Kategorie: Dornach

Eurythmie

1Eurythmie

Eurythmistin während einer Aufführung

Eurythmie (aus griech. eu = schön, gut und rhythmos = harmonisch geordnete Bewegung; zu beachten ist, dass das Wort Eurythmie nur mit «r» und nicht mit «rh» geschrieben wird) ist eine Bewegungskunst, die in professioneller Form von Eurythmistinnen und Eurythmisten ausgeübt wird. Nach ersten Ansätzen ab 1908 wurde sie zwischen 1912 und 1924 von Rudolf Steiner und Lory Maier-Smits entwickelt. Sie wird an verschiedenen Instituten in einer fünfjährigen Berufsausbildung erlernt.11 In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 an der Alanus Hochschule ein offizieller, international akreditierter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.

Entwicklung der Eurythmie-Anfangsjahre

Tanzgeschichtlich kann die Entstehung der Eurythmie im Zusammenhang mit der Revolutionierung des Tanztheaters und des Körperbewussteins zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gesehen werden, 2die in Amerika unter anderem von Isadora Duncan, 3 und Ruth St. Denis ausging.4 Sie suchten nach neuen Inhalten und Ausdrucksformen im Tanz. Die Eurythmie entstand zur gleichen Zeit wie etwa die Rhythmische Gymnastik nach Émile Jaques-Dalcroze (1865–1950), die tänzerischen Ausdrucksformen nach Rudolf von Laban (1879–1958) und anderen expressionistischen Kunstbestrebungen.5 Altes wurde aufgebrochen, um Neues zu finden.[5] Auch Pierre de Coubertin wollte bei der Ausgestaltung der Olympischen Spiele auf Eurythmie zurückgreifen, da er in ihnen eine neue Form des antiken griechischen Chorgesangs sah und es bedauerte, das Ruskin, der er als Gewährsmann für die Verschönerung der Spiele heranzog, zwar zu Eurythmie, nicht aber zum Sport publiziert hatte.

Die ersten Indizien für eine Beschäftigung Steiners mit Bewegungskunst gehen auf das Jahr 1908 zurück.6 In dieser Zeit hielt er Vorträge über das Johannes-Evangelium. Im Rahmen eines Vortrages fragte Rudolf Steiner die Malerin und Schriftstellerin Margarita Woloschin nach der Möglichkeit einer tänzerischen Umsetzung der betreffenden Schriftteile. Woloschins Antwort war „Ich glaube, man könnte alles tanzen, was man fühlt“. Sie selbst ergriff aber nicht weiter die Initiative. So dauerte es weitere drei Jahre bis Rudolf Steiner mit seinen ersten Unterrichtsanweisungen die Eurythmie tatsächlich aus der Taufe hob.

Beispielsatz zum Tanzen von Rudolf Steiner für Lory Maier-Smits. Bar-: Ruck nach oben; -bara saß: gedehnte Laute; stracks: Ruck nach unten; am Abhang: wellenförmige Bewegungen (nach Steiner/Smits/Beltle/Vierl

Die erste Eurythmieschülerin war 1911 Lory Maier-Smits, die Tochter der AnthroposophinClara Smits.7 Steiner trug ihr u. a. auf, vorwärts und rückwärts Alliterationen zu schreiten und dabei auf die alliterierenden Taktteile einen kräftigen Schritt zu tun und auf die Taktteile ohne alliterierenden Konsonanten gefällig den Arm zu bewegen. Maier-Smits hat später Steiners Anweisungen dokumentiert und als Lehrerin weitergegeben.

Die Eurythmie als Bewegungskunst bildete sich allmählich bei den Münchner Inszenierungen von Steiners Vier Mysteriendramen von 1910 bis 1913 unter besonderer Mitwirkung seiner Mitarbeiterinnen Mieta Waller und Marie von Sivers heraus. Am 24. September 1912 schlug Marie von Sivers „Eurythmie“ als den heute gebräuchlichen Namen vor. Nach dem Bau des Goetheanums im schweizerischen Dornach wurde dieses die Hauptbühne für Eurythmieaufführungen, etwa mit Tatjana Kisseleff.8

 

Ausbildung

Die Eurythmie ist reguläres Unterrichtsfach an Waldorfschulen. Sie wird von der ersten bis zur elften Klasse unterrichtet. Bereits im Waldorfkindergarten wird Eurythmie spielerisch mit den Kindern geübt. An staatlichen Schulen hingegen tritt das Fach nicht im Curriculum (Lehrplan) auf. Eurythmie wird an verschiedenen Eurythmie- und Kunstschulen in mehrjährigen Berufsausbildungen und Hochschulstudiengängen gelehrt; für pädagogische Eurythmie, Heileurythmie und Sozialeurythmie gibt es ergänzende Berufsausbildungen. Von professionellen Eurythmisten werden, zusätzlich zu den eurythmischen Fähigkeiten, im Allgemeinen Grundkenntnisse in Poetikund Lyrik, Rezitation9 („Sprachgestaltung“ genannt), Anatomie, Musiktheorie, Farbenlehre, Choreografie, Bühnenbeleuchtung und der philosophisch-esoterischen Lehre der Anthroposophie erwartet. Für Eurythmielehrer und Heileurythmisten kommen hierzu noch pädagogische und medizinische Kenntnisse mit Schwerpunkt in derWaldorfpädagogik bzw. Anthroposophischen Medizin.

Ziel und Inhalt der Eurythmie

Eurythmie ist aus der Sicht ihres Schöpfers die Kunst, in Sprache und Musik wirksame Gesetzmäßigkeiten und Beziehungen durch menschliche Bewegung sichtbar zu machen. Hierzu werden verschiedene Gestaltungsmittel wie Gesten, Farben und Raumformen eingesetzt.

Die Eurythmie kann geistige Inhalte durch Körperbewegungen und Gesten (Sinn-, Laut-, Satz-, Ton- und Motivgebärden) darstellen. Dazu werden Texte und Musik mit Hilfe einer breiten Palette an interpretatorischen Möglichkeiten in Bewegungen umgesetzt. Die Möglichkeit des Ausdrucks auch von Sprache und Lauten unterscheidet Eurythmie dabei von vielen anderen rhythmischen Darstellungsformen. Zwar gibt es auch andere Bewegungsinszenierungen, die auf Sprache aufbauen, aber keine davon hat soviele Ausdrucksmittel für Lyrik und Prosa in einem vergleichbaren Maße wie die Eurythmie. Der eurythmische Künstler ist angehalten ständig weitere Gebärden zu finden. In der Eurythmie besteht ein großer Teil der Inszenierungen aus dieser sogenannten Sprach- bzw. Lauteurythmie.

Das Goetheanum: Ort zahlreicher Eurythmie-Aufführungen

In der Interpretation von musikalischen Werken ist das Grundgerüst des Takts oft nur ein Teilaspekt. Hinzu kommen Tonart, Stilrichtung sowie emotionaler und geistiger Gestus. Im Gegensatz zum klassischen Ballett – oder auch moderneren Tanzformen – verwendet die Eurythmie keine festgelegten Posen oder abstrakte Bewegungsabläufe.

In Eurythmie-Aufführungen werden dramatische, epische und lyrische, aber auch humoristische Werke der Sprach- und Musikdichtung aller Epochen als „beseelte sichtbare Sprache“ und „sichtbarer Gesang“ zur Darstellung gebracht. Dies geschieht sowohl in choreographischen Gruppeninszenierungen, wie in solistischer Form. Eine bekannte Bühneninszenierung, in der die Eurythmie Verwendung findet, ist die Aufführung der ungekürzten Fassung von Goethes Faust I und II amGoetheanum in Dornach.10

Die sogenannte „Heileurythmie“ wird von einigen deutschen Krankenkassen als Heilmittel anerkannt.

Seit den 1980er Jahren wurde die anfangs unter dem Begriff Betriebseurythmie bekannt gewordene und dort auch angewendete Eurythmie in sozialen Arbeitsfeldern zur Sozialeurythmie weiterentwickelt. Die Sozialeurythmie soll dem Ausgleich einseitiger Bewegungsabläufe sowie der Weckung von Kreativität dienen.

Körpersprache und Bewegung im Bühnenraum

Choreographie

Jede eurythmische Aufführung verwendet eine Choreografie, die in der Eurythmie oft als „Form“ bezeichnet wird. Durch die Form erscheint das musikalische oder sprachliche Kunstwerk im Raum. Kommentare wie Taktangaben bei der Toneurythmie oder Textzeilen bei der Lauteurythmie verdeutlichen den Bezug der Form zum interpretierten Kunstwerk. Auf Formen finden sich oft auch Kostümangaben, Vorgaben zu Requisiten, Schleiern und Gewandfarbe und zur Farbe der im Verlauf der Interpretation wechselnden Bühnenbeleuchtung

Bei der Entwicklung der Form steht das Kunstwerk und seine Interpretation im Mittelpunkt. Es wird versucht, die innere Dynamik der Vorlage durch Bewegungen im Raum abzubilden. So ist es im Bereich der Toneurythmie beispielsweise möglich, höhere oder lautere Töne durch die Bewegung nach vorne und tiefere oder leisere Töne durch Gang nach hinten zu betonen. Änderungen im Rhythmus der Musik werden durch schnellere oder langsamere Schritte dargestellt. Zumeist besteht die Gesamtdarstellung eines Kunstwerks aus mehreren Formen, in denen sich auch Wiederholungen und Variationen des Kunstwerks widerspiegeln. Auch können verschiedene Eurythmisten oder Gruppen zur gleichen Zeit unterschiedliche Formen laufen. Die verschiedenen Stimmen eines Musikstückes werden etwa häufig von unterschiedlichen Gruppen dargestellt. Im Bereich der Lauteurythmie ist vorwiegend eine strophen- oder versweise Variation der einzelnen Gruppen und Formen anzutreffen.

.https://www.youtube.com/watch?v=K7sa-r-I3YM

Neben der Form gelten die Gebärden als zweite Grundlage der eurythmischen Darstellung. Die elementarsten Gebärden sind Bewegungen des eigenen Körpers in den sechs Raumrichtungen, also Aufrichten, Zusammenziehen und Beugen des Körpers. Diese Bewegungen werden überlagert von Bewegungen der Arme. Für diese gibt es eine Reihe von Hauptgebärden für Töne, Intervalle und Laute, die jedoch in ihrer Größe und Ausrichtung im Raum, in ihrer Reihenfolge und in der Verknüpfung untereinander vielfältig variiert werden können, sodass sich zusammen mit der Form eine Vielzahl von Bewegungskombinationen ergibt, die dem Künstler Freiraum zur Interpretation gewähren. Einige Formen schränken den interpretativen Spielraum jedoch stärker ein. Die oft so genannten „Apollinischen Formen“ etwa richten sich streng nach der Grammatik und dem Sinnzusammenhang der Sprache. Für jede Art von Satzkomponente, Wortart sind jeweils bestimmte Bewegungen vorgegeben. So werden in der apollinischen Methode etwa Satzkomponenten, die etwas „Geistig-Wesenhaftes“ bezeichnen, in der Choreografie mit einem zum Publikum geöffneten Bogen gelaufen. Da die Natur der Apollinischen Formen in einer starken Formalisierung liegt, lassen sich diese Choreographien begrenzt nach Regeln konstruieren. Apollinische Sinngesten richten sich wie die Apollinischen Formen nach der Grammatik und dem Sinnzusammenhang der Sprache und finden im gleichen Zusammenhang Verwendung. Bindewörter werden etwa mit einem Kopfnicken ausgedrückt.

Besuch der Queen in Berlin

 

 

queen-besuch-berlin-bild-

 

Schon komisch, wenn man an die Queen denkt: eine durch und durch Deutsches Königshaus, der Gemahl sogar in Deutschland geboren, in allen fließt deutsches Blut.

Erst waren die Angelsachsen, dann die Normannen, und jetzt ist alles Deutsch.

Wie so vieles, was heute die Welt bewegt.hand

Deutschen Ursprings ist die Moderne Technik. Die Maschinenbauer, die Waffen, die V2-Raketen, die Atomwaffe, die Autos mit Daimler und Benz.

Hitler und der Holocaust, Vernichtung der Juden, Vernichtung der Zigeuner, Vernichtung der seelenpflegebedürftigen Kinder.hitler

Zwei blutige Weltkriege, chemischer Dünger, Herbizide und Pestizide.

Computer.

Die besten Panzer, die besten Gewehre,panzer

Und alles wird auf der ganzen Welt verlangt und dach gebaut.

Bei diesen Gedanken wird einem ziemlich gruselig zumute.

Gibt es auch Gutes?

Das einzige Land der Welt, wo Grüne regieren.grün

Als erste die Atommeiler abgeschafft und Ökostrom forciert.öko

Die meisten Waldorfschulen.ws

Ökolandbau mit Demeter

Keine Gentechnik.dornach

Rudolf Steiner mit dem Zentrum Dornach und Stuttgart – eine Erneuerung des Christlichen Denkens nachdem das katholische Denken im Machtstreben der Päpste untergegangen ist.rs

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén