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Kategorie: Syrien

Die Wasserräder von Hama – Syrien

Hama (arabisch حماة, DMG Ḥamāh, luwisch Imat, aramäisch ܚܡܬ Ḥamat, hebräisch חמהḤamah „Festung“) ist die Hauptstadt des Gouvernements Hama in Syrien. Die als konservativ geltende Stadt liegt am Orontes im Zentrum der mittelsyrischen Ackerbauebene an der Fernstraße zwischen Aleppo und Damaskus. Sie gehört zu den ältesten durchgehend besiedelten Städten Syriens.Bildergebnis für wasserräder hama syrien

Das Gebiet um Hama ist seit 10.000 v. Chr. durchgängig besiedelt, einzelne Spuren reichen bis in die Altsteinzeit zurück.

Dänische Archäologen entdeckten bei Ausgrabungen 1931 bis 1938 an dem am nördlichen Stadtrand des modernen Hama gelegenen Haupthügel Siedlungsspuren aus dem 5. vorchristlichen Jahrtausend und insgesamt zwölf Schichten bis in die islamische Zeit. Der Tell war 336 m lang, 215 m breit und 46 m hoch.Ähnliches Foto

Die Westexpansion des Assyrischen Reiches brachte im 9. Jahrhundert auch Hama in Bedrängnis. In der Schlacht bei Qarqar am Orontes 853 v. Chr. trat König Irhuleni (Urhilina) den Assyrern unter Salmanassar III. (858 v. Chr. bis ca. 824 v. Chr.) gemeinsam mit seinen Verbündeten, u. a. Damaskus, Israel und die phönizischen Küstenstädte, bei Qarqar am Orontes entgegen. Dabei konnte der assyrische Großkönig zwar mehrere Städte erobern. Wie nachfolgende Schlachten der Jahre bis 845 zeigen, scheint ihm dabei jedoch kein durchschlagender Erfolg beschieden gewesen zu sein.

Ab wann Hama unter assyrischer Oberherrschaft stand, ist unklar, für den Beginn des 8. Jahrhunderts ist es jedoch belegt. In diese Zeit fallen etwa die von König Zakkur von Hama in seiner Stele berichteten Ereignisse: Er wurde durch eine Koalition von Qu’e, Unqi, Meliddu, Ja’udi und Bir-Hadad III. bedroht, aber durch göttliche Hilfe und nicht zuletzt einen Feldzug Adad-niraris III. gerettet.Ähnliches Foto

Nach einem Aufstand wurde Hama 738 v. Chr. von den Assyrern zurückerobert und sein Gebiet verkleinert, aber nicht annektiert. Vielmehr begegnet in den Tributlisten der Jahre 738 und 732 ein Vasallenkönig namens Eni-ilu. Wenig später ereignete sich unter König Jau-bi’di ein letzter Aufstand. Nach einer Inschrift von Sargon II. hatte Jau-bi’di, „einer aus dem Troß“, „ein böser Hethiter“ die Macht in Hama an sich gerissen und sich dann mit Arpad, Simirra, Aram und Samariaverbündet. Der assyrische König sammelte seine Truppen in Qarqar, der Lieblingsstadt von Jau-bi’di, die er belagerte und verbrannte. Jau-bi’di wurde bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen, „seine Haut rot wie Wolle gefärbt“, und Sargon schuf, wie er sich rühmte, wieder Ordnung und Harmonie in der Region. Die Schindung Jau-bi’dis ist im Saal VIII (Platte 25) in Nimrud bildlich dargestellt.Bildergebnis für wasserräder hama syrien Danach zog Sargon gegen Hanunu von Gaza, der bei Rapihu vernichtend geschlagen und gefangen wurde, während sein Verbündeter Re’e, der „Tartan“ des ägyptischen Pharao, zurück nach Ägypten floh. Nach 2. Könige 17 in der Bibel siedelte Sargon Bewohner des eroberten Hamath in das 722 v. Chr. neu eroberte Samaria um 719 v. Chr. wurden Itti von Allabria und seine Anhänger von Sargon II. nach Hamath deportiert. Ob Hama anschließend Sitz eines assyrischen Provinzgouverneurs wurde, ist unklar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hama_(Syrien)

Aeham Ahmad

Aeham Ahmad (arabisch أيهم أحمد, DMG Ayham Aḥmad; auch: Aeham Al Ahmad, Aiham Ahmed; * 1988 in Jarmuk, Syrien) ist ein palästinensisch-syrischer Pianist. Internationale Bekanntheit erlangte er 2014/2015 durch seine öffentlichen Auftritte im Flüchtlingslager Jarmuk – als „Pianist in den Trümmern“ –  während des Bürgerkriegs in Syrien. Inzwischen lebt Ahmad als Flüchtling in Deutschland.Bildergebnis für Aeham Ahmad

Aeham Ahmad wuchs als palästinensischer Flüchtling im syrischen Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus auf. Seit seinem fünften Lebensjahr lernte er Klavier spielen, zunächst im Konservatorium in Damaskus, von 2006 bis 2011 studierte er an der musikalischen Fakultät der Baath-Universität in Homs.Bildergebnis für Aeham Ahmad

Jarmuk war seit 2013 von verschiedenen Parteien des Bürgerkriegs umkämpft. Im Laufe von Kriegshandlungen, Belagerung und Hunger dezimierte sich die Einwohnerzahl von vorher 150.000 auf 16.000 Menschen im Jahr 2015.[3] Während dieser Zeit transportierte Ahmad sein Klavier auf einem Anhänger oder Pick-Up und trat auf Straßen und öffentlichen Plätzen auf. Videos von diesen Auftritten, häufig vor allem mit Kindern als Publikum, wurden in sozialen Netzwerken geteilt und seine Geschichte erfuhr international Medienberichterstattung.Bildergebnis für Aeham Ahmad

Nachdem das Flüchtlingslager im April 2015 von den Kämpfern des „Islamischen Staates“ eingenommen worden war, zerstörten diese bei einer Kontrolle sein Klavier. In dieser Situation entschied er sich, seine Heimat zu verlassen. Am 2. August floh er aus Jarmuk und kam über Izmir, Lesbos und die Balkanroute im September 2015 als Flüchtling nach Deutschland, wo er zunächst in einer Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Kirchheim lebte.Bildergebnis für Aeham Ahmad

2015 erhielt er in Bonn den erstmals verliehenen Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion – der Preis sollte ursprünglich erst 2016 zum ersten Mal verliehen werden, die Verleihung wurde aber aufgrund des „überragenden Einsatzes“ von Ahmad auf 2015 vorgezogen. Erste Auftritte in Deutschland hatte er bei einem Konzert für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer in München im Oktober 2015 sowie einem Benefizkonzert zugunsten der Bochumer Flüchtlingshilfe zusammen mit den Bochumer Symphonikern. Durch einen Granatsplitter in seiner linken Hand wird ihm eine weitere Karriere als klassischer Pianist voraussichtlich versperrt bleiben.

Ahmad ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seine Familie konnte im August 2016 nach Deutschland nachziehen.

Musik gegen Krieg

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Eine unglaubliche Geschichte – des palästinensischen Musikers Aeham Ahmad.

Ahmad wuchs in Jarmuk, in einem palästinensischen Flüchtlingslager auf. Er spielte mit seinem Klavier dort so lange in den zerbombten Straßen gegen die Schrecken des Krieges an, bis man ihm sein Instrument wegnahm und er flüchten musste.

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Aeham Ahmads Finger gleiten geschwind über die Tasten des Flügels, der in der Aula des Hermann-Gmeiner-Berufskollegs steht. Die Schüler klatschen, einige singen sogar mit. Der Pianist war gestern im Berufskolleg zu Gast. Er spielte aber nicht nur Klavier, sondern berichtete den Schülern auch von seinem Leben in Syrien und der Flucht nach Deutschland.

Bildergebnis für Aeham Ahmad

Dank an diesen stolzen Menschen!

 

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