Die Silexzeitung

bitte Adblocker ausschalten – Einnahmen der Werbung für Waldorfschule Kräherwald Stuttgart Flüchtlingshilfe

Kategorie: sxlife

Riga – das Videocentrs Maris Gailis

 

Ähnliches Foto

Eines Tages brachte mein Freund Slapjums den Letten Maris Gailis an. Der hatte in Riga ein Geschäft – großhandel Verleih von Video Kasetten. Er wollte hier weitere Filme einkaufen, hatte aber kaum Keld – der Rubelkurs war miserabel – und wir setzten uns in ein Cafe und suchten eine Lösung. Gaulis hatte eine Dolmetscherin mitgebrcht – die junge Liga Bergmane. Da fiel mir ein, dass ich ja billig hunterte von Kasetten bei einem Hehler kaufen könnte. Also schlug ich vor, erstmal 1.000 Videocasetten für Riga zu liefern, und ich bekäme davür 10% der Verleieinnahmen. Gailis war sofort einverstanden.Ähnliches Foto

Am Ende der Sovietzeit durften kleine Cooperstive von 3 Man geachäfte treiben. So nahm auch der Verleih von US Filmen erheblich zu. Die US Regierung machte daher Druck auf Russland entweder die Rechte zu bezahlen oder den Verleih zu stoppen. Bildergebnis für TelexgerätIch kaufte  mir ein altes Telexgerüt für 500 Mark und sagte den Letten, wenn jemand käme um nach den Filmrechten zu fragen, sollten sie meine Telexadresse geben. Bildergebnis für Rubel WährungWenn dan eine Anfrage käme, könnte ich zurück „aus dem Ausland“ antworten: ja die Rechte sind vorhanden! Das klappte so gut, dass ich bald über ein Rubelkonto von 150.000 verfügte.

 

Riga Kinderkrankenhaus

Bildergebnis für children's hospital riga

Bei einem der Besuche in Riga bat ich darum das riesige (2.000 Bettten) Kinderkrankenhaus zu besuchen. Als ich den Direktor Lammers fragte, was man wohl brauche, hieß zuerst ein lektrogerät zum Veröden von Nasenbluten, dann Scalpelle – ihre wären 20 Jahre alt, und so oft wieder geschliffen, das sie kleiner geworden wären. Aber auch wstliches Material für Operationen sei sehr rar.

Beim nächsten Besuch konnte ich schon das Nasengerät, 20 Scalpelle und eine kleine Menge des OP Materials mitbringen.

Als ich dann später mit einem Kunden meiner Spielhalle Blue Diamond davon erzählte, stellte sich heraus, dass er Vertreter für diese OP Material sei.

Er könne leicht solches Material umstonst besorgen, den die Bundeswehr z.B. würde nichts älter als 6 Monate verwenden – aber zur OP wäre das allemal gut.

Er könne so viel davon besorgen wie ich wolle – gegen Punkte beim Bingo.

Ich kaufte dann einem 7 Tonner LKW, fand einen lettischen Fahrer und bald rollte die 1. Ladung mit hunderten Von OP Material nach Riga zum Kinderkrankenhaus.

Später wurd auch das Krankenhaus in Liepaja beglückt, wobei auch mehrere Zahnarztprakisausstattungen in den Osten gingen.

Riga Januar 1991 – Tod von Andris Slapins

Seit 1998 war ich häufig in Riga gewesen. Es gab Geschäfte mit dem Direktor des Videocentrs Maris Gaulis – später auch der Präsident des Lndes, und auch mein Engagement für die bio-dyn Landwirtschaft. Im Januar hatten die Sowjets beschlossen, die gelockerte Tiktatur wieder in den Griff zu bekommen. Der Irak-Krieg hatte begonnen, und man hoffte, die Welt würde die Aktionen in Vilnius und Riga nicht bemerken.Andris Slapiņš

Omom-Truppen, vergleichbar der GSG9, tauchten in Riga auf und schsossen gezielt.

Ich erhielt einen Anruf in Köln, ob ich nicht für den Präsidenten Godmanis einen Notfallkoffer für Verletzungen besorgen und nach Riga bringen könnte. Freunde besorgten den Koffer und ich flog über Kopenhagen nach Riga. Wegen der Krisenlage war ich der einzige Passagier. Abends kam ich in Riga an. Alle Strassen waren gegen Panzer blokiert mit Lastwagen, Steinen und Wagenladungen voll Holz. Es war kalt, und überall brannten Feuer. Im Hotel hatte sich auch die Regierung versammelt, die Omon schossen und ich mußte vorerst ins Hotel Riga gehen, wo ich Freunde hatte. Schon auf der Fahrt wurden wir immer wieder umgeleitet weil Omon Schützen feuerten. Men Freund Juris – immer filmend, wollte die Omon Schützen aufnehmen. Die waren geschult, und schossen sofort auf die blingenden Lampen der Kamera. So starb mein Freund. Oben sind diese letzten Aufnahmen die er filmte..

In der Nacht war er im Dom aufgebahrt. Mein Fahrer besorgte mir eine Bibel und ich konnte so wenigstens das Johannes Evangelium lesen.

Auch nach 17 Jahren blutet mir das Herz noch.

Montag früh konnte ich im lettischen Fernsehen eine kleine Feier für Andris halten: ich sagte dabei, daß Lettland bald frei sein würde, und wenn man den Finger in der Revolver stecke, sie blokieren würde, und sprach den Steiner Spruch“ Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft und in der Gemeinschaft lebet der Einzelseele Kraft.“

Ich bat, mir fiel Filmaterial schnell zusammen zu stellen, daß ich dann in Köln zum ZDF brin zugen würde. Das gelang und meine Kontakte – Hans Peter Kochenrath (http://www.imdb.com/name/nm1118651/) sendeten dies zur Tagesschau.

Vieleicht hat es geholfen, Lettland befreien.

2 Stents für mein Herz – die Zukunft ist wieder rosig!

4Wegen schwerer Kreislaufprobleme,  Atemnot und Husten rif meine liebe Frau den Notarzt – der brachte mich gegen 20 Uhr in die Klinik. Diagnose – Lungenentzündung.

Es war Samstag.

Montags dann all die Checks.1

Am Diestag dann der Herzcheck mit Ultraschall. Die Ärztin brauchte lange, schob die Apparatur immer wieder hin und her – sagte natürlich nichts.

Am nächsten Morgen, kam der Stationsazt – ein freundlicher Junger Mann, und meinte, ich hätte Probleme mit der Durchblutung des Herzens. Daher kämen auch die Rhytmusstörungen und nicht von meinem Roemheldsyndrom. Na so was! – Lunge ja – ich war immer starker Raucher, aber Herz bisher nie!

Ok, sagte ich, gottseidank war Christa auch gerade erschienen, und der Arzt ging alle Risiken durch, was ich dann unterschrieb.

Am nächsten Morgen dann in den OP. Erst kam ein langer Draht in die rechte Beinschlagader. Nach der kurzen Vereisung spürte ich nur Gefühle – keine Schmerzen – spührte wie die lange Spirale immer weiter die Ader hochgeschoben wurde, bis das Herz erreicht war.2

Faszinierend, wie die Aufnahmetechnik an krängenden und sich drehenden Galgen über mir hin und fort schwang um die richtigen Blickwinkel zu erreichen.

Arzt bewegte die Armaturen blitzschnell und präzise. Zwischendurch verschwand er um die Ecke um sich mit einem anderen Arzt zu beraten.

Das dauerte etwa eine Stunde.3

In der nächsten Stunde zug er dann 2 Stente ein.

Kurz bevor ich nicht mehr auf dem Rücken liegen lonnte, war er fertig – noch der Pressverband um Blutungen zu stoppen, und ich kam wieder auf mein bequemes Bett und murde in mein Zimmer gefahren.

Jetzt 2 Tage später bin ich wieder zu  Hause. Auch der Druck des Roemheld-Syndroms ist weg.

28 Feb 2012 --- Angioplasty. Computer artwork of a stent being placed in a narrowed blood vessel. --- Image by © Sciepro/Science Photo Library/Corbis

28 Feb 2012 — Angioplasty. Computer artwork of a stent being placed in a narrowed blood vessel. — Image by © Sciepro/Science Photo Library/Corbis

Offensichtlich, hatte ich diese intensiven Panikattakken des Syndroms nicht nur wom Syndrom, sondern vom Herzen, das flatterte.6

Puh – bin ich froh, dass die Lungenentzündung mit Kreislaufzusammenbruch mich jetzt neu positioniert hat.

So sieht man den nächsten 20 Jahren doch sehr vertrauensvoll entgegen!

 

Carlos Fuente

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen

Mein kurzes glückliches Leben als Maler von 1245 Bildern.

Mit 60 war längst klar, dass ich immer malen wollte abe auch klar, dass ich es nicht konnte.

Doch dieses  Problem hat das Gloria http://gloria-theater.com/  gelöst. Uch war dort Hausmeister und bei der Deko für eine Sommerfelstpaty wand ich im Dekolader große Mallen weissen Stoffs.

Gesagt getan, ich schnitt Stücke 130 x 250 cm davon ab, stellte die Töpfe mit Acryl mit den Farben die ich fand vor mich hin, nahm große Pinsel und holte aus. Bei dieser Grösse mus man schnell und schwungvoll malen.

Ich erinnerte plötlich einen Freund früher in Berlin, der für Kino Anzeigeflächen Monsterfilmsnzeigen gemalt hatte, wobei ich oft zusah. Mit einer breiten Pinselbürste und schwungvollem Ausholen entstand so „Wom Winde Verweht“ in der Größe 5 mal 10 meter.

So war die erste Deko:    bikini_jpgBikini – hier sieht man gut noch die Falten des nesselstoffs

boot2_jpgBoot

brille_jpgBrille

cocktail_jpgcocktail

coctail

eis_jpgEisbecher

legs_jpgschöne Beine

liege_jpgLiegestuhl

sonne_jpgSonne

tanga_jpgTanga

tod_jpgDer Tod

truck_jpgTruck

voodoo_jpgVoodoo

ball_jpgBall

 

boot2_jpgDann kam ich auf die Idee die Bilder bei Ebay zu verkaufen – mal sehen ob andere auch Spass an den Bilden haben.

Hier die ersten extra für Ebay gemalten Bilder:

coctailCoctail

coctail3Coctail – Detail

fishFisch

fish505Fisch

fish5053Fisch – Detail

iceEisbecher

moule506Muscheln

moule5063Detail – das fand ich schon cool – ein Italiener hat es für sein Lokal gekauft – und ein Foto geschickt

osteria3Osteria

osteria4Osteria 4

zaun_jpgZaun

ab letzt gibt es keine Entwicklung mehr – je nach Laune  habe ich neue und alte Motive und Größen wiederholt.

4242

526cfarm516 Farm

531cottageCottage

532stormgirlsailStormgirl

536cballonbergBallon – bei Ebay wurde es Mode für chike Einrichtungen die Bilder in 2 Teilen zu hängen

543cstpink

549hobbitHoppit

556cottageCottage 2

565ctreeyellowiDas bild in eine Einrichtung popiert – so kann der Käufer es sich besser vorstellen

584treelifeAbend

600sfriendsFriends

601scotRuine

601scotiDetail

604cottageseaCottage 5

611childtreeKindermalen

623seachurchChurchruins

642churchChurch

729xcubeyComposition

846aby3 Teile

855comegDancing

856birdgBird

857dancestepsDancing

858danceseagDancing

860msblgEdelstahl auf schwarzer Heinwand

866msmbldito

868msbldito – dafür habe ich beim Edelstalgroßhändler Abfälle gekauft

869mored3Free

870moor3Free

871faceFace

874nudeNude

875abyFree

878liegenLiegen

longingLonging

nude in awe - 2 paintingsNude 2

conchitaConchita

Um alle Märkte zu nutzen, habe ich bald gleichzeitig in Italien, Frankreich, England – seltener Spanien oder Deutschland.

Die Italiener mochten meinen Stil am meisten – deshald hatte ich dann auch eine Italienische Webadresse und e-mail unter dem Namen Carlos Fuente – zm. csilex@fuente.it

wrack_jpgWrak

yacht2Yacht 2

wellebk3Welle

villamareVilla Mare

vinomonteVino Monte

vinomonte3Detail

vdwindWind

venusVenus im Park

villaVilla

vaseVase

treppeTreppe

treppe3Detail Treppe

treefairyTreefairy

torre4Torre

sunset1Sunset 1

sturmSturm

stormgirlc504Stormgirl

stormgirl3Detail

steg3Steg

springflowersSpringflowers

sowblueredYellowbluered

sowyellowrbYellowredblue

schiffSchiff

segelSegel

segel3Detail

romaRoma

rottenpRotten

salonSalon

racoltaRavolta

racolta3Detail

pieru4Pier 4

pot2Flowerpot

quand4aLa Dame

piersektBier.Sekt

piersekt3Detail

pieru3Pier 3

picniciPicnic 2

pierpalme1Pier-Palme

piersandPier Sand

picnicPicnic 5

893sfgraySunset

895sfblueBlueLife

896sfseaSunset at Sea

900hausHaus

904vieroseRosen

905sungraySunset.Storm

907manMan dont

908headstandKopfstand

911faunFaun 2

dining4Picnic

bar4Bar

Mit Seidenmalerei habe ich mich auch kurz versucht – hier einige Schals:

PIC0000427

PIC0000332

PIC00010

PIC000061Eine Tischgecke

blueyelllow4

heidiHeidi – Köpfe kamen gut an

heidi31Detail

kingKing

lagerf1Dear

1108cubegreenPeinture

crossr4Cross

crossyKreuz

Um bei Ebay in der Menge überhaupt gesehen zu werden, musste man viel mehr Geld für eine Vorzugsstellung ausgeben.  Sonst kein Verkauf. Irgendwann war auch das zu ende. Als ich anfing gab es bei Gemälden eta 1.000 gleichzeitig – nach 3 Jahren waren es  dann ca 4.000. Da fielen dann auch die Verkäufe unter ein kalkulierbares Maß.

Das Ende meiner Malerkarriere.

 

 

La Ciotat, Marseille und die Balletschule von Roland Petit

view

 Nachdem wir unsere Wohnung in Köln zu einem Soperpreis verkauft atten, zog es uns wieder ans Mittelmeer. Um nicht in einem Touristenort zu landen, wo alle deutsch sprachen, blieb dann La Ciotat.Die Schiffswerft – erst vor kurzem wegen fehlendem Bedarf in Frankreich, die Koreaner schweißteninzwischen billiger, hatten bisher den Touristen Rummel wegen des Krachs der Werften verhindert.

250px-StateLibQld_1_127603_Commissaire_Ramel_(ship) Die Sonnenhungrigen waren fast nur Franzosen, Rentner aus dem Norden, so war, Essen, Nahrung und Sprache französisisch. Der rote VW Bus (T 2) war schnell mit 3 Mädchen und Gepäck gepacht. Eifelautahn, Huxemburg, Nancy, und dann die endlose, schnurgeradeahn, sechsspurige Autobahn richtung Marseille.

Kurz vor Marseille nach links um Laciotat zu erreichen.Ich verlies Köln oft gegen 22 Uhr, und vor La Ciotat erklomm man einen Hügel, und oben sah man plötzlich das blaue Mittelmeer und La Ciotat liegen. Gedesmal ein ‚mindblowing‘ Erlebnis. Die Abfahrt ins Tal war so steil, dass man als  Notbremse rechts von der routeciotatAutobahn eine vierte Sur mit dicken Geröllsteinen anfelegt hatte, um LKWs zu premsen falls deren Bremsen versagten. Kann ja schon mal vorkommen, deshalb dürfen die Steigungen der Autobahnen nicht mehr als 4% betragen. Ältere werden mit ständigegem Schilderwald geschützt.

notarWir fanden schnell ein Hotel, bald auch ein Haus, das uns gefiel, der Notar, luxeriös antik eingerichtet, übrigens auch wie alle Fach- und Allgemeinärzte, bestellte extra eine Dolmetscherin.

 

sommerküche Gottseidank hatten wir bald ein Haus mit Garten, der klassischen  Sommerküche, Pinien, Lavendel und einem Garenhaus zum Vergrügen der Mädchen.

Die Hausverkäufer maren ein elegantes Paar aus Paris, Sorbonne Angehörige, sie mit wilder Afrofrisur, er nackten Füßen in Bootsschuhen, Kakihosen, schwarzem T-Shirt und schicken Blazer. Cool! Sie luden uns zum Austerginner ein, auch die Mädchen schlürften. schlauchboot

Das Grundstück hatte überall – gut versteckt – Tröpfchen Bewässerung, und all der Kram der nicht mit zurück nach Paris ging, niente uns noch Jahre später als auch wir das Haus wieder verkauft hatten und in Köln waren. 1 Schlauchboot mit 8 PS Evinrude, gute Angeln, ein Mountainbike, das ich auch 10 Jahre später noch fuhr usw.

Das Haus selbst war zweistöckig. Unten Eingangswohnraum, Wintergarten und klassische Küche in deren riesigem Kamin nun der El-Herd stand. Oben kleines Zimmer für die Kids, um es schön zu machen mit schicker Tabete musste ich alles dreimal wieder abreissen und neu kleben. Dann Mittelzimmer für all die Kleider und am Ende das Schlaftimmer, davor ein grosse Sonnenterasse. Provencalisch sollte es aussehen, also gab es die obligaten Streifen an der Wand.

bauziegelWie überall im Süden wurden die Häuserwände nicht mit Beton gegussen, sondern aus Hohlziegeln gemauert. Meist verwendet Mehrlochziegel,  in La Ciotat waren die Wände billig aus Einlochtiegeln. Wohl billig, weil es sich um Häuser für die Arbeiter der Werft handelte.

 

Die riesige Werft hat eine neue Nutzung als Schiffsdock für Reparatur und Neubau mächtiger Yachten – auch die Ocean Racing Millionenyachten werden hier gemaut, ausgestatten und repariert.

wert3

haven4

 

 

Nachdem der Strom bei der EDF angemeldet war, konnte man mit der Quitung der Überweisung alles andere erledigen. Auch die Anmeldung zur Schule und Crèche (Kindergarten) Ecole Maternele usw.ecolem Also zuerst die Älteste zur Schule, ter Weg war nich weit aber etwas gruselig, denn wegen der Atentate war auch die Schule wie alle öffenlichen Gebeude weitreumit von Gittern und Posizisten abgesperrt.

 

 

 

Nachmittags gingen wir oft in ein Cafè am Hafen. Die Kinder aßen Sandwichessalade

und wir Salade Nicoise, mit Thunfisch, Oliven und Ei.Bald waren wir Stammkunden.

 

 

Die Besitzerin wa allein mit einem kleinen Sohn und immer gut trauf. Die Musik war cool und französisch – besunders liebten wir Celine Dion

http://youtu.be/6rWnRnwT5J8
cafe

 

 

 

 

 

la_ciotat__france_photo

In der Zeitung fand meine Frau einen Hinweis : zu Ostern sind alle Kinder zu der Balletschule Roland Petit in Marseille eingeladen zu einem Workshop „Ballet kennenlernem und Eignung prüfen“.

schule

balletpSONY DSCTochter Anna schien so talentiert, dass die Lehrerin uns gringend bat, sie anzumelden. Eine grosse Ehre, denn Schüler konnten nur gerufen werden – wir taten das. Da die Fahrt von La Ciotal 1 h dauerte zogen wir also um nach Marseille.

schulvorführungSchulvorführung

Also zogen wir nach Marseille und fanden eine Wohnung in einer der alten Windmühlen auf dem Viertel Le Panier.

Vor 2.000 Jahren von den Grichen gegründet, ist es das älteste Viertel von Marseille.

marseille portMarseille – alter Hafen

strasse-le-panier_marseilleTreppen

treppen5panierTreppen rauf, Treppen runter – die Kinder rutschen lieber

spielplatzSpielen und  Fahradfahren

prace dw lenchePlace de Lenche – oft waren wir hier – Caffee, Mittag

barBar

wäscheWäscheleine über die Straße

gom obstObst, Gemüse

obenBlick von unserer Terasse, die Wohnung lag oben in einer der alten Windmühlen aus dem 16. Hahrh. Da damals Holz Mangelware war, wurden oft Reste aus agrewrackten Segelschiffen verwendet.

cafeAm Place de Lenche

chariteeCharitee – oben auf den Hügeln

obenMarseille

marseille portStadtcentrum, der Alte Hafen mit Fähren zur anderen Seite – wir wohnten gegenüber, aber Esther und Kitty lernten Ballet auf dieser Seilte – die Fähren kamen gerade recht

jazcafeDirekt am Hafen: Jazz Restaurant – gutes Essen, gute Jazzband, auch die Mädchen mochten es hier

typstrasseTypische Straße – eng und mit vielen Läden

drehorgelMit Musik rumfahren – die  Pferde gehen hoch und runter – ein fester Platz in Marseille

 

 

 

 

D

 

Mitschuld am Holocaust- Es gibt kein Entrinnen.

Arbeit macht frei

Adriana Altaras erzält in einem Interview, das Ihre Familien Zugehörigkeit zu den Holokaustopfern – obwohl selbst fröhlichen Gemüts ihr sie immer wieder in Tiefe Derssionen fallen läst.

Ahnenpass-axb02Meine Geschichte beginnt im Preussische Adel, wegen einer Adoption gibt es auch einen ‚Arier‘ Nachweis.

Doch habe ich seit .ich erinnern kann, das verzweifelnde Gefühl, mitschuldig zu sein. 1939 geboren, bei Kriegende 5 Jahre alt, ist eine Täterschaft wohl ausgeschlossen.

Jetzt bin ich 74 Jahre alt, und täglich überfällt mich eine tiefe, im Herzen Wunden öffnende Defression.

Der Tinitus wird ohrenbetäubend, die Lunge eingeschnürt, atmen wird mühsam, und die Mitschuld lässt vor der Seele plitzartig alles Gesehene und Gelesene, und Gehörte im Kopf rumrasen.

Es gibt kein Entrinen.

Es heißt immer wieder: aber du warst doch so jung,  du kannst nichts gemacht haben.

Doch ich kann mich doch nicht aus meiner Geschichte ausklinken. Ich bin hier geboren – in Deutschland – und wenn holocostich mich nicht als Wetbürger empfinde – geht ja auch – ein lieber Freund hat von seinem Vater noch eine Weltgürgerpass – das gabs mal in den Goldenen Zwanzigern, dann heißt es: ich war Deutsch, ich bin Deutsch und ich werde Deutsch sein. Also trage ich Mitschuld am Holocaust!

Bisher – in all den vergangenen Jahren – hat noch niemand zugeschimmt. Selbst ein guter Pfarrer der Christengemeinshaft, der dank Antroposohie es besser wissen sollte, einen besseren Überblick über das Geschehen in der Geistigen Welt haben sollte, verstand mich nicht.

Ich wäre doch zu Jung gewesen um dabei gewesen zu sein. Na ja, das war auch keine Hilfe. Allein Christoph Lindenberg schrieb mal, das durch den Holocaust der Engel unseres Vorkes uns verlassen hatte —

Meine ewige Trauer wird immer wieder durch tröstliche Worte der Ogfer / Juden gemildert. So die Bücher von Weinreb http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Weinreb#Hauptwerke oder die Filme über Alice Herz-Sommer, eine 109 Jahre alte Überlebende

 

 

http://youtu.be/AEuwS9mEfVE

 

http://youtu.be/v8zYjH2jS9A

 

USA 1954 der erste glückliche Kuss

Mit 14 hatte mich meine Tante  für ein Jahr nach Reisterstown bei Baltimore eingeladen.

gripsholm

Überfahrt mit der MS Gripsholm – 10 Tage!

In New York übernachten wir im Hotel Taft -cool – es gab heißes, kaltes und eisiges Wasser! Am nächsten Tag fuhren wir heimwärts – in dem riesigen Lincoln war genug Platz – ich konnte zwischen Tante und Onkel sitzen – auf diesen langsamen Highways durfte ich dann sogar steuern.

linkolnAuf der Fahrt durch Maryland war neu, dass alle Häuser, alle Zäune, überhaupt alles was aus Holz war, weiß gestrichen war.

Die Autos waren riesig, meist in „Two Tone“ (2 Farben) lackiert, und man schlich auf den schnurgeraden Autobahnen mit 90 kmh gelangweilt dahin. Ein neues, sanftes Erlebnis für mich.

zaun

porch

 

 

 

Ein erster Eindruck – alles war größer, schöner, bunter, reicher als zuhause wo alles grau, klein, teils noch in Trümmern häßlich davon abstach. Da wollte ich nie wieder weg.

Ich hatte ein schönes Zimmer im 1. Stock wo ich lernen konnte. Es gab eine Schreibmaschine womit ich die Schularbeiten machen durfte  und ich konnte viel basteln.

tvDa mein englisch meiner Tante nicht genügte, musste ich jeden Tag etwas übersetzen um besser die US Sprache zu können. Meist war es Silas Marner!

Abends durfte ich unten im Wohnzimmer 2 TV Sendungen zu je 1/2 Stunden genießen. Das hat wohl dem Englisch sehr geholfen.

klasseDann kam der erste Tag in der Franklin High School. Der Direktor begrüßte mich persönlich, eine Schülerin zeigte mir die Klassenzimmer und stellte mich den Lehren vor, die Lehrer blieben in ihrem Raum, man wanderte dann zu den jeweiligen Unterrichts Zimmern. Auch neu waren die Gruppen wie FTA Future Teachers Association, als Mitglied wurde man zur Aushilfe wenn der Lehrer mal zur Konferenz musste um die Klassen zu überwachen, ebenso rief der Chor, – ich sang dort gerne, zu Weihnachten   sangen wir sogar im Fernsehen –  alle hatten dicke Mäntel an, was bei der Studiohitze bös war, und als wir Silent Night vortrugen, sang ich als Highlight einen Vers in Deutsch, wobei die Harmoniumspielerin den Ton um eine 1/2 Stufe tiefer spielen musste, da ich gerade Stimmbruch hatte. Eine Schellakschallplatte wurde schnell vom Sender für mich gepresst – habe ich heute noch.

firetruckEin bewunderter Mitschüler war bei der Freiwilligen Feuerwehr – bei einem Brand heulte  eine Sirene so laut, dass man es überall hören konnte. Auch in der Schule. Sofort sprang der Mitschüler auf und raste raus um schnellstens zum Feuerwehrhaus zu rennen. Was haben wir ihn beneidet!

Die Schule war zweistöckig und da wegen des dauernden Gerennens in jeder Pause ein riesiger Verkehr stattfand, musste das natürlich auch geregelt weden. Größere Schüler waren dazu abgestellt, in den Gängen darauf zu achten, dass nur im  Rechtsverkehr gerannt wurde.
http://youtu.be/cvu1NZHCfJw

Frederick Wiseman ist wohl der größte Dokumentarfilmer den ich kenne, z.B. MEAT, dort hat er die Schlachthöfe in Chicago gefilmt.

Die Herrentoiletten hatten keine Türen, scheißend unterhielt man sich mit Anderen, auch den Lehrern.

dancingIn der Mittagspause – Schule war von 9 bis 4, gabs Tanzen in der Aula. Dort stand zu diesem Zweck ein Wurlitzer und neben Rosemarie Clooney „This ole house“, und Pat Boone gabs besonders beliebt Elvis mit Jailhouse Rock.

 

 

 

Morgens machte ich mir einen TLM (Tuna Lettuce Mayo) Sandwich für die große Pause und holte mir dazu Milch und Nachspeise. Beim Stöbern nach Fotos im Internet fand ich plötzlich mich in der Cafetaria. Wow!

school-cafeteria.me

Es gab zwar keine Schuluniform, doch inoffiziell Mode war: Charcoal Flanellhose, rosa Hemd und schwarzer Strickschlips. Im Sommer dann khaki pants wie oben. Farmersöhne Jeans, Schwarze gab es keine, Baltimore war gerade südlich der Mason Dixon Line, was hieß, die Schwarzen lebten in Ghettos, man sah sie nur als Fahrstuhlführer o.ä. –

coloredBei einem Kaufhausbesuch in Baltimore mit der Tante bemerkte sie, nach Verlassen des Fahrstuhls, dass die Scharzen doch sehr unangenehm röchen – und das nachdem das Paar – Der Onkel war Arzt und Jude – 1937 noch fliehen konnten. Selbst unter Vorurteilen gelitten aber andere – Schwarze – so bedenken – das hat mich damals sehr geschockt!

Lustig war der französisch Unterricht – der Lehrer sprach das mit amerikanischem  Accent !

In Englisch gab es einen  Busausflug in ein Kino, das gerade Culius Caesar mit Marlon Brando spielte.

Im Sport musste ich natürlich statt des US Football als Besucher aus old Germany Fussball spielen. Ein Desaster, da ich als Kind schon das nie mochte.sport Beim ersten Match mit einer anderen Schule, hab‘ ich einfach einen viel Größeren, der gerannt kam, gerempelt, so dass der Ball dann unser war – ich war also drin in der Mannschaft, bekam eine Fussballerkluft und einmal pro Monat zu Turnieren mit anderen Schulen. Schon wieder Ausfall des Unterrichts. Das Motto war damals, die Schulzeit solle so schön sein, dass man ein Leben lang daran freudig denke.

lawnwoerNach der Schule erst die Hausaufgaben, kaum der Rede wert, schnell Kreutzchen auf den Vordrucken der Lehrer bei multiple choice gemacht. Dann der Tante geholfen, Wäsche aufhängen, den Rasen mähen – zwei Stunden mit einem Handrasenmäher – recht schwer, gut für die Kondition !!! – puh —

drugsOft verbrachte ich viel Zeit im Drugstore eine Straße weiter. Mein Onkel war ja Arzt und kannte den Besitzer. Der Drugstore bot den Sodafountain für Softdrinks, bei Coke wurde der Becher mit cruched ice gefüllt und dann kam Sirup dazu, es gab Spielzeug, Zeitschriften, Kleidung, Arznei, Bücher usw. Besonders alle wichtigen Comics, die ich kostenlos dank meines Onkels lesen durfte. Besonders liebte ich Sweety Pie und Sylvester, Bugs Bunny, Roat Runner und alle Marels.

Oder ich bastelte zu Hause. Das Rasenmähen brachte pro Mal 2 $ und als erstes kam ein Bastelkasten mit einem Crysalradio. Nach dem Zusammenbau stocherte man mit einem Draht auf dem Kristal rum bis man was hörte.

planeIch sammelte mehr $ und ein Fesselflugzeug kam dran. Tagelanges Aussägen, Leimen, Malen, Motoreinbauen. Auf dem Schulhof habe ich Stunden damit  verbracht die Propeller zu drehen bis die Finger wund waren. Ich habe wohl kein Händchen dafür. Ausser 2-3 Runden passierte nichts.

1rotrodDann gad es noch einen Vetter mit einer wunderschönen Frau, der als Oberschüler natürlich einen Hotrod fuhr und jetzt den ausgefallenen Studebaker. 1studebaker

Und meine Cousine, mit Mann, 8 jährigem Sohn und Balletschule für Kinder – natürlich kleinen Mädchen, die zur Freude ihrer Eltern 2 mal im Jahr einstudierte Tänze aufführten.:

1balletEs gab 3 dieser Balletschulen, eine im Haus und 2 in anderen kleinen Städtchen. Also bat mich die Tante, ob ich für den Jungen babysitten würde. Gerne. Wir hatten viel Saß beim simulieren von SF Filmen: „here is D.Vader, calling Strong Power“ usw.

1militarEr ging auf eine Privatschule, was fast immer bedeutete, dass sie militärisch aufgebaut war. Mit 9 hatte er die militärische Laufbahn erfolgreich durchlaufen, und ich sehe ihn noch auf dem Schulhof seine „Soldaten“ in Uniform zusammen zu schreien. „Attention, at ease, usw“bike

Sein Fahrrad sah auch etwas anders aus.

 

twobyfourIm Sommer ließ meine Cousine einen Anbau für die Balletschule machen. Faszinierend wie die Bauarbeiter in Kürze aus Holzbbohlen „two by four“ zusammennagelten. Erst wurden die Wände flach auf dem Boden erstellt, dann aufgerichtet und zusammengenagelt.

Auf das Dach kamen whousefarbige Teerpappenschindeln. So sind fast 90% aller Haeuser in den USA gebaut. Stein, wie bei uns ist kaum bekannt. Die Folgen sieht man jedes Jahr bei den Waldbränden in Californien.

sandwichDamit ich nicht negativ schon durch die Kleidung auffiel, fuhr die Cousine mit mir zu einem Superstore – Einkaufszentrum auf der „grünen Wiese“. Alles von Kopf bis Fuß. Unterhosen, Tshirt, Hemden, Hosen, Jacke, – für Sommer und Winter. Nach erfolgtem Einkauf gingen wir etwas essen – immer Neues versuchend bestellte ich einen Turkey Triple Decker Sandwich. Riesig!. Kurz vor Ende fand ich eine Fischgräte – sofort kam ein Neuer –  puuh – das konnte ich kaum noch runterkriegen .

Das Essen war auch neu . Sowohl Tante als auch Cousine kochten wenig frisch. Grundlage war Tinfood,  Büchsennahrung. Selbst der Tee war gefriergetrocknet. Das habe ich in Deutschland dann sehr vermisst – dort gab es dann nur Eistee mit Zitrone.

turkeyNatürlich wurden große Festtage mit stundenlangem Turkeybraten gefeiert.

 

 

chevvy Oft, wenn der Neffe Schulausflüge machte, begleitete ich die Cousine auf den langen Fahrten zu den auswärtigen Balletstunden. In dem riesigen Chevrolet lag ich dann auf der Sitzbank – natürlich gab es Lenkradschaltung, mit dem Kopf auf ihrem Schoß.  Und viel später zuhause, ergab sich der erste Kuss – ich erinnere noch mein Staunen: also das  machen die im Kino!

Die Sommerferien dauerten 3 Monate. Erst besuchte ich einen anderen Onkel, der hatte in Gettysburg eine Milchfarm. DasMelken um 5 h morgens übernahm oft der Älteste – ich durfte mitmachen.

farmZitzen der Kühe abwaschen, die tragbare Melkmaschine anlegen, nächste Kuh, bis die achtzigste fertig war. Dann der Chlorgestank beim Auswaschen der Geräte.

tractorBeim Frühstück schlürfte der Neffe 3 rohe Einer – puh! Dann gings aufs Feld um die jungen Maispflänzchen mit einem John Deere zu hacken. Er fuhr im 5. Gang durch ohne die Maisreihen zu beschädigen, ich schaffte gerade mal den dritten. Es war aber auch recht mühsam, weil der Traktor keine Fußkupplung hatte – also musste mit den Kupplungshebel per Hand bedienen, mit der anderen einen Gang einlegen – mit der Hand wieder einkuppeln.

rehobothDanach lud mich die Cousine zu 14 Taden Ferien in Rehoboth Beach am Atlantik ein.

Es gab eine kleine „Cottage“ und ich lernte endlich Schwimmen. Mit langen Flossen und im Salzwasser ging das richtig gut, solange bis es auch ohne ging. Zuhause hatte ich cottagedas nie gelernt, wohl auch weil wir dauernd umzogen und die Schule nach dem Krieg noch wenig Sport anbot.

 

xmasWeihnachten kam mit Schnee. Oft fuhren wir nachts durch Straßen um all die Lichterdekoration zu sehen. 1954 gab es das zuhause noch nicht.

churchDie Kirche die wir am 24. Nachts besuchten, um die Messe zu feiern, war Episcopal. Dorthin ging ich auch sonntags zum Kindergottesdienst. Oft waren mir die Lieder aus früher Kindheit im evangelischen Gottesdienst bekannt.

Leider war nach einem Jahr die schöne Zeit vorbei. Auch war eine längere Aufenthaltsgenehmigung nicht möglich. Besonders war mir das Herz schwer voll Wehmut wegen des wunderbaren Verliebtseins.

Zum Abschied bekam ich zwei Gedichtbände – Morgenstern und Rilke.

omeganman

 

 

p.s. Wieder zuhause sah ich alle Amerikanischen Filme an und sehnte neworleansmich nach dem Land. Auch um die Wohn- und Lebenssituation zu genießen. Z.B. wunderte ich mich allerdings bei dem Film Omaga Man, wie die Hollywoodmacher  alle diese Straßen in Atlanta abgesperrt hatten. Als ich 1980 wieder dort war, sah ich den Grund. Alle Innenstädte waren vollkommen verlassen. Geschäfte und Bürger ins Grüne gezogen, die City verkam zum Slum. Außer Atlanta war besonders New Orleans bewerkenswert. Im Zentrum Wolkenkratzer wie der von Shell, rundherum Leere. Auch die Bewohner waren verarmt gegenüber 1954. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

 

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

banner