Kategorie: Christophorus

Christophorus Plastiken und Bilder in Kirchen

Alois_Hänisch_Pacher-Altar_St_Wolfgang
Alois_Hänisch_Pacher-Altar_St_Wolfgang

Bom-Münster
Dom Münster

Dom_Achskapelle_Köln
Dom Köln

Emmerich_am_Rhein_-_Christophorus_Statue_Rheinpromenade
Emmerich

HeiligerChristopherusFrauenkirche (München)
Frauenkirche München

Köln Basilika St. Andreas
Basilika St. Andreas Köln

Limburg_Lahn-Fesko
Fresco – Limburg an der Lahn

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Dom – Münster

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Weimar – Nikolaikirche

Christophorus – wenn die Last noch so schwer wird – du schaffst das schon

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Christophorus (griech. Χριστόφορος „Christusträger”, von pherein, „tragen“) ist ein frühchristlicher Märtyrer, der vermutlich im 3. oder beginnenden 4. Jahrhundert gelebt hat und in der katholischen und der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt wird. Aus den Quellen geht nicht eindeutig hervor, ob er zur Regierungszeit des römischen Kaisers Decius (249–251) oder der des Kaisers Maximinus Daia (308–313) lebte. Christophorus wird in der Ikonographie häufig als Hüne mit Stab dargestellt, der das Jesuskind auf den Schultern über einen Fluss trägt. Er zählt zu den Vierzehn Nothelfern und ist heute besonders bekannt als Schutzheiliger der Reisenden.

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Nach westlichen Quellen war er ein Riese namens Offerus, dessen Erscheinung alle erschreckte, die ihm begegneten. Offerus wollte nur dem mächtigsten Herrscher dienen. Diesen begann er zu suchen. Er fand aber keinen, dessen Macht nicht irgendwie begrenzt war. Nach langer vergeblicher Suche riet ihm ein frommer Einsiedler, unbegrenzt sei nur Gottes Macht, und Offerus solle nur Gott dienen. „Aber wie sagt mir Gott, was ich tun soll?” Als Gottes Wille solle Offerus seine überragende Gestalt erkennen. Offerus solle an Stelle eines Fährmanns Reisende über einen Fluss tragen und diesen Dienst als den Willen Gottes ansehen. An einer tiefen Furt verrichtete Offerus fortan diesen Dienst. Eines Tages nahm er ein Kind auf die Schulter, um es über den Fluss zu tragen. Zunächst war das Kind sehr leicht, aber je tiefer Offerus in die Furt stieg, desto schwerer schien es zu werden. In der Mitte des Stromes keuchte Offerus schließlich: „Kind, du bist so schwer, als hätte ich die Last der ganzen Welt zu tragen!“ Das Kind antwortete: „Wie du sagst, so ist es, denn ich bin Jesus, der Heiland. Und wie du weißt, trägt der Heiland die Last der ganzen Welt.” Am anderen Ufer angelangt, setzte Offerus das Kind ab, worauf das Kind zu ihm sagte: „Du hast den Christ getragen, von jetzt an darfst du Christofferus heißen.”

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Anrufung, Schutz, Ikonographie und Kultus

Christophorus im Wappen der Stadt Vilnius
Christophorus ist einer der vierzehn Nothelfer und in dieser Funktion der Helfer gegen einen unvorbereiteten Tod. Er ist Patron der Seeleute, Reisenden, Lastträger, Kraftfahrer und Luftschiffer. Er ist außerdem der Schutzpatron der Insel Rab in Kroatien und der Städte Braunschweig, Hildesheim, Stuttgart, Werne, Würzburg und Vilnius.

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Das Motiv des Christusträgers wurde häufig in der Kunst dargestellt. Christophorus ist auf Darstellungen der Westkirche immer ein Riese, Heiligenattribut ist das Christuskind, meist auf der Schulter. Da der Anblick seines Bildes vor einem plötzlichen Tod bewahren soll, wurden an zahlreichen Kirchen und anderen Gebäuden riesige Christophorus-Bildnisse angebracht, die Besonderheit sind die romanischen Christophori an der Außenwand, von weitem sichtbar an Wegkirchen.

Gläubige führen bis heute Bilder des Schutzpatrons der Reisenden im Fahrzeug mit. In St. Christophen im Wienerwald (Niederösterreich) wurde im Juli 1928 erstmals in Österreich ein Fahrzeug gesegnet. Seither gilt der Ort als „Wallfahrtsort der Kraftfahrer Österreichs“. Alljährlich im Juli findet hier die Wallfahrt der Verkehrsteilnehmer (auch Autofahrer-Wallfahrt genannt) statt. Christophorus ist zudem der Schutzpatron der Straßenwärter.

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Bei Prozessionen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit gingen in manchen Regionen Europas Darsteller des hl. Christophorus auf Stelzen mit. Im französischsprachigen Belgien nimmt bei Prozessionen in Flobecq sowie beim Stadtfest Ducasse d’Ath seit 1976 wieder eine solche Riesenfigur teil. 1920 wurde die Legende als „Christofer – Ein groß und schön Legendenspiel“ des Dichters Dietzenschmidt in Königsberg auf die Bühne gebracht.

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