Kategorie: Harry Dean Stanton

Die Klapperschlange – John Carpenter mit Harry Dean Stanton

Die Klapperschlange ist ein britisch-US-amerikanischer dystopischerScience-Fiction-Film aus dem Jahr 1981 von John Carpenter. Er zählt zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen der frühen 1980er Jahre, gilt als Vorläufer des Cyberpunk-Genres und brachte der Karriere des Schauspielers Kurt Russell eine entscheidende Wende. Bildergebnis für Die KlapperschlangeDer Film startete am 3. September 1981 in den bundesdeutschen Kinos.Bildergebnis für Die Klapperschlange

New York, im Jahr 1997: Das Verbrechen hat in den 1980er Jahren derart zugenommen, dass herkömmliche Gefängnisse nicht mehr ausreichen. Ganz Manhattan wurde 1988 aufgegeben und in ein Hochsicherheitsgefängnis verwandelt. Wer dort einfährt, kommt nie wieder heraus. Abgeschottet von der Außenwelt werden die Gefangenen sich selbst überlassen und haben eine eigene Gesellschaftsform entwickelt.Ähnliches Foto

Eines Tages entführen Terroristen die Präsidentenmaschine Air Force Oneund lassen sie gezielt in Manhattan abstürzen. Der Präsident landet in einer Rettungskapsel innerhalb der Gefängniszone, wo er von den Häftlingen als Geisel genommen wird.Ähnliches Foto

Dem Sträfling und Ex-Elite-Soldaten Snake Plissken wird die Freiheit versprochen, wenn es ihm gelingt, den Präsidenten mitsamt einer Audiokassette, die Informationen zu einer neuartigen Energiequelle, der Kernfusion, enthält, wieder heil aus Manhattan herauszuholen. Da der Präsident auf dem Weg zu Friedensgesprächen mit China und der Sowjetunion war, bleiben Plissken nur 22 Stunden Zeit. Um Plissken gefügig zu machen, werden ihm explosive Miniaturkapseln in die Halsschlagadern eingepflanzt, die nach Ablauf der 22 Stunden detonieren sollen.Ähnliches Foto

Plissken gelangt mit einem Segelflugzeug nach Manhattan und landet auf dem Dach des World Trade Centers. Er findet bald heraus, dass sich der Präsident in den Händen des mysteriösen „Duke“ befindet, der sich als Herrscher von Manhattan gibt und mit dem Präsidenten als Geisel eine Flucht aus dem Gefängnis plant. Mit der Hilfe eines Taxifahrers und dem in der ehemaligen New York Public Library lebenden Harold „Brain“ Helman macht er den Duke ausfindig und kann den Präsidenten nach einigen abenteuerlichen Aktionen befreien. Auf der Flucht aus der Stadt erschießt der Präsident schließlich den Duke; er und Plissken sind in Sicherheit.Bildergebnis für Die Klapperschlange

Kurz darauf lässt sich der Präsident per Satellit zur Friedenskonferenz verbinden; die Audiokassette mit den Informationen über die neue Energiequelle stellt sich jedoch als Musikaufnahme des Taxifahrers heraus. Plissken hatte die Bänder vertauscht und zerstört im Weggehen das richtige Band.

  • Eine Gefängnisstadt, in der die Insassen sich selbst überlassen sind, gibt es wirklich: Das Palmasola in Bolivien. Sehr ähnlich dem Film wird diese Stadt von Bandenbossen regiert. Dort gibt es zwar Ordnungshüter, das sind aber Gewalttäter, die dort selbst ihre Haftstrafe verbüßen.
  • Während Plissken mit dem Segelflugzeug über Manhattan einschwebt, sieht er auf seinem Monitor eine computergenerierte Sicht auf die Stadt in Drahtgitterdarstellung, d. h. man sieht die Kanten der Häuser als dünne Linien. Als der Film gedreht wurde, war allerdings ein Computer, der derartiges darstellen konnte, noch sehr teuer. Deshalb drehte man die Szene, indem man ein Modell von Manhattan errichtete und dann alle Häuser schwarz anmalte und mit weißen Kanten versah. Dies wurde dann bei entsprechender Beleuchtung gefilmt und sah täuschend echt aus.
  • Man sieht Plissken oft im Schein flackernder Feuer, die sich auf seinem Gesicht widerspiegeln, durch die Nacht gehen. Dieser Effekt wurde dadurch erzielt, dass man die Stärke des Flackerns eines Feuers aufzeichnete und dann mit dem Verlauf dieser Stärke einen Scheinwerfer ansteuerte, sodass dieser mit der gleichen unregelmäßigen Frequenz flackerte.Ähnliches Foto
  • Der deutsche Filmtitel „Die Klapperschlange“ trifft nicht zu: Snakes Tätowierung ist eindeutig eine Kobra, keine Klapperschlange.
  • Die Hauptfigur Snake Plissken diente als Vorbild für Solid Snake, die Hauptfigur des Videospiels Metal Gear Solid. In Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty wird dies aufgegriffen, indem die Hauptfigur den Namen „Iroquois Pliskin“ als Decknamen verwendet. Iroquois bedeutet in der Sprache der Algonkin „Schwarze Schlange“.
  • Die Bankraubszene, in der Plissken verhaftet wurde, wurde aus dem Film herausgeschnitten. Laut Carpenter half die Szene nicht der Figur Plissken, weil sie ihn zu sehr vermenschlichte.
  • Die Szene, in der Maggie tot auf der Brücke gezeigt wurde, ist in der Garage von John Carpenter gedreht worden. Man hatte vergessen, die Einstellung in den Studios zu drehen. Adrienne Barbeau war damals die Ehefrau von John Carpenter.
  • Die Waffen der Wachen sind Gewehre vom Typ M16. Allerdings mit abmontiertem Vorderschaft.Ähnliches Foto
  • Im Jahr 2004 brachte der französische Regisseur Pierre Morel mit Ghettogangz – Die Hölle vor Paris einen Film ähnlicher Thematik heraus, verlegte die Handlung aber in einen Vorort (Banlieue) von Paris.
  • Plissken benutzt in vielen Szenen eine MAC-10 mit Schalldämpfer und Zielfernrohr.
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Klapperschlange

Harry Dean Stanton

Harry Dean Stanton (* 14. Juli 1926 in West Irvine, Kentucky; † 15. September 2017 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Musiker. Er galt als einer der vielseitigsten Nebendarsteller des amerikanischen FilmsBildergebnis für Harry Dean Stanton

Harry Dean Stanton diente im Zweiten Weltkrieg in der United States Navy, studierte dann an der University of Kentucky und trat dort in einer Aufführung von George Bernard Shaws Pygmalion auf. Er ging nach Kalifornien an das renommierte Pasadena Playhouse. 1954 war er erstmals im Fernsehen zu seinen, eine seiner ersten Filmrollen spielte er zwei Jahre später in Alfred Hitchcocks Thriller Der falsche Mann. Bildergebnis für Harry Dean StantonAnschließend wurde er zunächst oft in kleinen Rollen als Schurke in Westerneingesetzt. Er machte sich einen Namen als verlässlicher, durch seine charakteristischen Geschichtszüge auffallender Nebendarsteller. Ab den 1990er-Jahren galt Stanton weithin als eine Ikone des amerikanischen Kinos.

1984 bekam Stanton eine seiner wenigen Hauptrollen unter Regie von Wim Wenders in dessen Film Paris, Texas. Hier spielte er einen Mann mit Gedächtnisverlust, der nach Jahren wieder mit seiner Familie zusammenkommt. Auch ansonsten spielte er meistens eigenbrötlerische, geheimnisvolle Figuren. Der einflussreiche US-Filmkritiker Roger Ebert formulierte die Stanton-Walsh-Regel, nach der ein Film, in dem Harry Dean Stanton oder M. Emmet Walsh eine Nebenrolle spielen, nicht völlig schlecht sein könne Ähnliches Foto

In meist kurzen, aber prägnanten Nebenrollen fiel er in bekannten Filmen auf, so etwa in Ridley Scotts Science-Fiction-Film Alien (1979), Martin Scorseses Bibelverfilmung Die letzte Versuchung Christi (1988) und Frank Darabonts Stephen-King-Verfilmung The Green Mile (1999). Stanton drehte mehrfach mit David Lynch, zum ersten Mal in der Rolle eines Privatdetektives in Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (1990). In Lynchs Fernsehserie Twin Peaks spielte er 1990 und 1991 sowie nochmals in der Neuauflage 2017 den Carl Rodd, den schrulligen Besitzer eines Wohnwagenplatzes. Stanton blieb praktisch bis zu seinem Tod als Schauspieler tätig: In John Carroll Lynchs Regiedebüt Lucky (2017) spielte er die Hauptrolle eines hochbetagten Atheisten, der sich mit seiner Sterblichkeit auseinandersetzen muss.Bildergebnis für Harry Dean Stanton

Neben der Schauspielerei war Stanton ein begeisterter Sänger und Gitarrist. Die „Harry Dean Stanton Band“ spielte mehr als ein Jahrzehnt zusammen. Sie hatte mit einer Mischung aus Country-Musik, Pop, Jazz, Tex-Mex und Mariachi-Musik regelmäßig Auftritte in Los Angeles. In einigen seiner Filme, beispielsweise The Rose, konnte Stanton sein musikalisches Talent auch unter Beweis stellen.

Seit 1979 wurde Stanton in der deutschen Synchronisation seiner Filme häufig (insgesamt 19-mal) von Friedrich Georg Beckhaus gesprochen. Harry Dean Stanton starb im September 2017 im Alter von 91 Jahren im Cedars-Sinai Medical Centerin Los Angeles

https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Dean_Stanton

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