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Kategorie: Ballet

Kiju Ballett

Die KiJu Dance Company wurde 1988 von Christina Schilling gegründet, damals unter dem Namen KiJuBallett, und hat seither hunderte Aufführungen gegeben und zehntausende von Zuschauern begeistert. Die Einzigartigkeit und das hohe Niveau sorgen immer wieder für Schlagzeilen im In- und Ausland. Das Schweizer Fernsehen hat bereits zwei Auftritte live übertragen. Einladungen nach Deutschland, Finnland und gar nach Brasilien bezeugen die Professionalität und den internationalen Bekanntheitsgrad dieser jungen Tanzcompagnie.

Die Tanzperformances werden ausnahmslos mit Live-Musik begleitet.

Die aktuelle Formation besteht aus 10 jungen Tänzerinnen und Tänzern im Alter von 14 bis 22 Jahren und 5 Musikern. Sie wird heute von Christinas Sohn Luzi Schilling geleitet.

Ballett – Kafka: Der Brozess

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Kafka-Ballett „Der Prozess“: Der Einzelne und die anonymen Vielen

Am Staatstheater Karlsruhe wurde das Ballett „Der Prozess“ nach Franz Kafka uraufgeführt.  Flavio Salamanka Foto: Klenk

In einem wilden Albtraum gefangen, zuckt die einsame Gestalt auf der Bühne, wirft sich hin und her. Schließlich erscheinen zwei maskierte Männer in Guantanamo-Orange und nehmen sie mit. Ist der Albtraum Realität geworden oder fängt er erst an? Franz Kafkas Romanfragment „Der Prozess“ lässt die Frage nach der Realität seiner Handlung offen. In seinem Ballett „Der Prozess“ unterstreicht der Choreograf Davide Bombana die verstörende, surreale Seite von Kafkas Text. Im Badischen Staatstheater Karlsruhe wurde das Stück nun mit großem Erfolg uraufgeführt.2

Die Stuttgarter Künstlerin Rosalie schuf für den getanzten „Prozess“ eine düstere, ausweglose Welt. Josef K., der sich schuldlos in der Rolle des Angeklagten wiederfindet, wird von überdimensionalen Aktenordnern eingekreist. Sie tragen keine Beschriftung, stattdessen werden an Hightech erinnernde, farbig flimmernde Muster auf sie projiziert. In dieser Welt gibt es keine Privatsphäre, keinen Schutz des Einzelnen. Das Bühnenbild überzeugt als albtraumhafte Umgebung und vermittelt, dass Kafkas von Ängsten und Schuldkomplexen geplagte Figur in der medialen Welt des 21. Jahrhunderts angekommen ist.3

In dieser bildstarken Umgebung kehrt der Choreograf Bombana die innere Welt des Josef K. nach außen. Zu einer zwischen Kälte und Melancholie schillernden Musikcollage aus Stücken von Walter Fähndrich, Olivier Messiaen, Einojohani Rautavaara und Peteris Vasks stolpert Kafkas Alter Ego dem Untergang entgegen. Unmissverständlich setzt Bombana den Gegensatz zwischen den vielen, wie Maschinen funktionierenden Menschen und Josef K. in Szene.4

Es ist einer der stärksten Momente des intensiven Stückes. In schneller Präzision agiert das durch identische Overalls und orangefarbene Masken anonymisierte Ensemble. Dazwischen irrt wie eine verlorene Seele Flavio Salamanka als Josef K. umher.5

Salamanka trägt das 95 Minuten dauernde Stück durch seine bemerkenswerte Präsenz auf der Bühne. Er tanzt nicht nur technisch brillant, er verkörpert überzeugend die Verletzlichkeit des verstörten Antihelden Josef K.. Seine Versuche, aus dem Albtraum auszubrechen, scheitern an den maskierten Gestalten, ob sie Richter, Rechtsanwalt oder Priester darstellen. Trost findet Josef K. nur bei den Frauen. In drei unterschiedlichen, fließend getanzten Pas de deux mit den drei Frauenfiguren aus dem „Prozess“ entsteht Nähe, die aber nie von Dauer ist.6

Schrille Horrorwesen deuten Josef K. als Schuldigen aus. Selbst wenn alles in seinem Kopf stattfindet: Es zermürbt ihn. Am Ende lässt er sich von den beiden Wärtern zur Hinrichtung schleifen. Den Kopf nach unten blutet hängend er zuckend aus – brutales Schlussbild eines brillant umgesetzten Psycho-Horror-Trip, der das Premierenpublikum begeisterte.

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