Tagpfauenauge (Aglais io)

https://de.wikipedia.org/wiki/Tagpfauenauge

Die Sonne scheint. Es ist marm. Ich sitze gmütlich rauchend im Garten. Prötzlich landet ein Plauenauge auf dem weißen Plastiksessel neben mir. Sitzt mit geschossenen Flügeln. Öffnet sie kurz um mir das herliche Bild zu zeigen.

Eine tiefes Staunen ergrieft mich. Wie immer wenn ich draußen sitze. Wie kann das sein – wie kann diese Wesen sich entwickeln. Von  der Raupe zum Schmetterling. Wie kommen die raffinierten Farben und Zeichnungen zu stande.

Je älter ich werde, je mehr staune ich. Die Naturwissenschaft kann mir die Dinge nicht mehr erklären. Jetzt brauchen wir den Geist!

(Viellicht mal bei R. Steiner nachlesen – vorsicht, es gibt so vieles da – kann ein Leben lang dauern.)

Sehen Sie, der Schmetterling ist aus dem Licht geschaffen; aber das Licht mußte erst, indem es die Erdenmaterie in sich aufnahm und einen Kokon machte, in der Puppe zum Faden gemacht werden. Alles das, was entsteht an tierischen Wesenheiten, wird aus dem Licht heraus geschaffen. Auch der Mensch wird aus dem Licht heraus geschaffen durch die Vorgänge, die durch die Befruchtung des weiblichen Eikeimes geschehen; der schützt im Inneren des Menschen durch eine Hülle das Licht. Und in Wahrheit ist es das Licht, das den Menschen im Körper der Mutter schafft, das also die Möglichkeit schafft, daß der Mensch aus dem Lichte heraus entstehen kann. So sieht man also am Schmetterling, daß er aus dem Licht heraus, das erst gefangen worden ist, entsteht.“ (Lit.GA 351, S. 20f)