Kategorie: Fluss

Fürstenwalde/Spree

Fürstenwalde/Spree (niedersorbisch Pśibor pśi Sprjewje) ist die bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis Oder-Spree im Osten des LandesBrandenburg. Sie ist ein wichtiges Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum.

Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert gegründet und war ein wichtiger Umschlagplatz für Warentransporte zwischen Spree/Havel und Oder. Der Dom St. Marien als letzte Kathedralkirche des früheren Bistums Lebus ist das stadtbildprägende Wahrzeichen im Zentrum. Zu seiner Ehrung führt die Stadt seit Ende 2013 den inoffiziellen Namenszusatz Domstadt. Eine andere traditionsreiche Bezeichnung ist Grüne Stadt an der Spree, die auf den Waldreichtum ringsum und den Baumreichtum innerhalb der Stadt verweist.

Bereits im ersten Jahrhundert nach Christus soll es auf dem Gebiet des heutigen Fürstenwaldes eine Siedlung namensSusudata gegeben haben.

Die erste urkundliche Erwähnung Fürstenwaldes war im Jahr 1272 (als Furstenwalde), die Stadt dürfte jedoch bereits zwischen 1225 und 1250 gegründet worden sein. Begünstigt wurde die Stadtgründung durch die Lage an einer Furt durch die Spree. Die Stadt wurde mit einem geregelten Straßennetz angelegt, welches sich in großen Teilen bis heute erhalten hat. Wenige hundert Meter spreeabwärts gibt es die sogenannte Alte Stadt, deren Name auf eine (wahrscheinlich slawische) Vorgängersiedlung deutet. Die Bezeichnung hat sich bis heute in einigen Straßennamen erhalten.

Den Aufstieg der Stadt zu einer der wohlhabendsten der Mark Brandenburg verdankt sie aber der Tatsache, dass die Spree ab hier nicht mehr schiffbar war. Die Waren von und zur nächsten Wasserstraße, der Oder, wurden auf dem Landweg verbracht. Da Fürstenwalde das Niederlagsrecht besaß, waren die Händler verpflichtet, die Waren vor Ort anzubieten, bevor sie umgeschlagen und weitertransportiert wurden.

https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstenwalde/Spree

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Spree

Die Spree (sorbisch Sprjewja/Sprewja, tschechisch Spréva), in Abschnitten Große Spree genannt, ist ein knapp 400 Kilometer langer linker Nebenfluss der Havel im Osten Deutschlands, der am Oberlauf für ein kurzes Stück den äußersten Norden Tschechiens berührt. Da am Zusammenfluss von Spree und oberer Havel in Berlin-Spandaudie Spree sowohl länger als auch wasserreicher ist als der Oberlauf der Havel, bilden hydrologisch gesehen Spree und untere Havel einen Flusslauf, und die obere Havel ist dessen Nebenfluss.

Sage:

Über die Entstehung der drei Spreequellen hat sich im Oberlausitzer Sagenschatz folgende Legende erhalten, die in neuerer Bearbeitung und gekürzt hier wiedergegeben werden soll: Der Riese Sprejnik, dem in grauer Vorzeit das Land zwischen Bautzen und Oberlausitzer Bergland untertan war, schnitzte einst einen großen und starken Bogen, damit er sein Reich und seine Bewohner besser schützen konnte. Um zu erproben, wie weit seine Pfeile flögen, schoss er einige nach Südosten. Als seine Untertanen danach suchten, fanden sie die Pfeile weit oben im Bergland in einem Tal. Mit den Händen ließen sie sich nicht aus dem Boden ziehen, sondern mussten ausgegraben werden. Aus den Löchern begann frisches Wasser zu quellen. Die drei Spreequellen am Kottmar, in Neugersdorf und Ebersbach waren geboren. Dadurch entstand ein Fluss, der noch heute durch die Lausitz fließt. Unsere Altvordern nannten ihn zu Ehren des gütigen Riesen Sprejnik Spree. Die späteren Städte Neusalza-Sprembergund Spremberg in der Lausitz empfingen von der Spree ihren Namen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Spree

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Biosphärenreservat Donaudelta

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Bild:Elena Pleskevich

Das Biosphärenreservat Donaudelta befindet sich im Mündungsgebiet der Donau in dasSchwarze Meer. Das Donaudelta stellt nach dem Wolgadelta das zweitgrößte DeltaEuropas dar und umfasst ein Gebiet von 5800 km², wovon 72 Prozent mit einer Fläche von 4178 km² unter Naturschutz stehen. Diese Fläche liegt zu 82,5 Prozent im rumänischen Teil der Landschaft Dobrudscha sowie zu 17,5 Prozent in der Ukraine.

Der nördliche Teil des Reservats – das eigentliche Delta – wird von den drei aus westlicher Richtung einlaufenden Mündungsarmen der Donau durchflossen: dem Chiliaarmals rumänisch-ukrainische Staatsgrenze im Norden, dem Sulinaarm in der Mitte und demSfântu-Gheorghe-Arm im Süden. Unmittelbar südlich schließt sich der von Kanälen gespeiste Razim-Sinoie-Lagunenkomplex an. Die Gegend ist bereits seit der Antike spärlich besiedelt. Die Landwirtschaft, Viehzucht und Fischwirtschaft bedienen sich vielfach der natürlichen Ressourcen vor Ort.3

Bild:Raff

In dem Biosphärenreservat konnten bisher etwa 5200 Tier- und Pflanzenarten katalogisiert werden. Die hohe Artenzahl wird einerseits auf das große Angebot von aquatischen undterrestrischen Lebensräumen zurückgeführt, zum anderen auf das geografische Zusammentreffen der zentraleuropäischen Wälder und des Balkangebirges mit denmediterranen Regionen. Die eng miteinander verbundenen Lebensräume wie Röhrichte,schwimmende Inseln, Altarme und Seen, Auwälder und extreme Trockenbiotope in denDünen bilden im Mündungsgebiet ein einzigartiges Netzwerk[3] von über 30 Ökosystemen. Manche dieser Arten gelten als selten oder vom Aussterben bedroht. Das Reservat beherbergt das mit einer Ausdehnung von etwa 1800 km² weltweit größte zusammenhängende Schilfrohrgebiet und ein bedeutendes Vogelschutzreservat mit der größten Kolonien des Rosapelikans und der zweitgrößten des Krauskopfpelikans Europas.4

Bild:Aleksey YablonskiyRussian river ships

Rumänien erklärte 1990 als erster Donauanrainerstaat seinen Teil des Deltas zum Biosphärenreservat. Die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung derRamsar-Konvention konnte 1991 um das Delta erweitert werden. Die UNESCO nahm das Gebiet 1993 in die Weltnaturerbeliste auf. Rumänien wies das Reservat im gleichen Jahr als Naturschutzgebiet von nationaler und internationaler Bedeutung aus. Seit 1998 ist auch der ukrainische Teil des Donaudeltas ein anerkanntes Biosphärenreservat.5

Bild:Kristian FriskDanubedelta andra dagen

Ab den 1960er Jahren wurden weite Teile der Sumpflandschaft für landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt, wodurch bis 1986 rund ein Fünftel des natürlichen Lebensraums im Delta zerstört wurde. Im Jahr 2000 verpflichteten sich Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine zum Schutz und zur Renaturierung der Feuchtgebiete im Verlauf der etwa 1000 Kilometer langen unteren Donau. Mit diesem vom World Wide Fund For Nature (WWF) initiierten Grünen Korridor entstand das größte grenzüberschreitende Schutzgebiet in Europa.6

Bild:Trygve W Nodeland

Die Arbeitslosenquote der Ortsansässigen liegt zwischen 30 und 40 Prozent. Sie erhoffen sich Chancen aus den Initiativen der Europäischen Union zur Förderung von Sanftem Tourismus in der Region, jedoch hat der Tourismus punktuell bereits die Grenzen seiner Naturverträglichkeit erreicht. Unfälle der Ölindustrie, die Begradigung und Eindämmung von Schifffahrtswegen, aber auch illegales Wildern beeinträchtigen das ökologische Gleichgewicht.7

Bild:Soare

Die traditionelle Architektur und die Form der Siedlungen sind der Hauptbeschäftigung der Bewohner und dem umgebenden Naturraum angepasst. Die langgestreckten Fischerhäuser in den Straßendörfern der lipowanischen Bevölkerung unterscheiden sich in Form und Gestaltung deutlich von den Gehöften der Bauern und den festen Steinhäusern der Kaufleute.

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Bild:OLYMPUS DIGITAL CAMERA Veoret

Die Einheimischen des Donaudeltas nutzen schon seit jeher natürlichen Ressourcen wie Lehm, Steine und Schilf zum Bau ihrer einfachen traditionellen Häuser. Der Lehm wird zu Ziegeln geformt, die zur Errichtung von Wänden verwendet werden. Die Dächer werden mit Reet gedeckt.9

Bild:Kristian FriskDanubedelta första dagen 20

Die natürlichen Baustoffe, die bei der Verarbeitung keine aufwendigen Vorbereitungen benötigen, sind im Delta im Überfluss vorhanden. Für die Herstellung von Lehmziegeln(Ceamur) wird der lösshaltige Boden mit Stroh und Spreu vermengt und festgestampft. In die Ecken der Häuser aus Lösserde wird zur Verhinderung von Mauerbruch durch Wärmeausdehnung oftmals Eichenholz eingearbeitet. 10Vorgelagerte Lehmmauern schützen viele Lehmhäuser vor starken Winden und regelmäßigen Überschwemmungen. Die Lehmziegel werden im ländlichen Raum auch für den Bau von Hirtenhütten und Speicherschuppen genutzt. Im urbanen Raum des Deltas herrscht die Betonbauweise vor.

https://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4renreservat_Donaudelta

Die Oder

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Bild:de:Benutzer:Deltongo

Die Oder (AFI [ˈʔoːdɐ]), (polnisch Odra, tschechisch Odra, niedersorbischOdra, obersorbisch Wódra) ist ein mitteleuropäischer Strom, der inTschechien entspringt, durch Polen fließt und die Grenze zwischen Polen und Deutschland bildet. Sie mündet durch das Stettiner Haff und um die Inseln Usedom und Wolin herum in die Ostsee. Die Oder als Grenzfluss ist ein Ergebnis des Zweiten Weltkriegs. Die Oder ist 866 Kilometer lang (898 Kilometer bis Świnoujście (Swinemünde)).o1

Bild: pl:Grafika:Odra_i_Olza.jpg

Zu ihren Nebenflüssen gehören die Lausitzer Neiße und die Warthe, die als längster Nebenfluss die Länge des Flusssystems auf 1045 Kilometerverlängert. Der mittlere Abfluss beträgt 540 m³/s, womit die Oder nachRhein, Donau, Inn und Elbe der fünftgrößte Fluss in Deutschland ist. Ihr Einzugsgebiet ist im Westen und Südwesten von dem der Elbe, im Osten von dem der Weichsel und im Süden von dem der Donau begrenzt.o2

Bild:Ralf Roletschek

Die Oderquelle befindet sich in Tschechien anderthalb Kilometer nordwestlich von Kozlov am Fidlův kopec(Fiedelhübel) im mährischenOdergebirge. Die ersten 31 Kilometer ihres Laufs führen durch denTruppenübungsplatz Libavá[2]. Ab dessen Grenze bildet sie von der Einmündung der Budišovka an bis Ostrava die historische Provinzialgrenze zwischenSchlesien (linksseitig) und Mähren (rechtsseitig). Bei Bohumín überquert der Fluss in 195 m.ü.m. an der Einmündung der Olsa die Grenze zwischen Tschechien und Polen. Der Flusslauf auf tschechischem Gebiet hat eine Länge von 131 Kilometern und umfasst ein Einzugsgebiet von 10.288 Quadratkilometern.o3Bild:Specjal b

Auf ihrem weiteren Lauf fließt die Oder durch Schlesien und dessen Hauptstadt Breslau (Wrocław). Ab der Neißemündung bei Ratzdorfnördlich von Guben in Brandenburg markiert ihre Mitte bis nördlich vonSchwedt/Oder die Grenze zwischen Polen und Deutschland. Die Oder fließt durch Frankfurt (Oder), Słubice und Kostrzyn nad Odrą (Küstrin). Zwischen den Städten Lebus und Oderberg durchfließt die Oder das knapp 60 Kilometer lange und 12 bis 20 Kilometer breite Oderbruch, passiert dann das Polder-Gebiet bei Schwedt, bevor sie sich bei Fluss-Kilometer 704 am Wehr Marienhof in die beiden Arme Westoder (poln.:Odra Zachodnia) und Ostoder (poln.: Odra Wschodnia) teilt. Die Westoder ist bis Mescherin Grenzfluss, ehe sie wie die Ostoder beidseitig auf polnischem Territorium weiterfließt. Das Gefälle der letzten 30 Kilometer vor Stettin beträgt nur noch wenige Zentimeter. Auf Höhe des Dammschen Sees vereinigen sich Ost- und West-Oder. Als so genanntes Papenwasserfließt die Oder durch Police (Pölitz), bevor sie in das zur Ostseegehörende Stettiner Haff mündet.o4

Bild:Specjal b

Die Grenzstrecken der Oder und der Westoder sindBundeswasserstraßen der Wasserstraßenklasse IV mit einer Gesamtlänge von 179 Kilometer, für die das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde zuständig ist.o5

Breslau – Bild:Shaqspeare

Da das Stettiner Haff eine Meeresbucht ist, sind dessen drei Verbindungsarme zum offenen Meer Meeresarme. Sie befördern zwar als Mündungsarme der Oder überwiegend Oderwasser nach Norden, haben aber auch einen nennenswerten Einstrom von Seewasser ins Haff, besonders bei starkem Nordwind. Abzulesen ist das an den rückwärtigen (haffseitigen) Deltabildungen, besonders ausgeprägt bei der Swine. Lage dieser Meeresarme und Inseln:

  • Peenestrom (bis zur Einmündung des Peeneflusses Der Strom) zwischen deutschem Festland und der Insel Usedom(polnisch Uznam),
  • Świna (deutsch Swine) zwischen den Inseln Usedom und Wollin (polnisch Wolin), mit der Schifffahrtsstraße, Kanał Piastowski, bis 1945 Kaiserfahrt, gebaut 1875 bis 1880,
  • Dziwna (deutsch Dievenow) zwischen der Insel Wollin und dem polnischen Festland.o6
  • Bild:Doris Antony
  • Schiffsverkehr

    Die Oder ist auf 717 Kilometern bis Koźle (deutsch Cosel) in Polen schiffbar. Dort schließt der Gleiwitzer Kanal an, der als Anfang des Donau-Oder-Kanals gedacht war.

    Durch Begradigung wurde die Oder, die von der Ostsee flussaufwärts durch das Stettiner Haff bis nach Stettin (Szczecin) fürSeeschiffe befahrbar ist, seit etwa 1850 von 1.040 Kilometer auf 866 Kilometer Länge verkürzt.

    Eine weitgehende Kanalisierung des Flusses erfolgte in zwei Phasen: 1888–1897 und 1907–1922. Um den Fluss für größere Schiffe befahrbar zu machen, wurden Staustufen und Schleusen angelegt, wobei an den Staustufen zugleich die Wasserkraft für die Erzeugung elektrischen Stroms genutzt wurde. Gegenwärtig sind sieben Wasserkraftwerke in Betrieb, das größte gehört zur Staustufe Brzeg Dolny und hat eine Leistung von 9,7 MW.o7Stettin – Bild:Electron

    Seit Juli 2007 verkehrt nach 62 Jahren wieder gelegentlich eine Fähre zwischen dem deutschen Ort Güstebieser Loose und der polnischen Ortschaft Gozdowice (deutsch Güstebiese). Als Fahrzeug dient ein Motorschiff mit Schaufelradantrieb.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Oder

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