Kategorie: Bernstein

Burg Bernstein (Burgenland)

Burg Bernstein in Bernstein im Burgenland wurde im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt.Bildergebnis für Burg Bernstein

860 n. Chr. gehörte das ganze Gebiet dem Erzbistum Salzburg. Erimbert, ein Lehensmann des Erzbischofs, übergab das an der Pinka gelegene Land seinem Dienstmann, dem „Miles“ Jacobus. Der Ortsname Rettenbach wird noch nicht genannt, jedoch der altslawische Name des nahe gelegenen Weilers Grodnau = das zur Burg gehörige Dorf weist darauf hin, dass in der Nähe schon eine Burg stand, und dabei kann es sich nur um Bernstein gehandelt haben.Bildergebnis für Burg Bernstein

Ab 1199 gehörte die Burg bereits zum Königreich Ungarn. Als Besitzer wurde der Miczbán de genere Akos benannt. Es ist nicht genau bekannt, wann die Burg an den Herzog Friedrich II. von Österreich überging und wie lange der Besitz dauerte, im Jahre 1236 eroberte jedoch Bela IV. von Ungarn die Burg. Jahre später (1260) schenkte er sie dem Grafen Heinrich II. von Güns.Bildergebnis für Burg Bernstein

Im Jahr 1336 wurden die Grafen von Güssing und von Bernstein vom Ungarnkönig Karl Robert von Anjou entscheidend geschlagen, die Burg Bernstein wurde anschließend als ungarisches Krongut eingezogen. 1388 wurde die Burg an die Familie Kanizsay verpfändet. 1389 begann diese die verfallene Burg neu aufzubauen. 1392 ging die Burg in das Eigentum der Kanizsay über.

Knapp hundert Jahre später (1482) geriet die Burg vorübergehend in Besitz von Matthias Corvinus, König von Ungarn. Nach wenigen Jahren erhielt Hans von Königsberg 1487 die Burg als Pfand von Kaiser Friedrich III.

1529 und 1532 belagerten die Türken die Burg, konnten sie aber nicht einnehmen. Daraufhin wurde der Basteienkranz errichtet, um die Burg zur Fluchtburg umzubauen.Ähnliches Foto

Im Jahr 1604 wurde die Burg Bernstein von einem kombinierten Heer, bestehend aus Ungarn, Türken und Tataren, unter Stephan Bocskay Wochen hindurch vergeblich belagert. Ludwig Königsberg ließ 1617 den gotischen Innenbau der Burg barockisieren, Bergfried und Türme wurden abgetragen. Wenig später verkaufte Ehrenreich Christoph Königsberg 1644 Herrschaft und Burg an Graf Ádám Batthyány. Erst knapp zweihundert Jahre später (1864) verkaufte Gusztáv Batthyány die Burg an seinen Verwalter Edward O’Egan. Die Erben O’Egans verkauften 1892 die Burg an Eduard von Almásy. Ein bekanntes Mitglied dieser Familie war der Pilot und Wüstenforscher Ladislaus Almásy. Noch heute befindet sich die Burg im Besitz dieser Familie. 1953 wurde ein Teil der Burg zu einem komfortablen Erholungshotel umgewandelt.Ähnliches Foto

Einer Sage nach soll auf der Burg die Weiße Frau von Bernstein spuken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Bernstein_(Burgenland)

Bernsteinstraße

Als Bernsteinstraße werden verschiedene Handelswege des Altertums (Altstraßen) bezeichnet, auf denen (u. a.) Bernstein von der Nord- und Ostsee nach Süden in den Mittelmeerraum gelangte. Bildergebnis für BernsteinstraßeGenau genommen handelt es sich also nicht um eine Bernsteinstraße, sondern um mehrere, unabhängig voneinander entstandene Handelswege, die im Laufe des Altertums für den Transport von Bernstein und anderer Handelsgüter genutzt wurden. Die Bezeichnung „Bernsteinstraße“ tritt etwa ab dem Ende des 18. Jahrhunderts auf und hat in antiken Quellen keine Entsprechung.Ähnliches Foto

Zur Römerzeit existierten außerhalb des Römischen Reiches praktisch keine Straßen. Wenn also hier von der „Bernsteinstraße“ die Rede ist, so hat man sich eine Verbindung zwischen der Adria und der Nord- oder Ostsee vorzustellen, die im Wesentlichen aus einer Abfolge von Wegstrecken zwischen benachbarten Siedlungen bestand. Solche Wege folgten vermutlich ganz überwiegend Fließgewässern, die streckenweise auch befahren wurden. Reisende mussten sich das Wissen der ortsansässigen Bevölkerung über Furten und Pässe zunutze machen.[13] Im Prinzip trifft dies auch auf die anderen, weiter unten erwähnten Landwege der Griechen und Etrusker zu.Ähnliches Foto

Der bereits in vorrömischer Zeit bedeutsame Handelsweg verlief von der Danziger Bucht sehr wahrscheinlich entlang der Weichsel und ihrer Nebenflüsse durch die Mährische Pforte, folgte in Niederösterreich der March und überquerte bei Carnuntum rund 50 km östlich von Wien die Donau. Plinius d. Ä. berichtet in seiner Historia naturalis, „[…]dass die Küste Germaniens von wo [der Bernstein] eingeführt wurde, etwa 600.000 Schritt [rund 900 km] von Carnuntum in Pannonien entfernt sei[…]“. Die Küste des Samlandes liegt etwa in dieser Entfernung von Carnuntum. Daraus wird gefolgert, dass der Bernstein von dort stammt, die hier beschriebene Bernsteinstraße also in dieses Gebiet geführt haben muss. Unter Umgehung der Alpenpässe verlief die Straße von Carnuntum, Scarabantia (Sopron/Ödenburg), Colonia Claudia Savaria (Szombathely/Steinamanger) und Poetovio(Ptuj/Pettau) über Emona (Laibach, Ljubljana) nach Aquileia. Ähnliches FotoZwischen Sopron und Szombathely führte die Bernsteinstraße durch das Mittelburgenland (Bezirk Oberpullendorf), ein für Rom bedeutsames keltisches Eisenerzgebiet. Hier steht ein erhaltener Abschnitt der Straße unter Denkmalschutz. Der Ortsname Bernstein erinnert noch heute an den Verlauf der Bernsteinstraße in diesem Teil Österreichs.

Im 3./4. Jahrhundert n. Chr. verlor sie ihre Bedeutung als Verbindung zwischen Italien und Carnuntum. Soweit die römische Bernsteinstraße nicht durch Überbauung mit modernen Straßen verschwunden ist, ist sie noch auf Luftbildern durch Bewuchsmerkmale im Getreide oder als leichter Schotterwall in frisch gepflügten Äckern erkennbar.Bildergebnis für Bernsteinstraße

Ein von Cassiodor nacherzählter Brief des ostgotischen Königs Theoderich aus der Zeit zwischen 523 und 526 enthält (neben bedeutenden politischen Inhalten) auch Hinweise auf Bernsteinhandel und erwähnt Bemühungen der Balten und Goten, den während der Völkerwanderung zum Erliegen gekommenen Bernsteinhandel wieder zu beleben und auszubauen.Ähnliches Foto

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernsteinstra%C3%9Fe

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