Gambia
https://de.wikipedia.org/wiki/Gambia
Gambia [ˈgambi̯a] ist eine Republik in Westafrika, die an den Ufern des Gambia liegt. Mit Ausnahme eines kurzen Küstenabschnittes an der Mündung des Flusses in den Atlantischen Ozean wird Gambia vollständig vom Staat Senegal umschlossen. Mit einer Fläche von ungefähr 11.000 Quadratkilometern ist das Land der kleinste Staat des afrikanischen Festlandes.

Gambia hat rund 2,0 Millionen Einwohner (Stand Juli 2016).[1] Sein größter Ballungsraum ist die Kombo-St. Mary Area, die Hauptstadt ist Banjul.

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Hippies in Gambia

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„Sound of Gambia“ ist eine Gruppe von jungen Gambiern, die in einer Gemeinschafts­unterkunft in Waiblingen leben. Der Freundeskreis dort hat ihnen – original afrikanische – Trommeln besorgt und seit…
SOUNDOFGAMBIA.DE
Nach Senegal und Gambia fliegt der Reporter. Er fährt über staubige Pisten, verhandelt mit korrupten Grenzern. Er schaut, spricht und notiert.
PHILIPPLAAGE.DE

Hauptstadt Banjul
https://de.wikipedia.org/wiki/Banjul
Banjul (arabisch بانجول, ehemals Bathurst) ist die Hauptstadt des westafrikanischen Staats Gambia. Als „City of Banjul“ gehört die Stadt in der Verwaltungsgliederung Gambias, neben den Regionen und der Kanifing Municipal als eigener Verwaltungsbezirk zu der obersten Ebene der Verwaltungseinheiten.

Nach einer Berechnung für das Jahr 2013 leben dort etwa 31.356 Einwohner, damit ist Banjul die achtgrößte Ortschaft Gambias. Die letzte veröffentlichte Volkszählung von 2003 ergab 34.828 Einwohner.[1]

Im Volksmund trägt Banjul den Beinamen „City of Light“

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Landwirtschaft – Erdnuss
https://de.wikipedia.org/wiki/Gambia#Landwirtschaft
Zwei Drittel bis drei Viertel der Erwerbstätigen arbeiten im Bereich der Landwirtschaft, die ein Viertel bis ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Der Gambia-Fluss mit seinen Nebenflüssen ist Gambias Lebensader. Das Flusswasser lässt sich am effizientesten in der Bewässerung landwirtschaftlich genutzter Flächen verwenden. Die dicht besiedelten Gebiete Westgambias hängen völlig von der Nutzung des Grundwassers für den industriellen und häuslichen Gebrauch ab.

Die mit Abstand wichtigste Kulturpflanze ist die Erdnuss, die leicht sandige Böden bevorzugt. Jedes zweite landwirtschaftlich genutzte Feld ist ein Erdnussfeld. Sie bringt mit ihren Nebenprodukten 78 Prozent der Exporterlöse ein. Die exportorientierte, auf die Erdnuss ausgerichtete Landwirtschaft macht es aber notwendig, dass ein Fünftel der benötigten Nahrungsmittel eingeführt werden muss.

Daneben werden Hirse und Sorghum, Maniok und Mais kultiviert. Reis, das Grundnahrungsmittel Nummer eins, wird nicht ausreichend im Land produziert und muss zusätzlich importiert werden.

Eine untergeordnete Rolle für den Export spielen Baumwolle, die in den östlichen Landesteilen angebaut wird, und Palmkernöl. Die Ölpalme wird in erster Linie an der Küste angebaut. Außerdem werden Tierhäute exportiert.

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Die Mischehe von Portugiesen und Gambiern – 15. Jh. erzeugte bis heute Schönheit
Mitte des 15. Jahrhunderts führten zahlreiche von Heinrich dem Seefahrer initiierte Entdeckungsfahrten an die Westspitze von Afrika. Darunter waren die Seefahrer Dinis Dias, Alvise Cadamosto und Nuno Tristão. In den folgenden Jahren übernahmen portugiesische Händler die Route mit Schiffen als Transportmittel. Zu diesem Zeitpunkt war Gambia Teil des Reiches Mali.

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Fischfang und Boote
Die Fischer- und Transportboote sind lange schmale Pirogen.
Sie werden auf dem Meer gesegelt, haben heute aber alle eine Außenbordmotor, der am Heck hängt und dort auch direkt gesteuert wird. Die Größen variieren von ein-man Pirogen bis zu Lastkähnen mit mehreren Tonnen.
Die Bootsbauer haben die Pläne im Kopf und hacken mit Querbeilen die Planken aus langen Stämmen heraus.
Die Planken werden mit Holznägeln verbunden. Die offenen Spalten mit Teer abgedichtet. Ständig muss jemand Wasser ausschöpfen.
Wie die Kleidung der Frauen, sind auch die Boote sehr farbenfroh.
Da vor der Küste Gambias große spanische und japanische Trawler fischen und nichts übrig lassen, müssen die Fischer 30 bis 50 Seemeilen auf Meer rausfahren um etwas zu fischen.
Hier liegt auch der Grund für die Flucht nach Europa. Kein Fisch mehr – neben Reis das Hauptnahrungsmittel der Gambier.

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Hotel Atlantic
Gegen Mittag kamen wir im Hotel Atlantic in Banjul an. Aufregend, der Blick auf den breiten Fluss Gambia, Strand mit Palmen und das freundliche gambische Personal. Eigentlich habe ich in Gambia nur freundliche blickende Menschen gesehen. Als ob die Seele keine Schwermut möge.
Abends aßen wir draußen – Barrakuda, dazu Reis mit scharfer Gemüsesoße. Etwas erhöht saß eine Trommlergruppe. Kein anderes Instrument, aber die verschieden großen Bongos erzeugten eine aufregende Melodie.
In einer Pause kam einer der Trommler an unseren Tisch – „hello chief, how are You?“ – sagte er und wir unterhielten uns bald. Er war sehr charmant, mittelgroß, vom Stamm der Wolof wie wir später erfuhren. Nach den freundlichen Vorreden meinte er plötzlich: „Chief – would like to have a Gambian Limited Company (GmbH) – my friend is a lawyer – we can get it in 2 days and it costs only 200 british pounds!
Ziemlich viel Geld, aber ich fand das so cool, dass wir zustimmten. 2 Tage später brachte uns Lengs – so hieß der Trommler – zu dem Anwalt und wir waren nun stolze Besitzer einer gambische GmbH namens „C+C Gambia Limited“.
Später in Köln war diese Limited sehr nützlich, damit konnte ich bei der Dresdner Bank ein Konto eröffnen. Das war nun ein Ausländer Konto und nützlich für geparkte Gelder.

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Der Marabout
Beim nächsten Besuch in Gambia erzählte ich Lengs davon, dass ich vorhatte in Banjul leite Fiberglasboote zu produzieren, die die schweren und undichten Holzpirogen ersetzen könnten. Lens fand das eine gute Idee, meinte aber, vorher müsste ich einen Marabout aufsuchen, der mir das nötige Glück mit einem Amulett brächte.
Wir fuhren also lange auf den lehmigen Straßen, mit tiefen in der Regenzeit ausgewaschenen Löchern, und kamen zu einem einsamen Haus.
Ich bezahlte etwa 100 BM für eine Ziege, die geopfert werden sollte, und bekam mein Amulett: eine in einem kleinen Lederbeutel gefaltete Koransure.
Was draufstand habe ich leider nie erfahren.
Als wir wieder gingen erzählte Lengs, dass der Marabout sich beschwert hätte, weil Lengs ihm den ersten Weißen ins Haus gebracht hatte!

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Stockfisch
Wenn man die kurze Atlantikküste entlang fährt, sieht man alle paar Kilometer große Anlagen zum Fisch trocknen. Teils wird der Fisch auf Steinen ausgelegt, teils an Lattengerüste gehängt. Der Stockfisch wird in vielen Speisen verwendet und auch in großen Mengen exportiert.

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Minibusse
Fast die einzige Möglichkeit zu Reisen bieten Minibusse. Lienenbusse gibt es kaum. Diem Minibusse warten in den Städten mit Schildern ihres Ziels und fahren erst dann los, wenn auch wirklich niemand reinpasst. Abenteuerlich überladen quälen sie sich dann auf Lehmstraßen durchs land.

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Beim 2. Besuch in Gambia wohnten wir bei einem Freund in dem Villenviertel. Wir waren spät abends gelandet und fuhren dann im Taxi durch die Nacht. Es war heiß und die Luft roch süß und köstlich. Nachts wachten wir von einem Schlag von oben. Kam eingeschlafen, wieder der Krach.
Am Morgen fanden wir dann große Mango-Früchte auf der Erde liegen. Sie reifen fast das ganze Jahr über und sind für die Männer eine willkommene Nahrung. Das viele Obst hält sie schlank.
Als wir am nächsten Abend nach Hause kamen, sahen wir auf den Wegen zwischen den Häusern Feuerchen mit den Wächtern der Häuser rumsitzen. Sie hatten kleine Flitzebogen und Pfeile mit Wiederhaken. Einer erzählte mir, dass sie damit auf Einbrecher schössen. Die könnten zwar wegrennen, müssten aber dann ins Krankenhaus um die Pfeile zu entfernen. Dabei käme dann die Polizei.

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Banjul
Zum Geburtstag schenkte mir meine Frau mal das schöne Buch: Die größten Flüsse der Welt. In Köln lebend kannten wir ja schon den Rhein. Der nächstgelegene war der Gambia. So flogen wir endlich über Brüssel nach Dakar in Senegal. Dort mieteten wir ein Auto und fuhren nach Banjul.

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Fähre
Bei der ersten Reise nach Gambia gab es von Deutschland noch keine Direktflüge. Nur Sabena von Brüssel. Wir flogen also von Brüssel nach Dakar und mieteten dort ein Auto. In Dakar fielen die unzähligen behinderten Bettler auf, die wie Spinnen halb auf den Knien krochen und die Hand ausstreckten.
Ich hatte leider meinen Pass vor der Reise nicht mehr gefunden und zeigte nun dem Beamten nur meinen Ausweis. Erst wollte der mich nicht nach Senegal hereinlassen, gab aber dann auf und drückte seinen Stempel in den Personalausweis.
Später, als wir die Grenze zu Gambia passierten, weinte der Grenzbeamte, nein, das sei kein Pass, gerade wären 2 Deutsche durchgefahren, und er wüsste nun wie ein deutscher Pass aussähe! Gottseidank hatte ich noch einen Brief des Gambischen Botschafters in Brüssel dabei, und wir konnten nach langem Palaver passieren.
Die große Fähre über den Fluss Gambia nach Banjul war ungeheuer beladen.
Erst kamen LKW, dann PKW und so eng geparkt, dass man nicht aussteigen konnte noch dazwischen laufen, und endlich so viele Fußgänger, Ziegen, Schafe wie noch draufpassten. Was für ein Anblick!

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Innenminister Lamine Kitty Jabang
Bei dem Besuch zeigten wir Lengs den Brief vom Botschafter, in dem stand, man möge mir helfen eine Bootswerft zu bauen. Lengs meinte, das wäre was für den Innenminister. Ja und, fragte ich ihn, wie kommen wir zu dem? Kein Problem – ich kenne ihn. Warum sollte er uns empfangen? Da meinte Lengs: Ich weiß Dinge Über ihn, die nicht öffentlich werden sollen.
Na gut – wir haben es probiert. Der Minister hatte je
den Abend eine offene Tür für Bittsteller. Das ist in Gambia so Brauch. Lengs brachte uns zu der prächtigen Villa und wir warteten im Vorraum bis wir drankamen.
Er begrüßte uns, ich gab das Empfehlungsschreiben und ein kleines Geschenk. Es war ein 10er Pack von Bach Cassetten. Jetzt leuchteten die Augen des Ministers auf. Vielen, vielen Dank. Ich liebe Bach. Sie müssen wissen, ich war in Eton und habe dann in Oxford studiert. Doch ist es für uns sehr schwierig die Kultur zu verinnerlichen. Sie fühlen das in ihrem Inneren – wir werden 500 Jahre dafür brauchen.

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Als unser 1. Kind unterwegs war, erfuhren wir, dass die Malaria Impfungen für Kinder gefährlich sind. Da haben wir das Gambia-Experiment abgebrochen und waren leider auch nie wieder da.