselskunks (Ferkelskunk, Amazonas-Skunk und Anden-Skunk) mit einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu etwa 50 Zentimeter die größten Vertreter der Skunks. Ebenfalls in dieser Größenordnung sind auch die asiatischen Stinkdachse, die jedoch einen deutlich kürzeren Schwanz haben. Der Streifenskunk liegt mit einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu etwa 40 Zentimeter hinter diesen Arten, ist zusammen mit dem sehr langen Schwanz jedoch deutlich länger als die Stinkdachse. Der Haubenskunk, der Patagonische Skunk sowie die Arten der Fleckenskunks werden bis etwa 30 Zentimeter lang, wobei der Zwerg-Fleckenskunk aus Mexiko mit einer Kopf-Rumpf-Länge von maximal 21 Zentimetern die kleinste Art der Skunks ist.

Alle Skunks sind durch ihr kontrastreiches Fell gekennzeichnet. Die Grundfarbe ist schwarz oder dunkelbraun, das Gesicht, der Rumpf und auch der Schwanz sind mit weißen Streifen oder Flecken versehen. Der Rumpf ist langgestreckt und eher schlank und die Beine sind verhältnismäßig kurz. Insbesondere die Vorderpfoten sind mit langen, gebogenen Krallen ausgestattet, die hervorragend zum Graben geeignet sind. Der Schwanz ist bei allen amerikanischen Arten buschig, bei den Stinkdachsen jedoch nur sehr kurz ausgebildet. Die Schnauze ist bei den meisten Arten langgestreckt, Augen und Ohren sind relativ klein.

 

Puma

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Zwar wird der Puma taxonomisch nicht den Großkatzen, sondern den Kleinkatzenzugeordnet, er gehört aber dennoch zu den größten Katzen. Die um den Äquator herum beheimateten Pumas sind die kleinsten Formen, während jene im extremen Norden und Süden des Verbreitungsgebietes am größten sind.[1]

Seine Schulterhöhe beträgt rund 60 bis 90 cm,[1] die Kopf-Rumpf-Länge beträgt bei Männchen 105 bis 195 cm, bei Weibchen hingegen nur 95 bis 151 cm. Hinzu kommt der Schwanz mit einer Länge zwischen 60 und 97 cm.

Männchen wiegen zwischen 53 kg und 72 kg, wobei Männchen in nördlicheren Verbreitungsgebieten ein Gewicht von rund 100 kg aufweisen können. Weibchen wiegen in der Regel zwischen 34 kg und 48 kg. Für ein extrem großes Männchen wurde darüber hinaus ein Rekordgewicht von über 125 kg berichtet.[2]

Das Fell ist kurz, dicht und einfarbig, im Farbton allerdings sehr variabel. Am häufigsten sind einerseits gelbbraune bis rötlichbraune und andererseits silbergraue Pumas; das Kinn und die Brust sowie die gesamte Unterseite sind stets weißlich. Die Schwanzspitze ist dunkel. Neugeborene Pumas sind beigefarben und kräftig gefleckt; die Fleckenzeichnung verblasst noch während des ersten Lebensjahrs. Aus Südamerika sind auch Schwärzlinge dokumentiert.[3] Pumas haben fünf Zehen an den Vorderpfoten und vier an den Hinterpfoten. Sie können ihre Krallen einziehen.

Pumas sind sehr beweglich und kräftig. Sie sind in der Lage, vom Boden aus bis zu 5,5 m hoch in einen Baum zu springen.[1]Pumas geben ein großes Spektrum unterschiedlicher Laute von sich, die sich zwischen den Geschlechtern unterscheiden. So dienen zwitschernde Laute offenbar der Kommunikation zwischen Müttern und ihrem Nachwuchs, während Schreie offenbar zum Paarungsverhalten gehören. Anders als die eigentlichen Großkatzen sind Pumas jedoch nicht in der Lage zu brüllen. Nordamerikanische Forscher wie Truman Everts beschreiben den Schrei des Pumas als menschenähnlich.

Pumas erreichen in der Wildnis ein Alter von 8 bis 13 Jahren. In Gefangenschaft werden sie über 20 Jahre alt; ein nordamerikanischer Puma namens Scratch ist sogar fast 30 Jahre alt geworden