Kategorie: Leonard Cohen

Leonard Cohen + Marianne

Norwegian expatriate Marianne Jensen (also known as Ihlen), right, and Canadian poet/musician Leonard Cohen met during a trek around Hydra, Greece, in October 1960. Cohen had bought a house on the island earlier in the year, while Jensen was an established resident. Jensen inspired several of Cohen's songs and poems.

Leonard Cohen und Marianne auf der Insel Hydra

Eine unglaubliche Liebe bis zum Tod.

Bildergebnis für leonard cohen und marianne ihlen

  Eine besondere Liebe: Die norwegische Auswandererin Marianne Ihlen lernte...

Marianne Ihlen lernte Leonard Cohen auf der griechischen Insel Hydra kennen – er wollte dort in Ruhe schreiben.

  Ein paar von Cohens berühmtesten Songs handeln von Ihlen: "Hey, that's no Way...

Ein paar von Cohens berühmtesten Songs handeln von Ihlen: „Hey, that’s no Way to say Goodbye“ und „Bird on the Wire“ – „So Long, Marianne“ natürlich auch.

  Die beiden blieben acht Jahre lang zusammen -kurz vor Ihlens Tod im Sommer...

Das glückliche Kind –

 

Leonard Cohen – kanadischer Singer-Songwriter, Schriftsteller und Maler.

Bild Gorupdebesanez

Nachdem Cohen sich in Kanada bereits mit Gedichten und Romanen einen Namen gemacht und mit dem Kultroman Beautiful Losers (1966) einen internationalen Bestseller gelandet hatte, veröffentlichte er 1967 sein erstes Album, Songs of Leonard Cohen. Die Platte mit melodisch einfachen Folksongs war kommerziell erfolgreich und leitete eine fast 50 Jahre andauernde Musikkarriere ein, unterbrochen von Phasen des Rückzugs. Während seines künstlerischen Wirkens von 1956 bis 2016 schrieb er zahlreiche Romane und Gedichtsammlungen, und er brachte unter anderem 14 Studioalben, einige Live-Alben und Kompilationen heraus. Sein letztes Album You Want It Darker erschien am 21. Oktober 2016, drei Wochen vor seinem Tod.

Als Musiker schuf Leonard Cohen melancholisch gefärbte, poetische Lieder, die von zahlreichen Künstlern gecovert wurden. Zu seinen bekanntesten Liedern zählen Suzanne, Famous Blue Raincoat, Bird on a Wire und So Long, Marianne zu Beginn seiner Karriere; in den 1980er Jahren First we take Manhattan und Hallelujah. In seinen Liedern thematisierte Cohen unter anderem Liebe, Religion, Tod und Vergänglichkeit. Cohen erhielt viele Auszeichnungen und Preise, darunter mehrere Juno Awards, den Order of Canada, den Ordre national du Québec sowie den Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur und 2015 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik im Bereich Pop, Rock und Jazz für sein Lebenswerk.

Er wurde in die Canadian Music Hall of Fame (2006) wie auch die Canadian Songwriters Hall of Fame (2010) aufgenommen und 2008 in die Rock and Roll Hall of Fame.

Plattencover New Skin for the Old Ceremony (1974)

Leonard Cohen wurde in eine wohlhabende, einflussreiche jüdische Familie in Westmount, einem englischsprachigen Vorort Montreals, geboren.[1] Sein Urgroßvater Lazarus Cohen stammte aus Vilkaviškis, Litauen,[2] wo er Lehrer an der örtlichen Jeschiwa (religiöse Hochschule) war. 1860 wanderte er nach Kanada aus, war als Unternehmer erfolgreich und wurde Präsident der jüdischen Gemeinde Shaar Hashomayim, der größten in Montreal.[3] Sein Sohn Lyon Cohen, Leonards Großvater, der als Textilkaufmann und Versicherungsmakler erfolgreich war, folgte ihm 1914 in das Amt des Synagogenvorstands.[4] Dessen Sohn Nathan, ein Ingenieur, übernahm das große Textilkaufhaus.[5] Nathan Cohen starb im Januar 1944,[6] als Leonard neun Jahre alt war. Seine musisch interessierte Mutter Marsha (Masha) war die Tochter des aus Russland eingewanderten Rabbiners Solomon Klonitsky-Kline.

Bild – Roland Godefroy

Im Alter von 13 Jahren erlernte Leonard das Gitarrenspiel, nach eigenen Angaben, um ein Mädchen zu beeindrucken. Wenig später hatte er kleinere Auftritte in Cafés. Mit 15 Jahren spielte er in einer dreiköpfigen Country-Band namens Buckskin Boys. Sein Studium der englischen Literatur an der McGill University schloss er 1955 ab. Danach arbeitete er eine zeitlang im Betrieb seines Vaters.Canadian singer-songwriter Leonard Cohen, London, June 1974

Cohen als Schriftsteller

Die Musik spielte für Leonard Cohen zunächst eine untergeordnete Rolle, da er sich in einem universitären Debattierclubengagierte und eine Karriere als Schriftsteller anstrebte. Cohens Erstlingswerk, ein Gedichtband mit dem Titel Let Us Compare Mythologies, erschien 1956, noch vor seinem Universitätsabschluss. In diesem Buch, dessen Erstauflage 500 Exemplare betrug, lassen sich viele seiner späteren Hauptthemen ausmachen. Der Nachfolger, The Spice-Box Of Earth (1961), erhöhte die Popularität des jungen Künstlers vor allem innerhalb Kanadas. Aber auch im Ausland begann man, auf ihn aufmerksam zu werden.

In den folgenden Jahren führte er ein unstetes Leben. Stipendien und die Einnahmen aus dem Verkauf seiner Bücher ermöglichten ihm längere Reisen quer durch Europa, bis er sich schließlich zwischen 1960 und 1967[10] auf der griechischen Insel Hydra niederließ. Hier lebte er einige Jahre mit der Norwegerin Marianne Ihlen zusammen, die zu seiner Muse wurde. Von Hydra aus veröffentlichte er die Romane The Favourite Game (1963) und Beautiful Losers (1966) sowie den Gedichtband Flowers for Hitler (1964).

Buch der Sehnsüchte

Wechsel zur Musik

Obwohl Cohen über keine gute Singstimme verfügte – die deutsche Musikzeitschrift Sounds attestierte ihr, in den höheren Lagen gerate sie „leicht ins Krächzen“ laut dem Neuen Rocklexikon klingt sie wie die „eines alten Bluessängers, dem bereits die hohen Töne fehlen“ – versuchte er sich seit seiner Rückkehr nach New York im Jahr 1967 als Singer-Songwriter. Zu dieser Zeit hatte die US-Folksängerin Judy Collins schon erfolgreich Texte von ihm interpretiert, darunter Suzanne. Cohen wohnte damals im Chelsea Hotel, in dem viele Berühmtheiten vor und nach ihm wohnten. Mit Chelsea Hotel No. 2, einem Lied über seine Beziehung mit Janis Joplin, setzte er dem Hotel später ein Denkmal.

Im New Yorker Greenwich Village lernte Cohen Joni Mitchell kennen, die wie er aus Kanada stammt. Die beiden verband ein Jahr lang auch privat eine Beziehung. In einer Art Songwriting-Wettbewerb schrieben sie jeweils einen eigenen Song mit dem Titel Winter Lady. Mitchell verarbeitete die Beziehung zu Cohen in den Songs Wizard Of Is, Chelsea Morning, Rainy Night House, A Case Of You, That Song About The Midway und The Gallery.

Sein Debüt als Sänger gab Leonard Cohen 1967 auf dem Newport Folk Festival. Der Produzent John Hammond von Columbia Records entdeckte ihn und sah in ihm einen zweiten Bob Dylan. So kam Cohens erstes Album Songs of Leonard Cohen zustande. Die melancholische Platte wurde in der Folk- und Songwriterszene ein großer Erfolg. Lieder wie Suzanne, Sisters of Mercy und So Long, Marianne gehören noch heute zu Cohens bekanntesten Kompositionen. Die drei Titel The Stranger Song, Winter Lady und Sisters of Mercy untermalen auch Robert Altmans Anti-Western McCabe & Mrs. Miller, dessen melancholische Stimmung maßgeblich von den Cohen-Songs geprägt wird.

Zunächst sah Cohen in der Musik nur ein Mittel, um schnell Geld zu verdienen und sich wieder seiner dichterischen Tätigkeit widmen zu können – eine Haltung, die er mit zunehmendem Erfolg jedoch bald aufgab.Etablierter Musiker

Die beiden folgenden Alben Songs from a Room (1969) und Songs of Love and Hate (1971) klingen ähnlich. Songs from a Room, das unter anderem Bird on the Wire enthält, festigte Cohens Stellung als Songwriter und erzielte vor allem in Europa hohe Verkaufszahlen. Kris Kristofferson war so angetan von den ersten Zeilen, dass er sie als Epitaph auf seinem Grabstein sah: „Like a bird on a wire/Like a drunk in a midnight choir/ I have tried, in my way, to be free“. Songs of Love and Hate, entstanden in einer Phase der persönlichen Krise, ist das wohl traurigste Album Cohens. Kritiker schrieben damals, mit dem Album sollten auch gleich Rasierklingen geliefert werden.

Mit einem Livealbum verabschiedete sich Cohen 1972 vom Musikgeschäft und erklärte, sich nun wieder verstärkt der Literatur widmen zu wollen. 1974 startete er mit dem von von John Lissauer produzierten Studioalbum New Skin for the Old Ceremony und einer Tournee ein groß angelegtes Comeback. Als Grund für seinen Sinneswandel gab Cohen an, er brauche Geld für seine beiden Kinder. New Skin for the Old Ceremony klingt durch stark ausgeprägte orchestrale Begleitung anders als seine Vorgänger, die Lieder konzentrieren sich thematisch wieder stärker auf das Thema Liebe. Cohen selber kommentierte, diese Platte sei „weniger neurotisch“ als seine vorangegangenen Alben.

Das 1977 veröffentlichte Album Death of a Ladies’ Man entstand in Zusammenarbeit mit Phil Spector. Die pathosreiche Mischung aus Spectors starker Instrumentierung (Wall of Sound) und Cohens Gesang sorgte für kontroverse Diskussionen. Auch Cohens Verhältnis zu dem Album blieb immer zwiespältig, wohl auch deswegen, weil es schließlich zum Streit kam und Spector die Bänder beim Abmischen durch einen „Leibwächter“ gegen Cohens Zugriff sichern musste. Cohen selber bezeichnete die Zusammenarbeit mit Spector als „eine Katastrophe“.

 Bild: Roland Godefroy
Leonard Cohen (1988)

Mit dem im September 1979 erschienenen Album Recent Songs kehrte er dann wieder zur klanglichen Folksong-Intimität seiner ersten Alben zurück. Hier zeichnete sich eine Hinwendung zu religiösen Themen ab. Diese Entwicklung erreichte in dem erst 1984 nach einer längeren Pause erschienenen Album Various Positions einen Höhepunkt. Es enthält das „Gebet“ If It Be Your Will, das Leonard Cohen selbst immer wieder als sein bestes Lied bezeichnet hat, außerdem sein bekanntestes Lied, das oft gecoverte Hallelujah. Von den Selbstzweifeln der frühen Alben sei weniger zu spüren, dagegen könne man in den Versen nun Humor und Selbstironie ausmachen. Musikalisch sei das Album, wie schon der Titel nahelegt, durchaus abwechslungsreich – so gibt es mit The Captain einen fast fröhlich klingenden Country-Song, der zu dem bitteren Text einen starken Kontrast bildet.

Nachdem Jennifer Warnes 1987 mit großem Erfolg ein nur aus Songs von Cohen bestehendes Tribute-Album namens Famous Blue Raincoat veröffentlicht hatte, brachte Cohen ein Jahr später I’m Your Man heraus. Auf diesem Album, das erstmals von Synthesizer-Klängen geprägt ist, stechen das unzählige Male gecoverte First We Take Manhattan sowie Tower of Song, eines seiner persönlichsten Lieder, hervor.

Das 1992 erschienene The Future ist ein bitteres, misanthropisches Werk. Zeilen wie „I’ve seen the future, it is murder“ zeigen, dass Cohen den Optimismus dieser Gesellschaft nicht teilen wollte. Das buchstäblich hymnische Lied Anthem wurde von seiner damaligen Lebensgefährtin Rebecca De Mornay produziert. 1994 wurde das Stück Waiting for the Miracle zur Titelmelodie von Oliver Stones Film Natural Born Killers.

Malerei

Der Musiker hat über seine Lieder und die Metaphorik nicht nur andere Künstler zu Bildern inspiriert, sondern ist auch durch eigene Zeichnungen und Gemälde bekannt geworden. Neben Selbstporträts und Porträts malte er Objekte (Musikinstrumente wie Gitarren, seine Brille, Stillleben) und Tiere sowie Frauenakte. Seine Werke wurden in Kanada unter anderem auf dem Jazz-Festival in Montreal 2010, in Palo Alto und in Oslo, Manchester, Finnland und Spanien ausgestellt.Das Museum für Gegenwartskunst in Montreal (Musée d’Art Contemporain de Montréal) zeigt ab 9. November 2017 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 375. Bestehen der Stadt die Ausstellung Leonard Cohen: Une brèche en toute chose/A Crack in Everything.

Familie und Frauen

Cohen, der nie verheiratet war, hatte mit der Kalifornierin Suzanne Elrod zwei Kinder. Adam Cohen (* 1972) ist ebenfalls Musiker. Die nach Federico García Lorca benannte Tochter Lorca Cohen (* 1974) begleitete Cohen von 2008 bis 2010 als Fotografin und Filmerin auf seinen Tourneen. Cohen war dreifacher Großvater; Adam ist Vater zweier Jungen, Lorca hat mit dem ebenfalls kanadischen Musiker Rufus Wainwright eine Tochter.

Bild: Rama

Cohen sei „besessen“ gewesen von Frauen, war seit den 1970er Jahren in der Presse zu lesen. Er wurde als „Ladies’ Man“ wahrgenommen, und seine Beziehungen inspirierten ihn zu einigen seiner größten musikalischen Erfolge. Suzanne bezieht sich auf Suzanne Verdal, die damalige Frau eines Bekannten, den Quebecer Bildhauer Armand Vaillancourt.

Bild:Takahiro Kyono

Die Norwegerin Marianne Ihlen wird mit verschiedenen Songs, darunter Bird on a Wire und So long, Marie-Anne, in Verbindung gebracht. Ihlen, für Cohen die schönste Frau der Welt, war in den 1960er Jahren mehrere Jahre lang seine Lebensgefährtin auf Hydra; die beiden verband nach dem Ende der turbulenten Beziehung eine lebenslange Freundschaft. Als Cohen im Sommer 2016 von der unheilbaren Erkrankung seiner einstigen Muse erfuhr, schrieb er einen Abschiedsbrief, der ihr nur wenige Tag vor ihrem Tod vorgelesen wurde und den eigenen körperlichen Verfall und kommenden Tod thematisiert.

Cuhen mit Marianne auf Hydra

Zu den Frauen, mit denen Cohen in den 1970er Jahren Liebesaffären hatte, gehören Joni Mitchell und Janis Joplin.

In den 1980er Jahren bestand eine Beziehung mit der französischen Fotografin Dominique Issermann, die unter anderem die Cover bzw. Booklets zweier Alben (More Best of Music, I´m your Man) sowie für sein Buch Stranger Music gestaltete und die Aufnahmen zum Video zu First we take Manhattan machte.

Anfang der 1990er Jahre war Cohen mit der Schauspielerin Rebecca De Mornay liiert und kurzzeitig verlobt. Das Album Future wurde von ihr koproduziert und ist ihr indirekt durch ein Bibelzitat aus der Schöpfungsgeschichte über Rebecca, die zum Brunnen geht, gewidmet.

In den letzten Jahren lebte Cohen mit der Musikerin Anjani Thomas zusammen, die er seit 1984 kannte. Es war seine längste Lebensgemeinschaft (er lehnte das Wort „Beziehung“ ab). Gemeinsam schrieben und produzierten sie unter anderem Anjanis Album Blue Alert.

Cohen wurde bereits als Schüler als ruhige, doch selbstbewusste, natürliche Führungspersönlichkeit beschrieben. Dennoch wurde er von heftigem Lampenfieber gequält. Er kämpfte sein Leben lang mit Depressionen. „Wenn ich von Depressionen spreche, spreche ich von klinischen Depressionen, die der Hintergrund meines ganzen Lebens sind, ein Hintergrund voller Angst und Beklemmung, einem Gefühl, dass nichts richtig läuft, dass Zufriedenheit nicht möglich ist und alle Strategien in sich zusammenfallen.“ Er probierte diverse Mittel aus, um die Depressionen zu besiegen, und war jahrzehntelang starker Raucher. Sein fünfjähriger Rückzug in ein buddhistisches Kloster führte nach eigenen Aussagen über Gedankenkontrolle („mind control“) zu einer gewissen Linderung.

Cohen starb am 7. November 2016 in seinem Haus in Los Angeles im Alter von 82 Jahren an den Folgen eines Sturzes. Noch vor Bekanntgabe seines Todes wurde er am Abend des 10. November 2016 (Ortszeit) in der Familiengrabstätte in Montreal auf dem jüdisch-orthodoxen Friedhof „Shaar Hashomayim Cemetery“ beigesetzt.

Zur Ehrung des Künstlers wurden die Staatsflaggen in Montreal auf halbmast gesetzt.

Blumenniederlegungen vor seiner Montrealer Wohnung

 

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén