Kategorie: Hippie (Seite 1 von 2)

Cheech und Chong

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Cheech und Chong sind ein Comedy- und Schauspielerduo, bestehend aus Cheech Marin und Tommy Chong, das in den 1970er- und 1980er-Jahren Hauptdarsteller einer Filmreihe war. Sie gelten als Pioniere des Stoner-Movie, eines Filmgenres, das vor allem durch eine komische und überzogene Darstellung des Cannabiskonsums, dessen Auswirkungen und die Stereotype eines Kiffers definiert ist.Bildergebnis für Cheech und Chong

Easy Rider

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Nachdem Wyatt und Billy Kokain erworben und in den Batterien ihrer Scrambler-Motorräder von Mexiko in die Vereinigten Staaten eingeschmuggelt haben, verkaufen sie die Droge an einen Verbindungsmann. Wyatt versteckt die Dollarnotenzusammengerollt in einem Schlauch im Kraftstofftank seines neu erworbenen Choppers, der mit der Flagge der Vereinigten Staaten lackiert ist. Mit ihren umgebauten Harley-Davidson-Motorrädern aus den 1950er Jahren reisen die beiden nach Arizona. Abends werden sie von einem Motel-Besitzer abgewiesen und müssen am Lagerfeuer kampieren.Bildergebnis für Easy Rider

Sie fahren weiter ostwärts, nach New Orleans zum Mardi-Gras-Karneval. Wyatt nimmt einen Hippie als Anhalter mit, von dem Billy befürchtet, dass er beim Tanken das Geld im Tank entdecken könnte. Stattdessen sorgt der Fremde für eine kostenlose Tankfüllung, zudem führt die Fahrt zu einer Hippie-Kommune samt Ausflug zu einem idyllischen Bad in heißen Quellen.Ähnliches Foto

Als die beiden die Hippie-Kommune verlassen, treffen sie auf eine Parade, der sie hinterherfahren. Daher werden die beiden unterwegs von der Polizei wegen „unerlaubter Teilnahme an einer Parade“ verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Dort schläft der alkoholsüchtige junge Anwalt George Hanson seinen Rausch aus. Dank seiner Beziehungen kann Hanson sie aus dem Gefängnis herausholen, woraufhin sie ihn mitnehmen.Bildergebnis für easy rider dennis hopper

Auf der Weiterfahrt erreichen Wyatt, Billy und Hanson einen ländlichen Ort in Louisiana, in dem sie in einem Restaurant essen wollen. Dabei flirten die örtlichen Mädchen mit dem Trio. Doch die männlichen Bewohner und selbst der Sheriff diffamieren die drei, wobei angedeutet wird, dass die drei die Gemeindegrenze nicht erreichen werden. Daher verlassen sie die Gaststätte, ohne bedient worden zu sein, und kampieren in der Natur. Als sie in Schlafsäcken schlafen, werden sie von den Dorfbewohnern überfallen und mit Baseball-Schlägern verprügelt. Dabei stirbt George Hanson.Ähnliches Foto

Am nächsten Morgen fahren Wyatt und Billy leicht verletzt nach New Orleans in ein von Hanson empfohlenes Bordell. Dort hat Wyatt angesichts eines Sinnspruches eine Todesvorahnung, während derer bereits die Schlussszene des Films, der gewaltsame Tod der beiden Easy Rider, eingeblendet wird. Sie nehmen zwei Prostituierte auf einen Friedhof mit, wo die Einnahme von LSD zu einem psychedelischen Trip führt. Auf dem Rückweg sagt Wyatt resigniert am Lagerfeuer, dass sie „Blindgänger“ seien, was bei Billy auf Unverständnis stößt. Am nächsten Tag fahren die beiden auf einer Landstraße weiter, wobei sie von einem Pickup überholt werden, in dem zwei „Rednecks“ sitzen.Ähnliches Foto Der Beifahrer bedroht Billy mit einem Gewehrund fordert den „langhaarigen Hippie“ auf, sich die Haare schneiden zu lassen. Billy reagiert mit einem ausgestreckten Mittelfinger. Daraufhin schießt der Beifahrer, Billy stürzt getroffen zu Boden. Wyatt bremst ab und kehrt zu Billy zurück. Er bedeckt ihn mit seiner Lederjacke und fährt los, um Hilfe zu holen. Der Pickup hat inzwischen gewendet und steuert auf Wyatt zu. Auch auf ihn wird geschossen, das Motorrad fällt und explodiert anschließend am Straßenrand. Die Kamera wendet sich ab und dreht in den Himmel.

Hippies – die Anfänge

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 Henry David Thoreau
https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_David_Thoreau
Thoreau als Prophet des zivilen Ungehorsams
Den 23. Juli 1846 verbrachte Thoreau im Gefängnis, weil er sich weigerte, seine Steuerschuld gegenüber Massachusetts, die Poll tax oder Kopfsteuer, zu begleichen und mit diesen Steuergeldern die amerikanische Regierung (und damit die Sklaverei und den expansiven Mexiko-Krieg) zu unterstützen. Der Krieg begann allerdings erst kurze Zeit vor Thoreaus Inhaftierung, die Steuerschulden waren deutlich älter. Die Schulden wurden beglichen; von wem, lässt sich nicht endgültig klären, und Thoreau wurde aus dem Gefängnis entlassen.

Inspiriert durch die Nacht im Gefängnis hielt Thoreau später Vorträge zu dem Grund seiner Zahlungsverweigerung. Diese Vorträge fasste er zu dem Essay Resistance to Civil Government (1849) zusammen, der unter dem späteren Titel Civil Disobedience bekannt wurde (dt. Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat). Die Schrift avancierte zur „Bibel“ der „Helden der Widersetzlichkeit“. Sie diente unter anderem Mahatma Gandhi und Martin Luther King als Inspirationsquelle für den gewissensgeleiteten, gewaltfreien Widerstand gegen die Obrigkeit und wirkt bis in die Gegenwart als Standardwerk und Namensgeber des zivilen Ungehorsams weiter.

Ab 1849 verdiente Thoreau seinen Lebensunterhalt als Landvermesser, Gelegenheitsarbeiter und Vortragsreisender. Dabei wetterte er immer wieder gegen soziale Ungerechtigkeit und Sklaverei. 1857 lernte er den militanten Sklaverei-Gegner und Guerilla-Kämpfer John Brown kennen, der mit seinen Anhängern einen „Privatkrieg“ gegen die Sklaverei führte und zwei Jahre später gehängt wurde. Obwohl Henry David Thoreau weiter den gewaltlosen Widerstand favorisierte, zeigte er in Essays und einem Gedicht großen Respekt vor John Brown, den er gar mit Christus verglich. Wie ernst es ihm mit der Ablehnung der Sklaverei war, bewies er, als er 1851 einem entflohenen Sklaven dazu verhalf, nach Kanada zu flüchten.

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Unterwegs (Originaltitel On the Road) ist ein Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Jack Kerouac, der 1957 veröffentlicht wurde. Das Buch gilt als Manifest der so genannten Beatniks und als einer der wichtigsten Texte der Beat Generation.

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 Das Buch hat mich 1960 sehr beeindruckt. Waren – sehr lange Strecken wie etwa Köln nach Luz Algarve in 39 Stunden, liebte ich!

 Howl (deutsch Das Geheul) ist das bekannteste Gedicht des US-amerikanischen Schriftstellers Allen Ginsberg. Ginsberg trug es öffentlich zum ersten Mal am 7. Oktober 1955 in der Six Gallery in San Francisco vor. Es ist Carl Solomon gewidmet, den Ginsberg in einer psychiatrischen Klinik kennengelernt hatte.

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Wogstock-Festival
Das Woodstock Music & Art Fair – 3 Days of Peace & Music, meist kurz Woodstock, war ein Open-Air-Musikfestival, das als Höhepunkt und gleichzeitig Endpunkt der im Mainstream angekommenen US-amerikanischen Hippiebewegung gilt. Es fand offiziell vom 15. bis 17. August 1969 statt, endete jedoch erst am Morgen des 18. August. Die Veranstaltung wurde auf einem Farmgelände nahe der Kleinstadt Bethel im US-amerikanischen Bundesstaat New York ausgerichtet, etwa 70 km südwestlich vom namensgebenden und ursprünglich als Festivalort geplanten Woodstock.

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Sören Kierkegaard – gilt als früher Wegbereiter der Existenzphilosophie.
Motto: Ich, hier, jetzt
http://www.deutschlandfunk.de/ich-tanze-nicht.1184.de.html

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Carpe diem – „Genieße den Tag“
ist eine Sentenz aus der um 23 v. Chr. entstandenen Ode „An Leukonoë“ des römischen Dichters Horaz (* 65 v. Chr.; † 8 v. Chr.). Sie fordert in der Schlusszeile als Fazit des Gedichtes dazu auf, die knappe Lebenszeit heute zu genießen und das nicht auf den nächsten Tag zu verschieben. Im Deutschen wurde die Übersetzung „Nutze den Tag“ zum geflügelten Wort[1], die Horaz‘ Intention allerdings nicht vollständig wiedergibt. Der Appell ist hedonistisch im Sinne des griechischen Philosophen Epikurs gemeint, der für eine möglichst einfache Lebensweise eintritt.

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 Naked Lunch ist ein literarisches Werk des US-amerikanischen Schriftstellers William S. Burroughs. Er erschien erstmals 1959 in Frankreich bei Olympia Press. Naked Lunch gilt als Burroughs‘ Hauptwerk und ist eines der wichtigsten literarischen Dokumente der Beat Generation.
Das Buch entstand in den Jahren 1956 bis 1958 in der Internationalen Zone von Tanger, wo Burroughs seit 1954 lebte. Nachdem er seine zwölfjährige Heroinsucht überwunden hatte, konsumierte e

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Neal Cassady (* 8. Februar 1926 in Salt Lake City; † 4. Februar 1968 in San Miguel de Allende, Mexiko) gehörte zur literarischen Gruppe der Beat Generation, weniger als Autor denn als Quelle der Inspiration.
Seine Bedeutung für die Beat Generation entwickelte sich ab 1946, als er an der Columbia University Jack Kerouac und Allen Ginsberg kennenlernte. Er wurde schnell Teil der Beatniks, reiste viel zusammen mit Kerouac durch die Vereinigten Staaten und stand in den nächsten zwei Jahrzehnten auch mit Ginsberg und William S. Burroughs in näherem Kontakt. Mit Ginsberg und Charles Plymell lebte Cassady in den 1960er Jahren in einer Wohngemeinschaft. Cassady hatte einen großen Einfluss auf die Beatniks, speziell auf Kerouac.

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 Wilhelm Reich Der Orgonakkumulator
https://de.wikipedia.org/wiki/Orgon…
Ein Versuch Reichs, (Orgon-)Strahlung der „Sandbione“ in einem Kasten aus Stahlblech (Faradayscher Käfig), der mit anorganischem Material (z. B. Steinwolle) umkleidet war, zu isolieren, überzeugte ihn davon, dass sich Orgonenergie aus der Atmosphäre darin akkumuliert habe, d. h. in höherer Konzentration als außerhalb vorhanden sei. Dieser Kasten war der Prototyp des sogenannten „Orgonakkumulators“, der später in verschiedenen Abmessungen gebaut wurde. Reich war der Meinung, dass organische Materie auf Kohlenstoffbasis (Holz, Gummi, Baumwolle, etc.) Orgonenergie anziehe und langsam wieder abstrahle, Metall sie dagegen rasch weitergebe bzw. reflektiere. Reich meinte, eine höhere Konzentration von Orgon zu erreichen, wenn er einen Akkumulator mit mehreren Doppelschichten (organisches Material/Stahlwolle) benutzte.

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Rainbow Gathering

Ein Rainbow Gathering (engl. „Regenbogen-Zusammenkunft“) ist ein Treffen der Rainbow Family („Regenbogen-Familie“). Rainbow Gathering finden meist unter freiem Himmel in abgeschiedener Umgebung statt. Offizielle Veranstalter gibt es keine, sondern lediglich sogenannte „Scouts“, die einen passenden Platz suchen oder auswählen und Focalizer, die Informationen zu Ort und Vorbereitung der Zusammenkunft verbreiten. Bildergebnis für Rainbow GatheringAufgrund der Abwesenheit jedweder Hierarchie sind diese Treffen ein Beispiel für Selbstorganisation und Anarchie. In den USA kam es schon zu Konflikten mit lokalen Behörden, da diese bei größeren Versammlungen einen „Anführer“ als unumgänglich erachten.

Neuere Treffen in Europa

Im Jahre 2009 fand das 27. Gathering der europäischen Familie in der Ukraine statt und erlaubte es auch vielen Mitgliedern der russischen Rainbow Family ohne Einreiseschwierigkeiten teilzunehmen. Bildergebnis für Rainbow Gathering

Das Gathering der Schweizer Rainbow Familie 2015, fand von 14. August bis 13. September im Valle Onsernone statt.

Am 33. Europa-Gathering 2015 in Litauen wurde beschlossen das Gathering 2016 in den Alpen stattfinden zu lassen. Als Scouting wird die Suche nach einem passenden Platz bezeichnet.Bildergebnis für Rainbow Gathering

Das europäische Gathering 2016 – ab Neumond 2. August, Höhepunkt Vollmond 17. (18.) August und Ende zu Vollmond 1. September – mit Teilnehmern aus über 35 Nationen umfasste etwa 450 Teilnehmer, als sie sich am 2. August in der Kaiserau niederliess. Ohne klaren oder haltbaren Konsens des Grundeigners Stift Admont lagerten sie auf dieser Alm in 1200 m Seehöhe und verstießen durch Campieren und Feuermachen im Wald gegen österreichisches Gesetz. Bildergebnis für Rainbow GatheringDie Bezirkshauptmannschaft ordnete einen Polizeieinsatz an, 70 Polizisten setzten am Nachmittag des 7. August den Abzug der „besonders friedfertigen“ Teilnehmer durch, die im Anschluss einen Redekreis (Talkingcircle) am Parkplatz durchführten. Eine Person wurden von Polizeikräften weggetragen.  Eine Stimme aus den Reihen der Teilnehmer räumte ein, „dass bei der diesjährigen Organisation des Zusammentreffens von Gathering-Teilnehmern aus der ganzen Welt ‚nicht alles ganz glücklich gelaufen‘ sei.“ Die Teilnehmer verließen den Platz „verständnisvoll, wenn auch wehmütig“ und hoffen auf ein Angebot von Menschen in der Steiermark oder Oberösterreich zum Aufbau eines Camps. Laut einem Teilnehmer, zu hören in der ORF Fernsehsendung „Steiermark Heute“ am 7. August, war zuvor aus dem Stift eine Zusage auch für das Vorhandensein von WCs gekommen, doch dann ein Widerruf.  Schlussendlich gelang es, einen Platz an der slowenisch-italienischen Grenze zu finden und dort das 34. European Gathering 2016 in einer etwas improvisierten Form zu realisieren.

Der Regenbogen steht symbolisch für die verschiedenen Strömungen, Farben und Stämme der menschlichen Kultur Der Ursprungsmythos der Rainbows geht angeblich auf eine Legende des nordamerikanischen Hopi-Volkes zurück, die besagt, dass sich ein neuer Stamm aus Menschen aller Erdteile zusammenfinden wird, deren Farben so verschieden sind wie die des Regenbogens. Nach einer Epoche der Ausbeutung und des Krieges wird es dieser Stamm sein, so die Legende, der Mensch und Natur wieder versöhnt und die Erde heilt. Ein vom US-Amerikanischen Autor Michael Niman interviewter Hopi-Elder hingegen hält den Zusammenhang zwischen seinem Volk und dem Rainbow-Mythos für unrichtig

 

 

Hippies Europaweit

Hippies auf Korsika

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Hippies auf Formentera
Das letzte Paradies der Blumenkinder
https://www.merkur.de/…/letzte-paradies-blumenkinder-formen…
REISEZIEL Formentera ist 18 Kilometer lang und an der schmalsten Stelle zwei Kilometer breit. Die Insel liegt, durch eine Meerenge getrennt, südlich von Ibiza. An ihrer nördlichen Spitze befinden sich Salzseen, weiße Strände in kleinen Buchten und dazwischen schroffe Felsen. Am Südende liegt das Cap de Barbaria, das Kap, das den Berbern, also Afrika zugewandt ist. Steil abfallende Klippen markieren das Ostende der Insel am Leuchtturm von La Mola.

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Hippies Frankreich – Dorf Bardou (Hérault)
Das Paar Klaus Erhardt (* 17. September 1934 in Hannover, † 20. Juli 2009 in Bardou) und Jean Rauch (* 21. Dezember 1930, † 9. Februar 2016 in Bardu) hatte bereits mehrere Jahre auf Reisen verbracht, als es 1966 beschloss, mit seinen fünf Kindern in Südfrankreich sesshaft zu werden. Als Wohnort fand sich zuerst ein großes Haus in Le Lau, einem kleinen Weiler der Gemeinde Vieussan. Später erfuhr die Familie von einem fast verlassenen Dorf oberhalb von Mons-la-Trivalle – Bardou. Schnell entstand der Wunsch, von Le Lau an diesen Ort zu wechseln.

Bardou bestand damals aus etwa 20 baufälligen Häusern, die zum großen Teil völlig von Bäumen, Sträuchern und Efeu überwuchert waren. Achille Bonnet, der damals letzte Bewohner des Dorfes, besaß 40 % des Gebiets; die restlichen 60 % verteilten sich auf mehr als 100 Teileigentümer.

Die damaligen Besitzer waren schnell zu einem Verkauf bereit, da sie sich selbst ein Leben in Bardou nicht vorstellen konnten. Durch die große Anzahl an Besitzern zogen sich Verkaufsverhandlungen mehrere Monate hin. Zu Beginn des Jahres 1968 aber besaß Klaus Erhardt den Großteil der Gebäude in Bardou sowie 110 Hektar Land in der direkten und näheren Umgebung. Weitere 190 Hektar sind so genannte „Mazade“, das heißt gemeinschaftlicher Besitz aller das Land bewirtschaftenden Bewohner.

Die nächsten Jahre verbrachten die neuen Besitzer mit der Freilegung und Wiederherstellung der Gebäude und Wege in Bardou. Dabei halfen ihnen viele vorbeikommende Reisende, die an dem Aussteigerleben und der praktischen Arbeit in Bardou Gefallen fanden. Manche blieben wenige Wochen, einige mehrere Monate, und es gab auch Freunde der Familie, die regelmäßig für einen längeren Zeitraum nach Bardou kamen, um dort beim Aufbau zur Hand zu gehen. Einige Häuser sind auch nach denen benannt, die beim Aufbau geholfen haben.

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Hippies Kreta – Matala
https://de.wikipedia.org/wiki/Matala
In den 1960er Jahren siedelten sich in den neolithischen Wohnhöhlen Hippies aus aller Welt an (darunter viele junge US-Bürger, die ihre Teilnahme am Vietnamkrieg verweigerten), und gründeten dort eine große Kommune. Zeitweise lebten hier auch Cat Stevens, Bob Dylan und Joni Mitchell.

Südlich von Matala liegt der Strand Kokkini Ammos („Red Beach“), ein rötlicher, feinkörniger Sandstrand, der nur über einen steilen, schmalen Fußweg zugänglich ist.

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Hippies Sardinien – Capo Testa
Auf der Halbinsel befindet sich auch das Valle di Luna, in dem während der 68er zahlreiche Hippies und Aussteiger lebten, bis das Zelten außerhalb der ausgewiesenen Campingplätze auf ganz Sardinien verboten und gegen Verstöße rigoros vorgegangen wurde. Heute leben wieder einige wenige Aussteiger im Valle di Luna, ihre Behausungen befinden sich in den verschiedenen Höhlen des Tales. In der Hauptsaison wird auch das wilde Kampieren geduldet, so lassen sich in den Morgenstunden meist mehrere Zelte von Rucksacktouristen im Tal ausmachen.

Capo Testa bietet eine Vielzahl von kleinen Badebuchten, welche vor allem in der Hauptsaison ein Ziel vieler Sardinienreisender darstellen.

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Hippies – Beneficio Spanien
https://en.wikipedia.org/wiki/Beneficio
Beneficio is often referred to as a permanent Rainbow Gathering. It consists of a plot co-owned by many residents [1] in a river valley, outside of the Alpujarras village of Orgiva in Spain. Within the community, alcohol consumption is prohibited as are hard drugs.

Inhabitants live largely in various styles of light shelters such as tents, benders and tipis, although some more permanent structures have been built, including straw bale constructions. There is also a number of people living in vehicles along the dirt road that leads up to the Beneficio valley. The settlement is against Spanish law and the Junta has been evicting its inhabitants since spring 2013. Inside Beneficio there are small businesses, including a shop, bakeries, free range eggs, and cheese making. There are shared facilities including a large communal tipi, shared outdoor kitchen, composting toilet, and a sports pitch. Drinking water is provided by a mountain spring, and secondary water is provided by the stream running through the valley.

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Hippie Häuser New Mexico

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Rainbow Gathering
https://de.wikipedia.org/wiki/Rainbow_Gathering
Ein Rainbow Gathering (engl. „Regenbogen-Zusammenkunft“) ist ein Treffen der Rainbow Family („Regenbogen-Familie“). Rainbow Gathering finden meist unter freiem Himmel in abgeschiedener Umgebung statt. Offizielle Veranstalter gibt es keine, sondern lediglich sogenannte „Scouts“, die einen passenden Platz suchen oder auswählen und Focalizer, die Informationen zu Ort und Vorbereitung der Zusammenkunft verbreiten. Aufgrund der Abwesenheit jedweder Hierarchie sind diese Treffen ein Beispiel für Selbstorganisation und Anarchie. In den USA kam es schon zu Konflikten mit lokalen Behörden, da diese bei größeren Versammlungen einen „Anführer“ als unumgänglich erachten.

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Hippies DDR – Blueserszene

Die Blueserszene [blu:zəʳˈstse:nə] oder Kundenszene, auch Post-Hippies war eine DDR-spezifische Jugendkultur bzw. eine Gegenströmung zur „offiziellen“ Jugendkultur in der DDR. Zum Ende der 1970er Jahre erreichte sie ihren Höhepunkt und bildete als signifikante Bewegung eine Gegenkultur zum vorgezeichneten DDR-Alltag. Ihre Anhänger bezeichneten sich selbst als Blueser, Kunden oder Tramper. Innerhalb der Szene wurde nicht ausschließlich Blues gehört und gespielt.

Ihr Leitsatz waren die Ideale aus der westlichen Hippie-Bewegung wie Freiheit, Authentizität und Nonkonformismus. Sie zeichnete sich durch gemeinsame Verhaltensmuster und musikalische Vorlieben sowie „ihr“ spezielles Outfit aus, das ein Wir-Gefühl erzeugte. Die überwiegende Mehrzahl der Blueser nahm eine betont antimilitaristische Geisteshaltung ein, viele engagierten sich in der Friedensbewegung in der DDR.

Die Blueser- oder Kundenszene war die langlebigste und zugleich lebendigste Jugendkultur in der DDR.

In den 1960er Jahren erlangte der Blues in der DDR zunehmend offiziell Anerkennung. Neben traditionellen Jazzliebhabern begannen sich auch rockbegeisterte Jugendliche für den Blues zu interessieren. Ihre Idole waren u.a. die Rolling Stones oder die Animals, Jimi Hendrix, Cream, Janis Joplin und The Doors. Über deren live gespielte Coverversionen gelangte die erste „Bluesergeneration“ zu den Wurzeln des Blues. Ihren Höhepunkt erreichte die Blueser- oder Kundenszene zum Ende der 1970er Jahre. Insbesondere die am Rock orientierten Vertreter wie John Mayall, Rory Gallagher, Canned Heat, Lynyrd Skynyrd oder ZZ Top fanden Anklang in der Szene. In der Identifikation mit dem Blues verkörperte sich die Aneignung von Werten wie Echtheit und Ursprünglichkeit. Analogien zum DDR-Alltag leitete man aus dem Freiheitskampf der Afroamerikanerab und äußerte sich in der Suche nach Überlebensstrategien und Nischen innerhalb der DDR-Gesellschaft. Mitte der 1980er Jahre ging die Bewegung der aufmüpfigen Blueser zurück, weil weitere mehr oder weniger oppositionelle Subkulturen wiePunks, Gruftis, Heavy-Metal-Fans zusätzlich entstanden, existierte aber parallel dazu weiter bis über das Ende der DDR hinaus.

Angehörige der Szene wurden, vor allem in den ersten Jahren nach ihrer Herausbildung, von den Behörden, der Polizei oder dem Ministerium für Staatssicherheit häufig unverhältnismäßig oft kontrolliert, teilweise kriminalisiert und gelegentlich sogar zu Haftstrafen verurteilt.

rbb Fernsehen HIPPIES IN DER DDR – Wittstock statt Woodstock, Film von Lutz Rentner und Frank Otto Sperlich, am Donnerstag (07.10.10) um 22:45 Uhr.
Lange Haare, Parka, Jeans und Jesuslatschen – so sahen sie aus, die Hippies der DDR: Versammlung Ende der 70er Jahre in Weimar zum „Zwiebelmarkt“.
© rbb/Archiv BSTU, honorarfrei – Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter rbb-Sendung bei Nennung „Bild: rbb/Archiv BSTU“ (S2). rbb Presse & Information, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin, Tel: 030/97 99 3-12118 oder -12116, pressefoto@rbb-online.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Blueserszene

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rbb Fernsehen HIPPIES IN DER DDR - Wittstock statt Woodstock, Film von Lutz Rentner und Frank Otto Sperlich, am Donnerstag (07.10.10) um 22:45 Uhr. Lange Haare, Parka, Jeans und Jesuslatschen - so sahen sie aus, die Hippies der DDR: Versammlung Ende der 70er Jahre in Weimar zum "Zwiebelmarkt". © rbb/Archiv BSTU, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter rbb-Sendung bei Nennung "Bild: rbb/Archiv BSTU" (S2). rbb Presse & Information, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin, Tel: 030/97 99 3-12118 oder -12116, pressefoto@rbb-online.de

 

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Hippies – Freistadt Christiania

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Bild:Alain Rouiller

Die Freistadt Christiania (dänisch Fristad Christiania, auch Freies Christiania oder kurz Christiania) ist eine alternative Wohnsiedlung in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, die seit 1971 besteht. Aus Sicht der dänischen Behörden handelt es sich um eine staatlich geduldete autonome Gemeinde.1

Bild:Alain Rouiller

Baracken und Stadtbefestigung

Das Gebiet von Christiania besteht aus ehemaligen Kasernen in der Bådsmandsstræde (Bådsmandsstrædes Kaserne) und Teilen der Stadtmauer. 3

Bild:Alain Rouiller

Die Stadtmauern und die damals eigenständige Stadt Christianshavn wurden 1617 vom König Christian IV. durch die Neulandgewinnung zwischen Kopenhagen und Amager gegründet. Nach der Schlacht von Kopenhagen während des Kriegs mit Schweden wurden die Stadtmauern zwischen 1682 und 1692 unter Christian V. zu einem vollständigen Verteidigungsring ausgebaut. 4

Bild:Alain Rouiller

Die westlichen Mauern von Kopenhagen wurden während des 19. Jahrhunderts abgerissen, die Stadtmauern in Christianshavn jedoch belassen. Sie werden heute als eine der besterhaltenen Verteidigungsanlagen auf der Welt angesehen.5Bild:Schorle

Die Baracken der Bådsmandsstræde beherbergten das königliche Artillerieregiment, das Materialkommando der Armee und Munitionslabore sowie -lager. Sie wurden nach demZweiten Weltkrieg wenig genutzt und standen zwischen 1967 und 1971 leer.

Der nördlich anliegende Bereich, Holmen, war bis in die 1990er Jahre derHauptmarinestützpunkt Dänemarks. Holmen wird derzeit ausgebaut und ist die Heimat des Kopenhagener Opernhauses (nicht zu verwechseln mit dem zuvor und immer noch existierenden „Operaen“, einem Veranstaltungsort für Konzerte in Christiania) und diverser Schulen. Der Bereich weiter nördlich wird weiterhin von der Marine benutzt, er ist allerdings tagsüber für die Öffentlichkeit zugänglich.6

Bild:Schorle

Die äußerste Verteidigungslinie, Enveloppen, wurde (bis auf die südlichste Spitze, welche nicht Teil von Christiana ist) im christianitischen Soziolekt in Dyssen umbenannt. Sie ist durch eine Brücke über den Hauptgraben mit Christiania verbunden oder kann über einen beim Christmas Møllers Plads beginnenden Pfad erreicht werden. Vier ehemalige Lager für Schießpulver befinden sich in den V-förmigen Ausformungen der Mauer, den Redans. Sie wurden zwischen 1779 und 1780 als Ersatz für einen Lagerplatz in Østerport im Zentrum Kopenhagens erbaut, der im Jahre 1770 explodierte und dabei 50 Menschen tötete. Die Häuser wurden in Aircondition, Autogena, Fakirskolen (die Fakirschule) und Kosmiske Blomst(Kosmische Blume) umbenannt und wurden trotz Denkmalschutz leicht verändert.7 Foto: News Øresund – Peter Mulvany © News Øresund

Der letzte Ort in Dänemark, an dem zwischen 1946 und 1950 Exekutionen durchgeführt wurden, kann noch am zweiten Redan, nahe dem Aircondition genannten Haus, besichtigt werden.[3] Die hölzerne Exekutierungshütte wurde abgerissen, das Estrichfundament und ein Ablauf für das Blut befinden sich allerdings immer noch direkt neben dem Weg. Insgesamt wurden 29 Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs an diesem Platz exekutiert. Der letzte Kriegsverbrecher, der am 20. Juli 1950 hingerichtet wurde, war Ib Birkedal, ein hochrangiger Gestapokollaborateur aus Dänemark.8

Bild:Schorle

Regeln:

Es gibt Regeln in Christiania. Die wichtigsten sind:

  • Kein Diebesgut
  • Keine harten Drogen
  • Keine Gewalt
  • Keine kugelsichere Kleidung
  • Keine Waffen

Autos und Motorräder sind in Christiania verboten.9

Bild:Stig Nygaard

https://de.wikipedia.org/wiki/Freistadt_Christiania

Hippies – Südfrankreich – Bardou

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Die sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts waren die große Zeit des Aufbruchs; Globetrotter und Hippies zogen durch die Welt , um ihren Traum von einem alternativen, ungebundenen Leben zu verwirklichen. Zum großen Tross der Aussteiger gehörten auch Klaus Erhardt und seine aus Amerika stammende Frau Jean. Zusammen mit ihren Kindern bereisten sie Europa und den Mittelmeerraum.101

Doch im Gegensatz zu den vielen Blumenkindern, die dem Müßiggang frönten, suchten Klaus und Jean nach einem Ort fernab der großen Zentren, an dem sie mit ihren Kindern heimisch werden konnten. Irgendwann verschlug es sie nach Südfrankreich , in den Haut-Languedoc , wo sie den Bauern bei der Obsternte und Weinlese halfen.

Frankreich war beliebt in jenen Jahren, die französische Lebenskultur galt als Gegenentwurf zum strebsamen deutschen Arbeitsethos. Der Existentialismus war in aller Munde, französische Autos genossen einen Kultstatus wie die legendäre Ente oder der Citroën DS mit seinem Haifischmaul.102

Ralf Nestmeyer, geboren 1964, ist Historiker und lebt seit 1995 als freier Autor in Nürnberg. Er veröffentlichte Reiseführer und Texte zu Bildbänden und Sachbüchern. Zudem gab er literarische Anthologien über die Provence und Sizilien heraus. Seine Essays, Reportagen und Rezensionen erscheinen unter anderem in der Nürnberger Zeitung und den Nürnberger Nachrichten.106

Durch Zufall entdeckten Klaus und Jean 1965 in einem Seitental des Jaur einen verlassenen Weiler namens Bardou . Sie verliebten sich sofort in diesen Ort: Hier wollten sie leben und arbeiten. Noch zwei Jahre vergingen, bis die Erhardts das am Ende eines engen Tals liegende Bergdorf samt mehreren hundert Hektar Land – mit Felsen, Bergweiden und Äcker, Eichen- und Kastanienwald – erwerben konnten. Erst mussten sie sich mit zwölf verschiedenen Besitzern oder Erbengemeinschaften arrangieren. Die Einheimischen schüttelten den Kopf, da sie nicht nachvollziehen konnten, warum jemand freiwillig auf Strom und andere Annehmlichkeiten des modernen Lebens verzichtete, um in dieser Einöde zu leben.

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Ruinen werden renoviert

Skepsis schien durchaus angebracht: Das im 16. Jahrhundert gegründete Bardou war in den sechziger Jahren kaum mehr als ein Ruinenfeld; die aus groben, schlecht zugeschnittenen Steinen errichteten Häuser waren von Dornen und Hecken überwuchert und unbewohnbar. Dächer waren eingestürzt, kaputte Fenster und Türen gähnten wie dunkle Mäuler in den sonnigen Himmel des Midi.104

Der Verfall des Dorfes hat, wie Klaus Erhardt erzählte, Ende des 19. Jahrhunderts eingesetzt: „Die einst knapp 100 Seelen zählende Bevölkerung nahm stark ab, da die Menschen in die Ebene abwanderten. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges lebten nur noch etwa 50, größtenteils alte Menschen in Bardou. Zwar wurde 1923 ein Wirtschaftsweg vom Tal nach Bardou angelegt, um die alten Maultierpfade zu ersetzen, doch der Niedergang ließ sich nicht aufhalten: Bis auf einen einzigen Mann war das Dorf zu Beginn der sechziger Jahre ausgestorben.“

Text: RALF NESTMEY

weiter- http://www.zeit.de/reisen/2012-04/bardou-2/seite-2

 

Hippies – Der Hippie trail

 

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Der Ausdruck Hippie trail (engl. trail = „Pfad, Spur“) beschreibt die Reiserouten der Hippies in den 1960ern und 1970ern von Europa über Land nach Südasien. Die Reisekultur der Hippies wurde später zum Vorbild zahlreicher Rucksack-Touristen.91

Mehrere Reisende auf dem Hippie trail wurden durch Ideen der Selbstfindung, Sinnsuche und Kommunikation mit anderen Völkern getrieben, die der Hippie-Bewegung zugrunde lagen. 92Westeuropäer, Nordamerikaner, Australier und Japaner stellten einen Großteil der Reisenden. Ideen und Erfahrungen wurden in bekannten Unterkünften und Hotels entlang der Route ausgetauscht, so zum Beispiel im Pudding Shop in Istanbul oder dem Amir Kabir in Teheran. Die meisten Reisenden waren junge Rucksackreisende, obwohl bisweilen auch ältere Reisende oder Familien derartige Reisen unternahmen.

Transportmittel

Ausgebautes Wohnmobil aus dem Jahr 196893

Eines der Kennzeichen war das Bestreben, so günstig wie möglich zu reisen, weshalb das Reisen per Anhalter populär war. Es gab günstige private Busverbindungen und öffentliche Zugverbindungen für die Streckenabschnitte durch Osteuropa und durch die Türkei nach Teheran oder Mashad im Iran. Vereinzelt fuhren Menschen jedoch die gesamte Strecke mit dem Auto, Motorrad, einem Wohnmobil oder einem bewohnbaren VW-Bus, auch als Hippie-Bus bezeichnet.

Routen und Reiseziele

Der Hippie trail führte viele Reisende von Europa über den Mittleren Osten.

Da Individualreiseführer noch nicht oder kaum vorhanden waren und Reisetipps überwiegend auf mündlich weitergegeben Erfahrungen basierten, konzentrierten sich die Hippie trails auf bestimmte Reiseziele und ähnliche Routen. In den späten 1960er Jahren zog es zunächst mehrere Hippies nach Ibiza und Marokko. Um den Zustrom der Individualreisenden zu bremsen, verschärfte die marokkanische Regierung jedoch Ende der 1960er die Einreisevorschriften.95

Die Reisen nach Asien starteten häufig in verschiedenen Ländern Europas. Reisende aus den USA benutzten oft die damals für besonders günstige transatlantische Flüge bekannten Icelandair und landeten in Luxemburg. Die weiteren Stationen beinhalteten etwa Istanbul, Teheran, Kabul, Peshawar und Lahore mit den Endzielen Goa, Dhaka, Bangkok oder Kathmandu. Eine alternative Route führte über die Türkei, Syrien und Jordanien nach Irak sowie Iran und dann weiter ostwärts. Weitere Reisen nach Südindien, Sri Lanka und noch östlichere Ziele wurden ebenfalls unternommen.96

Die Überlandroute wurde durch die politischen Veränderungen in den 1970er-Jahren unpassierbar. Die Sowjetunion fiel inAfghanistan ein und der Schah wurde durch die Islamische Revolution in Iran gestürzt. Damit war es nicht mehr möglich, entlang der alten Seidenstraße zu reisen.

Mit dem Ende des Ersten Golfkrieges wurde der Iran zu Beginn der 1990er-Jahre auf der Basis eines Transitvisums wieder passierbar und wenige Rucksacktouristen reisten auf der Route Istanbul–Teheran–Isfahan–Zahedan–Quetta–Lahore nach Indien. Diese Alternativroute, die Afghanistan im Süden umgeht, kann (2010) bereist werden, führt aber durch eine Krisenregion im Osten Irans und durch Pakistan, wo es in Teilen des Landes zu Anschlägen kommen kann.97

Ibiza und Formentera

Auf Ibiza und Formentera sammelten zahlreiche Hippies ihre ersten Reiseerfahrungen. Die Inseln wurde damit zu einer Hippie-Hochburg, während das spanische Festland vor allem von der Diktatur unter Francisco Franco geprägt war. Die Band Pink Floyd komponierte auf Ibiza den Soundtrack zu dem Hippiefilm More – mehr – immer mehr. Der Hippiemarkt Las Dalias, dessen Ursprung auf den Hippie trail zurückgeht, gilt als touristische Attraktion. Während Ibiza insbesondere als Partyinsel populär war, zogen Reisende auf der Suche nach Natur und Einsamkeit meist weiter nach Formentera.Auch der Musiker Bob Dylan soll eine Zeit lang in einer Mühle auf Formentera gelebt haben. Einer der bekanntesten noch bestehenden Aussteiger-Treffpunkte Formenteras ist das Restaurant Fonda Pepe.

Marokko

Der Hippie trail nach Marokko wurde auch durch Reisen von Musikern wie Jimi Hendrix und den Rolling Stones oder eine Tournee der Band Embryo bekannt. Außerdem war das Land als eines der Hauptanbaugebiete für Marihuana populär. Beliebter Treffpunkt war das 1920 eröffnete Cafe Hafa in Tanger. Ende der 1960er Jahre wurde im Zuge des wachsenden Hippie-Tourismus jedoch langhaarigen Männern die Einreise verweigert.98

Afghanistan

Afghanistan war wegen seiner landschaftlichen und kulturellen Faszination und auch wegen des Angebots leicht erhältlicher und preiswerter Drogen wie Haschisch,Opium und Heroin von 1969 bis zur Saurrevolution 1978 eines der begehrtesten Reiseziele der Hippies. Zu den populärsten Treffpunkten zählte die Chickenstreet und das dort gelegene Sigis Restaurant oder das Greenhotel.

In der Hauptstadt Kabul, in der sich jährlich zirka 70.000 Hippies auf ihrer Durchreise aufhielten, wurden etwa 400 Hotels der unteren Preisklasse eingerichtet. Mit dem Hippie-Tourismus erwirtschaftete das Land jährlich etwa zehn Millionen US-Dollar. Mit dem zunehmendem Reiseaufkommen stieg der Drogenhandel und die Anzahl an ausländischen Drogentoten, insbesondere aus Großbritannien.

Nepal

Freak Street in Kathmandu

In der Hauptstadt Kathmandu erinnert eine Straße mit dem Spitznamen Freak Street an die tausenden durchreisenden Hippies. Auf große Popularität stieß das Land neben dem Interesse am Hinduismus und Buddhismus auch wegen des bis 1973 legalen Handels mit Haschisch und Marihuana.99

Mehrere Musiker widmeten Kathmandu derzeit einen Song, beispielsweise Cat Stevens (Katmandu, 1970), Bob Seger(Katmandu, 1975), Rush (A Passage to Bangkok, 1976), Tantra (The Hills of Katmandu, frühe 1980er Jahre) oder Godiego(Coming Together in Kathmandu, 1980).

Indien

Hippie-Markt in Anjuna

Indien und insbesondere der Bundesstaat Goa stellte das finale Ziel zahlreicher Reisender dar. Zahlreiche Reisende wurden in Indien vom Hinduismus beeinflusst, sammelten spirituelle Erfahrungen in Ashrams oder versuchten ein Leben als Sadhu.[10]Mehrere Hippies blieben als Auswanderer in Orten wie Arambol oder Anjuna.

Mitte Februar 1968 reisten auch Die Beatles mit ihren Frauen nach Rishikesh, wo ein mehrwöchiger Meditationskurs des Maharishi stattfand. Weitere Teilnehmer waren Mia Farrow, Mike Love und Donovan.

In Anjuna gilt der sich über 13,5 Hektar erstreckende wöchentliche Hippie-Markt als feste Institution und Sehenswürdigkeit.

Mehrere Reisende trugen nach ihrer Heimkehr zur Popularisierung von Piercings im westlichen Kulturkreis bei, nachdem sie sich in Indien von Nostril- und Ohrpiercings hatten inspirieren lassen. Die von ausgewanderten in Indien ansässigen Hippies beeinflusste Goa-Kultur, aus der sich später die Musikrichtung Psytrance entwickelte, ist mit den Ideen und Symbolen der 68er-Bewegung verbunden und stellt seit den 1990er Jahren eine Untergruppe der Technokultur dar.

Hippies in Portugal – Alentejo

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„Wenn ein Alentejer sich aufhängen will, dann pflanzt er ein Bäumchen, legt sich die Schlinge um den Hals und wartet.“71Diesen Witz fällt Nordportugiesen ein, wenn sie im Sommer auf der Autofahrt zur Algarve mal einen Schäfer unter dem Baum liegen sehen. In der Tat wohnt der Region zwischen Lissabon und Spanischer Grenze nicht gerade das Klischee einer hektischen Betriebsamkeit inne, was hauptsächlich der Allgegenwart des Anbaus geschuldet ist. Neben den breitengradüblichen Oliven- und Orangenhainen sind vor allem Korkeichen Stolz und Brot der Region.72 Bizarr, fast wie frittiert sehen sie aus. Gerade sie erfordern besonders viel Geduld, ist doch beim Schälen die Axt behutsam wie ein Skalpell zu führen, sonst haben Parasitenkeime freie Bahn. Dieser Job wird von freien und gut bezahlten Landarbeitern ausgeübt.

#LM Miguel Manso - Tamera, odemira - 21 de agosto de 2014

#LM Miguel Manso – Tamera, odemira – 21 de agosto de 2014

Von der Stadt Alter do Chao aus ist man sozusagen nach vielen Seiten offen. In nordöstlicher Richtung warten mit den Grenzfestungen Marvao und Castelo de Vide zwei Hochkaräter. Marvao ist eine imposante Trutzburg, die zugleich ein kleines Bergdörfchen wie ein Dottersack umschließt. Wenn man durch engen, weißen Gässchen wandert, dann erscheint einem hier die gesamte Region selbst aufs Tablett gehoben. Gerade einmal um die 100 Leute leben hier, viele davon jenseits der sechzig. Es gibt 2 Kneipen, die mit dem abendlichen Absickern der Touristen schließen.74 Das soziale Leben spielt sich hier beim sonntäglichen Kirchgang ab. „Man darf die Einsamkeit nicht fürchten, man muss sie suchen, wenn man hier leben will“ meint Antonio Pires, Art-Direktor in einer Lissabonner Werbeagentur, einer der vielen Wochenendbarone, der hier ein Wochenendrefugium besitzt.75 „Wenn man die Mauern als Schutz vor den Niederungen des Alltags und die Aussicht zum Ausreiten nutzt, dann bekommt man hier oben gute Ideen. Die Weite macht es halt. Schon so manche Kampagne ist hier entstanden, zuletzt für eine Hotelkette.76 „Fehlt nur noch die passende Übernachtung dazu“ war der Slogan. Von der Burg aus hat man einen in der Tat beeindruckenden Ausblick über Korkeichen- und Pinienfelder bis nach Spanien hinein.77

Im benachbarten Castelo de Vide ist neben der ebenfalls imposanten Burg das verwinkelte jüdische Viertel sehenswert. Die Juden mussten in Portugal mit den nördlich der Kirche gelegenen Vierteln vorlieb nehmen, weil dort am wenigsten Sonne hin schien. Im Zuge der Inquisition wurden sie im 16. Jahrhundert auch aus Castelo de Vide vertrieben. Beide Festungen haben mit dazu beigetragen, dass Portugal die bis heute dauerhafteste Grenze der Welt hat. Die spanischen Eroberer von heute nutzen ihre Durchlässigkeit gern wegen dem guten und für sie relativ preiswerten Essen.78

Die Region um Castelo de Vide ist bei deutschen Aussteigern beliebt. In Landhäusern versucht man sich an herrschaftsfreien Kollektiven. Der Austausch mit der einheimischen Bevölkerung ist schon wegen der Sprachbarriere eher gering, aber in den rauchgeschwängerten Bars am Marktplatz erfährt man Näheres. Die Kinder laufen oft barfüssig herum. Zum Teil werden sie gar nicht eingeschult. In Castelo de Vide hat kürzlich eine ganze Kommune beim Löschen eines Hausbrandes geholfen und so den Ruf der Deutsch-Hippies beträchtlich aufpoliert. Höhere Mieten haben viele von ihnen wieder vertrieben. Dem verbliebenen Rest bescheinigt man ein Leben im Einklang mit der Natur. Damit bleibt ein Restposten deutscher Innerlichkeit dieser Region erhalten.
Südwestlich von Alter entpuppt sich das Dreieck Alter, Avis und Sousel als artengerechtes Drahteselterrain. Sehr autoarme Nebenstrassen führen durch nicht allzu hügeliges Gelände, weite Ausblicke sind also garantiert. Der Mix aus Getreide- und Lavendelfeldern macht diese Gegend zur Provence von Portugal. Wenn auch überall die Korkeichen wachsen, so fehlen sie doch am Straßenrand, so dass sich ausgedehnte Ausritte im Hochsommer eher nicht empfehlen. Mit dem Rad gut zu erreichen ist der malerische Stausee bei dem Städtchen Avis mit seinem sehenswerten historischen Kern. Fazit: Ob als Beipack-Region zu Lissabon oder der Algarve oder auch als eigenständiges Ziel hat Alentejo viel Natur, Kultur und Erholung zu bieten. Es ist eine Region, die Touristen eher leise herbei ruft, gerade einmal so viel, wie Schlosshotels und Landgasthöfe in alten Mauern vertragen können.

Hausbrandes geholfen und so den Ruf der Deutsch-Hippies beträchtlich aufpoliert. Höhere Mieten haben viele von ihnen wieder vertrieben. Dem verbliebenen Rest bescheinigt man ein Leben im Einklang mit der Natur. Damit bleibt ein Restposten deutscher Innerlichkeit dieser Region erhalten.79
Südwestlich von Alter entpuppt sich das Dreieck Alter, Avis und Sousel als artengerechtes Drahteselterrain. Sehr autoarme Nebenstrassen führen durch nicht allzu hügeliges Gelände, weite Ausblicke sind also garantiert. Der Mix aus Getreide- und Lavendelfeldern macht diese Gegend zur Provence von Portugal. Wenn auch überall die Korkeichen wachsen, so fehlen sie doch am Straßenrand, so dass sich ausgedehnte Ausritte im Hochsommer eher nicht empfehlen. Mit dem Rad gut zu erreichen ist der malerische Stausee bei dem Städtchen Avis mit seinem sehenswerten historischen Kern. Fazit: Ob als Beipack-Region zu Lissabon oder der Algarve oder auch als eigenständiges Ziel hat Alentejo viel Natur, Kultur und Erholung zu bieten. Es ist eine Region, die Touristen eher leise herbei ruft, gerade einmal so viel, wie Schlosshotels und Landgasthöfe in alten Mauern vertragen können.80

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Infokasten:

Flüge: Lissabon wird von Deutschland aus von TAP, Lufthansa, Germanwings, EasyJet und Air Berlin angeflogen

Übernachtungen: Ein Geheimtipp ist das “Casa Arlindo Correira”, eine sehr gute Ökpension 3km von Alter entfernt, www.pateoreal.com.
Die Kette „Pousadas de Portugal“ hat sich auf komfortable Landhotels in historischen Gemäuern spezialisiert, unter www.pousadas.pt die Region Alentejo eingeben. Beeindruckend ist das unweit von Alter gelegene „Crato Flor de Rosa“, eine ehemalige Burg des Malteser Ordens. Ein sehr gemütliches Familienhotel ist das „Solar dos Lilases“ in Mora, www.solardoslilases.com.81

Fahrradfahren. In Portalegre kann man sich beim Tourismusbüro, Rua Guilherme Gomes Fernandes, 22 (tel. 00351245 307 445) Fahrräder leihen. Ansonsten befindet sich der Lissabonner Verleih „Tejobike, www.tejobike.pt in relativer Flughafennähe. Mit einem entsprechend dimensionierten Leihwagen lassen sich Räder dort bequem abholen.82

Text und einige Fotos: Michael Lösch

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