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Rotfuchs
https://de.wikipedia.org/wiki/Rotfuchs
Von allen wildlebenden Raubtieren haben Rotfüchse das größte geographische Verbreitungsgebiet: Sie können sowohl nördlich des Polarkreises als auch in fast tropischen Gebieten leben. In Nordamerika kommen sie von den Aleuten bis Neufundland vor – mit Ausnahme von Arizona, Süd-Florida und einem Streifen von Alberta bis Mexiko. Rotfüchse besiedeln Eurasien von Irland bis zum Beringmeer. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Rotfüchse zur traditionellen Fuchsjagd aus England nach Australien importiert. Die dort heimischen langsamen Beuteltiere waren an die Neubesiedler nicht angepasst und wurden leichte Beute. Heute ist ganz Australien bis auf das Northern Territory und die nördlichen Teile von Queensland von Füchsen besiedelt. 1893 wurden die ersten Kopfgelder ausgesetzt. Neuseeland ist bis heute fuchsfrei. Im inzwischen besiedelten Tasmanien laufen aus Artenschutzgründen Maßnahmen zur Ausrottung der Füchse.

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Nahrung: Fleisch. Aas, Beeren
Der Rotfuchs ist ein anspruchsloser Allesfresser. Er stellt seine Ernährung bei Bestandsschwankungen der Beutetiere kurzfristig um und nimmt generell mit dem vorlieb, was leicht zu erbeuten ist und einen hohen Energiegehalt bietet (opportunistische Ernährung). Die Nahrungszusammensetzung ist somit lokal und saisonal unterschiedlich. Wichtige Beutetiere sind Feldmäuse und zumindest regional (etwa in der Camargue oder in einigen Regionen Englands Kaninchen. Regenwürmer werden insbesondere auf frischen Grünlandböden erbeutet. Aufgrund ihres Fett- und Proteingehaltes stellen sie eine energiereiche Nahrung dar. Bei Feldhase und Reh ist der Fuchs im Regelfall nicht in der Lage, gesunde Alttiere zu ergreifen, kann aber Jungtiere oder geschwächte Alttiere erbeuten. Haushühner, Hausgänse und Hausenten werden vor allem in der Jungenaufzuchtszeit erbeutet, da die Fuchsfamilie in dieser Zeit einen hohen Nahrungsbedarf hat.
Früchte spielen im Sommer eine wichtige Rolle, wobei süße Sorten wie Kirschen, Zwetschgen und Mirabellen bevorzugt werden. An der Westküste Mittelitaliens bilden Wacholderbeeren das ganze Jahr über die Hauptnahrung der dort lebenden Füchse.[52] Füchse können neben anderen Säugetieren für die Verbreitung von Pflanzenfrüchten von Bedeutung sein.[53] Für das Kreuzdorngewächs Ziziphus lotus in Spanien sind Füchse für die Verbreitung der Früchte maßgeblich.
Auch Aas kann eine wichtige Rolle in der Ernährung von Füchsen spielen
Bei Stadtfüchsen machen natürliche Futterquellen wie Nager nur einen geringen Anteil aus, stattdessen dominieren kultivierte Früchte, Küchenabfälle (inklusive Kompost und Fleischresten) sowie für Katzen oder Vögel angebotenes Futter.Füchse können auch Futter verstecken. Hierzu wird in lockerem Boden ein etwa 10 cm tiefes Loch gegraben, die Nahrung hineingelegt und anschließend das Loch mit Erde und Laub wieder der Umgebung angeglichen. Das Versteck wird später mit dem Geruchssinn wiedergefunden.

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Rotfuchsfell
https://de.wikipedia.org/wiki/Rotfuchsfell
Durch die Jahrtausende kann man das Nebeneinander von kultischer Pelzkleidung und jägerischer Felltarnung nachvollziehen, es bestimmt auch den Charakter der Felltrachten des Altertums. In der Antike berühmt war die Alopekis, eine Fuchsfellmütze der Thraker aus der Gegend des heutigen Rumäniens und Bulgariens. Sie ist auf verschiedenen Vasenmalereien abgebildet, hinten hing ein Schwanz, zwei besetzte Ohrenklappen befanden sich an den Seiten und auf der Kappe befand sich eine hohe Schleife

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Religion
In der Bibel wird der Fuchs als Symbol für Wildnis oder auch für verwüstete, daher von ihm bewohnte Landschaften (Klgl 5,18 EU, Hes 13,4 EU, Neh 3,35 EU) genannt, als Schädling (Hld 2,15 EU), aber auch als Symbol für List und Bosheit (Lk 13,32 EU). Jesus gebraucht den Fuchs, der immerhin einen Bau hat, als Gegenbild zu seiner eigenen Heimatlosigkeit (Mt 8,20 EU, Lk 13,32 EU). Eine Sonderstellung hat der Fuchs im Buch der Richter (Ri 15,4-5 EU), wo erzählt wird, wie Simson Füchse zur Zerstörung gegnerischer Felder gebraucht.

In der christlichen Ikonografie dient der Fuchs zur Vermenschlichung und Personifikation der Sünde.

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Reineke Fuchs – ist die Hauptfigur eines Epos in Versen und in Prosa, dessen Tradition bis ins europäische Mittelalter zurückreicht. Eine 1498 in Lübeck gedruckte niederdeutsche Versfassung Reynke de vos entwickelte sich im 16. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum zum Bestseller. Darin wird erzählt, wie sich der Übeltäter Reineke, der Fuchs, durch geniale Lügengeschichten und ausgesuchte Bosheiten aus allen prekären Lagen rettet und am Ende gegen seine Widersacher als Sieger durchsetzt.

Die bereits seit dem 16. Jahrhundert erfolgten hochdeutschen Ausgaben, insbesondere die Prosaübertragung von Johann Christoph Gottsched im Jahre 1752, überlieferten die Geschichte in ihrer jahrhundertealten deutschsprachigen Fassung nahezu unverändert bis auf den heutigen Tag. Das Werk und sein Titelheld inspirierten seit der Mitte des 16. Jahrhunderts Übersetzer, Schriftsteller und Illustratoren. Die heute gebräuchliche Namensform Reineke Fuchs wurde zuletzt durch das gleichnamige Versepos Johann Wolfgang von Goethes etabliert.

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Goethe: Reineke Fuchs
Illustrationen von Wilhelm von Kaulbach
http://christian-von-kamp.de/Reineke.html
Erster Gesang.
Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen, es grünten und blühten
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.

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Der Wolf und der Fuchs
Jacob & Wilhelm Grimm

Der Wolf hatte den Fuchs bei sich, und was der Wolf wollte, das musste der Fuchs tun, weil er der schwächste war, und der Fuchs wäre gerne des Herrn los gewesen. Es trug sich zu, dass sie beide durch den Wald gingen, da sprach der Wolf ‚Rotfuchs, schaff mir was zu fressen, oder ich fresse dich selber auf.‘ Da antwortete der Fuchs ‚ich weiss einen Bauernhof, wo ein paar junge Lämmlein sind, hast du Lust, so wollen wir eins holen.‘ Dem Wolf war das recht, sie gingen hin, und der Fuchs stahl das Lämmlein, brachte es dem Wolf und machte sich fort. Da frass es der Wolf auf, war aber damit noch nicht zufrieden, sondern wollte das andere dazu haben und ging, es zu holen. Weil er es aber so ungeschickt machte, ward es die Mutter vom Lämmlein gewahr und fing an entsetzlich zu schreien und zu bIäen, dass die Bauern herbeigelaufen kamen. Da fanden sie den Wolf und schlugen ihn so erbärmlich, dass er hinkend und heulend bei dem Fuchs ankam. ‚Du hast mich schön angeführt,‘ sprach er, ‚ich wollte das andere Lamm holen, da haben mich die Bauern erwischt und haben mich weich geschlagen.‘ Der Fuchs antwortete ‚warum bist du so ein Nimmersatt.‘
Am andern Tag gingen sie wieder ins Feld, sprach der gierige Wolf abermals ‚Rotfuchs, schaff mir was zu fressen, oder ich fresse dich selber auf.‘ Da antwortete der Fuchs ‚ich weiss ein Bauernhaus, da backt die Frau heut abend Pfannkuchen, wir wollen uns davon holen.‘ Sie gingen hin, und der Fuchs schlich ums Haus herum, guckte und schnupperte so lange, bis er ausfindig machte, wo die Schüssel stand, zog dann sechs Pfannkuchen herab und brachte sie dem Wolf. ‚Da hast du zu fressen,‘ sprach er zu ihm und ging seiner Wege. Der Wolf hatte die Pfannkuchen in einem Augenblick hinuntergeschluckt und sprach ’sie schmecken nach mehr,‘ ging hin und riss geradezu die ganze Schüssel herunter, dass sie in Stücke zersprang. Da gabs einen gewaltigen Lärm, dass die Frau herauskam, und als sie den Wolf sah, rief sie die Leute, die eilten herbei und schlugen ihn, was Zeug wollte halten, dass er mit zwei lahmen Beinen laut heulend zum Fuchs in den Wald hinauskam. ‚Was hast du mich garstig angeführt!, rief er, ‚die Bauern haben mich erwischt und mir die Haut gegerbt.‘ Der Fuchs aber antwortete ‚warum bist du so ein Nimmersatt.‘
Am dritten Tag, als sie beisammen draussen waren und der Wolf mit Mühe nur forthinkte, sprach er doch wieder ‚Rotfuchs, schaff mir was zu fressen, oder ich fresse dich selber auf.‘ Der Fuchs antwortete ‚ich weiss einen Mann, der hat geschlachtet, und das gesalzene Fleisch liegt in einem Fass im Keller, das wollen wir holen.‘ Sprach der Wolf ‚aber ich will gleich mitgehen, damit du mir hilfst, wenn ich nicht fort kann.‘ ‚Meinetwegen,‘ sprach der Fuchs, und zeigte ihm die Schliche und Wege, auf welchen sie endlich in den Keller gelangten. Da war nun Fleisch im Überfluss, und der Wolf machte sich gleich daran und dachte ‚bis ich aufhöre, hats Zeit.‘ Der Fuchs liess sichs auch gut schmecken, blickte überall herum, lief aber oft zu dem Loch, durch welches sie gekommen waren, und versuchte, ob sein Leib noch schmal genug wäre, durchzuschlüpfen. Sprach der Wolf ‚lieber Fuchs, sag mir, warum rennst du so hin und her, und springst hinaus und herein?‘ ‚Ich muss doch sehen, ob niemand kommt,‘ antwortete der Listige, ‚friss nur nicht zuviel.‘ Da sagte der Wolf ‚ich gehe nicht eher fort, als bis das Fass leer ist.‘ Indem kam der Bauer, der den Lärm von des Fuchses Sprüngen gehört hatte, in den Keller. Der Fuchs, wie er ihn sah, war mit einem Satz zum Loch draussen: der Wolf wollte nach, aber er hatte sich so dick gefressen, dass er nicht mehr durch konnte, sondern stecken blieb. Da kam der Bauer mit einem Knüppel und schlug ihn tot. Der Fuchs aber sprang in den Wald und war froh, dass er den alten Nimmersatt los war.

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Der Rabe und der Fuchs – Äsop
An einem Morgen saß ein Rabe mit einem gestohlenen Stück Käse im Schnabel auf einem Ast, wo er in Ruhe seine Beute verzehren wollte.
Zufrieden krächzte der Rabe über seinen Käse. Dies hörte ein vorbei ziehender Fuchs. Er dachte nach, wie er an den Käse kommen könnte. Endlich hatte er eine hinterlistige Idee.
Freundlich begann der Fuchs den Raben zu loben: „Oh Rabe, was bist du für ein wunderbarer Vogel! Wenn dein Gesang ebenso schön ist wie dein Gefieder, dann sollte man dich zum König aller Vögel krönen!“

Das schmeichelte dem Raben und das Herz schlug ihm vor Freude höher. Stolz riss er seinen Schnabel auf und begann zu krächzen. Dabei entfiel ihm das köstliche Stück Käse. Darauf hatte der Fuchs nur gewartet. Schnell schnappte er sich die Beute und machte sich gleich ans Fressen.
Da rief der Rabe empört: „He, das war gemein!“ Doch der Fuchs lachte nur über den törichten Raben.

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Der Fuchs und die Trauben – Äsop
Eine Maus und ein Spatz saßen an einem Herbstabend unter einem Weinstock und plauderten miteinander. Auf einmal zirpte der Spatz seiner Freundin zu: „Versteck dich, der Fuchs kommt“, und flog rasch hinauf ins Laub.

Der Fuchs schlich sich an den Weinstock heran, seine Blicke hingen sehnsüchtig an den dicken, blauen, überreifen Trauben. Vorsichtig spähte er nach allen Seiten. Dann stützte er sich mit seinen Vorderpfoten gegen den Stamm, reckte kräftig seinen Körper empor und wollte mit dem Mund ein paar Trauben erwischen. Aber sie hingen zu hoch.

Etwas verärgert versuchte er sein Glück noch einmal. Diesmal tat er einen gewaltigen Satz, doch er schnappte wieder nur ins Leere.

Ein drittes Mal bemühte er sich und sprang aus Leibeskräften. Voller Gier huschte er nach den üppigen Trauben und streckte sich so lange dabei, bis er auf den Rücken kollerte. Nicht ein Blatt hatte sich bewegt.

Der Spatz, der schweigend zugesehen hatte, konnte sich nicht länger beherrschen und zwitscherte belustigt: „Herr Fuchs, Ihr wollt zu hoch hinaus!“

Die Maus äugte aus ihrem Versteck und piepste vorwitzig: „Gib dir keine Mühe, die Trauben bekommst du nie.“ Und wie ein Pfeil schoss sie in ihr Loch zurück.

Der Fuchs biss die Zähne zusammen, rümpfte die Nase und meinte hochmütig: „Sie sind mir noch nicht reif genug, ich mag keine sauren Trauben.“ Mit erhobenem Haupt stolzierte er in den Wald zurück.

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Der Fuchs bellt nicht, wenn er das Lamm stehlen will. – William Shakespeare

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Die Rolle des Fuchs in europäischen Legenden und Mythen
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Der Fuchs gilt als eines der Symboltiere des griechischen Gottes Dionysos. Er wurde vor allem von Frauen verehrt, den Mänaden, zu deren klassischer Kleidung Fuchsfelle und Fuchsmützen gehörten. Von den Fuchsfellen rührt die synonym zu „Mänaden“ verwendete Bezeichnung „Bassariden“ her, denn bassaros heißt „Fuchs“. Andere auf den Fuchs bezogene Eigennamen sind Dionysos Bassaros, „fuchshafter Dionysos“ oder Bassareus, „der Fuchsgott“, als der er in Lydien verehrt wurde.

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Sind Füchse wirklich so schlau?
Füchse stellen sich beispielsweise tot, um die Aufmerksamkeit von Aasfressern wie etwa Krähen auf sich zu ziehen, und erbeuten diese, wenn sie sich dem vermeutlich toten Tier genähert haben. Lange Zeit wurde dies von Biologen als Märchen abgetan, bis es in den sechziger Jahren erstmals einem russischen Tierfotografen gelang, dieses Verhalten auf Bildern festzuhalten.

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Intelligent: Der Verhaltensforscher Dröscher berichtet über das „Charming“, einer Technik, die Füchse bei der Kaninchenjagd benutzen – ohne dem Kaninchen offensichtliche Aufmerksamkeit zu schenken, tollen Füchse wild in der Gegend herum und nähern sich dabei Stück für Stück der gleichermaßen irritierten wie faszinierten Beute, bis sie diese packen können

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Intelligent: Als der Biologe Felix Labhardt Füchse zu Forschungszwecken mit Kastenfallen fangen wollte, erlebte er sein blaues Wunder – die Füchse lernten rasch, den trickreich befestigten Köder zu stehlen, ohne dass die Falle zuschnappte, wobei „der Fuchs… dazu äußerst subtil und vorsichtig vorgegangen sein (musste)“. Labhardt schreibt weiter: „Ohne Zweifel hat der Fuchs an der Falle menschliche Duftspuren wahrgenommen und war sich einer Gefahr bewusst. Und es scheint so, als ob er Einsicht in die Funktionsweise der Falle hatte, wahrscheinlich ohne eine solche je in Betrieb erlebt zu haben, und alles in der Dunkelheit der Nacht.“ (F.Labhardt, Der Rotfuchs, Paul Parey 1990).
Jagdzeitschriften stilisieren die Fuchsjagd makabrerweise gerade aufgrund der füchsischen Intelligenz zu etwas besonders Reiz- und Lustvollem empor: Unter allen Wildarten sei gerade das Erbeuten eines Rotfuchses die größte „jagdliche Herausforderung“.

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Die Rolle des Fuchs in japanischen Legenden und Mythen
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Ihre offensichtlichste und wohl bekannteste Rolle haben Füchse in der japanischen Mythologie als Vertraute des Fruchtbarkeitsgottes Inari, der bisweilen auch selbst als weißer Fuchs dargestellt wird. Inari-Schreine werden stets von zwei Fuchsstatuen flankiert; die Schreinpriester sind in gewisser Weise auch für die wildlebenden Füchse im Gebiet um den Schrein zuständig und füttern diese in harten Wintern mit Soja und Reis. Füchse, die zur Paarungszeit ihr Liebensspiel auf den Reisfeldern Japans treiben, gelten als Glücksbringer und Omen für Fruchtbarkeit.
Aus dieser überwiegend positiven Bewertung des Fuchses ist sicherlich auch der vergleichsweise gute Ruf abzuleiten, den Reineke auch heute noch in Japan besitzt. Noch immer gelten Füchse in Japan mancherorts als heilig und werden nicht bejagt – ein Privileg, das sie ihren Artgenossen in den meisten anderen Teilen der Welt voraus haben.

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Fuchs Comic – Fix und Fox
Der bekannteste deutschsprachige Comic dürfte wohl „Fix und Foxi“ sein, der als das erfolgreichste deutsche Comicmagazin (mit zwei Unterbrechungen) seit 1953 herausgegeben wird und auf eine Gesamtauflage von über 750 Millionen Exemplaren kommt. Die beiden Füchse Fix und Foxi dienen als sympathische, aufgeschlossene und engagierte Protagonisten, die sich als Identifikationsfiguren für Jugendliche eignen, aber – von körperlichen Merkmalen wie dem buschigen Schweif abgesehen – nur wenige „klassische“ füchsische Eigenschaften besitzen. Computerspiele, Filme und eine Fernsehserie über Fix und Foxi, die in mehr als dreißig Ländern ausgestrahlt wird, dokumentieren die Popularität der beiden Cartoon-Füchse (siehe dazu die nach Rolf Kauka, dem Erschaffer von Fix und Foxi, benannte Kaukapedia).

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