Kategorie: Revolution

Mensch sein – vom Anarchismus zur Sozialen Greigliederung

anarchis

Immer schon wollten die Menschen frei sein. Gemeinsam handeln. Gemeinsam beschließen, was sie tun. Kurz ein selbstbestimmtes Leben.

Das heißt dann aber auch, es gibt keine Herren, keine Sklaven, keine Bosse, keine Kriege, kein Misstrauen,  keine Ausbeutung.

So begann es – Anarchismus – Diogenes – Platon
Zenon entwarf im Gegensatz zu Platon sein eigenes Ideal einer freien staatenlosen Gemeinschaft, die der Natur des Menschen besser entsprechen würde. Anstatt dem schriftlichen Gesetz zu folgen sollten die Menschen durch innere Einsicht ihren wahren Diogenesnatürlichen Trieben folgen. Dies würde die Menschen zur Liebe zum Mitmenschen und zur Gerechtigkeit führen. Wie in der äußeren Natur Eintracht, Harmonie und Gleichgewicht herrschen, so würde dies dann auch in der menschlichen Gesellschaft gelten. Daraus folgt die Negation des Gesetzes, der Gerichte, der Polizei, der Schule, der Ehe, des Geldes, der staatlichen Religion und des Staates. Über alle Völkergrenzen  hinaus würde der Mensch in vollkommenster Gleichheit leben. Jeder sollte freiwillig gemäß seinen Fähigkeiten arbeiten und je nach Bedürfnis konsumieren dürfen.

 

Diogenes

Platon   platon

 

 

 

 

 

 

So begann es – Anarchismus – Der Daoismus –
Der Historiker Peter Marshall bezeichnet den Daoismus als  „ersten klaren Ausdruck anarchistischer Sensibilität“ und dessen Hauptwerk Daodejing von Laozi als „einen der Laozi_002größten anarchistischen Klassiker.“ Die Taoisten lehnten Regierungen ab und strebten ein Leben in natürlicher und spontaner Harmonie an, wobei der Einklang des Menschen mit der Natur eine bedeutende Rolle spielte. Der Daoismus entwickelte im Laufe der Zeit ein regelrechtes System politischer Ethik und verzichtete auf Kultedao und die Ausbildung einer Priesterkaste. Der Daoismus war damit auch die wichtigste Gegenströmung zum autoritären und bürokratischen Konfuzianismus, der später zur chinesischen Staatsreligion wurde…

Aus der Geschichte gewerkschaftlicher Organisation und gegenseitiger Unterstützung (frz. assistance mutuelle) hat sich derMutualismus herausgebildet, der eine soziale Symbiose in einem herrschaftsfreien System zum Ziel hat. Der Mutualismus wurde vor allem von Pierre-Joseph Proudhon geprägt und enthält revolutionäre Elemente. Im Zentrum steht jedoch eine Reform von Kredit- undWährungsordnung mit dem Ziel der Beseitigung des Profits.[11] Das von Proudhon entworfene ‚Konzept des anarchistischenFöderalismus‘ baut auf die Vernetzung kommunaler Strukturen und gilt auch in nachfolgenden Konzepten des Anarchismus als Grundprinzip. Makhail_Bakounine

Der kollektivistische Anarchismus basiert vor allem auf den Ideen Michail Bakunins und Mitgliedern der Juraföderation. Statt desPrivateigentums an Produktionsmitteln sollen die Arbeitsmittel im Besitz überschaubarer Kollektive sein und von den Produzenten selbst kontrolliert und verwaltet werden. Arbeiter sollen von demokratischen Institutionen nach der Zeit ihrer Arbeit vergütet werden. Diese Einkünfte sollten verwendet werden, um Artikel in einem kommunalen Markt zu erwerben. Föderalistische Strukturen sollen den Staat und andere zentralistische Institutionen vollständig ersetzen.

Bakunin

Anhänger des kommunistischen Anarchismus fordern einen vollständigen Bruch mit dem Kapitalismus und die Abschaffung des Geldes. Die direkte Entlöhnung soll ersetzt werden durch den freien Zugang zum gemeinsamen Arbeitsprodukt. Peter Kropotkin, Peter_Kropotkin_circa_1900

als bedeutendster Theoretiker des kommunistischen Anarchismus, wendet sich gegen den ökonomischen Wert im Allgemeinen; sei es Geld, Arbeit oder Ware. Er sieht das Privateigentum als Grund für Unterdrückung und Ausbeutung und schlägt stattdessen eine umfassende Kollektivierung vor.

 

 

 

 

 

Die französische Variante des Anarchismus von 1968, der Situationismus, zeigte sich in der Studentenbewegung und den Mai-Unruhen. Forderungen waren unter anderem Abschaffung der Ware, der Arbeit, der Hierarchien, Aufhebung der Trennung zwischenKunst und Leben.

Der Anarchafeminismus ist eine Wortschöpfung der 1970er Jahre und vereint den Radikalfeminismus mit der anarchistischen Idee. Es gibt in der anarchistischen Bewegung schon Vorläufer, so hat Emma Goldman den Kampf um weibliche Gleichberechtigung mit dem um Herrschaftsfreiheit verbunden.

Die Begriffssetzung Neo-Anarchismus beschreibt die historische Erscheinungsform im Zuge der 68er-Bewegung in Deutschland, in der der theoretische Anarchismus wiederentdeckt wurde und die Hierarchiefreiheit dutschke in  progressiven und „linken“ Gruppen Einzug hielt.

Öko-Anarchismus ist die Bezeichnung für die Verknüpfung von Ablehnung der Herrschaft von Menschen über Menschen mit der Ablehnung der Herrschaft des Menschen über die Natur. Eine bedeutende Strömung in Nordamerika ist der Primitivismus, der die Rückkehr zu vorindustriellen Formen des Wirtschaftenspropagiert.

Anarchisten spielten in vielen Arbeiterbewegungen, Aufständen und Revolutionen des 19. und 20. Jahrhunderts eine Rolle. Dazu gehören etwa die Mexikanische Revolution von 1910 bis 1919 mit der Bauernarmee unter Führung von Emiliano Zapata, die Oktoberrevolution 1917 in Russland und die nach ihrem Anführer Nestor Machno zapatabenannte Bauern- und Partisanenbewegung, der Machnowzi zwischen 1917 und 1921 in der Ukraine; auch in der kurzlebigen Münchner Räterepublik von 1919 waren zeitweise Anarchisten wie Gustav Landauer und der Dichter Erich Mühsam an der Räteregierung beteiligt. Die 1922 gegründete anarchosyndikalistischeInternationale ArbeiterInnen-Assoziation (IAA) ist heute noch in vielen Ländern Amerikas und Europas in Arbeitskämpfen aktiv.

Im frühen 20. Jahrhundert wurden Anarchistengruppen in Russland von den kommunistischen Bolschewiki verdrängt und fielen gegen Ende der russischen Revolution Säuberungsaktionen zum Opfer (Niederschlagung des Aufstandes in Kronstadt und der anarchistischen Bauernbewegung Machnowschtschina).

, die Oktoberrevolution 1917 in Russland und die nach ihrem Anführer Nestor Machno benannte Bauern- und Partisanenbewegung, der Machnowzi zwischen 1917 und 1921 in der Ukraine; auch in der kurzlebigen Münchner Räterepublik von 1919 waren zeitweise Anarchisten wie Gustav Landauer und der Dichter Erich Mühsam an der Räteregierung beteiligt. Die 1922 gegründete anarchosyndikalistischeInternationale  ArbeiterInnen-Assoziation  (IAA) ist heute noch in vielen Ländern Amerikas und Europas in Arbeitskämpfen aktiv.

Im frühen 20. Jahrhundert wurden Anarchistengruppen in Russland von den kommunistischen Bolschewiki verdrängt und fielen gegen Ende der russischen Revolution Säuberungsaktionen zum Opfer (Niederschlagung des Aufstandes in Kronstadt und der anarchistischen Bauernbewegung  Machnowschtschina).

Die Ukraine war nach dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk 1918 formal unabhängig geworden, stand aber de facto unter dem Einfluss des Deutschen Reiches. Sie war der Preis, den die Bolschewiki unter Lenin und Trotzki für die Beendigung desErsten Weltkrieges in Russland zunächst bezahlen mussten.

Nach seiner Befreiung aus der Haft in Russland war Nestor Machno 1917 in die Ukraine zurückgekehrt, wo er mit der Agitationunter den Bauern und Arbeitern begann, deren gewerkschaftliche Organisierung aufzubauen. Er gründete eine schnell anwachsende Partisanenarmee aus freiwilligen Kämpfern, welche ihr Oberhaupt frei wählen durften.

 

Die Machnowschtschina vertrieb den von den Mittelmächten eingesetzten Hetman Pawlo Skoropadskyj, machte die bürgerlich-liberale Regierung unter Symon Petljura bedeutungslos, enteignete die Großgrundbesitzer und Industriellen und organisierte die befreiten Gebiete, den so genannten „Freien Rayon“ nach anarchistischem Muster in einem Netzwerk selbstverwalteterKommunen, in denen ein Rätesystem aufgebaut wurde.

Die Kommunen und die verschiedenen Räte waren neben der Versorgung und Verteilung der Güter unter der Bevölkerung auch zuständig für alle anderen Politikbereiche wie etwa Transport, Industrie, Kriegführung oder Kultur. Unter anderem gehörte dazu auch der Aufbau von Schulen, eine Alphabetisierungskampagne und politische Aufklärung der Bauern und Partisanen.

Für den gesamten freien Rajon abgestimmt  wurden die Entscheidungen in einem Rayonkongress, einer Vollversammlung der Rätedelegierten, von dem in der Ukraine während der Zeit unter der Machnowschtschina allerdings nur drei durchgeführt wurden.

Viele Maßnahmen wurden infolge der militärischen Bedrohung im russischen Bürgerkrieg verzögert und behindert – zuerst durch die Weiße Armee von zarentreuen Militärverbänden und schließlich auch durch die Rote Armee der Bolschewiki.

In der Zeit ihrer größten Ausdehnung im Dezember 1919 gehörten der Machnowschtschina 83.000 Infanteristen und 20.135 Kavalleristen auf einem Gebiet von etwa 100.000 km² mit 7 Millionen Einwohnern an.[2] In russlanddeutschen Ortschaften bildeten sich bewaffnete Verbände gegen Überfälle der Machnowschtschina.

Kronstadt –

  • Sofortige Abhaltung neuer Wahlen mit geheimer Abstimmung, wobei die vorherige Wahlkampagne volle Agitationsfreiheit unter den Arbeitern und Bauern haben sollte.
  • Einführung der Rede- und Pressefreiheit für Arbeiter und Bauern, Anarchisten und links stehende sozialistische Parteien.
  • Absicherung der Versammlungsfreiheit für Arbeitergesellschaften und Bauernorganisationen.
  • Befreiung aller politischen Gefangenen der sozialistischen Parteien und aller in Verbindung mit Arbeiter- und Bauernbewegungen eingesperrten Arbeiter, Bauern, Soldaten und Matrosen.stepan_petrichenko_and_russian_emigrants_finland
  • Sofortige Abschaffung aller bewaffneten Gruppen der Bolschewiki zur Konfiszierung von Lebensmitteln und anderen Produkten.
  • Den Bauern volle Aktionsfreiheit in Bezug auf ihr Land zu geben, ebenso das Recht, Vieh zu halten, unter der Bedingung, dass sie mit ihren eigenen Mitteln auskommen, das heißt ohne gedungene Arbeitskräfte zu verwenden.

Über den Charakter der so entstandenen Protestbewegung gibt es verschiedene Auffassungen. Neben der naheliegenden Meinung, dass die in der Petropawlowsk-Resolution aufgeführten Forderungen aus der kritischen Lage der sowjetrussischen Bevölkerung nach dem Ende des Bürgerkriegs entstanden, vertreten Historiker auch die Auffassung, dass die Proteste von russischen Emigranten aus dem Ausland initiiert worden sein könnten. Der Historiker Paul Avrich, der 1970 ein .umfassendes Buch zum Kronstädter Matrosenaufstand veröffentlichte, fand im Bachmetew-Archiv der Columbia-Universität Hinweise darauf.

Diese Frage ist bis heute nicht abschließend geklärt.kronstadt_sovietrussian_battleships_petropavlovsk_and_sevastopol

Der Kommandeur der Baltischen Flotte Fjodor Raskolnikow wurde zusammen mit seiner Frau Larissa Reissner aus Kronstadt verjagt. In der Zwischenzeit waren Nachrichten über die Stimmung in der Baltischen Flotte bis nach Moskau vorgedrungen. Der Volkskommissar für das Kriegswesen Leo Trotzki forderte bereits am 28. Februar per Telegramm genaue Informationen über die Hintergründe der Unruhen.

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Rudolf Steiner hat in den Jahren von 1917 – 1923 dem Anarchismus eine neue Gestalt gegeben. Die soziale Dreigliederung.sd

Fußend auf den Idealen der französischen Revolution Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit hat er die Soziale Dreigliederung entwickelt und die genannten Ideale mit Inhalt gefüllt.

Gleich vor dem Gesetz.

Frei in den Gedanken.

Brüderlichkeit in der Wirtschaft.

Die Gleichheit leuchtet sofort jedem  ein. Eine Forderung, die heute oft nicht befolgt wird. Reiche können mit Schmiergeldern das Gesetz beugen.

Die Freiheit in den Gedanken sollte wohl klar sein. Dennoch werden überall die Gedanken in Wort und Bild, in Zeitungen und Medien unterdrückt, verfolgt und vernichtet.

Die Brüderlichkeit in der Wirtschaft braucht vieles. Keine Arbeitssklaven, keine Ausbeutung, ein Lohn, der es möglich macht zu Leben, zu Wohnen, Kinder zu unterhalten und vieles mehr. So muss jeder ein Grundeinkommen erhalten, um zu Leben und arbeiten zu können, nicht einen Lohn für die Arbeit nachher. Die Arbeit ist unbezahlbar.

Einer der wichtigsten Kämpfer für die Brüderlichkeit in der Wirtschaft ist Götz Werner mit seinem Engagement für das Grundeinkommen.g.werner

Neben die Umwandlung des alten  Eigentumbegriffs hinsichtlich der Produktionsmittel, tritt die Grundüberzeugung, dass Arbeit nicht bezahlbar ist, mithin nicht gekauft werden kann. Der Warencharakter der menschlichen Arbeit ist nach Ansicht Steiners eine Restform der Sklaverei, deren vollständige Überwindung erst mit der Abschaffung des Lohnprinzips gegeben ist.  Statt Arbeitslohn gibt es einen vertraglich vereinbarten Anteil am Gewinn. Innerhalb eines Betriebes entfallen durch die Neutralisierung des Kapitals die klassischen Rollen des Arbeitgebers und Arbeitnehmers. Steiner schlug als eine neue Möglichkeit der Benennung die Begriffe Arbeitleister und Arbeitleiter vor. Diese stehen in einem Vertragsverhältnis: „Und dieses Verhältnis wird sich beziehen nicht auf einen Tausch von Ware (beziehungsweise Geld) für Arbeitskraft, sondern auf die Festsetzung des Anteiles, den eine jede der beiden Personen hat, welche die Ware gemeinsam zustande bringen.“

 

 

 

Nach dem Scheitern der Sozialen Dreigliederung 1923 sagte Rudolf Steiner, dass die Zeit für die Möglichkeit vertan wurde. Erst in Hundert Jahren werde sich wieder ein Fenster öffnen, für die Soziale Dreigliederung.

Inzwischen hat sich in den Letzten Jahren einiges getan.

Doch wenn man mal diskutiert, schrecken sie meisten zurück vor z.B. Eigentum der Produktion durch den Besitzer, keine Vererbung an Nachkommen außer eigenes Wohnhaus, der Unternehmer ist nur der Direktor und macht das, weil er das am besten kann.

Und das Grundeinkommen scheint in den Seelen der Meisten nur Horror zu erzeigen!

Man hoffe also auf das Jahr 2023. ge

 

 

 

 

 

Starke Frauen kämpfen für die Emanzipation – Olympe de Gouges bis Alice Schwarzer

Klara Zetkin Elisabeth Selbert Rosa Luxemburg Alice Schwarzer Christabel Harriette Pankhurst Olympe de Gouges

 

Clara Zetkin

Clara Zetkin in den 1920er Jahren, während ihrer Zeit als Reichstagsabgeordnete in der Weimarer Republik

Clara Josephine Zetkin, geb. Eißner (* 5. Juli 1857 in Wiederau, Amtshauptmannschaft Rochlitz, Königreich Sachsen; † 20. Juni 1933 in Archangelskoje, Oblast Moskau, Sowjetunion), war eine sozialistische deutsche Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin. Sie war bis 1917 aktiv in der SPD und in dieser Partei eine markante Vertreterin der revolutionär-marxistischen Fraktion. 1917 schloss sie sich der SPD-Abspaltung USPD an. In der USPD gehörte sie zum linken Flügel bzw. zur Spartakusgruppe (1918 umbenannt in Spartakusbund). Danach war sie ein einflussreiches Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Während der Weimarer Republik war sie von 1920 bis 1933 Reichstagsabgeordnete[1] für die KPD und 1932 Alterspräsidentin des Parlaments.

Auf übernationaler Ebene gehörte Zetkin als Beteiligte am Internationalen Arbeiterkongress von 1889 in Paris zu den Gründern der Zweiten Internationale der sozialistischen Arbeiterbewegung. In der Arbeit für die Internationale gilt sie als prägende Initiatorin des Internationalen Frauentags. Als Angehörige der Zentrale bzw. des später als Zentralkomitee bezeichneten Vorstandsgremiums der KPD war sie von 1921 bis 1933 Mitglied im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale (EKKI), wo sie in ihren letzten Lebensjahren zur Minderheit der Kritiker der letztlich von Stalin vorgegebenen Sozialfaschismusthese gehörte.

 

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Als Folge ihrer niedrigen Löhne, die Frauen werden von den bloßen Konkurrenten in unfaire Konkurrenten umgewandelt, die die Löhne der Männer runterdrücken.

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Die Kapitalisten spekulieren auf den zwei folgenden Faktoren: der weibliche Arbeiter muß so schlecht gezahlt werden, wie möglich und die Konkurrenz der Frauarbeit beschäftigt werden muß, um die Löhne der männlichen Arbeiter so viel wie möglich zu senken.

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Diese Interessen der Arbeiter, als ausgenutzt und unterdrückt, Kategorie der Gesellschaft, sind die selben in allen Ländern.

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Sozialdemokratie trägt die Hauptschuld und die Verantwortlichkeit für dieses Phänomen vor dem internationalen und der Geschichte.

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Ist es nicht die Frauarbeiter gerecht, die wegen der miserablen Zahlung ihrer Arbeit leiden. Die männlichen Arbeiter leiden auch wegen es.

 

Das Bewilligen der Krieggutschriften war das harbinger für den gleichmäßig kompletten und auflehnenden Prozeß von Capitulation der deutschen Sozialdemokratie.

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Das Bewilligen der Krieggutschriften war das harbinger für den gleichmäßig kompletten und auflehnenden Prozeß von Capitulation der deutschen Sozialdemokratie.

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In den Interessen ihrer Profite, haben sie den Haß unter den Leuten, diese aufgelockert, die zum Ausbruch des Krieges beiträgt. 

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Die Arbeiter haben nichts, von diesem Krieg zu gewinnen, aber sie stehen, um alles zu verlieren, das zu ihnen lieb ist.

 

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Olympe de Gouges

Olympe de Gouges,
Pastell von Alexander Kucharski (1741–1819)

Olympe de Gouges (eigentlich Marie Gouze; * 7. Mai 1748 in Montauban; † 3. November 1793 in Paris), war eine Revolutionärin, Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und Autorin von Theaterstücken im Zeitalter der Aufklärung. Sie ist die Verfasserin der Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin von 1791.

 

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Das Dokument besteht aus mehreren Teilen, veröffentlicht im September 1791 unter dem Titel „Die Rechte der Frau“:

Brief an die Königin
Die Rechte der Frau (Anrufung: „Mann bist du im Stande gerecht zu sein…“)
Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin (an die Nationalversammlung)
Präambel
Artikel I bis XVII
Postambel
Form des Sozialvertrages zwischen Mann und Frau
Zwei Postskripte

Auszug: „Das an Schönheit wie an Mut, die Beschwernisse der Mutterschaft betreffend, überlegene Geschlecht … erklärt die folgenden Rechte der Frau und Bürgerin:

Artikel 01: Die Frau wird frei geboren und bleibt dem Manne gleich in allen Rechten. Die gesellschaftlichen Unterschiede können nur im allgemeinen Nutzen begründet sein. …

Artikel 04: Freiheit und Gerechtigkeit beruhen darauf, dass dem anderen abgegolten wird, was ihm zusteht. So stößt die Frau bei der Wahrnehmung ihrer natürlichen Rechte nur an die ihr von der Tyrannei des Mannes gesetzten Grenzen; diese müssen durch die von der Natur und Vernunft diktierten Gesetze neu gezogen werden. …

Artikel 06: Das Gesetz soll Ausdruck des Willens aller sein; alle Bürger und Bürgerinnen sollen persönlich oder über ihren Vertreter zu seiner Entstehung beitragen. …

Artikel 10: Die Frau hat das Recht, das Schafott zu besteigen. Gleichermaßen muss ihr das Recht zugestanden werden, eine Rednertribüne zu besteigen. …

Artikel 13: Zu Fron und lästigen Pflichten wird die Frau ohne Unterschied herangezogen und muss deshalb bei der Zuteilung von Stellungen und Würden, in niederen und höheren Ämtern sowie im Gewerbe berücksichtigt werden. …

Artikel 16: Eine Verfassung aber, an deren Ausarbeitung nicht die Mehrheit der Bevölkerung [der Frauen] mitgewirkt hat, … wird null und nichtig.“

Beigefügt hat Olympe de Gouges einen an Rousseau erinnernden Gesellschaftsvertrag, in dem die Eherechte auf gleichberechtigter Basis geregelt wurden. Im Nachwort fordert sie die Frauen auf die Philosophie zu studieren und die Ideen der Aufklärung zu verfolgen.

 

 

 

 

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Elisabeth Selbert

 

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Elisabeth Selbert, geborene Martha Elisabeth Rohde (* 22. September 1896 in Kassel, † 9. Juni 1986 ebenda), war eine deutsche Politikerin und Juristin. Sie war eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“. Die Aufnahme der Gleichberechtigung in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung war zum großen Teil ihr Verdienst.

 

Mithilfe damaliger Frauenrechtsorganisationen und anderer Abgeordneter konnte Elisabeth Selbert – nach mehreren gescheiterten Abstimmungen – schließlich den Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ durchsetzen. Es war ihr darum gegangen, dass die Gleichberechtigung als Verfassungsgrundsatz aufgenommen wurde, so dass viele der damaligen familienrechtlichen Bestimmungen (die aus dem Jahr 1896 stammten) im Bürgerlichen Gesetzbuch ebenfalls überarbeitet werden mussten, da sie diesem Grundsatz widersprachen. Die Adenauer-Regierung ließ den für eine Übergangsregelung im Artikel 117 gesetzten Termin „31. März 1953“ jedoch tatenlos verstreichen.

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„Die mangelnde Heranziehung von Frauen zu öffentlichen Ämtern und ihre geringe Beteiligung in den Parlamenten ist doch schlicht Verfassungsbruch in Permanenz.“

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Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg (1915)

Rosa Luxemburg (* 5. März 1871 als Rozalia Luksenburg in Zamość (Kongresspolen); † 15. Januar 1919 in Berlin) war eine einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und „proletarischen Internationalismus“.

Seit 1887 wirkte sie in der polnischen, seit 1898 auch in der deutschen Sozialdemokratie. Dort bekämpfte sie von Beginn an Nationalismus, Opportunismus und Revisionismus. Sie trat für Massenstreiks als Mittel sozialpolitischer Veränderungen und zur Kriegsverhinderung ein. Sofort nach Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 gründete sie die „Gruppe Internationale“, aus der der Spartakusbund hervorging. Diesen leitete sie als politische Gefangene zusammen mit Karl Liebknecht durch politische Schriften, in denen sie die Burgfriedenspolitik der SPD analysierte und verurteilte. Sie bejahte Lenins Oktoberrevolution, kritisierte aber zugleich die Parteidiktatur der Bolschewiki. In der Novemberrevolution versuchte sie als Chefredakteurin der Zeitung Die Rote Fahne in Berlin auf das Zeitgeschehen Einfluss zu nehmen. Als Autorin des Spartakusbund-Programms forderte sie am 14. Dezember 1918 eine Räterepublik und Entmachtung des Militärs. Anfang 1919 gründete sie die Kommunistische Partei Deutschlands mit, die ihr Programm annahm, aber die von ihr geforderte Teilnahme an den bevorstehenden Parlamentswahlen ablehnte. Nachdem der folgende Spartakusaufstand niedergeschlagen worden war, wurde sie zusammen mit Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet.

Rosa Luxemburg wird international auch von manchen politischen Gegnern geachtet. Ihre Positionen werden weiterhin diskutiert.

 

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Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

Rosa Luxemburg (1870 – 1919), deutsche sozialistische Politikerin polnischer Herkunft, Mitbegründerin der KPD

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Selbstkritik, rücksichtslose, grausame, bis auf den Grund der Dinge gehende Selbstkritik ist Lebensluft und Lebenslicht der proletarischen Bewegung.

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Die Mißachtung des Lebens und die Brutalität gegen den Menschen lassen die Fähigkeit des Menschen zur Unmenschlichkeit erkennen. – Sie kann und darf kein Mittel irgendeiner Konfliktlösung sein und bleiben.

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15Ohne allgemeine Wahlen, ungehemmte Presse- und Versammlungsfreiheit, freien Meinungskampf erstirbt das Leben in jeder öffentlichen Institution, wird zum Scheinleben, in der die Bürokratie allein das tätige Element bleibt. Das öffentliche Leben schläft allmählich ein. Einige Dutzend Parteiführer von unerschöpflicher Energie und grenzenlosem Idealismus dirigieren und regieren. Unter ihnen leidet die Wirklichkeit. Ein Dutzend hervorragender Köpfe und eine Elite der Arbeiterschaft wird von Zeit zu Zeit zu Versammlungen aufgeboten, um den Reden der Führer Beifall zu klatschen und vorgelegten Resolutionen einstimmig zuzustimmen. Im Grunde also eine Cliquenwirtschaft – eine Diktatur allerdings, aber nicht die Diktatur des Proletariats, sondern die Diktatur einer Handvoll Politiker, das heißt Diktatur im rein bürgerlichen Sinne.

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Christabel Pankhurst

Christabel Pankhurst, 1912

Christabel Harriette Pankhurst [ˈpæŋkhəst] (* 22. September 1880 in Manchester; † 13. Februar 1958 in Los Angeles, USA) war eine britische Suffragette. Sie setzte sich mit teilweise radikalen Mitteln für die Rechte von Frauen ein.

Leben

Pankhurst wurde als Tochter des Anwalts Richard Pankhurst und der Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst geboren. Sie hatte vier Geschwister, darunter Sylvia Pankhurst. Christabels Mutter Emmeline war eine Führungsperson in der Women’s Social and Political Union (WSPU); Christabel wurde bald zu einer helfenden Hand ihrer Mutter.

Nach einer ersten Verhaftung 1905, ausgelöst durch eine Verbalattacke, wurde Pankhurst zunehmend radikaler im Kampf für Frauenrechte. Pankhurst setzte sich mit Nachdruck für ein gesetzliches Frauenwahlrecht ein, so etwa im Vorfeld der Wahlen im Jahr 1909. Unter Zeitgenossen galt sie als umstritten und war vielfach auch Spott ausgesetzt. Um weiteren Verhaftungen zu entgehen, lebte sie in den Jahren 1912–1913 in Paris.

 

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2• It is our duty to make this world a better place for women.

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• What we suffragettes aspire to be when we are enfranchised is ambassadors of freedom to women in other parts of the world, who are not so free as we are.

7• Ability is sexless.

• The inferiority of women is a hideous lie which has been enforced by law and woven into the British constitution.

9• We are here to claim our rights as women, not only to be free, but to fight for freedom. It is our privilege, as well as our pride and our joy, to take some part in this militant movement, which, as we believe, means the regeneration of all humanity.

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• Never lose your temper with the Press or the public is a major rule of political life.

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We are not ashamed of what we have done, because, when you have a great cause to fight for, the moment of greatest humiliation is the moment when the spirit is proudest.

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Where peaceful means had failed, one act of militancy succeeded and never again was the cause ignored by that or any other newspaper.

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Suffragetten

Suffragettendemonstration in New York City (1912)

Protestplakat der amerikanischen Suffragetten gegen Woodrow Wilson 1918

Schaufenster einer amerikanischen Organisation, die sich gegen das Frauenwahlrecht wandte

Als Suffragetten (von englisch/französisch suffrageWahl‘) bezeichnete man Anfang des 20. Jahrhunderts (zentral 1903–1928) mehr oder weniger organisierte Frauenrechtlerinnen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten (hier war die selbstgewählte Bezeichnung eigentlich suffragist), die vor allem mit passivem Widerstand, Störungen offizieller Veranstaltungen bis hin zu Hungerstreiks für ein allgemeines Frauenwahlrecht eintraten. Die Suffragettenbewegung wurde überwiegend von Frauen aus dem Bürgertum getragen.

Im Nachlauf der Bewegung wurde der Begriff abwertend für engagierte Frauenrechtlerinnen verwendet. Insofern entspricht er dem heutigen Begriff Emanze in seiner pejorativen Bedeutung.

Alice Schwarzer

Alice Schwarzer (Oktober 2010)

Alice Sophie Schwarzer (* 3. Dezember 1942 in Wuppertal) ist eine deutsche Journalistin und Publizistin. Die Gründerin und Herausgeberin der Frauenzeitschrift Emma ist eine der bekanntesten Vertreterinnen der deutschen Frauenbewegung und versteht sich als Feministin.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Schwarzer

1970 freundete sich Schwarzer mit Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre an. Ihre Interviews mit de Beauvoir, geführt zwischen 1971 und 1982, erschienen 1983: Alice Schwarzer/Simone de Beauvoir: Weggefährtinnen im Gespräch. Ihr Fernsehporträt über de Beauvoir für den NDR von 1973 veröffentlichte sie 2009 als Buch im Emma-Verlag.Bildergebnis für Alice Schwarzer

Zusammen mit Monique Wittig gehörte Alice Schwarzer zu den Initiatorinnen des Pariser Mouvement pour la libération des femmes (MLF), eine der ersten feministischen Gruppen der französischen Frauenbewegung. Am 5. April 1971 veröffentlichte das französische Wochenmagazin Le Nouvel Observateur ein öffentliches Bekenntnis, in dem 343 Frauen, darunter viele Prominente wie Catherine Deneuve und Simone de Beauvoir, erklärten: „Eine Million Frauen pro Jahr lassen in Frankreich eine Abtreibung vornehmen. Sie tun dies unter gefährlichen Umständen, da die Abtreibung gesetzlich verboten ist. […] Ich erkläre, daß ich eine davon bin. Ich erkläre, daß ich abgetrieben habe.“ Bildergebnis für Alice SchwarzerAuf spektakuläre Weise forderten sie die Legalisierung der Abtreibung und leiteten eine öffentliche Diskussion ein. Schwarzer exportierte diese Aktion unter dem Motto Frauen gegen den § 218 nach Deutschland. Höhepunkt war die Titelgeschichte der Illustrierten Stern am 6. Juni 1971, in der 374 Frauen öffentlich bekannten: Wir haben abgetrieben! Im Herbst desselben Jahres erschien Schwarzers erstes Buch Frauen gegen den § 218.

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