xPalmasola ist eine Gefangenenstadt in Bolivien. Es handelt sich um eine abgeschlossene Hüttensiedlung, die Ende der 1980er Jahre errichtet wurde, etwa zehn Kilometer südlich des Stadtzentrums von Santa Cruz im Ortsteil Palmasola gelegen. Bildergebnis für PalmasolaDie Gefangenensiedlung ist ringsum mit einer doppelten Mauer und Stacheldraht abgeriegelt und wird von außen bewacht. Sie wird von etwa 3.000 verurteilten Verbrechern und Untersuchungshäftlingen, Männern und Frauen, bewohnt, die innerhalb der Mauern sich selbst überlassen sind. Ein Teil der Gefangenen lebt in der Stadt zusammen mit weiteren Familienangehörigen, welche sich frei aus der Stadt herausbewegen dürfen, darunter viele Kinder.Ähnliches Foto

Leben in der Gefangenenstadt

Die vorhandene Infrastruktur (Restaurants, in denen besseres Essen gekauft werden kann, ein Fitnessstudio, ein Friseurgeschäft und ein Fußballplatz) wird von den Insassen betrieben. Die Versorgung der Gefangenen erfolgt über eine Essensausgabe und besteht aus gekochten Schlacht- und Lebensmittelabfällen. Die Insassen erhalten keine Früchte, weswegen oft Mangelerscheinungen auftreten. Die Zustände in Palmasola sind schlecht. Im Sommer 2001 kam es zu ausgedehnten Gefangenenprotesten, Hungerstreiks und Aufruhr, der von der bolivianischen Polizei blutig niedergeschlagen wurde. Viele Gefangene warten seit Jahren vergeblich auf ein Gerichtsverfahren.Ähnliches Foto

Innerhalb Palmasolas herrscht ein Regiment aus Bandenbossen. Die Ordnung wird von einer „Disciplina“ genannten Truppe aus Gewaltverbrechern aufrechterhalten, der ein sogenannter „Präsident“ vorsteht. Hinzu kommen Auftragsmörder. Bildergebnis für PalmasolaSchmuggler schleusen alles in die Stadt, was von den Insassen gewünscht wird und bezahlt werden kann. Drogen sind in Palmasola weit verbreitet.

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