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Störche in Lettland – Zeigefögel

Bildergebnis für Lettland StörcheStörche picken nach Engerlingen nach dem Pflügen. In chemisch gedüngten Feldern gibt es keine Regenwürmer. Wenn man also Störche dem Pflügen nachwandern, ist die Erde noch lebendig und nicht mit Chemie gedüngt.

Neben ihrer Verbreitung in freier Wildbahn haben es manche Tierarten bis tief in die lettische Mythologie geschafft. Der Storch beispielsweise gilt vielen Einwohnern noch heute als Glücksbringer und Symbol des Schutzes. Sein Ansehen gleicht dem eines nationalen Heiligtums, er wird geachtet und verehrt.Bildergebnis für Lettland Störche

 

Störche sind allgegenwärtig in Lettland. Sie sind als Fruchtbarkeitssymbol populäre Tiere.Ähnliches Foto

Weitere Exempel dieser vorchristlichen Tierverbundenheit sind die Schlange oder der Wolf, in mittelalterlichen Überlieferungen ebenso viel besungen oder zu animalischer Gottheit erhoben. Ähnliches FotoZwar schließen heute sicherlich nur noch die wenigsten Letten Tiere in ihre Gebete ein, aber anhand des noch immer sehr lebendigen Umgangs mit den Mythen der Vergangenheit bleibt eben auch jener positive Grundbezug zu vielen Tierarten sehr präsent. – Generationenübergreifend.

Lettland Skipisten

Lettland kein Bergland ist, sind in den schneereichen Winter die steilen Abhänge der Hügel wie geschaffen für gutes Skifahren oder Snowboarden. Es hört sich ungewöhnlich an, aber das Skifahren ist in Lettland eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Winter. Skipisten gibt es fast in jeder Region von Lettland. Ebenfalls gibt es angelegte und beleuchtete Pisten, die fürs Langlaufen sehr geeignet sind.Bildergebnis für Lettland Skipisten

Obwohl Lettland kein Bergland ist, sind in den schneereichen Winter die steilen Abhänge der Hügel wie geschaffen für gutes Skifahren oder Snowboarden. Es hört sich ungewöhnlich an, aber das Skifahren ist in Lettland eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im Winter. Skipisten gibt es fast in jeder Region von Lettland. Ebenfalls gibt es angelegte und beleuchtete Pisten, die fürs Langlaufen sehr geeignet sind.Bildergebnis für Lettland Skipisten

Skipisten in Sigulda

Als Mekka des Skifahrens in Lettland kann man zweifellos die Gegend von Sigulda bezeichnen. Die steilen Abhänge des Urstromtals der Gauja, die sich im Gauja-Nationalpark befinden, sind wie geschaffen für das Geniessen der Winterfreuden. Kein Wunder, dass genau in Sigulda die einzige Rennrodelbahn und Bobbahn im Baltikum angelegt wurde. Hier finden internationale Wettbewerbe statt. Die Turniere der Welt- und Europameisterschaften im Rennrodeln statt.Bildergebnis für Lettland Skipisten

In Sigulda und Umgebung gibt es mehrere Skipisten. Der Service ist von guter Qualität. Die beste Piste fürs Skifahren und Slalomfahren ist die Pilsētas trase. Es sind zwei Pisten, von denen die längste 350 m ist, der Höhenunterschied beträgt 90 m. Die Pisten sind beleuchtet. Die öffentliche Meinung sagt, dass genau bei der Piste „Pilsētas trase” der beste Snowboardpark in Lettland angelegt ist!

Die Piste Kordes trase wird als die exstremste Piste fürs Skifahren und Snowboarden in Lettland bezeichnet. Die lange Piste (Länge 275 m, Höhenunterschied – 84 m) ist ein echte Herausforderung und gleichzeitig ein grosses Vergnügen sogar für erfahrene Skifahrer.Ähnliches Foto

Die Piste Kaķīškalns gilt als eine der sportlichsten Skipisten. Die längste Piste beträgt 320 m, der Höhenunterschied – 80 m. Auf dem Hügel „Kaķīškalns” wurde der Erlebnispark „Mežakaķis” eingerichtet.

Auf der Piste Reiņa trase, die in der Nähe von Sigulda nicht weit von Turaida liegt, werden verschiedene Möglichkeiten für aktive Erholung nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer angeboten. Insgesamt gibt es hier drei Skipisten, gute Langlaufpiste, für Kinder gibt es einen Park mit Schneeattraktionen und Rutschen. Im Sommer wird die Piste Reiņa trase fürs Golfspielen benutzt. Es steht ein moderner Golfplatz mit 9 Löchern zur Verfügung.

http://www.latvia.travel/de/nachrichten/skipisten

Letland im Winter

Bildergebnis für Lettland im WinterUm es einmal (sehr) populärwissenschaftlich auszudrücken: Lettland ist zu weit nördlich, um wirklich mild und zu weit südlich, um wirklich kalt zu sein – im Jahresmittel, versteht sich. Vielmehr teilt sich das Klima in zwei große, wenn auch unterschiedlich lange Blöcke. Es gibt einerseits Winter (Oktober/November bis März/April) und andererseits Sommer (Mai/Juni bis August/September), in der Regel verbunden durch allenfalls 3-4-wöchige Übergangsperioden. Frühling und Herbst finden im Grunde kaum statt.Bildergebnis für Lettland im Winter

Verglichen damit sind tagesaktuelle Vorhersagen in Lettland Glückssache. Bedingt durch das Aufeinandertreffen von See- und kontinentalem Klima kann das Wetter in kürzester Zeit umschlagen. Auch ist es durchaus möglich, dass in den Regionen des Landes deutlich voneinander abweichende Witterungen herrschen. – Temperaturen und Niederschlag gleichermaßen betreffend.Ähnliches Foto

 

Betrachtet man das Klima unter touristischen Aspekten, ist vor allem der Sommer, insbesondere jedoch der Monat Juni hervorhebenswert. Er hat im langjährigen Mittel die wenigsten Regentage (ca. 3), die meisten Sonnenscheinstunden (um den 21. Juni, d. h. zur Sommerwende, ist es nachts gerade einmal 2-3 Stunden dunkel) und mit rund 25º Celsius sehr angenehme Tagestemperaturen. Auch die Nächte bleiben nun in der Regel mild, womit insgesamt nahezu ideale Bedingungen zum Wandern oder Baden herrschen.Ähnliches Foto

Aber aufgepasst: Die Ostsee knackt die von vielen als Badegrenze betrachtete 20º-Marke nur mit einigen heißen Tagen Vorlauf. Kalthasser sind daher auch an heißen Tagen immer gut beraten, zunächst dem Nachwuchs den Vortritt zu lassen. Anders das Bild je nach Witterung bei den Badeseen. Hier ist es durchaus möglich, dass über einige Tage verteilt ein Art Aufheiz-Prozess anspringt, an dessen Ende wohlig-warmes Wasser wartet.

 

Jahreszeitlich sieht die Unterteilung in Warm und Kalt wie folgt aus: Der Sommer hält in der Regel gegen Mai – zunächst langsam, dann sehr schnell – Einzug ins Land. Über die Prachtmonate Juni, Juli und August geht es in den ebenfalls noch recht milden Herbstmonat September. Zwar wird das Wetter nun bereits unbeständig und die Tage merklich kürzer, aber ihre gesamte Farbpalette entfaltet die Natur erst jetzt – wenige Wochen vor Wintereinbruch. Wanderurlaub in Lettland ist damit stets auch Typsache.Bildergebnis für Lettland im Winter

 

Im Winter findet die Pracht freilich auch in Lettland ein jähes Ende. Kaltes, teils nasskaltes (in Küstenregionen) bzw. eisiges (im Landesinneren) Wetter beherrscht die Zeitspanne von November bis April. Großflächig sind nun vor allem die höheren Lagen von dichtem Schnee bedeckt, wobei alpiner Wintersport lediglich unvollendet betrieben werden kann. Es fehlen schlichtweg hohe Berge, weshalb Langlaufskier im Grunde das sinnvollere Reisegepäck sind. Möglich ist jedoch beides.Ähnliches Foto

 

Wirklich abzuraten ist von einem Lettland-Urlaub eigentlich nie. Wer auch bei kaltem, mitunter feuchtem Wetter noch Spaß am Wandern hat, wird dies bezeugen. Unter dem Strich hat damit in Lettland jede Jahreszeit ihren speziellen Reiz, auch wenn der milde Sommer – hierin besteht kein Zweifel – als Hauptreisezeit prädestiniert ist.

Textt: Dank an http://www.vialatvia.de/land/natur/klima.html

 

Rennrodelbahn und Bobsleighbahn von Sigulda

Die Bob- und Rennschlittenbahn „Sigulda“ wurde 1986 eröffnet und ist eine der wenigsten, die sowohl für Profisportler als auch für Touristen zugänglich ist.

Die Bahn

Die Länge der Bob- und Rennschlittenbahn Sigulda beträgt 1200 m, sie hat 16 Kurven und die Geschwindigkeit der Bahn beträgt bis zu 125 km/h. Die Bahn eignet zur Austragung von Wettkämpfen und Trainingseinheiten für Bob, Rennrodeln und Skeleton. Jedes Jahr finden hier nationale und internationale Wettbewerbe statt.

Bei den Wettkämpfen hat jeder die Möglichkeit, in den Kurven das Adrenalin in den Adern zu spüren. Garantiert ein einzigartiges Erlebnis!

Erleben Sie in der Bob- und Rennschlittenbahn „Sigulda“:

  • eine spannende Fahrt durch die Kurven der Bahn mit dem Bob Vučko im Winter;
  • adrenalin bei der Abfahrt mit dem Sommer-Bob – einem Bobschlitten mit Rädern;
  • falls Sie erfahren möchten, was Skeleton bedeutet, versuchen Sie einmal mit dem Frosch (Varde) zu fahren;
  • das Panorama des Urstromtals Gauja, der Stadt und der Bobbahn von der Startrampe aus;
  • entdecken Sie die Kurven der Bahn zu Fuß, besichtigen Sie die Konstruktionen der Bahn und die Startrampe.

Bier

Bier ist eines der am meisten verbrauchten lettischen Getränke und wird hier seit Jahrhunderten gebraut. Mittsommer, lettisch Līgo genannt, eines der wichtigsten und ältesten lettischen Feste, ist ohne Bier kaum vorzustellen. Jeder Hauswirt und Gastgeber hat am Ligofest die Ehre, selbstgebrautes Bier auf den Tisch zu stellen. Das Bier wird während der Feier gekostet, genossen und gelobt. Und es wird viel getanzt, gesungen und gelacht.Bildergebnis für Latvia Bier

Der Biergeschmack unterscheidet sich von Haus zu Haus. Gibt man mehr Hopfen zu, hat man ein mehr bitteres Bier, fügt man Malz hinzu, wird das Bier süßer. Ebenso gibt es stärkeres und leichteres Bier. Sie alle sind aber lebendige Biere und jeder von diesen Getränken hat sein einzigartiges Bouquet.Ähnliches Foto

Zu Ehren des Biers findet in Riga das lettische Bierfest „Latvia Beerfest“ statt. Hier werden über 50 in Lettland gebraute Biersorten probiert und gekostet. Sonst kann Bier in jedem Rigaer Café bestellt werden.

Außerdem hat Lettland eigene Bierbrauereien, deren Erzeugnisse in Läden und Supermärkten zu kaufen sind.Ähnliches Foto

Besonders sehenswert ist die Bierbrauerei des Erholungszentrums LIDO. Es ist die einzige kleine Bierbrauerei dieser Art in Lettland, in der nach alten LIDO-Rezepten und Traditionen nur lebendiges Bier gebraut wird, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Lesen Sie mehr unter www.Lido.lv.

Die bekanntesten Brauereien sind Tērvetes, Valmiermuižas, Bauskas, Užavas, Aldaris, Cēsu, Līvu u. a.

  • Die Sorten „Senču“ und „Oriģinālais“ von Tērvete haben einen ausgeprägten Hopfengeschmack.
  • Valmiermuiža bietet helles und dunkles Bier an, beide mit einem charakteristisch starken Bierbouquet.
  • Das Bier von Bauska ist etwas süß.Bildergebnis für Latvia Bier
  • Das helle und dunkle Bier von Užava besitzt eine trübe Note und einen mehr ausgeprägten Hopfengeschmack.
  • Die beliebtesten Sorten von Brauereien Aldaris, Cēsu, Līvu sind Lagerbiere.

Wenn Sie in Lettland sind, probieren Sie lettisches Bier und bringen Sie es als Souvenir mit nach Hause.

Liederfest (Lettland)

Das Lettische Liederfest (lettisch Vispārējie latviešu Dziesmu un Deju svētki – Allgemeines lettisches Lieder- und Tanzfest) ist ein in der Regel alle fünf Jahre wiederkehrendes kulturelles Großereignis in Lettland und Teil der lettischen Identität. Ähnliches FotoEs fügt sich in die Tradition Bildergebnis für Liederfest (Lettland)der Liederfeste der baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen. Auf diesen Massengesangsveranstaltungen werden die Geschichten und Mythen, aber auch das Nationalbewusstsein in Liedern zum Ausdruck gebracht.

Das 25. Liederfest mit etwa 40 000 Beteiligten wurde vom 30. Juni bis 7. Juli 2013 abgehaltenÄhnliches Foto

Die Völker des Baltikums wurden jahrhundertelang politisch und kulturell von ausländischen Mächten dominiert. Im Zuge des erwachenden nationalen Bewusstseins im 19. Jahrhundert erfolgte eine Rückbesinnung auf die eigene Kultur und Sprache; die überlieferten Sagen, Märchen und Lieder spielten dabei eine wichtige Rolle. Im Jahre 1869 fand in Dorpat (estnisch Tartu) das erste estnische Liederfest im Baltikum statt.

Vom 8. bis 11. Juli (julianisch: 26. bis 29. Juni) 1873 wurde in Lettland zum ersten Mal das große nationale Liederfest veranstaltet. Es nahmen 45 Chöre daran teil. Oberdirigenten waren Jānis Bētiņš und Indriķis Zīle.

Die lettischen Liederfeste fanden sowohl im Russischen Reich (bis 1917) als auch im unabhängigen Lettland (1918–1940 sowie seit 1991) und in der sowjetischen Okkupationszeit (1945–1991) statt; Unterbrechungen gab es nur während der beiden Weltkriege. Bis 2008 wurden so 24 Allgemeine lettische Liederfeste abgehalten. Seit 1948 nehmen auch Tanzgruppen an der Veranstaltung teil.

Zum XXIII. Liederfest 2003 kamen aus ganz Lettland sowie aus dem Ausland 319 Chöre, 538 Tanz- und Folkloregruppen, 57 Blasmusikkapellen, Gruppen von Koklespielern, drei Symphonieorchester und ein Kammerorchester zusammen. Ähnliche Dimensionen hatte das XXIV. Sängerfest 2008. Das letzte Sängerfest fand vom 30. Juni bis 7. Juli 2013 statt.Ähnliches Foto

Neben dem Allgemeinen Liederfest fanden auch Lettgallische Liederfeste statt. Außerdem wird seit 1960 ein Tanz- und Liederfest der Jugend (Latvijas Skolu jaunatnes dziesmu un deju svētki) veranstaltet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liederfest_(Lettland)

Venta – Fluss in Lettland

Die Venta (deutscher Name: Windau) ist ein Fluss im nordwestlichen Litauen und im westlichen Lettland.Ähnliches Foto

Sie entspringt nahe Kuršėnai im litauischen Distrikt Šiauliai und fließt bei Ventspils (deutsch: Windau) in Lettland in die Ostsee.Ähnliches Foto

In ihrem Verlauf passiert die Venta die Orte Užventis, Viekšniai, Mažeikiai in Litauen, Skrunda und Kuldīga (deutsch: Goldingen) in Lettland. In Kuldīga fällt der Fluss über den flachen, aber mit 240 m möglicherweise breitesten Wasserfall Europas, Ventas Rumba. Ähnliches FotoGrößere Zuflüsse erfährt er durch die Abava, die Virvyčia und die Varduva, Letztere mündet nahe der litauisch-lettischen Grenze. Weitere Zuflüsse sind Viešetė, Vadakstis und Ciecere. An der Mündung ist die Venta 200 Meter breit. Durch künstliche Vergrößerung des Flussbetts können große Öltanker den Flusshafen bei Ventspils benutzen.Bildergebnis für Venta Flussmündung

Die Länge auf lettischem Territorium beträgt etwa 178 km.

Pilsetas Kanal – Riga

Ähnliches FotoNach drei Tagen zu Fuß durch die Stadt, war die Bootstour sehr willkommen. Wir erwischten eines der schönsten Boote und genossen die knapp einstündige Fahrt über die Kanäle und den Fluss sehr!Ähnliches Foto
Die Karten kauften wir kurz vorher im nahegelegenen Büro und sparten pro Person 3€! Außerdem kann man dort mit Karte zahlen.

Bootfahren durchs GrüneBildergebnis für Pilsetas kanal

Ein Tipp für Liebhaber von Bootsfahrten ist eine Rundfahrt über den Stadtkanal, die Düna und zurück über den Stadtkanal wieder bis zum Anlegen am Basteiberg (Bastejkalns). Der Kanal ist eine Rest der alten Befestignugsanlagen von Riga. Am Kanal lässt sich auch sehr angenehm spazierengehen. Nicht vergessen ein Gebäck und/oder Kaffee am Basteiberg in dem kleinen Rund-Café an der Laima-Uhr (Treffpunkt der Rigaer) zu sich zu nehmen!Bildergebnis für Pilsetas kanal

Düna

Die Düna (lettisch Daugava; polnisch Dźwina; weißrussisch ДзвінаDzvina; russisch Западная ДвинаSapadnaja Dwina) ist ein in die Ostsee mündender, 1020 km langer Strom.Bildergebnis für Düna

Der russische Name Sapadnaja Dwina bedeutet wörtlich übersetzt „Westliche Dwina“, zur Unterscheidung von der Nördlichen Dwina. Für die Letten ist die Düna ein nationales Symbol und wird unter anderem als „Mütterchen Düna“ (lett: Daugaviņa māmuliņa) und „Schicksalsfluss“ besungen.Der Fluss entspringt in Russland auf den Waldaihöhen nahe den Wolgaquellenund fließt kurz nach seiner Quelle durch den Dwinjezsee. Dann fließt die Düna vorerst nach Südwesten und danach – nach Wizebsk – entlang des Weißrussischen Höhenrückens in westlichen Richtungen durch das nördliche Weißrussland. Anschließend erreicht sie das südöstliche Gebiet von Lettland, fließt dort durch Dünaburg und danach nach Nordwesten zum Rigaischen Meerbusen, an dem sie im Rigaer Stadtteil Daugavgrīva (dt. Dünamünde) in die Ostsee mündet. Bildergebnis für DünaDie Länge auf lettischem Territorium beträgt 357 km. Die Düna ist zum großen Teil schiffbar.

Die Düna war seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. Siedlungsgebiet indoeuropäischer Zuwanderer, aus denen sich im Laufe der Zeit ostbaltische Stämme formierten.

Im 1. Jahrhundert n. Chr. wird in der antiken Schrift Geographike Hyphegesis des Claudius Ptolemäus ein Fluss namens Rhubon (Ῥούβωνος ἐκβ oder Rhudon) erwähnt, der die Düna meint oder die Memel.

Der Fluss war seit alter Zeit ein bedeutender Handelsweg auf dem man ohne große Schwierigkeiten an die Flusssysteme der Wolga und des Dnepr gelangen konnte.

Spätestens seit dem 8. Jahrhundert war die Düna eine der Routen der Waräger (Wikinger) auf dem „Weg von den Warägern zu den Griechen“ ans Schwarze Meer. Wichtige Burgen waren unter anderem Grobin, Polazk, Wizebsk.Ähnliches Foto

Seit dem 9. Jahrhundert sind an der Düna Kriwitschen um Polozk, seit dem 13. Jahrhundert die baltischen Stämme der Semgallen, Lettgallen und Selonen bekannt, aus denen sich in den folgenden Jahrhunderten das Volk der Letten entwickelte.

Im Mittelalter wurden die Handelswaren aufgrund des niedrigen Flussbetts und der vielen Stromschnellen bei Dünamünde von den größeren Schiffen auf Flöße oder Strusen für die Fahrt auf dem Fluss verladen.

Mit der Union von Wilna 1561 wurde der Fluss zu einer politischen und kulturellen Grenze.

Im 16. Jahrhundert änderte sich auch das Flussbett im Mündungsbereich. Der alte Abfluss, die Vecdaugava, versandete daraufhin.

Seit 1913 plante die „Riga-Cherson-Kanalkommission“, ein Zusammenschluss von Rigenser Kaufleuten und Industriellen, einen Kanal zwischen Witebsk an der Düna und Orscha am Dnepr, der beide Ströme und so Riga mit der Hafenstadt Cherson am Schwarzen Meerverbinden sollte. Dabei waren auf der Düna sechs Staustufen mit je einem Wasserkraftwerk vorgesehen, u. a. bei Pļaviņas (deutsch: Stockmannshof), bei Ķegums (deutsch Keggum) und bei Doles sala (deutsch: Dahlen) / Salaspils (deutsch: Kirchholm). Infolge des Ersten Weltkrieges, durch den das Kaiserreich Russland zerfiel und Lettland unabhängig wurde, zerschlug sich das Vorhaben des Kanal- und Wasserkraftwerkbaus.

https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCna

 

Schloss Rundāle – Versailles des Baltikums

Bildergebnis für Schloss RundaleSchloss Rundāle (auch: Schloss RuhenthalSchloss Ruhental und Schloss Ruhendahl, lettisch Rundāles pils) ist ein seit 1920 im Staatsbesitz befindliches Barockschloss in der lettischen Region Semgallen, nahe der Stadt Bauska. Es wird oft als das Versailles des Baltikums bezeichnet.Ähnliches Foto

Das Schloss Rundāle gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Barocks und des Rokoko in Lettland. Es wurde nach dem Vorbild des französischen Schlosses Versailles gestaltet. Das dreiflüglige und zweistöckige Schloss beherbergt auf fast 7000 m² 138 Zimmer und Säle. Der Schlosspark ist ebenfalls im französischen Stil angelegt.Bildergebnis für Schloss Rundale

Der Bau des Schlosses wurde von der russischen Zarin Anna Iwanowna veranlasst und sollte als Sommerresidenz des kurländischen Herzogs Ernst Johann Biron dienen. Mit dem Entwurf wurde der russisch-italienische Architekt und Baumeister am Zarenhof Bartolomeo Francesco Rastrelli beauftragt, der bereits die Pläne für den Winterpalast der Eremitage in St. Petersburg erstellt hatte. Der Grundstein wurde 1735 gelegt, die Bauarbeiten dauerten zunächst bis 1740. Der Schlosspark wurde ebenfalls nach Rastrellis Vorgaben im französischen Stil angelegt und mit 328.185 Linden bepflanzt. Biron nutzte das Schloss nur drei Jahre lang, da er nach dem Tod der Zarin Anna nach Sibirien verbannt wurde. Bildergebnis für Schloss RundaleErst mit der Machtübernahme durch Zarin Katharina II. konnte Biron nach Kurland zurückkehren. Zwischen 1763 und 1768 wurden wieder Bauarbeiten am Schloss durchgeführt und vor allem die Inneneinrichtung fertiggestellt. Die Gestaltung der Innenräume lag in den Händen der in St. Petersburg ansässigen italienischen Maler Francesco Martini und Carlo Zucchi sowie des Berliner Bildhauers Johann Michael Graff. Ähnliches FotoNach dem Tode Birons nutzte dessen Sohn, Herzog Peter von Biron, das Schloss bis 1795. Nachdem das Herzogtum Kurland und Semgallen1795 vom Russischen Reich annektiert und das Herzogshaus Biron von Curland finanziell abgefunden worden war, übergab die Zarin das Schloss ihrem Günstling Graf Platon A. Subow. Zuvor hatte Peter von Biron den größten Teil des Inventars bereits beiseitegeschafft. Später kam das Schloss in den Besitz der Familie Schuwalow. Im Rahmen der lettischen Agrarreform wurde das im Ersten Weltkrieg beschädigte Schloss 1920 enteignet und ging in den Besitz des lettischen Staates über. Ähnliches FotoWohnungen und eine Grundschule wurden in den Gebäuden eingerichtet. 1933 wurde es dem Lettischen Historischen Museum übergeben, und es wurden einige Renovierungsmaßnahmen begonnen. Den Zweiten Weltkrieg überstand Rundāle äußerlich unbeschädigt, es wurde jedoch in den Nachkriegsjahren als Kornspeicher genutzt, und damit ging ein Großteil der wertvollen Inneneinrichtung zugrunde. 1972 wurde das Schlossmuseum Rundāle gegründet und mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten begonnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rund%C4%81le

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