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Kategorie: Barock

Kloster Sießen – Oberschäbische Barockstrasse

Bildergebnis für Kloster Sießen

Die katholische Kloster- und Pfarrkirche St. Markus ist ein zum Kloster Sießen zugehöriges Kirchengebäude in Bad Saulgau im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg). Die Gemeinde gehört zum Dekanat Saulgau im Bistum Rottenburg-Stuttgart.

Die Vorgängerkirche gehörte zu dem Anwesen des Ritters Steinmar von Strahlegg, das die Saulgauer Dominikanerinnen 1260 bezogen. Die Kirche unterstand dem Patrozinium des St. Marxen (hl. Markus). Das Kloster inkorporierte die Kirche 1348. Der Bau wurde von 1683 bis 1685 barockisiert und erhielt neue Altäre. In der ehemaligen Klosterkirche befindet sich heute ein Gästehaus.Bildergebnis für Kloster Sießen

Die Priorin Maria Josepha Baizin aus Riedlingen entschloss sich, ein neues Kloster nebst Kirche bauen zu lassen, die Bewilligung erteilten die Provinzialen P. Balthasar Mayer und P. Andreas Roth. Franz Beer von Au wurde 1716 mit dem Neubau des Klosters, der Kirche und der Stallungen beauftragt. Für die Zimmerarbeiten zeichnete Zacharias Nußbaumer aus Ragenreute verantwortlich. Die Grundsteinlegung für die Klosteranlage erfolgte am 4. April 1716. Ein Aufenthalt des Dominikus Zimmermann ist für die Zeit von 1719 bis 1722 belegt. Vermutlich arbeitete er zuerst als Stuckateur im Sommerrefektorium und war dann nach dem Tode Franz Beers im Jahr 1722 mit dem Bau der Kirche beauftragt.Bildergebnis für Kloster Sießen Ob Beer schon Pläne für den Kirchbau angefertigt hatte, ist nicht bekannt. Das Kloster schloss 1725 mit Zimmermann einen Hauptverding für Steinhauer- Maurer- und Stukkateurarbeit und ist Ihme H. Dominco die Kost wie wir Geistliche geniessen ahn unserem Tisch gegeben worden, seinem Ballier auch die Kost, und entlich für das Pferd des H. Dominici das Fuetter. Sein Bruder Johann bekam für die für seine Arbeit 500 fl.[3] Das Gebäude wurde von 1726 bis 1729 nach Plänen des Dominikus Zimmermann errichtet, es gilt als wichtiges Zeugnis barocker Baukunst.[4] Zimmermann wurde 1728 vollkommen ausgezahlt und verließ den Ort, um die neue Kirche in Steinhausen zu bauen. Die Gewölbe aus Ziegelmauerwerk in den vier Jochen und im Chor sind 14 cm stark und überspannen eine Grundfläche von 7 × 10 Metern. Die Chöre der Dominikanerinnen sind übereinander gebaut, unten der verglaste Winterchor und darüber emporenartig, der Sommerchor. Im Hintergrund steht die Orgel.Ähnliches Foto Die Altäre aus der Vorgängerkirche kamen in die neue Kirche. Der Weihbischof Franz Johann Anton von Sirgenstein aus Konstanz konsekrierte die Kirche am 16. Mai 1733, die neuen Altäre waren allerdings noch nicht vorhanden.Ähnliches Foto Dem Zeitgeschmack entsprechend wurde im 19. Jahrhundert der Stuck im Chorbogen abgeschlagen. Die Gliederung durch Lisenen an der Fassade wurde beseitigt, der gestufte Turmhelm durch ein Zeltdach ersetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging man daran die Schäden der Zeit zu beseitigen, sämtliche Stilwidrigkeiten des geschmacklosen 19. Jahrhunderts zu entfernen und den ursprünglichen Zustand getreu herzustellen. Die alten Schichten der Farbfassungen der Wände wurden entfernt und in ursprünglicher Farbigkeit erneuert. Die Kanzel und die Altäre im Stil der Neorenaissance wurden abgebrochen. Ähnliches FotoAls Ersatz dafür kaufte man aus Altsteußlingen zwei barocke Seitenaltäre und dazu passend eine Kanzel. Die Figuren der alten Altäre von 1763 fanden Verwendung. Ein passender neuer Hochaltar wurde nicht gefunden. So blieb der vorhandene als Provisorium in Gebrauch. Auf dem einfachen Altartisch stand das barocke Blatt des Hochaltares von Zehender und die Figuren von 1762

Schwäbisches Barock – Schloss Ludwigsburg

5Das Residenzschloss in Ludwigsburg wurde zwischen 1704 und 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg im Barockstil errichtet. Es ist eine der größtenbarocken Schlossanlagen Deutschlands.3

1709 begannen die Planungen für die Stadt Ludwigsburg als typische barocke Planstadt, die den absolutistischen Anspruch des Herzogs unterstreichen sollte. Ab 1718 wurde die Stadt westlich des Schlosses errichtet. Zeitweise war Ludwigsburg anstelle Stuttgarts die Residenz- und Hauptstadt des Herzogtums Württemberg.2

Das Schloss ist auf drei Seiten umgeben von einer großen Parkanlage. Zur 250-Jahr-Feier des Schlosses 1954 wurden diese Gärten teils in historischer, teils dem Barock frei nachempfundener Form angelegt. Seitdem ist die Gartenanlage mit dem dazugehörigen Märchengarten unter dem Namen „Blühendes Barock“ bekannt und beliebt als Ausflugsziel.4 Das Ensemble aus Gartenanlage, Residenzschloss und den umliegenden Lustschlössern macht Ludwigsburg zu einer überregionalen Touristenattraktion. Gärten, Architektur und originale Raumausstattungen zeigen mit Gestaltungsformen des Barock, Rokoko,Klassizismus und Empire die unterschiedlichen Auffassungen verschiedener Epochen. Zur 300-Jahr-Feier des Schlosses 2004 wurden im Schloss vier neue Museen eröffnet.1

An der Stelle des heutigen Schlosses stand im 17. Jahrhundert der Erlachhof, ein Jagdgut mit einer Falknerei und einer Seewirtschaft. Dieser wurde im Jahre 1693 von französischen Truppen niedergebrannt. Anfang des 18. Jahrhunderts plante man zunächst den Wiederaufbau eines Jagdguts. In den folgenden Jahren wurde der Baumeister Philipp Joseph Jenisch mit aufwändigeren Planungen beauftragt. Es entstand ein kleines Schloss, dessen Grundstein am 7. Mai 1704 gelegt wurde und dem Herzog Eberhard Ludwig am 11. Mai 1705 den Namen Ludwigsburg gab.6

Bereits 1706 entwarf der neue und begabtere Hofbaumeister Johann Friedrich Nettegroßzügigere Planungen. Diese sahen eine damals übliche Dreiflügelanlage vor. In den darauffolgenden Jahren errichtete man zunächst den mächtigen Hauptbau im Norden der Anlage, das später sogenannte „Alte Corps de Logis“. Kurz darauf erweiterte man den Hauptbau an beiden Schmalseiten mit dem Jagd- und dem Spielpavillon und Verbindungsgalerien. An diese Galerien fügte man rechtwinklig zum Hauptbau jeweils einen Seitenflügel (Ordensbau im Westen, Riesenbau im Osten), so dass eine Dreiflügelanlage mit nach Süden offenem Ehrenhof entstand. 1709, als der Bau erst zu einem kleinen Teil fortgeschritten war, verlegte der Herzog seine ständige Residenz nach Ludwigsburg. Bis in die 1730er Jahre zog sich der weitere Ausbau hin. Nach dem Tod des Baumeisters Johann Friedrich Nette wurde der bisherige Stuckateur Donato Giuseppe Frisoni als Hofbaumeister berufen. Ab 1715 plante er erhebliche Vergrößerungen der bestehenden Anlage. Die Dreiflügelanlage wurde erweitert durch zusätzliche Flügelbauten, den beidenKavaliersbauten. Hinter den Flügelbauten errichtete man im Osten die Schlosskirche, im Westen das symmetrische Gegenstück (das später als Ordenskapelle genutzt wurde). Parallel zu den Kavaliersbauten errichtete man im Westen den Festinbau, im Osten den Theaterbau. Damit war die Dreiflügelanlage komplettiert. Trotz dieser immensen Erweiterungen für Festsäle und Räume des Hofstaats entsprach die Schlossanlage noch nicht den gewachsenen Ansprüchen. Es mangelte an Räumen, die eine reibungslose Bedienung ermöglichten, und an den herzoglichen Wohnungen selbst. Die Wohnung des Herzogs befand sich zu diesem Zeitpunkt weiterhin im „Alten Corps de Logis“. Die Größe des Appartements entsprach der ursprünglich vorgesehenen Funktion als Jagd- und Lustschlossund genügte nicht den zeitgenössischen Anforderungen an eine herzogliche Repräsentationswohnung. Weitere Vergrößerungen wurden benötigt. Frisoni plante zunächst eine Erweiterung durch Ummantelung des Hauptbaus, ähnlich wie sie beim Schloss Versailles umgesetzt wurde. In Ludwigsburg wäre diese Lösung aufgrund derGeländeformation nur mit sehr großem Aufwand und Kosten möglich gewesen.

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Daher entschied man sich für eine andere Variante, einen völlig neuen und wesentlich größeren Baukörper, das „Neue Corps de Logis“. Dieses errichtete man im Süden der Dreiflügelanlage, gegenüber dem „Alten Corps de Logis“. Zwei lange Galerien (Ahnen- und Bildergalerie) verbinden die Kavaliersbauten der bereits bestehenden Anlage mit dem neuen Hauptbau und schließen die bisherige Drei- zur Vierflügelanlage. Im Süden des Neubaus wurde ein großer Garten angelegt, der vom Innenhof (durch den so genannten „Hirschgang“) unter dem Gebäude hindurch erreichbar ist. Beim Tod des Herzogs 1733 war das „Neue Corps de Logis“ im Äußeren fertiggestellt, während die Innenausstattung noch unvollständig war.Schloss_Ludwigsburg_Hof

Ludwigsburg galt als einer der prächtigsten europäischen Höfe und umfasst 452 Räume, zwei Kirchen, ein Theater und einen großen Innenhof (Ehrenhof). In den ausgedehnten Schlossgärten finden sich unter anderem künstliche Wasserfälle und Felsengrotten.

Der Marmorsaletta im Jagdpavillon gilt heute als ein Raum, in dem sich die barocke Gestaltung am besten erhalten hat. Der Raum, in dem die erste Ausstattung des Schlosses zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhalten geblieben ist, zeugt von der qualitativ äußerst hochwertigen Ausstattung. Die Pilaster sind hier mit farbigem Bandelwerk ornamentiert. Die Wandfelder zeigen das Kreuz des Jagdordens St. Hubertus sowie das Monogramm des Ordensgründers und Bauherrn Herzog Eberhard Ludwigs von Württemberg. Erhalten geblieben sind auch die beiden markant gerahmten Kamine, die mit ihren hohen Spiegeln erheblich zur Raumwirkung beitragen.

Schwäbisches Barock – Basilika St. Martin (Weingarten)

wDie Basilika St. Martin und Oswald ist die 1724 geweihte frühere Stiftskirche derReichsabtei in Weingarten im baden-württembergischen Landkreis Ravensburg.

Der Grundstein der Barockkirche wurde am 22. August 1715 gelegt. Sie ersetzte dieromanische Kirche des Benediktinerklosters. Der Neubau wurde während der Amtszeit von Abt Sebastian Hyller am 10. September 1724 durch den Bischof von Konstanz Johann Franz Schenk von Stauffenberg den Kirchenpatronen St. Martin und St. Oswald geweiht.w1

Die Kirche ist mit einer Kuppelhöhe von 67 Metern und einer Länge von 102 Metern das größte barocke Kirchenbauwerk in Deutschland und nördlich der Alpen. Abt Hyller, nach dem auch eine Straße in Weingarten benannt ist, wählte bewusst für den Neubau der Kirche nahezu die hälftigen Ausmaße des Petersdoms in Rom. Baumeister war Joseph Schmuzer, das Chorgestühl schnitzte 1720 bis 1724 der Bildhauer und Stuckateur Joseph Anton Feuchtmayer, er fertigte auch die Stuckaturen.w2

Seit der Auflösung der Benediktinerreichsabtei 1803 dient die Kirche als Pfarrkirche der katholischen Pfarrei St. Martin.w4

Ab 1922 war sie zugleich Klosterkirche des neu besiedelten Benediktinerklosters Weingarten (bis zur Auflösung dieser Abtei 2010).

1956 wurde die Kirche von Papst Pius XII. zur Basilica minor erhoben.w5

Die in der Kirche aufbewahrte Heilig-Blut-Reliquie ist Gegenstand religiöser Verehrung in ganz Oberschwaben. Sie steht im Mittelpunkt einer der größten Reiterprozessionen Europas, dem jährlich stattfindenden Blutritt.w6

https://de.wikipedia.org/wiki/Basilika_St._Martin_(Weingarten)

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