Kategorie: Pavilosta Hafen/ Lettland (Seite 1 von 3)

Harz

Der Harz, bis ins Mittelalter Hart (‚Bergwald‘) genannt, ist ein Mittelgebirge inDeutschland. Er stellt das höchste Gebirge Norddeutschlands dar und liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anteil am Harz haben im Westen die Landkreise Goslar und Osterode am Harz, im Norden und Osten die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz und im Süden der Landkreis Nordhausen. Der Brocken ist mit 1141,2 m ü. NHN[1] der höchste Berg des Harzes und Sachsen-Anhalts.

Im Harz, der von artenreicher Flora und Fauna geprägt ist, gibt es ausgedehnte Wälder, teils landwirtschaftlich genutzte Hochflächen, tief eingeschnittene Täler mit wilden Flussläufen und Wasserfällen sowie Stauteiche und Stauseen. Vielerorts gibt es Zeugnisse einer langen Siedlungsgeschichte. Zudem sind Wintersportgebiete vorhanden, und der Harz ist Wandergebiet.

Der Harz enthält den Nationalpark Harz, drei Naturparks (Harz (Niedersachsen),Harz/Sachsen-Anhalt und Südharz) und das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Das Mittelgebirge liegt im Südteil des Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen.

Das Gebirge ist 110 Kilometer lang und 30 bis 40 Kilometer breit, bedeckt eine Fläche von 2.226 km²[2] und reicht von Seesen(im Westen) bis zur Lutherstadt Eisleben (im Osten). Der größte Anteil des Harzes liegt in Sachsen-Anhalt (Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz), der Westteil in Niedersachsen (Landkreise Goslar und Osterode); nur ein kleiner Teil im Süden liegt inThüringen (Landkreis Nordhausen).

Der Harz ist eine eigenständige naturräumlichen Großregion 3. Ordnung und Haupteinheitengruppe; er trägt im Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands die Kennziffer 38, beim Bundesamt für Naturschutz unter Übernahme der selben Grenzen die Kennziffer D37.

https://de.wikipedia.org/wiki/Harz_(Mittelgebirge)

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Das Oderbruch

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Bild: Eva K.Eva K.

Das Oderbruch (von mhd. bruoch: ‚Sumpf‘, ‚Moor‘) ist ein Binnendelta der Oder imLandkreis Märkisch-Oderland des Bundeslandes Brandenburg und Polen.

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„Stille Oder“ südlich der Neuenhagener Insel

Bild:Eva K.Eva K.

Das knapp 60 km lange und 12 bis 20 km breite Oderbruch erstreckt sich zwischen den Städten Oderberg und Bad Freienwalde im Nordwesten und Lebus im Südosten. Zweitgrößter Zufluss nach der Oder – zugleich größter Nebenfluss der Oder – ist die Warthe, die gut zehn Kilometer nach deren Eintritt ins Oderbruch einmündet. Im Westen wird das Oderbruch durch die Hochflächen des Barnim und des Landes Lebus begrenzt, in deren Hanglage sich die Städte Wriezen und Seelow befinden. Die östliche Begrenzung bilden das Neumärkische Hügelland und die Wartheniederung. Unter Ausschluss der Neuenhagener Insel hat das Oderbruch zwischen Reitwein und Hohensaaten eine Gesamtfläche von 920 km². Westlich des Flusses ist es seit Mitte des 18. Jahrhunderts ein Flusspolder, während sich auf den 17 % der Fläche am Ostufer, heute in Polen gelegen, das ursprüngliche Feuchtgebiet erhalten hat. Der Boden des Oderbruchs bildet eine sehr schwach geneigte Ebene und fällt von 14 m im Südosten auf einen Meter Meeresniveau im Nordwesten ab. Der tief gelegene nur 2–6 km breite Teil westlich des Neuenhagener Sporns wird Niederes Oderbruch genannt.o3

Bild:Olaf Tausch

Überschwemmungsgebiet

Im Oderbruch ist die Oderniederung Teil des in der Weichseleiszeit entstandenen Thorn-Eberswalder Urstromtals. Bis ins 18. Jahrhundert schlängelte sich die Oder in mehreren Armen durch diese Niederung, die mehrmals im Jahr zu großen Teilen von Hochwasser überflutet wurde, wobei sich auch Verlauf und Bedeutung von Oderarmen änderten. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts floss der Hauptstrom der Oder bis Güstebiese (heuteGozdowice) am Ostrand der Niederung, von dort westwärts auf Wriezen zu, von dort anFreienwalde entlang und westlich um den Moränenrücken des Neuenhagener Sporns herum in Richtung Oderberg und dann ostwärts nach Hohensaaten, wo ihr heutiges Bett anschließt. Der dargestellte Lauf ab Güstebiese wird heute Alte Oder genannt. o4

Bild:Lienhard Schulz

Der wichtigste linke Nebenarm, heute ebenfalls „Alte Oder“, zweigte schon am Reitweiner Sporn nördlich von Lebus in Richtung Seelow ab und floss am Westrand der Niederung nordwestwärts nach Wriezen. Der untere Teil dieses Oderarms heißt heute Friedländer Strom und mündete bei Wriezen in den damaligen Hauptstrom. Ein alter rechter Seitenarm floss am Nordostrand der Niederung. Teilweise ist er im heutigen Hauptstrom aufgegangen. Das unterste (westlichste) Stück ist als Stille Oder erhalten. Wichtiger Erwerbszweig der Orte am Rand und der damals wenigen Orte im Oderbruch war die Fischerei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Oderbruch

Schwimmende Gärten – Ende des Hungers der Welt

m4In Bangladesch, Thailand, Indonesien und den Philippinen nutzt die Bevölkerung diese Methode, um trotz Überschwemmungen Essen zu produzieren und Überschüsse auf dem Markt zu verkaufen.
Schwimmende Gärten: Ernten vor Überflutungen retten
Schwimmende Gärten bieten in überschwemmten Regionen neue Formen des Gemüseanbaus. In Asien feiert die Methode bereits Erfolge, nun versucht eine lokale Entwicklungsorganisation in Mosambik den Erfolg zu reproduzieren.i2

Wieder ist es so weit: Der Regen ist in Mosambik angekommen. Von November bis März verdrängt das Plätschern des Regens die Erinnerung an die vorhergehenden Dürremonate. Die Landschaft erblüht, alles sieht saftig und grün aus und ist von einer schimmernden Wasserschicht überzogen.i1

Doch ganz so harmlos ist die Regensaison nicht. Besonders in diesem Jahr blieb sie lange aus, kam dafür aber im Januar umso heftiger. Zwischen dem 11. und 18. Januar 2015 schwollen die Gewässer der Region Zambezia zu ihrer achtfachen Größe an. 85.000 ha Land standen nahe der Küste und entlang des Stromes Zambezi unter Wasser, schätzt die UNOSAT. Das entspricht der Fläche Kulturland, die in der Schweiz über 24 Jahre verloren ging1. Das Wasser zieht sich zwar im März wieder zurück, aber Häuser und Besitztümer sind für viele verloren. Ebenso die Ernten.i3

Die Folgen der Überschwemmungen für die mehrheitlich selbstversorgenden, kleinbäuerlichen Familien sind gravierend. 2013 gingen landwirtschaftliche Erzeugnisse von 210.587 ha bereits bewirtschaftetem Ackerland und über 3.000 Tiere in den ausufernden Wassermassen unter.b

Ohne Land, kein Essen
Die Lebensgrundlage zerstört, flüchten sich viele Betroffene in Zeltlager und sind auf die Lebensmittelspenden der Hilfsorganisationen angewiesen. In Mocua, einer Stadt in Zambezia, ist die Brücke zerstört. Auf der einen Seite werden die Leute mit dem Nötigsten versorgt; Oxfam, Unicef und das World Food Programme sind anwesend. Auf der anderen Seite des Flusses ernährt sich die Bevölkerung seit einer Woche von Mangos oder Cashewnüssen, deren Bäume noch aus dem Wasser ragen, sagt Romea Brügger. Die Schweizerin lebt in Mosambik und arbeitet bei der lokalen Entwicklungsorganisation Kukumi als Projektverantwortliche. Kukumi bedeutet in der lokalen Sprache Chuabo „miteinander“ und unterstützt die Bevölkerung bei der Krisenbewältigung.b4

Die Möglichkeiten bei Überschwemmungen sind begrenzt. Außser der Landwirtschaft oder der Fischerei existieren in der Zambezi-Provinz kaum alternative Einkommensquellen. Doch dieses Jahr möchte die Organisation etwas Neues ausprobieren: die schwimmenden Gärten.

Die Initiative des Projektes stammt von der Schweizer Projektleiterin, welche die „floating gardens“ auf Reisen in Thailand antraf. „In Bangladesch, Thailand, Indonesien und den Philippinen nutzt die Bevölkerung diese Methode, um trotz Überschwemmungen Essen zu produzieren und Überschüsse auf dem Markt zu verkaufen. Wieso nicht in Mosambik?“, fragt Romea Brügger.b1

Schwimmende Gärten
Das Konzept ist relativ einfach. Wasserhyazinthe, ein aus Südamerika eingeschlepptes, wucherndes Unkraut, wird abgeschnitten und mit Stöcken zu einem Floss geflochten. Darauf wird eine zirka 25 cm dicke Schicht aus Erde und natürlichem Dünger gepackt, in welcher kurzzyklische Pflanzen gedeihen können. Das ganze wird als schwimmendes Beet am Rande des Flusses verankert. Nach einiger Zeit zersetzen sich die Flösse leicht im Wasser und müssen daher jedes Jahr von neuem gebaut werden. Die Überreste des Vorjahres können jedoch als Kompost für die nächsten Kulturen genutzt werden, wodurch die schwimmenden Gärten auch in der Trockenzeit die Produktivität steigern.

Günstig und effektiv
Die Methode hat großes Potential. In Bangladesch konnten Familien dank der schwimmenden Gärten zwischen 11 und 35% ihres Haushaltbudgets decken 2. Studien und Erfahrungsberichte aus Asien sprechen alle von einer großen „Exportierbarkeit“ der Methode in andere Ecken der Welt. Sofern Wasserhyazinthe verfügbar ist, haben die meisten Familien nur indirekte Kosten durch die Arbeitszeit für den Bau des Beetes. Allenfalls müssen Samen eingekauft werden. Der Dünger wird meist aus Mist oder zersetzter Wasserhyazinthe gewonnen.

Wenig Alternativenw
Der Erfolg ist aber noch nicht garantiert, dafür ist die Methode in anderen Regionen zu wenig erforscht. In Mosambik bieten sich im Moment nur wenige Alternativen an. Die Anpassungsmethoden der Bevölkerung sind beschränkt. Obwohl sich die Bevölkerung der erhöhten Gefahr von Überschwemmungen entlang der Gewässer bewusst ist, zieht es die meisten doch an die Ufer zurück. Denn ohne Fahrrad oder Transportmöglichkeiten kommen sie anders nicht an Wasser.

Am meisten gefährdet sind die Bewohner von flussnahen Städten. Sie sind ebenfalls Selbstversorger und laufen jeden Morgen auf die Felder – außer in der Regenzeit. Wegen der limitierten Einkommensmöglichkeiten und der klimatisch bedingten tiefen landwirtschaftlichen Produktivität, kann die Bevölkerung keine Reserven anlegen, um die Regenzeit zu überbrücken.

Auf dem Land, wo es mehr Raum gibt, versuchen die Bauern die Dürren und Fluten mit zwei Feldern zu überleben. Eines ist etwas tiefer gelegen und meist näher am Haus, das zweite liegt höher und bleibt bei Überschwemmungen über dem Wasserspiegel. Auch ernähren sie sich von Wasserhyazinthe, erklärt Brügger.w1

Zum ersten Mal in Afrika
Wenn sich Romea Brügger in der Region um die Stadt Mocua umsieht, gäbe es so viele Flächen für die schwimmenden Gärten. Doch schwimmende Gärten wurden ihres Wissens noch nicht in Afrika eingesetzt. Theoretisch seien die Voraussetzungen gegeben. „Ob es praktisch auch klappt, wollen wir nun herausfinden”, sagt Brügger.

Kukumi plant die ersten Versuchsfelder in einem kleinen Dorf bei Nicoadala in der Provinz Zambezia. Die Organisation weist zirka zehn Teilnehmer einer Kooperative in den Bau der Flösse ein und stellt ihnen die Materialien zur Verfügung. Dank der großen Diversität in Mosambik, kommen viele Pflanzen für den Anbau infrage.w2

Doch es gibt auch Einschränkungen, denn nicht alle Standorte eignen sich für schwimmende Gärten. Die schwimmenden Gärten müssen auf einem Gewässer sein, das trotz ansteigendem Pegel ruhig bleibt. Denn Strömungen und Wellen können das Floss zerstören oder wegtreiben. Die Stelle müsste also einigermaßen geschützt sein, was besonders bei starken Regenfällen schwierig ist. Auch sollte Wasserhyazinthe am Standort verfügbar sein, sonst erhöht sich der Arbeitsaufwand erheblich.

Diese Faktoren wurden bei der Auswahl des Standortes berücksichtigt, sagt Brügger. Kukumi bleibt zuversichtlich, nicht zuletzt weil auch Oxfam am Projekt Interesse gezeigt hat und es mitfinanziert. „Floating Gardens” können keine Pauschallösung für alle bieten. Doch sie bieten der Bevölkerung eine Möglichkeit, dem Wasser aus eigenen Kräften zu trotzen.
Autor: Alexandra Carter, lid

Schwimmende Gärten – Überblick

Starke Frauen braucht das Land – Merkel

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Liebe Angela Merkel, Sie sprechen mir aus dem Herzen, aus meiner Überzeugung, ja, wir schaffen das! Es war zu hören, dass Sie Kandidatin für den Friedensnobelpreis seien. Ist es zu fassen, ich würde es Ihnen gönnen. Bitte, bleiben Sie bei Ihrer Haltung, knicken Sie nicht ein gegen all die Krakeeler, die von Flüchtlingsfluten, die unser Land überschwemmen, sprechen und nicht einmal merken, dass sie sich der Sprache der Nazis bedienen.
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Oder merken sie es und bedienen sich ihrer, weil sich damit gut Lügen verbreiten lassen? Bleiben Sie stark in Ihrer Vorbildrolle, liebe Frau Merkel, auch wenn die Stimmung im Land zu kippen droht und jetzt schon 59 Prozent der Deutschen Ihre Flüchtlingspolitik für falsch halten. Ich gehöre zu hundert Prozent zu den 41 Prozent.
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Gute Güte, die Vorstellung, dass ein Verfassungsgegner wie Markus Söder einmal Ministerpräsident von Bayern werden könnte, ist in etwa so gruselig wie die, dass Donald Trump Präsident der USA wird. Zwar hat Söder die bessere Frisur, aber unter beider Frisuren befindet sich das Hirn. Mit dem könnte man denken. Wenn man kann und will. Stattdessen befeuern diese Söders der Republik die Inhumanität und den Zynismus. Schon greift dieses Gift auch andere Köpfe an, auch die halbe SPD faselt neuerdings, dass wir es nicht schaffen können.
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Und der „Bericht aus Berlin“ schürt mit und illustriert die vermeintlichen Ängste mit einer verschleierten Kanzlerin vor Minaretten am Reichstag. Perfide und subtil wie die Nachrichten im Fünfzehnminutentakt, die davon berichten, dass wir alle ach so viel Angst vor den Flüchtlingen haben.
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Vielleicht sollen wir das am Ende glauben, und glauben es wirklich. Nein, ich habe keine Angst vor Flüchtlingen, und ich habe, wie Sie, liebe Frau Merkel, keine Lust, mich für Freundlichkeit und Menschlichkeit zu entschuldigen. Das ist unser Deutschland, und auf einen Teil dieses Deutschlands kann man stolz sein. Es ist zwar unglaublich, aber ich nehme Sie, Angela Merkel, mal zum Vorbild. Sie nehmen die Flüchtlinge in unserem Land auf. Ich nehme zwei in meiner Wohnung auf. Danke, Frau Bundeskanzlerin. Tagesspiegel-Kolumnist Helmut Schümann.

Tammy Wynette

Tammy Wynette (bürgerlich Virginia Wynette Pugh, * 5. Mai 1942 in Itawamba County, Mississippi; † 6. April 1998 in Nashville, Tennessee) war eine US-amerikanische Country-Sängerin. Ihr größter Erfolg war Stand by Your Man aus dem Jahr 1968.
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Virginia Wynette Pugh wuchs nach dem frühen Tod ihres Vaters bei ihren Großeltern auf. Sie heiratete im Alter von 17 Jahren. Kurz vor der Geburt des dritten Kindes wurde sie von ihrem Mann verlassen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete sie in einem Schönheitssalon. Um ihr niedriges Gehalt aufzubessern, sang sie gelegentlich in lokalen Clubs. Verschlimmert wurden ihre finanziellen Probleme durch die schwere und lang dauernde Meningitis ihres jüngsten Kindes.
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1966 fuhr Pugh nach Nashville, in der Hoffnung auf eine Karriere als Country-Sängerin. Nach einigen vergeblichen Anläufen erhielt sie einen Plattenvertrag bei der Plattenfirma Epic. Verantwortlicher Produzent war Billy Sherrill, der auch die meisten ihrer Lieder komponierte. Zuerst wurde ihr Name in Tammy Wynette geändert. Ihre Debütsingle Apartment Number 9, geschrieben von Johnny Paycheck, erreichte einen Mittelplatz in den Country-Charts. Das nächste Lied Your Good Girl’s Gonna Go Bad schaffte es bis Position drei.
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Es folgten weitere Top-Ten-Erfolge, darunter einige Nummer-eins-Hits wie Take Me to Your World und D-I-V-O-R-C-E, bis 1968 Stand by Your Man veröffentlicht wurde.[1] Dieses kontroverse Lied, komponiert von Billy Sherril, wurde besonders von Frauenrechtlerinnen angegriffen, da der Text aussagt, eine Frau solle unter allen Umständen zu ihrem Mann halten. Das Lied erreichte die Spitzenposition der Country-Charts und notierte hoch in den Pop-Hitparaden. In Deutschland war Tammy Wynette weniger erfolgreich, Stand by Your Man blieb ihr einziger Charterfolg, der Titel erreichte Platz 36.[2] In den US-Pop-Charts erreichte der Song Platz 19.
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1968 heiratete Wynette den Country-Sänger George Jones. Schon bald wurde die von Beginn an stürmische Ehe durch Jones’ Alkoholprobleme belastet. Eine positive Folge dieser Beziehung waren die zahlreichen Duette, die die beiden auch über das Ende ihrer Ehe 1975 hinaus einspielten. Ihre größten gemeinsamen Hits waren Golden Ring und Near You aus dem Jahre 1976.
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Die Erfolgssträhne von Wynette hielt bis Anfang der 1980er Jahre an. 1991 nahm sie für das Projekt KLF den Leadgesang für die Hit-Single Justified and Ancient auf. Damit erreichte sie eine neue Generation von Anhängern. Insgesamt schaffte Wynette 20 Nummer-1-Hits und verkaufte über 30 Millionen Platten. Für ihr Album Tammy’s Greatest Hits erhielt sie 1970 eine Goldene Schallplatte, 1989 Platin.[5]

Wynettes Leben war geprägt von Beziehungsproblemen (sie war insgesamt fünfmal verheiratet) und Krankheiten, unter anderem war sie eine Zeit lang alkoholabhängig. 1979 veröffentlichte sie ihre Autobiografie.[6] Tammy Wynette starb am 6. April 1998 im Alter von 55 Jahren. Ein paar Monate später wurde sie posthum in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.

Rudolf Steiner, Mein Lebensgang. Fichtes «Wissenschaftslehre»

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Fichte

Mein erster Besuch in Wien nach Ankunft in Inzersdorf wurde dazu benützt, mir eine größere Zahl von philosophischen Büchern zu kaufen. Dasjenige, dem nun meine besondere Liebe sich zuwandte, war der erste Entwurf von Fichtes «Wissenschaftslehre». Ich hatte es mit meiner Kantlektüre so weit gebracht, daß ich mir eine, wenn auch unreife Vorstellung von dem Schritte machen konnte, den Fichte über Kant hinaus tun wollte. Aber das interessierte mich nicht allzu stark. Mir kam es damals darauf an, das lebendige Weben der menschlichen Seele in der Form eines strengen Gedankenbildes auszudrücken. Meine Bemühungen um naturwissenschaftliche Begriffe hatten mich schließlich dazu gebracht, in der Tätigkeit des menschlichen «Ich» den einzig möglichen Ausgangspunkt für eine wahre Erkenntnis zu sehen. Wenn das Ich tätig ist und diese Tätigkeit selbst anschaut, so hat man ein Geistiges in aller Unmittelbarkeit im Bewußtsein, so sagte ich mir. Ich meinte, man müsse nun nur, was man so anschaut, in klaren, überschaubaren Begriffen ausdrücken. Um dazu den Weg zu finden, hielt ich mich an Fichtes «Wissenschaftslehre». Aber ich hatte doch meine eigenen Ansichten. Und so nahm ich denn die «Wissenschaftslehre» Seite für Seite vor und schrieb sie um. Es entstand ein langes Manuskript. Vorher hatte ich mich damit geplagt, für die Naturerscheinungen Begriffe zu finden, von denen aus man einen solchen für das «Ich» finden könne. Jetzt wollte ich umgekehrt von dem Ich aus in das Werden der Natur einbrechen. Geist und Natur standen damals in ihrem vollen Gegensatz vor meiner Seele. Eine Welt der geistigen Wesen gab es für mich. Daß das «Ich», das selbst Geist ist, in einer Welt von Geistern lebt, war für mich unmittelbare Anschauung. Die Natur wollte aber in die erlebte Geisteswelt nicht herein.259

Von der «Wissenschaftslehre» ausgehend bekam ich ein besonderes Interesse für die Fichte’schen Abhandlungen «Über die Bestimmung des Gelehrten» und «Über das Wesen des Gelehrten». In diesen Schriften fand ich eine Art Ideal, dem ich selbst nachstreben wollte. Daneben las ich auch die «Reden an die deutsche Nation». Sie fesselten mich damals viel weniger als die ändern Fichte’schen Werke.260

Kant

Ich wollte aber nun doch auch zu einem besseren Verständnis Kants kommen, als ich es bisher hatte gewinnen können. In der «Kritik der reinen Vernunft» wollte sich mir aber dieses Verständnis nicht erschließen. So nahm ich es denn mit den «Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik» auf. An diesem Buche glaubte ich zu erkennen, daß ein gründliches Eingehen auf alle die Fragen, die Kant in den Denkern angeregt hatte, für mich notwendig sei. Ich arbeitete nunmehr immer bewußter daran, die unmittelbare Anschauung, die ich von der geistigen Welt hatte, in die Form von Gedanken zu gießen. Und während diese innere Arbeit mich erfüllte, suchte ich mich an den Wegen zu orientieren, welche die Denker der Kantzeit und diejenigen in der folgenden Epoche genommen hatten. Ich studierte den trockenen, nüchternen «transzendentalen Synthetismus» Traugott Krugs ebenso eifrig wie ich mich in die Erkenntnistragik einlebte, bei der Fichte angekommen war, als er seine «Bestimmung des Menschen» schrieb. Die «Geschichte der Philosophie» des Herbartianers Thilo erweiterte meinen Blick von der Kantzeit aus über die Entwickelung des philosophischen Denkens. Ich rang mich zu Schelling, zu Hegel durch. Der Gegensatz des Denkens bei Fichte und Herbart trat mit aller Intensität vor meine Seele.

Rudolf Steiner, Mein Lebensgang. Die ersten beiden Klassen – Mechanik

212Das Stadtleben konnte ich in der Seele nicht in der gleichen Art mitmachen, wie das auf dem Lande. Ich stand verträumt dem gegenüber, was zwischen und in den aneinandergepferchten Häusern vorging. Nur vor den Buchhandlungen Wiener-Neustadts blieb ich oft lange stehen.

Auch was in der Schule vorgebracht wurde und was ich selbst da zu tun hatte, ging ohne ein lebhafteres Interesse an meiner Seele zunächst vorüber. Ich hatte in den beiden ersten Klassen viele Mühe, mitzukommen. Erst im zweiten Halbjahr der zweiten ging es besser. Da war ich erst ein «guter Schüler» geworden.

Ich hatte ein mich stark beherrschendes Bedürfnis. Ich sehnte mich nach Menschen, denen ich wie Vorbildern menschlich nachleben konnte. Solche fanden sich unter den Lehrern der beiden ersten Klassen nicht.208

Mechanik

In dieses Erleben in der Schule trat nun wieder ein Ereignis, das tief in meine Seele hineinwirkte. Der Schuldirektor hatte in einem der Jahresberichte, die am Ende eines jeden Schuljahres ausgegeben wurden, einen Aufsatz erscheinen lassen: «Die Anziehungskraft betrachtet als eine Wirkung der Bewegung.» Ich konnte als elfjähriger Junge von dem Inhalte zunächst fast nichts verstehen. Denn es fing gleich mit höherer Mathematik an. 207Aber von einzelnen Sätzen erhaschte ich doch einen Sinn. Es bildete sich in mir eine Gedankenbrücke von den Lehren über das Weltgebäude, die ich von dem Pfarrer erhalten hatte, bis zu dem Inhalte dieses Aufsatzes. In diesem war auch auf ein Buch verwiesen, das der Direktor geschrieben hatte: «Die allgemeine Bewegung der Materie als Grundursache aller Naturerscheinungen.» Ich sparte so lange, bis ich mir das Buch kaufen konnte. Es wurde nun eine Art Ideal von mir, alles so schnell als möglich zu lernen, was mich zum Verständnis des Inhaltes von Aufsatz und Buch führen konnte.210

Es handelte sich um folgendes. Der Schuldirektor hielt die von dem Stoffe aus in die Ferne wirkenden «Kräfte» für eine unberechtigte «mystische» Hypothese. Er wollte die «Anziehung» sowohl der Himmelskörper, wie auch der Moleküle und Atome ohne solche «Kräfte» erklären. Er sagte, zwischen zwei Körpern befinden sich viele in Bewegung begriffene kleinere Körper. Diese stoßen, sich hin und her bewegend, auf die größeren Körper. Ebenso werden diese an den Seiten überall gestoßen an denen sie von einander abgewandt sind. Die Stöße, die auf die abgewandten Seiten ausgeübt werden, sind zahlreicher als die in dem Raum zwischen den beiden Körpern. Dadurch nähern sich diese. Die «Anziehung» ist keine besondere Kraft, sondern nur eine «Wirkung der Bewegung». Zwei Sätze fand ich ausgesprochen auf den ersten Seiten des Buches: «1. Es existiert ein Raum und in diesem eine Bewegung durch längere Zeit. 2. Raum und Zeit sind kontinuierliche homogene Größen; die Materie aber besteht aus gesonderten Teilchen (Atomen).» Aus den Bewegungen, die auf die beschriebene Art zwischen den kleinen und großen Teilen der Materie entstehen, wollte der Verfasser alle physikalischen und chemischen Naturvorgänge erklären.211

Ich hatte nichts in mir, was in irgendeiner Art dazu drängte, mich zu dieser Anschauung zu bekennen; aber ich hatte das Gefühl, es werde eine große Bedeutung für mich haben, wenn ich das auf diese Art Ausgesprochene verstehen werde. Und ich tat alles dazu, um dahin zu gelangen. Wo ich nur mathematische und physikalische Bücher auftreiben konnte, benützte ich die Gelegenheit. Es ging recht langsam. Ich setzte mit dem Lesen von Aufsatz und Buch immer wieder an; es ging jedesmal etwas besser.209

 

Alejandro González Iñárritu – Babel/Film – Brad Pitt Cate Blanchett

66Babel ist ein Episodenfilm-Drama aus dem Jahr 2006 des Regisseurs Alejandro González Iñárritu, der zusammen mit dem Drehbuchschreiber Guillermo Arriaga die Idee zum Film hatte. Mit Amores Perros aus dem Jahr 2000 und21 Gramm von 2003 bildet der Film den Abschluss einer Trilogie zum Thema Gewalt, Tod und menschliche Abgründe.67

Handlung

Die beiden minderjährigen marokkanischen Brüder Ahmed und Yussef werden von ihrem Vater beauftragt, die Ziegenherde der Familie zu hüten. In der Wüste experimentieren die beiden aber viel lieber mit dem mitgegebenenWinchester-M70-Jagdgewehr, das die Herde vor Angriffen von Schakalen schützen soll. Der Vater hat die Waffe seinem Nachbarn Hassan abgekauft, der sie einst von einem japanischen Jäger geschenkt bekommen hatte.68 Ahmed und Yussef wollen die Reichweite der Büchse austesten, mit der man sein Ziel angeblich aus drei Kilometer Entfernung treffen kann. Der jüngere Yussef zielt gedankenlos auf einen herannahenden Bus, der weiter unten im Tal mit westlichen Touristen unterwegs ist. Unter den Businsassen befindet sich das US-amerikanische Ehepaar Richard und Susan, dem die Reise nach Nordafrika über den Verlust ihres jüngsten Kindes hinweghelfen sollte. Susan, die eine Trennung von ihrem Ehemann erwägt, weil dieser sie nach dem Tod des Kindes verlassen hatte, wird durch das Busfenster hindurch von Yussefs Gewehrkugel getroffen und lebensgefährlich verletzt. 69Vier Stunden vom nächsten Krankenhaus entfernt, steuert der Bus ein Dorf an, in dem sich der verzweifelte Richard per Telefon an die US-amerikanische Botschaft wendet und um Hilfe fleht. Da die Diplomaten jedoch von einem terroristischenAnschlag ausgehen, verzögert sich aus politischen Gründen das Eintreffen des einzigen Krankenwagens der Region.70 So muss Richard seine Frau mit Hilfe einer alten Marokkanerin und eines Tierarztes vor dem Verbluten retten. Erst nach Stunden werden Richard und Susan mit dem Rettungshubschrauber in ein Stadtkrankenhaus inCasablanca geflogen, wo Susan die rettende medizinische Versorgung erhält.7671

Derweil hat die im tausende Kilometer entfernten San Diego befindliche mexikanische Haushälterin Amelia durch einen Telefonanruf ihrer langjährigen Arbeitgeber, Richard und Susan, von den schicksalhaften Ereignissen in Marokko erfahren. Obwohl Richard sie am Telefon bittet, weiterhin bei den daheim gebliebenen zwei Kindern des Ehepaares zu bleiben, sucht die Mexikanerin nach einem Babysitter, um an den bevorstehenden Hochzeitsfeierlichkeiten ihres Sohnes im nahegelegenen Mexiko teilnehmen zu können.74Als sie niemanden findet, der die ihr anvertrauten Zöglinge abnehmen kann, beschließt Amelia, die Kinder mit über die Grenze in ihr Heimatland zu nehmen. Bei der Wiedereinreise in die USA legt sich Amelias hitzköpfiger Neffe Santiago jedoch mit den ihn provozierenden US-amerikanischen Grenzbeamten an, denen es seltsam vorkommt, dass zwei amerikanische Kinder mit zwei Mexikanern in einem Fahrzeug unterwegs sind.73 Nachdem Amelia keine Vollmachtserklärung der Eltern vorweisen kann und der angetrunkene Santiago auch noch einen Alkoholtest machen soll, durchbricht er mit seinem Wagen den Grenzübergang in Richtung USA. Beim Versuch, die Grenzpolizei abzuhängen, verlässt er die Straße und lässt Amelia und die beiden Kinder allein in der kalifornischen Wüste zurück, um sie später wieder mitzunehmen. Am nächsten Tag lässt Amelia die Kinder zurück, um Hilfe zu holen und wird halb verdurstet und in Tränen von der Polizei aufgegriffen und verhaftet. Es stellt sich heraus, dass sie illegal in den USA arbeitet. Nach ihrer Festnahme wird ihre Abschiebung eingeleitet. Während des Verhörs durch den Grenzbeamten erfährt Amelia, dass die Kinder in der Wüste gefunden wurden und am Leben sind.75

Parallel zu den beiden Ereignissen versucht in Tokio die junge Chieko den Selbstmord ihrer Mutter zu verarbeiten. Die Tochter des Geschäftsmannes und früheren Jägers Yasujiro, der vor Jahren bei einer Safari in Marokko sein Winchester-Gewehr zum Dank seinem einheimischen Jagdführer Hassan schenkte, ist nett, hübsch und gehörlos. Chieko scheint ihrem Vater eine Teilschuld am Tod ihrer Mutter zu geben und schottet sich förmlich von ihm ab. Zwar ist Yasujiro als alleinerziehenderVater bemüht, aber hoffnungslos überfordert, die Heranwachsende im Zaum zu halten. Die angeborene Kommunikationsbarriere erschwert es Chieko besonders, Kontakte zum anderen Geschlecht zu knüpfen, obwohl sie wie verrückt flirtet. Die häufige Ablehnung gibt ihr das Gefühl, allein in ihrer eigenen Welt gefangen zu sein. Spaß sucht das Mädchen in Drogen, Alkohol und Partys in der mit Lärm, Musik und Stimmen erfüllten asiatischen Millionenmetropole. Zwar kann Chieko die ohrenbetäubende Musik in der Diskothek nicht hören, spürt aber die Beats und taucht für einen kurzen Moment glücklich in der Menschenmenge unter, bis sie mit ansieht, wie ihre Freundin den von ihr umworbenen Jungen küsst. Wieder zu Hause, sucht sie weinend Nähe und Intimität bei einem Polizisten, den sie zuvor bei der Suche nach Informationen über das verhängnisvolle Gewehr ihres Vaters kennengelernt hatte.[3] In der Schlussszene steht Chieko nackt auf dem Balkon und blickt in das Lichtermeer von Tokio. Ihr heimkehrender Vater tritt hinzu und sie umarmen sich, frei von Vorwürfen und Schuldzuweisungen.

Hausboot

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Ein Hausboot ist ein Motorboot, das als kombiniertes Wohn- und Transportmittel für den Urlaub auf Binnengewässern genutzt wird. Es bietet die Möglichkeit – ähnlich wie beim Camping mit einem Wohnmobil an Land –, von Ort zu Ort die Sehenswürdigkeiten eines Urlaubsgebietes zu erkunden. Ein Hausboot ist eine Yacht bzw. Cruiser, die mit einem Motorhome oder einem Caravan mit entsprechenden Bequemlichkeiten verglichen werden kann. Es sind große Tanks für Treibstoff, Frischwasser und Fäkalien eingebaut, die dem Boot einen größeren Bewegungsradius erlauben. Das Gewicht spielt eine untergeordnete Rolle. Auf amerikanischen Booten gibt es meist auch eine Veranda mit Grill und eine Dachterrasse. Der Betrieb erfolgt mit ökonomischen Dieselmaschinen um die 60 KW, da die große Masse auf dem Wasser leicht bewegt wird und sofern kein Strömungsgewässer starke Motorisierung verlangt. Selbst bei Seegang ist eine starke Motorisierung nicht erforderlich, da sich das Boot der Wellenbewegung anpassen muss. Man bewegt sich etwa mit der Reisegeschwindigkeit eines Radfahrers. Ein Führerschein ist auf den meisten Hausbootrevieren nicht mehr erforderlich, wobei eine gute theoretische Vorbereitung mit maritimer Literatur empfohlen wird.8

Ein Hausboot kann aber auch zum dauerhaften Wohnen ausgestattet und genutzt werden, wobei man dann zwischen dem Hausboot selbst und einem Schwimmhaus,Wohnboot oder Wohnschiff unterscheidet.9

CE-Konformitätsbewertung (CE-Zertifikat)

Wenn ein Wasserfahrzeug nach der Richtlinie bewertet wurde, erkennt man dies an der Herstellerplakette mit dem CE-Zeichen und weiteren Angaben zur max. Personenzahl, vom Hersteller empfohlenen Zuladung und dem Fahrtgebiet. Mit der sogenannten Konformitätserklärung wird durch den Hersteller bestätigt, das eindeutig identifizierbare Wasserfahrzeug nach den Vorgaben der Richtlinie gebaut zu haben. Unverwechselbar wird das Fahrzeug durch die Fahrzeugidentifikationsnummer, welche aus zwölf Stellen und zwei Ziffern für das Herstellerland bestehen und immer am Heck an Steuerbord zu finden ist. Das Handbuch für den Schiffsführer ist ein weiteres Dokument, das bei keinem Wassersportfahrzeug fehlen darf und alle wichtigen Informationen über diese enthält, ebenso aber auch Hinweise zum sicheren Umgang und zur Gefahrenabwehr. Die Seetauglichkeitseinstufung wird nach anderen Gesichtspunktern dargestellt. Sofern größere Seen zu überqueren sind, ist ein Hausboot mit „C“ CE-Seetauglichkeit erforderlich, Penichettes ®, also reine Flussboote eignen sich dafür nicht.11

Ausstattung

Miet-Hausboote für die Charter gibt es mit einem Platzangebot von zwei bis etwa zwölf Personen. Es gibt sie in Form einfacher/klassischer Boote, Boote mit Schiebedach, Boote mit Oberdeck und zweitem Steuerstand (Flybridge genannt) bis hin zu luxuriösen Motoryachten. Sie haben eine Länge zwischen 7 und 15 Metern und eine Breite von zwei bis vier Metern. Die Boote sind gewissermaßen schwimmende Wohnwagen. Sie verfügen meist über eine Heizung, Warm- und Kaltwasser, Dusche, Marine-WC oder WC mit Fäkalientank und eine voll ausgestattete Küche mit Kühlschrank und Herd. Das Angebot reicht mittlerweile zum Befahren aller populären Binnenwasserstraßen in Europa und den britischen Inseln und USA. Sehr gute Hausboote haben eine Warmwasserheizung mit Radiatoren wie zu Hause und auch Fußbodenheizungen sind keine Seltenheit. Nicht zu vergessen ist das hydraulische Bugstrahlruder das im Gegensatz zum elektrischen unbeschränkt verfügbar ist.11

Betrieb

Bei einem Charter-Urlaub auf einem Hausboot ist regelmäßig Nutzwasser zu ergänzen, wofür es in vielen Orten Zapfstellen gibt, die auch in den Navigationskarten verzeichnet sind. Es ist möglichst immer nur Trinkwasser zu tanken. Trotzdem sollte man das Wasser aus dem Tank, also der Bordwasserleitung vor dem persönlichen Genuss abkochen. Treibstoff (Diesel, Benzin, manchmal auch Flüssiggas) und der Gasvorrat für die Kochstelle reichen normalerweise für eine zwei- bis dreiwöchige Reise. Als kuriose Sonderform neben den üblicherweise motorgetriebenen Booten gibt es auch Hausboote mit Pedalantrieb.[1] Die Abwässer von modernen Hausbooten werden in entsprechenden Abwasser- bzw. Fäkalientanks gesammelt und in entsprechend ausgestatteten Bootshäfen in die örtliche Kanalisation entsorgt. Gute Hausboote sind auch sehr umweltfreundlich und sammeln Grau- und Schwarzwasser im Fäkalientank, es gelangt also nicht mal mehr das Spülwasser der Pantry in den See oder Fluss.12

Hausboote können auch von Personen gemietet werden, die nicht über seemännische Erfahrung verfügen. Diese Art von Tourismus bezeichnet man alsHausbooturlaub. In diesem Fall gelten bestimmte Einschränkungen und Sonderbestimmungen, die beispielsweise in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt gelten:13

  • Der Bootsführer muss mindestens 18 Jahre alt sein und die körperliche und geistige Eignung haben.
  • Bei der Bootsübernahme muss eine umfassende Einschulung mit abschließender Probefahrt erfolgen.
  • Das Boot darf ein bestimmtes Revier nicht verlassen.
  • Während der Nacht darf das Boot nicht gefahren werden und muss vor Anker liegen.
  • Eine Bescheinigung des Vermieters (Charterbescheinigung) ersetzt für die Mietdauer den Sportbootführerschein Binnen.

Navigation14

Zur Navigation sind spezielle See- bzw. Wasserkarten erforderlich. Auf dem Wasser gibt es keine Wegweiser, aber Seezeichen und Tafeln nach dem IALA System A. Diese Regeln sind genau einzuhalten. Wobei das Lateralsystem das Wichtigste ist. Es gilt das Rechtsfahrgebot, überholt wird, nur links. Wer von rechts kommt hat Vorfahrt. Das Lesen einer Karte sollte man also beherrschen, ebenso den Gebrauch des Kompass.

Spezielle Hausboot-Typen

  • Pénichette, Hausboottyp im Stil von alten Frachtkähnen (Pénichen), die zahlreich auf den französischen Binnengewässern unterwegs sind.
  • Narrowboat, etwa zwei Meter schmaler Hausboottyp, der auf den englischen Binnenlandkanälen (Midlands) verwendet wird.
  • Villaboat, ein neuartiges Konzept zum mobilen Wohnen auf dem Wasser

 

Orakel in Europa: Sibylle von Cumae

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Die Sibylle von Cumae ist eine der zehn von Varro genannten Sibyllen. Sie war eine aus Babylon stammende Priesterin, die im 6. Jahrhundert v. Chr. dem Orakel von Cumae in der Nähe von Neapel vorsaß.

Um das Jahr 520 v. Chr. wird folgendes berichtet:11

Die Priesterin besaß neun Bücher mit Prophezeiungen, die sog. Sibyllinischen Bücher, die sie dem römischen KönigTarquinius Superbus zum Kauf anbot. Als der König dies wegen des geforderten horrenden Preises ablehnte, verbrannte sie drei der Bücher und bot den Rest zum gleichen Preis erneut an. Tarquinius lehnte abermals ab, sie verbrannte drei weitere Bücher und wiederholte ihr Angebot. Jetzt lenkte Tarquinius ein, erwarb die letzten drei Bücher zum vollen Preis und brachte sie anschließend in einem Gewölbe des Jupitertempels auf dem Kapitol unter. Die Geschichte wird erwähnt in Varrosverlorenen Büchern, aus denen Lactantius in den Institutiones Divinae (I: 6) und Origenes zitieren.13

In der antiken Mythologie existiert eine Reihe von Sibyllen, aber die Bedeutung, die die Sibylle von Cumae in römischen Legenden spielt, machten sie zur bekanntesten, so dass im Allgemeinen die Sibylle von Cumae gemeint ist, wenn von der Sibylle gesprochen wird.14

Unter anderem wird die Sibylle von Cumae erwähnt in den Werken Vergils (Eklogen und Aeneis) und Petrons (Satyricon), beiMaurus Servius Honoratius als Deiphobe; in nachantiker Literatur erscheint sie beispielsweise in Christine de Pizans Livre du Chemin de long estude.

In der Kunst erscheint die Sibylle von Cumae auf dem Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo, in der Capella Nuova im Dom von Orvieto, auf dem Genter Altar und in einem Mosaik des Doms von Siena mit dem Hinweis, Piso habe sie in seinen Annalen erwähnt. Der beigefügte lateinische Text lautet:15

„Et mortis fatum finiet, trium dierum somno suscepto, tunc a mortuis regressus in lucem veniet primum resurrectionis initium ostendens“

„Des Todes Schicksal wird er beenden, einen Schlaf von drei Tagen nimmt er auf sich, dann wird er von den Toten zurückkehren und an das Licht kommen und so den Beginn der Auferstehung anzeigen.“

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