Kategorie: Portugal (Seite 1 von 2)

Portugal – Die Lusiaden

lDie Lusiaden (Os Lusíadas) sind ein klassisches Werk der portugiesischen Literatur, einEpos des Dichters Luís de Camões, das 1572 erstmals gedruckt wurde. Das Werk schildert, vom humanistischen Geist der Renaissance getragen, in Versform (angelehnt an HomersOdyssee) die idealisierte Geschichte Portugals von ihren Anfängen bis zur Zeit von Camões, vor allem die portugiesischen Entdeckungen und Eroberungen in Asien. Es enthält zahlreiche Verweise auf die Mythologie und das klassische Altertum. Es gilt wegen seiner Qualität, aber auch wegen seines großen Patriotismus als größtes Zeugnis der portugiesischen Literatur. Es ist König Sebastian von Portugal gewidmet.l1

Die Lusiaden sind die Bewohner Lusitaniens, der römische Name für Portugal, der auf Lusus, einen Gefährten des Bacchus zurückgehen soll. Das Werk besteht aus 10 Gesängen, von denen jeder eine unterschiedliche Zahl von Strophen enthält. Die 1.102 Strophen enthalten insgesamt 8.816 Verse. In deutscher Sprache erschienen Luís de Camões‘ Os Lusíadasunter dem Titel „Die Lusiaden“ erst im Jahre 1806.l2

Der Autor Alexei Schipenko inszenierte im Juni 2008 am Teatro de Circo in Braga, Portugalmit dem Ensemble der Companhia de Teatro de Braga eine bearbeitete Fassung der Lusiaden.l3

 

Portugal – Literatur – Antonio Lobo Antunes: Der Judaskuss

jDer Judaskuß ist ein Roman von António Lobo Antunes, der Originaltitel der portugiesischen Ausgabe lautet Os Cus de Judas (= wörtlich Der Arsch des Judas, im übertragenen Sinn Der Arsch der Welt).j1

Ein betrunkener Kriegsveteran redet sich in einem Monolog in einer Bar in Lissabon die Schrecken des Angolakrieges von der Seele. Das Buch ist das erste einer Reihe von Romanen des portugiesischen Autors, in denen er sich mit den Verbrechen und Schrecken von Portugals letztem Kolonialkrieg auseinandersetzt.j3

Der Roman ist zeitgleich mit dem Debütroman Elefantengedächtnis entstanden und wurde im gleichen Jahr veröffentlicht. Das Buch war ein außerordentlicher Publikumserfolg, wie sein Veteranenroman Fado Alexandrino von 1983, und musste in mehreren Ausgaben nachgedruckt werden. Wie auch in seinem Roman Guten Abend ihr Dinge hier unten sind Schrecken und die Sinnlosigkeit des Krieges in Angola Grundthemen des Romans.j4

Die Rahmenhandlung spielt im Lissabon nach dem Krieg in Angola. Ein Veteran berichtet einer Frau einen Nachmittag, den Abend über und die Nacht hindurch aus der Zeit. Er gleitet in assoziativen vielschichtigen Bildern und Exkursen in die Kindheit zurück. Diese mischen sich mit der Reise an die Front bei Nova Lissaboa. Die verträumten Wahrnehmungen des Ich Erzählers vom Zoo und von einem Rollschuhfahrer werden auch durchbrochen durch die Feststellung einer alten Patriarchin „Zum Glück wird das Militär einen Mann aus ihm machen“.j5 In der Erinnerung des Ich-Erzählers schwebt der Geist des faschistischen Salazar über dessen Familie, um sie vor dem Kommunismus zu retten. Die vormilitärische Ausbildung wird zu einem Pfadfinderlager, in dem die Rekruten in Uniformen gesteckt werden, die aussehen wie Faschingskostüme.j6 Während der Überfahrt nach Südwesten Afrikas macht sich der Ich Erzähler Gedanken für wen die mitgeführten Särge im Schiffsbauch sind. In Luanda angekommen verliert der Monologführer sehr schnell seine Kindlichkeit durch den Besuch in Bordellen und durch seine Gedanken über die Welt und die Festung in dieser Provinz. Nach und nach steigt der Alkoholpegel in der Rahmenhandlung und die Gedanken werden fahriger die berichteten Bilder über die Front, gemischt mit den Verführungsversuchen an der namenlosen Frau.j7

Eingebunden in schreckliche Bilder von sterbenden Soldaten ist auch die Gemütslage und die Versuche nach dem Krieg das Trauma zu bewältigen. Am Ende, es ist bereits Tag geworden, erinnert er sich im Schlusskapitel an die alte Patriarchin, die feststellte: „Du bist dünner geworden. Ich habe immer gehofft, dass das Militär aus dir einen Mann macht, aber mit dir ist es hoffnungslos.j8

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Judasku%C3%9F

Portugal – Literatur

1Portugiesische Literatur bezeichnet im weitesten Sinne Literatur, die auf Portugiesisch verfasst wurde. Dazu gehört im Wesentlichen die Literatur Portugals, aber auch die Brasiliens, Angolas und Mosambiks, sowie der anderenportugiesischsprachigen Länder. Die Literatur, hier jedoch vor allem die Lyrik, ist die bedeutendste Kunstgattung Portugals und die einzige, die wirkliche Weltgeltung erlangte. Dieser Artikel behandelt die Literatur Portugals. Für brasilianische Autoren siehe unter Brasilianische Literatur.2

Mittelalter

Trovadores – Cancioneiro da Ajuda (13. Jh.)

Die mittelalterliche portugiesische Literatur stand unter dem Einfluss der altprovenzalischenLiteratur, die die zu diesem Zeitpunkt am höchsten entwickelte Literaturtradition besaß. Im 13. Jahrhundert entstanden im Nordwesten der Iberischen Halbinsel literarische Werke aufGalizisch-Portugiesisch, der gemeinsamen Vorläuferin des modernen Portugiesischen undGalizischen.

Poesie3

Nach dem Vorbild der südfranzösischen Trobadordichtung entstanden Gedichte, die in folgende Hauptgattungen eingeteilt werden können:

  • cantigas de amor: das lyrische Ich ist ein Mann, der eine unerreichbare Frau liebt und in den Gedichten den Schmerz darüber äußert
  • cantigas de amigo: das lyrische Ich ist eine Frau, die ihren Schmerz über die Abwesenheit ihres Geliebten und ihre Sehnsucht nach ihm besingt
  • cantigas de escárnio verspotten auf satirische Weise eine Person, ohne diese direkt zu nennen
  • cantigas de maldizer wie cantigas de escárnio, nur viel direkter, zum Teil mit Schimpfworten
  • cantigas de Santa Maria sind Lobgedichte auf Maria, in denen ihre Wundertaten gepriesen werden. Der berühmteste Verfasser solcher Gedichte war der König von Kastilien und León Alfons der Weise (1221–1284).4

Cantigas de Amor desMartim Codax

Die Gedichte wurden ab dem Ende des 13. Jh. abgeschrieben und in sogenanntenCancioneiros gesammelt. Drei dieser Gedichtsammlungen sind bis heute erhalten:Cancioneiro da Biblioteca Vaticana (15. Jh., 1205 cantigas, heute im Vatikan), Cancioneiro Colloci-Brancutti (15. Jh., 1664 cantigas, in der portugiesischen Nationalbibliothek inLissabon) und der Cancioneiro da Ajuda (13. Jh., 310 cantigas de amor, in der Biblioteca da Ajuda in Lissabon).

Daneben gilt auch König Dionysius von Portugal (1279–1325) als ein bedeutender Dichter der Epoche, von ihm sind noch viele Gedichte erhalten.

Poesie5

Nach dem Vorbild der südfranzösischen Trobadordichtung entstanden Gedichte, die in folgende Hauptgattungen eingeteilt werden können:

  • cantigas de amor: das lyrische Ich ist ein Mann, der eine unerreichbare Frau liebt und in den Gedichten den Schmerz darüber äußert
  • cantigas de amigo: das lyrische Ich ist eine Frau, die ihren Schmerz über die Abwesenheit ihres Geliebten und ihre Sehnsucht nach ihm besingt
  • cantigas de escárnio verspotten auf satirische Weise eine Person, ohne diese direkt zu nennen
  • cantigas de maldizer wie cantigas de escárnio, nur viel direkter, zum Teil mit Schimpfworten
  • cantigas de Santa Maria sind Lobgedichte auf Maria, in denen ihre Wundertaten gepriesen werden. Der berühmteste Verfasser solcher Gedichte war der König von Kastilien und León Alfons der Weise (1221–1284).

Cantigas de Amor desMartim Codax

Die Gedichte wurden ab dem Ende des 13. Jh. abgeschrieben und in sogenanntenCancioneiros gesammelt. Drei dieser Gedichtsammlungen sind bis heute erhalten:Cancioneiro da Biblioteca Vaticana (15. Jh., 1205 cantigas, heute im Vatikan), Cancioneiro Colloci-Brancutti (15. Jh., 1664 cantigas, in der portugiesischen Nationalbibliothek inLissabon) und der Cancioneiro da Ajuda (13. Jh., 310 cantigas de amor, in der Biblioteca da Ajuda in Lissabon).

Daneben gilt auch König Dionysius von Portugal (1279–1325) als ein bedeutender Dichter der Epoche, von ihm sind noch viele Gedichte erhalten.

Epik

Die mittelalterliche portugiesische Literatur hatte Anteil an Stoffen, die in ganz Europa verbreitet waren. Dazu gehörte vor allem die Legende des Heiligen Grals als Teil der Artussage. O livro de José de Arimateia (13. Jh.) erzählt die Geschichte vonJoseph von Arimathäa, der nach der Grablegung Christi den Gral von Palästina nach England bringt, wo er auf unbestimmte Zeit bleiben soll. In der Demanda do Santo Graal (ebenfalls 13. Jh.) machen sich die Ritter der Tafelrunde auf, um den Gral zu finden.

Religiöses Schrifttum5

Das wichtigste erhaltene Dokument religiös-ethischer Prägung ist O Horto do Esposo (Der Garten des Bräutigams). Es handelt sich hierbei um eine Sammlung erbaulicher Erzählungen, in denen Christus als Bräutigam im Paradies dargestellt wird, mit dem sich die Seele des Gläubigen vermählt. Die Sammlung enthält Fabeln, Legenden und Berichte von Wundern zur Bekehrung der Ungläubigen. Die Geschichten vermitteln in erzählerischer Form Lehren für das eigene Handeln. Daneben sind einige Heiligenviten, sowie Wunder- und Märtyrergeschichten erhalten.

Geschichtsschreibung

Im 15. Jahrhundert entwickelte sich die portugiesische Historiographie. Vor allem der Historiker Fernão Lopes (~1380–1460) integrierte die bereits vorhandenen Crónica Geral de Espanha (1344) und sogenannte Livros de Linhagem (zw. 1270–1345, episch-mythische Geschichten über historische Personen) in seine Crónica Geral do Reino de Portugal (Allgemeine Chronik des Königtums Portugal), die er um die Regierungszeit Dom Pedros I., Dom Fernandos I. und Dom Joãos I. erweiterte.

Adlige Literatur6

Im Umkreis des Königshofen entstanden Werke, die der Weitergabe von praktischen Informationen dienten: Das Livro de Falcoaria (Buch der Falknerei) und das Livro da Montaria (Buch der Treibjagd) thematisieren die Jagd, die Ensinança de Bem Cavalgar Toda Sela (Unterweisung, jeden Sattel wohl zu reiten) die Reitkunst. Der Leal Conselheiro (Loyaler Ratgeber) ist eine Art Handbuch für Adlige. O Livro da Virtuosa Benfeitoria (Buch der tugendhaften Wohltat) ist eine politische Theorie über die Frage, welche Aufgaben der König hat. Alle diese Werke entstanden in der Regierungszeit Dom Joãos I. (1383–1433) undDom Duartes (1433–1438), die möglicherweise Auftraggeber der Werke waren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Portugiesische_Literatur

 

 

Portugal – Nelkenrevolution









nDie Nelkenrevolution (portugiesisch Revolução dos Cravos?/i oder einfach 25 de Abril) war der linksgerichtete Aufstand großer Teile der Armee in Portugal am 25. April 1974 gegen die autoritäre Diktatur des sogenannten Estado Novo, der den Weg zur demokratischenDritten Republik ebnete. n2Die Revolution verdankt ihren Namen den roten Nelken, die den aufständischen Soldaten im Rahmen des allgemeinen Volksfestes und der Freude angesichts der Ereignisse in die Gewehrläufe gesteckt wurden. Es gab vier Tote, als verbleibende regimetreue Truppen vor dem Sitz der portugiesischen Geheimpolizei auf unbewaffnete Demonstranten feuerten. Ansonsten verlief der Umsturz völlig unblutig.n1

Das Signal: Grândola, Vila Morena

Am 24. April 1974 um 22:55 Uhr spielte der portugiesische Rundfunk das Liebeslied E Depois do Adeus („Und nach dem Abschied“) von Paulo de Carvalho. Das Lied, der portugiesische Beitrag zum Eurovision Song Contest 1974, war das erste verabredete Geheimsignal an die aufständischen Truppen zum Beginn des Staatsstreichs.n6

Als Revolutionslied berühmt wurde aber ein anderes Lied: Grândola, Vila Morena (Grândola, braun gebrannte Stadt), welches wegen der Textzeile „O povo é quem mais ordena“ (deutsch etwa: „Das Volk regiert/​befiehlt“) verboten worden war. Gegen 0:20 Uhr am 25. April las der Sprecher des katholischen Rundfunks Rádio Renascença, der von der Besetzung ausgespart worden war, die erste Strophe des von der Diktatur verbotenen Liedes, danach erklang das Lied selbst, gesungen von dem antifaschistischen Protestsänger Zeca Afonso. Das Abspielen des verbotenen Liedes war das verabredete zweite Geheimzeichen zum definitiven Beginn der Bewegungen des MFA.n11

Für alle militärischen Einheiten, die sich zur „Bewegung der Streitkräfte“ bekannten, waren die Verse das vereinbarte Zeichen zum bewaffneten Aufstand. Knapp 18 Stunden später hatte die „Bewegung der Streitkräfte“ Westeuropas älteste Diktatur gestürzt. Die Bewegung bestand vornehmlich aus jungen Offizieren der unteren Ränge, darunter Hauptmann Salgueiro Maia. Seit Beginn der Kolonialkriege in den afrikanischen Provinzen (1961) waren auch einfache Soldaten aus dem Volk zu Offizieren ausgebildet worden. Diese Männer waren es, die mit den Militärfahrzeugen nach Lissabon ausrückten, um Ministerien, Rundfunk- und Fernsehsender sowie den Flughafen zu besetzen. Die geheime Aktion war über das ganze Land verteilt. Die Mehrheit der angerückten Regierungstruppen lief zu den Aufständischen über.

Gewehre und Nelken

Demonstration in Porto 1983 zum Gedenktag des 25 de Abril

Der Kavallerieschule Santarém kam die wichtigste Rolle zu, nämlich die Besetzung desTerreiro do Paço in Lissabon, die von Hauptmann Salgueiro Maia angeführt wurde. Nachdem er seinen diensthabenden Kommandanten festgesetzt hatte, fuhr er dann ab 03:30 Uhr über die Autobahn mit einer Kolonne Truppen, bestehend aus 10 Panzern, 12 Truppentransportwagen, 2 Krankenwagen, einem Jeep und einem Zivilfahrzeug nach Lissabon. Dies gelang bis 05:55 Uhr des Morgens. Gegen 12 Uhr ließ Salgueiro Maia einen Teil seiner Kräfte zur Kaserne der bewaffneten Polizeistreitkräfte, der Guarda Nacional Republicana (GNR), am Largo do Carmo verlegen, wohin sich der Regierungschef Marcelo Caetano geflüchtet hatte.n9

Die Belagerung dauerte bis zum Abend, bis der Diktator sich bereit erklärte und, damit die „Macht nicht an die Straße fällt“, diese an General Spínola zu übergeben, den ehemaligen Gouverneur der Provinz Guinea-Bissau, der nicht Teil des MFA war. Dies war nicht der Wunschkandidat der Aufständischen und die zornige Bevölkerung forderte die vollständige Erhebung. Der unblutigen Übergabe wegen akzeptierten die MFA-Führer um Otelo Saraiva de Carvalho dieses Angebot aber. Marcelo Caetano verließ den Carmo und ließ sich mit einem Truppentransportwagen zum Militärflugplatz Lissabon bringen. Von dort flog er zunächst nach Madeira, später ins Exil in Brasilien.

Schon den ganzen Tag zuvor säumten Tausende von Lissabonern den Weg der Kolonnen, jubelten den Befreiern zu, liefen neben den Armeefahrzeugen her, sprangen auf. Die ersten roten Nelken, die der Revolution den Namen geben sollten, tauchten auf, leuchteten an den Uniformen der Soldaten und aus ihren Gewehrläufen. Die rote Nelke war ein internationales Symbol der sozialistischen Arbeiterbewegung, deren Ideen die portugiesische Revolution maßgeblich prägten.

Bei der Erstürmung der Stützpunkte der Geheimpolizei PIDE/​DGS durch die Bevölkerung fielen um 20:30 Uhr Schüsse auf die Heranstürmenden. Hierbei starben vier Menschen. Aufständische verharrten dennoch mit „Morte à PIDE“- und „Assassinos“-(Mörder)-Rufen vor dem Gebäude. Am nächsten Morgen ergaben sich die Polizisten. Das Archiv, die Folterwerkzeuge und das moderne Arsenal fielen in die Hände der Aufständischen.n10

Neben der Tafel mit dem Straßennamen „Rua António Maria Cardoso“ brachten die Aufständischen ein zweites Schild an: „Avenida dos Mortos pela PIDE“ (Straße der Opfer der PIDE), was sich sowohl auf die Opfer vom Vorabend bezog als auch auf die zahlreichen Ermordeten um den oppositionellen General Humberto Delgado (er wurde 1965 bei Olivença von der PIDE ermordet).

Die Aufständischen spürten viele PIDE-Agenten und Informanten in den öffentlichen Einrichtungen, Universitäten und Schulen auf. Der letzte Chef der Geheimpolizei, Major Silva Pais, wurde in seiner Wohnung verhaftet.

In der Nacht zum 27. April wurden die politischen Gefangenen aus dem PIDE-Kerker in Caxias befreit. Ihre Verwandten und Freunde empfingen sie auf der Straße. Jahrelang waren die Gefangenen dort ohne Gerichtsverfahren Folter, Isolationshaft und Demütigung ausgesetzt.n12

Bekannt geworden ist das Foto der revolutionsfreundlichen Abendzeitung „República“ von Hermínio da Palma Inácio, wie er nach der Befreiung in einer Gebärde der Freude und des Triumphs beide Arme emporreckt. Der Gründer der Widerstandsgruppe LUAR (Liga für revolutionäre Einheit und Aktion) war einer der populärsten und vom Regime gefürchtetsten Widerstandskämpfer. Er entführte beispielsweise 1961 ein Flugzeug, um Flugblätter abzuwerfen.

Noch vor dem 1. Mai kehrten viele Verbannte und politisch Verfolgte aus dem Exil zurück. Mário Soares (Sozialistische Partei), der sich am Tag der Revolution bei Willy Brandt in Deutschland aufhielt, kehrte aus Paris ebenso zurück wie Álvaro Cunhalvon der Kommunistischen Partei (PCP). Dieser hatte 13 Jahre in PIDE-Kerkern verbracht, bis ihm 1960 die Flucht aus Penichegelang. Seitdem hatte er in Moskau und Prag gelebt.

Aus dem brasilianischen Exil, in dem er seit 1958 lebte, kam der bekannte Mathematiker und republikanische Präsidentschaftskandidat von 1951, Rui Luís Gomes. Aus Algerien kamen zwei bekannte und tatkräftige Widerstandskämpfer,Fernando Piteira Santos und der Dichter Manuel Alegre, die die Patriotische Front für Nationale Befreiung (FPLN) mitbegründet und über den Freiheitssender Voz da Liberdade (Stimme der Freiheit) die Antifaschisten in der Heimat ermutigt hatten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nelkenrevolution

Portugal – Alentejo





1Alentejo is a geographical, historical and cultural region of south-central and southern Portugal. Literally, in Portuguese means „beyond“ (além) Tagus river (Tejo).2

Alentejo includes the regions of Alto Alentejo and Baixo Alentejo. It corresponds to the districts of Beja, Évora,Portalegre and the municipalities of Alcácer do Sal,Grândola, Santiago do Cacém and Sines, in the district of Setúbal. According to the interpretations, the municipality of Ponte de Sor (in the district of Portalegre) may be included either in Alentejo or, alternatively, in Ribatejo.6

It has borders with Beira Baixa in the North, with Spain(Andalucia and Extremadura in the east, with Algarve in the South and with the Atlantic Ocean, Ribatejo and Estremadura in the West.

The Alentejo is a region known for its traditional polyphonic singing groups, similar to those found on Sardinia, Corsica, etc.11

History

The comarca of the Alentejo became the Alentejo Province, divided into upper (Alto Alentejo Province) and lower (Baixo Alentejo Province) designations. The modern region of the Alentejo was expropriated from the medieval provinces and historical territories of Estremadura Province (specifically the 1936 portions of the Ribatejo). The term „Entre-Tejo-e-Guadiana“ has become obsolete; it referred to roughly the same land area between the Tagus and the Guadiana rivers part of theKingdom of Portugal.[citation needed]7

Geography

Dimensions15

Alentejo’s area extends to 27,272 square kilometres (10,530 sq mi) (29.6% of the country) and has a population of 537,556 (5.1% of the country). Excluding Ponte de Sor, its area is 26,432 square kilometres (10,205 sq mi) and its population 520,834. The population density of Alentejo is 19.1/km².14 16

A typical landscape of the rural Alentejo region, with an undulating wheat field and a solitary suber oak

Topography9

Topographically, the countryside varies from the open rolling plains of the south of the Alentejo to the granite hills that border Spain in the north-east. To feed the water needs of this considerable area a number of public dams have been constructed, most notably the Alqueva Dam. The landscape is primarily one of soft rolling hills and plains, with conspicuous shrubs and the native cork oaksand holly/holm oaks, the established olive trees and grapevines, plus some naturalized eucalyptus trees and some native trees. In the north, traditional economic activity may be more livestock-based as typified by cow, sheep, and pig (both white and black) farming. To the south agriculture may be more predominant.

https://en.wikipedia.org/wiki/Alentejo

Portugal – Algarve – Praia ds Luz





1Luz ist ein idyllischer kleiner Badeort, der um eine wunderschöne Bucht mit Sandstrand gelegen ist. Deshalb heißt der Ort auch bei Einheimischen Praia da Luz, Strand des Lichtes.2

Der kleine Ort profitiert von dem kulturellen und pulsierenden Anziehungspunkt „Lagos“, dennoch besitzt dieses Städtchen seinen eigenen Charme. Man findet hier eine unglaublich große Vielzahl von kleinen und großen Anwesen inmitten eingewachsener Gärten.6

Besonders die schöne Strandpromenade mit dem typisch portugiesischen Straßenpflaster lädt zum Flanieren und Entspannen ein. Von hier hat man einen traumhaften Blick auf die Bucht und den Strand mit seinem berühmten schwarzen Vulkanfelsen.

Strandpromende von Praia da Luz mit Blick auf den schwarzen Felsen
Strandpromende von Praia da Luz mit Blick auf den schwarzen Felsen

Es sind nur ca. 5 Autominuten bis nach Lagos, 20 Autominuten zu den imposanten rauen Stränden der Westküst und somit ein ideales Urlaubsdomizil. Unsere Ferienhäuser in Praia da Luz liegen zum Teil direkt am Meer oder haben Meerblick.DSCN1408

Aufgrund der im Winter sehr angenehmen Temperaturen und der geschützten Lage innerhalb der Bucht ist Praia da Luz mehr und mehr zu einem Geheimtipp für Überwinterer geworden.DSCN1445 Praia da Luz, der „Strand des Lichts“ macht gerade im Winter seinem Namen alle Ehre. Nirgends findet man solch ein helles, strahlendes Licht wie an diesem Ort. Besonders im Winter ist das sehr angenehm für die Seele.DSCN1449

Viele Besitzer von  Ferienhäusern und Ferienwohnungen in Luz haben sich deshalb entschlossen ihre Unterkünfte auch im Winter zu einem vernünftigen Preis anzubieten. Ausgestattet mit einer guten Heizung für etwas kühlere Winterabende sind diese Unterkünfte ideal zum Überwintern in Portugal.

DSCN1447

Portugal – Saudade

sSaudade ist eine spezifisch portugiesische und galizische bzw. lusophone Form desWeltschmerzes. Das Konzept der Saudade lässt sich mit „Traurigkeit“, „Wehmut“, „Sehnsucht“, „Fernweh“ oder „sanfte Melancholie“ nur annähernd übersetzen. Das Wort steht für das nostalgische Gefühl, etwas Geliebtes verloren zu haben, und drückt oft das Unglück und das unterdrückte Wissen aus, die Sehnsucht nach dem Verlorenen niemals stillen zu können, da es wohl nicht wiederkehren wird. Ähnliche Sinninhalte vermitteln womöglich das amerikanische blueund das türkische hüzün.

Das Wort stammt zwar vom lateinischen solitudo ab, doch bedeutet es mitnichten nur „Einsamkeit“, denn hierfür haben sich aus dem gleichen Wortstamm solidão bzw soledade entwickelt. Saudade ist auch keine per se negativ bewertete Stimmung, sondern wird im Fado, dem portugiesischen Chanson, herbeigesehnt.s1

Die Portugiesen sind seit Generationen stolz auf ihr „persönliches Wort“, das nur sie kennen. So besagt einer der berühmtesten Vierzeiler Fernando Pessoas:

Saudades – nur Portugiesen
können dieses Gefühl kennen.
Weil nur sie dieses Wort besitzen,
um es wirklich beim Namen zu nennen

https://de.wikipedia.org/wiki/Saudade

Portugal – Fado

fFado (portugiesisch Schicksal; v. lat. fatum = Schicksal, göttlicher Wille) ist einportugiesischer Musikstil und Vortragsgenre, der vor allem in den Städten Lissabon und Coimbra beheimatet ist. Werke dieses Stils handeln meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, vergangenen Zeiten oder der Sehnsucht nach besseren Zeiten, und vor allem von der saudade. Der Fado beinhaltet unter anderem arabische Elemente, viele verschiedeneTonhöhen und viele Molltöne, und drückt jenes Gefühlsleben aus, das die Portugiesenmiteinander verbinden soll.

Bekannte Künstler des Fado waren Amália Rodrigues, die noch immer als die Verkörperung des Fado gilt, Alfredo Marceneiro, Maria da Fé und Carlos do Carmo. Eine Bewegung der Erneuerung und/oder Verjüngung des Fados wird seit Anfang der 1990er Jahre angeführt vonMísia und Alexandra (Maria José Canhoto) und findet inzwischen auch in Cristina Branco,Mariza, Camané, Telmo Pires, Ana Moura, Dulce Pontes sowie Mafalda Arnauth viel beachtete Interpreten.

2011 wurde er in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Der Sänger oder die Sängerin wird in der Regel von einer klassischen und einerportugiesischen Gitarre (guitarra portuguesa) begleitet, häufig tritt noch eine Bassgitarre(Viola baixo) hinzu. Die Instrumente werden traditionell von Männern gespielt. Während sich der Gesang in touristisch geprägten Lokalen zumeist auf einen Gesangsdarbieter beschränkt, können in nicht-kommerziellen Fado-Zusammenkünften der Lissabonner sich bis zu einem Dutzend Anwesende spontan an einem Fado beteiligen. Dabei trägt jeder Sänger, gefolgt von einem Zwischenapplaus, inbrünstig eine Strophe mit seinem selbst ausgedachten Text bei. Es ist guter Umgangston im nicht-kommerziellen Fadolokal, dass nicht nur lobende Zwischenrufe den Fado begleiten, sondern bei einem virtuos vorgetragenen Fado oftmals deutlich einige Sekunden vor dem Vortragsende der Applaus des Publikums einsetzt.

Geschichte

Fado-Sängerin

Das Museu do Fado inLissabon

Seinen Ursprung hat der Fado in den Armenvierteln von Lissabon, wo er zunächst in den anrüchigen Kneipen im Stadtteil Mouraria auftauchte. Ob er sich ursprünglich aus den Gesängen der portugiesischen Seeleute entwickelte oder aus brasilianischen Musikrichtungen wie Lundum oder Modinha entstand, ist aus heutiger Sicht nicht mehr zu entscheiden.f1

Im 19. Jahrhundert wurde Fado auch in bürgerlichen Salons hoffähig. In dieser Zeit wirkte auch die erste noch bekannte Fado-Sängerin Maria Severa. International bekannt wurde der Fado durch Ercília Costa (1902–1985), während Amália Rodrigues (1920–1999) die prägendste und erfolgreichste Botschafterin des Fado wurde.

Heute existiert der Fado im Wesentlichen in zwei Formen. Zum einen als Fado Vadio (dt.: herrenloser oder herumstreunender Fado), der in den Lokalen der portugiesischen Städte und insbesondere den alten Vierteln Lissabons spontan gesungen wird, und als Fado Professional, der in Konzerten mit festem Programm zur Aufführung kommt und von professionellen Sängern vorgetragen wird.

Ein eher entfernter Verwandter des Fados in Lissabon (und Porto) ist der Fado de Coimbra, seit dem 19. Jahrhundert in der alten Universitätsstadt Coimbra gesungene Balladen, die oft von der Stadt, dem Studentenleben und der Liebe handeln. Der Sänger José Afonso sang ursprünglich Fados de Coimbra, auch der Gitarrist Carlos Paredes stammte ursprünglich aus Coimbra und kam später nach Lissabon, wo er seine Musik auf der Basis des Fados weiter entwickelte.f2

Maria de Fátima fusioniert Elemente des Jazz in ihre Fados. Auch die Pop-Sängerin Nelly Furtado verwendet Elemente des Fado in ihren Liedern, bemerkbar in ihrem EM-Lied Força und auf ihrem Album Folklore. Dazu sind Fado-Gruppierungen entstanden, auch im Ausland, etwa Sina Nossa oder Trio Fado in Deutschland. Auch Lounge-Projekte einiger DJs oder Pop-Bands wie Deolinda oder die avantgardistische Fado-Pop-Gruppe A Naifa erweitern das Spektrum des Fados weiter.

Eine Initiative um das Fadomuseum, zu deren Botschaftern der Altmeister Carlos do Carmo und die Sängerin Mariza ernannt wurden, startete 2010 eine Kandidatur des Fados zur Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Auch eine Vielzahl international bekannter Persönlichkeiten unterstützte die Kampagne, darunter der Fußballtrainer José Mourinho und die portugiesisch-kanadische Popsängerin Nelly Furtado.  2011 hatte die Kandidatur Erfolg, und der Fado wurde als immaterielles Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO anerkannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fado

Portugal – Lissabon

lLissabon (portugiesisch Lisboa [liʒˈβoɐ]) ist die Hauptstadt und die größte StadtPortugals sowie des gleichnamigen Regierungsbezirks und liegt an einer Bucht der Flussmündung des Tejo im äußersten Südwesten Europas an der Atlantikküste derIberischen Halbinsel.l1

Der Handelshafen an der Tejo-Bucht wurde vor der römischen Herrschaft Alis Ubbogenannt. Lissabon, eine Gründung der Phönizier, erhielt zu Zeiten Julius Caesarsunter dem Namen Colonia Felicitas Iulia römisches Stadtrecht. 711 fiel der Ort wie der größte Teil der Iberischen Halbinsel an die Mauren; im Kontext des Zweiten Kreuzzugs wurde Lissabon 1147 portugiesisch und damit wieder unter christliche Herrschaft gestellt.l2 Nach der Verlegung des Königssitzes von Coimbra wurde die Stadt im Jahr 1256 unter König Afonso III. zur Hauptstadt des Königreichs Portugal. Um 1500 erlebte Lissabon einen brillanten Aufstieg zu einer der glanzvollsten Handels- und Hafenstädte der damaligen Zeit.l3

Ein gewaltiges Erdbeben besiegelte im Jahr 1755 den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt, der bereits Jahrzehnte zuvor schleichend eingesetzt hatte, und sorgte in ganz Europa für Aufsehen. Im 19. Jahrhundert erlebte Lissabon einen Wiederaufstieg.l4

In den letzten Jahren ist die Stadt allerdings massiv geschrumpft (von über 800.000 Einwohnern um 1980 auf etwa 500.000 um 2010); viele Menschen sind in das Umland gezogen. Lissabon hat mit erheblichen strukturellen Problemen zu kämpfen, unter denen vor allem die marode Bausubstanz vieler Gebäude und der enorme Straßenverkehr herausragen.l5

Als noch immer größte Stadt Portugals mit dem wichtigsten Hafen, demRegierungssitz, den obersten Staats- und Regierungsbehörden, mehreren Universitäten und der Akademie der Wissenschaften ist Lissabon heute das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.l9

Lissabon ist Sitz einiger Agenturen der Europäischen Union, darunter derEuropäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht und derEuropäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs. Auch die Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder (CPLP) hat ihren Hauptsitz in Lissabon.l11

Es gibt unterschiedliche Erklärungen zur Namensentstehung. Lissabon wurde von den Goten und Römern Olissipona bzw.Olisibona genannt Die Volksetymologie sieht darin einen Zusammenhang mit dem Helden Odysseus. Unter Julius Caesar hieß der zur Provinz Lusitania gehörende Ort Felicitas Julia. Andere leiten den Namen Lissabon von dem phönizischen Alis ubbo ab. Eine weitere Theorie erklärt die Namenschöpfung mit den vorrömischen Namen des Flusses Tejo, „Lisse“ oder„Lucio“.l13

Die Phönizier gründeten ab 1000 v. Chr. in Portugal Stützpunkte, vermutlich auch an der Stelle des heutigen Lissabon. Sie und später die Karthager sollen den Platz Alis Ubbo (dt.fröhliche Meeresbucht bzw. lustiger Meeresbusen) genannt und als einzigen großen Naturhafen an der iberischen Atlantikküste genutzt haben. Archäologisch konnte phönizisch-karthagische Präsenz bisher allerdings nicht nachgewiesen werden; hingegen wurdengriechische Siedlungsspuren gefunden. Sollte sich hier nicht nur ein Handelspunkt, sondern tatsächlich eine griechische Stadt (polis) befunden haben, so ist der griechische Name dieser Siedlung unbekannt. Nach Plinius dem Älteren galt Lissabon in späterer Zeit als eine Gründung des Odysseus.l14

Unter römischer Herrschaft, ab etwa 205 v. Chr., hieß die Stadt zunächst Olisipo. Julius Caesar gelang es im Keltiberischen Krieg ab 60 v. Chr. von Lissabon aus, den letzten Widerstand der einheimischen Stämme zu brechen. Unter Caesar wurden hier später römische Veteranen angesiedelt, um das Gebiet zu kontrollieren; die Ortschaft erhielt 48 v. Chr. das römische Stadtrecht und wurde nachfolgend als Colonia Felicitas Iulia zu einem größeren Ort in der Provinz Lusitania. Ab 409 n. Chr. drangen dann barbarische Stämme von Gallien aus auf die Iberische Halbinsel vor.[14] Während der spätantiken Völkerwanderungszeitversuchten Alanen, Sueben, Vandalen und Westgoten Lissabon zu besetzen. Im Jahr 468 übergab der römische Stadtkommandant Lusidius die Stadt an die Sueben, doch schon kurz nach dem Erdbeben von 472, bei dem große Teile der alten Römerstadt zerstört wurden, begann die Herrschaft der Westgoten. Die Westgoten erneuerten wahrscheinlich die römische Festungsmauer.l16

719 wurde Lissabon von muslimischen Mauren erobert und später Teil des Emirats von Córdoba. Danach erlebte die Stadt ihren ersten großen Aufschwung. Alfons II. siegte zwar bei Lugo im Kampf gegen die Mauren, drang bis zum Tejo vor und eroberte 798 für kurze Zeit die Stadt.[15] Lissabon fiel jedoch bald danach wieder an die Mauren. Im Kalifat von Córdoba war die Stadt einer der wichtigsten Häfen, zugleich versuchten die Christen wiederholt, den Ort einzunehmen. Im Jahr 955 sandteOrdonho III de Leão im Kampf gegen die Muslime seine Armee bis nach Lissabon.

1093 bekam Graf Raymond von Armous, ein jüngerer Sohn des Herzogs Wilhelm I. von Burgund, die Herrschaft in Galicien übertragen. Von dort aus unternahm er Feldzüge gegen die Mauren im Süden. Dabei gelang es ihm, vorübergehend in Lissabon einzuziehen, nachdem der muslimische Herrscher von Badajoz, zu dem Lissabon gehörte, sich König Alfons unterworfen hatte. Doch auch diese Eroberung (bis 1095) war ebenso wie die Besetzung durch norwegische Kreuzfahrer unter Sigurd 1108 (bis 1111) noch nicht von Dauer.l15

Auch beim Regierungsantritt von König Dom Alfonso Henriques (Alfons I.) wurde der Süden der Iberischen Halbinsel noch von den Mauren gehalten. Doch im Jahr 1147 führte die Belagerung von Lissabon endgültig zur Einnahme der Stadt durch die Portugiesen (reconquista, dt. Rückeroberung). Entscheidend war dabei auswärtige Unterstützung für die Angreifer: Die erfolgreiche Belagerung der Stadt durch ein Kreuzritterheer des Zweiten Kreuzzugs sicherte Alfons I. die Grundlage für die Herrschaft über das gesamte Umland. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts erblickte der heilige Antonius von Padua, der zuweilen auch Antonius von Lissabon genannt wird, in Lissabon das Licht der Welt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lissabon

Portugal – Algarve – Mandelblüte

1Der Mandelbaum (Prunus dulcis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Seine Steinfrucht, das essbare Nährfleisch des Pflanzenkeimlings (Endosperm), die Mandel, wird vom Menschen in vielfältiger Weise, vor allem als Nahrungsmittel und als Kosmetikum, genutzt.2

Man unterscheidet zwischen der süßen Mandel, der Krachmandel und der bitteren Mandel. Süße Mandeln haben eine zimtbraune, raue Haut. Das Abziehen dieser Haut (blanchieren) wird durch Überbrühen der Mandeln mit kochendem Wasser erleichtert. 3Mandeln werden zumRohgenuss, für Mehlspeisen, zum Dekorieren (Splitter, Blätter), zum Füllen von Oliven und zur Herstellung von gebrannten Mandeln, Likören und Marzipan verwendet. Bittere Mandelnsind zum Rohgenuss nicht geeignet, da sie Amygdalin, ein blausäureerzeugendes Glykosid, enthalten.4

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mandel_aufgebrochen.jpg

Foto:Marco Almbauer

Krachmandeln wiederum sind aufgrund ihrer leicht zu knackenden Schale zum Rohverzehr vor allem in der Weihnachtszeit beliebt.

Der Mandelbaum wird seit rund 4.000 Jahren kultiviert. Angepflanzt wird er heute hauptsächlich in den Vereinigten Staaten (Kalifornien) sowie im Mittelmeerraum, außerdem inPakistan und im Iran.[7] 2010 betrug die Weltproduktion 890.000 Tonnen (t), davon entfielen 750.000 t bzw. 84 % auf die USA, 90.000 t (10,1 %) auf die EU-27-Staaten, 30.000 t (3,3 %) auf Australien sowie je 10.000 t (1,1 %) auf die Türkei und Chile. Die US-Produktion stammt zu 100 % aus Kalifornien.6

Darüber hinaus reift die Mandel in Mitteleuropa in Weinanbaugebieten: dort wurde sie wahrscheinlich zusammen mit dem Wein von den Römern eingeführt. Eine deutsche Sorte ist die sogenannte Dürkheimer Krachmandel.

Der französische Anbau setzt sich zusammen aus den Sorten Ferragnès (ungefähr 60 %) und Ferraduel (ungefähr 30 % der Produktion). Letztere wird in Anbetracht ihrer flachen Form hauptsächlich für die Herstellung von Dragées benutzt. Diese Früchte sind gegen Mitte September reif. Unter außereuropäischen Sorten ist die am meisten vermarktete Mandel dieNonpareil-Mandel mit kalifornischem Ursprung. 10An Mandeln aus Spanien ist vor allem die Marcona berühmt; alle anderen Kategorien werden unter dem Namen Valencia vermarktet. In Italien findet man besonders die Avola.7

Unter den französischen Mandeln symbolisiert die Mandel die Krönung; sie wächst in der Provence. Diese alte, seit mehr als 100 Jahren kultivierte Sorte wird von den Konditoren sehr geschätzt, da sie sehr süß ist. Momentan reserviert sich ein einziger Konditor die ganze Produktion. Das Gleiche gilt für die Ferrastar, die von nur einem einzigen Schokoladenfabrikanten aufgekauft wird. Leichter auf dem Markt zu finden ist die ebenfalls sehr geschätzte Ferragnès-Mandel mit einem guten, süßen Geschmack. Sie eignet sich für zahlreiche Verarbeitungen.9 Die Avola-Mandel ist sehr beliebt und findet für ihr parfümiertes Aroma Beachtung. Sie wird hauptsächlich in Dragées verarbeitet. Man kann sie mit der Marcona vergleichen, einer kleinen spanischen Mandel mit typischem Geschmack, die man unter anderem für Nougats und Turróns verwendet.

Mein Tipp: in Luz / Algarve, wo wir wohnten, habe ich die Mandeln mit Olivenöl und Salz in der Pfanne geröstet. Ein Leckerbissen!

https://de.wikipedia.org/wiki/Mandelbaum

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