b1Eine Schießbude ist eine Attraktion auf Jahrmärkten, Kirmessen, Domen und anderen besonderen Veranstaltungen.b3

Beschaffenheit

Die Schießbude ist ein mobiles Häuschen, das an einer Längsseite offen ist. An ihr können Jahrmarktbesucher versuchen, möglichst viele Punkte durch das Abschießen von vorbeilaufenden Gegenständen oder feststehenden Plastik- oder Gipsröhrchen bzw. -plättchen zu sammeln. Die Ziele sind meist ca. zwei Meter entfernt.b4

Die Gegenstände befinden sich in verschiedenen Ebenen. Die vorbeilaufenden Zielobjekte können je nach Ebene verschieden schnell sein. Dazu gibt es je nach Punktzahl verschiedene Preise (Kuscheltiere, Spielzeug) zu gewinnen, die der Schießbudenbesitzer, der in der Schießbude steht, dem Besucher überreicht. Die bekanntesten Zielobjekte sind Tonfigürchen, Gipsröhrchen, Sektflaschen, Schieß- und Dreh- sowie Klappscheiben.b5

Geschossen wird mit einem speziellen Luftgewehr, das entweder nach jedem Schuss erneut geladen werden muss oder, beim Schießen auf bewegte Ziele, die Munition aus einem Kugelmagazin automatisch nachladen kann. Dabei werden entweder Knicklaufgewehre verwendet (nur für Einzelschüsse geeignet) oder Gewehre, die wie ein Karabinergewehr mit einem seitlichen Ladehebel versehen sind (auch nur für Einzelschüsse geeignet) und die verwendete Munition (meist Rundkugeln aus Blei) aus einem Magazin nachladen können oder Gewehre, die bei jeder Betätigung des Abzuges automatisch eine Kugel aus dem Magazin nachladen. Meistens sind auf Schießbuden die Luftgewehr-Karabiner Diana Modell 30, Anschütz 275 oder das Haenel 310 vertreten. Luftgewehre für Schießbuden sind zum Sportschießen ungeeignet, da sie zum einen nicht präzise auf 10 Meter (die Standardentfernung beim Sportschießen mit Luftdruckwaffen) treffen können und zum anderen die verwendete Munition keine stabile Flugbahn auf 10 Meter garantiert.b7

Vorschriften

Der Betreiber einer Schießbude muss in Deutschland nach § 27 (1) WaffG (dort bezeichnet als „Schießen zur Belustigung“) für seine Schießstätte eine Erlaubnis haben. Die Schießbude ist sicherheitstechnisch von einem Schießstandsachverständigen sowie vom TÜV abzunehmen.b9

Bei einer Variante der Schießbude werden Lichtpunktgewehre verwendet und geschossen wird auf Ziele, die mit einem Sensor versehen sind und beim Treffen eine Aktion mit beweglichen Figuren auslösen. Da bei dieser Variante nicht mit echten Gewehren und Munition geschossen wird, ist die Überprüfung durch einen Schießstandsachverständigen nicht erforderlich.

 

 

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