Kategorie: Umwelt (Seite 1 von 2)

Terra Preta – das Ende der Wassernot – die Ewige Fruchtbarkeit des Bodens und Wüsten

Vor tausenden von Jahren entwickelten die Indianer am Amazonas die Technik der Terra Preta.

Wie auf anderen Gebieten – z.B. der Homöopatischen Heilkunst – geht auch hier die Entwicklung der Terra Preta auf die geistigen Forschungungen von Schananen zurück. Die Terra Preta Gebiete werden auch heute noch von den Indianern zur Erzeugung ihrer Nahrung benutzt. Die Fruchtbarkeit kann man der Bio-dyn Landwirtschaft vergleichen.

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Eine gute Einführung zeigt dieser Film
http://youtu.be/uAWQd4lx77Q

Terra Preta  großflächiger Anbau

kleingartenTerra Preta im Kleingarten – wir haben überall Terra  Preta dort ausgebracht, vo wir im letzten Jahr bei Trokkenheit ständig giessen mussten. In diesem heißen Frühjahr 2014 – war fiessen nicht mehr nötig. Kosten: 60 kg für 32 Euro.

Terra preta – Wikipedia

Terra preta (portugiesisch für „schwarze Erde“) beziehungsweise Terra preta do indio wird ein im Amazonasbecken anzutreffender, anthropogener Boden, genauer ein Hortic Anthrosol genannt. Der Boden besteht aus einer Mischung von Holz- und Pflanzenkohle, menschlichen Fäkalien, Dung und Kompost durchsetzt mit Tonscherben und gelegentlich auch Knochen sowie Fischgräten.

Aufgrund der Farbe und dem Anteil an pyrogenem Kohlenstoff wird Terra preta auch als Indianer-Schwarzerde Amazoniens bezeichnet, ist aus bodenkundlicher Sicht aber keine Schwarzerde.

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In solchen Tontöpfen wurden in den großen Städten mit Hochhäusern vor 4000 Jahren die Fäkalien aufgefangen und zu Terra Preta verarbeitet. Heute braucht man in Hochhäusern für die Fasserspühlung 100 Liter Wasser pro mal für die Toilette.

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Allein der tägliche Wasserverbrauch ist durch Bewässerung in der Landwirtschalt, den Golfplätzen und im Haus fo groß, das allein das Trinkwasser in Deutschland 7 mal durch den Menschen fließt. Die Glärwerke kommen kaum noch nach, ein Großteil der Chemischen Düngung und auch der ins Wasser gesülten Arzneimittel können nicht mehr heraus gefiltert werden. Fazit, wenn Arznei gebraucht wird, hilft sie nicht mehr weil der Körper schon daran gewohnt ist und das Grindwasser ist so Nitratvverseucht, das in manchen Gegenden alle Säuglingen kostelos von der Stadt Mineralwasser bekommen.

tuilette1Beispiel einer Terra Preta Trockentoilette

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selbst hertellen: Holzkohle-ofenholzkohle

 

 

Herstellung in Österreich: herstellung

 

Der süsse Duft von Mist und die biologisch dynamische Landwirtschaft

Rittergut_Sellendorf_Sammlung_Duncker

Ich bin 13 Tage nach Beginn des II. Weltkrieges geboren. Wegen der Unruhen des Krieges in Berlin hielten es meine Eltern für angebracht, dass ich meine Kindheit unbeschwert auf den Gütern der Großeltern erleben sollte.
Die ersten Erinnerungen an Rittgarten /Uckermark zeigen Bilder von Kuhställen, Scheunen voll Heu, einem Kaltblüter Gespann, dass von einem alten Landarbeiter geführt, kleinere Transporte erledigte wie Ackergerät zu den Feldern bringen, Feldsteine zum Bau herbeischaffen, oder auch den Eber, den Großvater geschossen hatte mit einer Schleppe zurück zu holen. Ich durfte auf dem Eber sitzen, und saß auch ständig auf einem der Ackergäule mit weit gestreckten Beinen.

Pflügen mit 2 Dampfmaschinen – Anfang 20. Jahrh. üblich auf den riesigen Schlägen der  märkischen Güter.

Oderbruch, Frühjahrsbestellung, Einsatz einer Lokomobile

Die Bilder, die ich heute noch liebe waren das eine – doch wichtiger noch ist die Erinnerung an die Düfte und Gerüche. Das Heu in den Scheunen, die Kühe in den Ställen, die warme Milch – von endlosen Reihen der Schweizer auf angebundenen ein beinigen Hockern sitzend – gemolken – manch Strahl traf den aufgerissenen Mund und auch das ganze Gesicht war dann nass und roch so gut.
Und erst der Mist. Der sanfte warme Pferdemist. Der wild duftende Kuhmist. Und als Krönung der bissige herrliche Schweinemist vermischt mit dem im Stroh Rascheln, Schnauben, Grunzen Quietschen dieser uns so nahen Tiere.

ochsenjochSpäter zogen Teams von 5 paar Ochsen die tiefschar Pflüge durch den Acker.

Heute kann ich kaum noch diesen Duft riechen. Die Kühe werden mit Grass- oder anderer Silage gefüttert. Futter, das mit Überdüngung schnell wächst  – nie ausreifen darf,  triebig und geil ist, ein Futter, dass nur Blähungen und Durchfall erzeugt. Stinkt erbärmlich. Hat aber den Vorteil, dass der unbequeme Spaltenboden (kann das wirklich fröhlich stimmen, wenn man immer auf Betonspalten steht?) mit dem Schlauch entmistet werden kann. Spart Arbeitskräfte. die man ja auch nicht hat, weil man im zuge der Globalisierung billig produzieren muss. Wegen dieser Blähungen, müssen die Holländer beim Käse machen mit chemischen Agregaten die “Luft” unterdrücken – sonst hätte der Gouda nur Löcher wie der Schweizer Käse.

MisthaufenDoch es gibt noch Hoffnung für meine Nase. Auf den biologisch dynamischen Höfen ist alles in Ordnung. Der Mist riecht wie er soll – edles Parfüm für empfindliche Nasen.  Der Käse braucht keine Zusatzstoffe. Der Hof ist eine organische Einheit. Hecke bieten Unterschlupf für Vögel und Kleintier. Die Vögel halten die unerwünschten Mitesser (Schnecken, Käfer usw. ) im Zaum. Kühe sorgen für Mistdüngung. Gepflegte Komposthaufen bieten organische Nahrung für die Pflanzen.

 Hiddensee_DornbuschSo könnte unser Land auch aussehen. Keine Chemie, kein Tod – die Stickstoffdüngung entstang nachdem die Schiesspulverproduktion des I. Weltkrieges nicht mehr gebraucht wurde mangels Umsatz, die Herbizide wurden in den Gilfgasfabriken als Verkaufsersatz entwickelt.
Eine lebendige Landschaft. Vielfältig wie die Regionen und die Liebe der Bauern.

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Übrigens, nach Tschernobil zeigte ein Geigerzähler erheblich geringere Werte auf biologisch-dynamischen Höfen als in vergleichbaren Landschaften.

Neuere unabhängige Studien zeigen, dass die BRD voll mit ökologischer Landwirtschaft ernährt werden kann. Zudem schafft sie viele Arbeitsplätze.

Biologisch-Dynamische Präparate in Kindergarten, Schule

ZWERGENSPEISE ZUBEREITEN

Liebe Kinder, ihr wisst doch alle,  dass ihr einen Schutzengel habt?   und dieser Engel passt auf euch auf, sorgt dafür, dass ihr gesund seid und richtig wachsen könnt, schützt euch und behütet euch. Und seht ihr, so ein liebes Wesen hat auch jede Pflanze, ein Wesen, dass oft Zwerglein genannt wird. Es hilft dem Samenkorn die ersten Blättchen Würzelchen auszutreiben, es sorgt für das starke und gute Wachstum, hilft die Nahrung der Pflanzen aus Sonne, Luft, Wasser und Erde herbei zu holen, und schützt sie vor allem Schaden.

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Nun geschah es einmal vor vielen Jahren,   es war wieder Frühling geworden,   dass all die kleinen Zwerglein aufwachten, um den Pflanzen beim Wachsen, Blühen und Gedeihen zu helfen. Doch sosehr sie sich auch anstrengten,  es wollte nirgends recht klappen. Die Pflanzen sahen klein und migrig aus, Himmelschlüssel hatten Blüten so klein, dass man sie kaum sehen konnte, an den Apfelbäumen krochen viele Raupen, die die letzten Knospen fraßen    in diesem Jahr würde es keine Äpfel geben   und die Zwerglein waren recht verzweifelt. Sie selber waren ganz schwach geworden und liefen überall hin und riefen um Hilfe.

Zuerst trafen sie eine Kuh. Die Kuh sagte, dass sie ihnen gerne helfen würde, aber allein könne sie das nicht.

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Die Zwerge liefen weiter und trafen Mutter Erde. Ihr erzählten die Zwerge ihren Kummer, sagten, dass die Kuh ihnen helfen würde, es aber allein nicht könne. Mutter Erde wollte gerne mit der Kuh zusammen helfen, meinte aber sie beide allein könnten das nicht.

ce_MOTHER_EARTH_DSCF0494Die Zwerglein liefen weiter und trafen Vater Winter. Wieder sprachen sie von ihrem Kummer, und erzählten, dass die Kuh und Mutter Erde ihnen helfen wolle, es aber nicht allein könnten.

So gingen die Pflanzenzwerge, die Kuh, Mutter Erde, Vater Winter zusammen weiter um zu erfahren, wie man den Zwergen helfen könne wieder stark und kräftig zu werden, damit sie ihre große Aufgabe bei den Pflanzen erfüllen könnten.

Sie kamen zu einem weisen Mann, und der fragte die Engel.

Engel_StiftskircheDie Engel sagten, dass nur die Speise der Sterne den Zwergen helfen könnte.

Als sie das hörten, sagte die Kuh, ich gebe ein Horn, damit können wir die Sternenspeise auffangen.

800px-Messier-42-10.12.2004-filteredUnd die Erde sagte, ich umhülle das Horn, dann ist es geschützt. Und der Winter sagte, ich bringe Frost und klare Nächte, damit die Strahlen der Sterne gut zu uns herunter kommen können.

Im nächsten Frühjahr gab es viel aufgefangene Sternenspeise. Die Zwerge wurden wieder groß und stark. Sie konnten ihre Arbeit tun für die Pflanzen. Alles gedieh und trug Blüten und Früchte.

apfelUnd nun, liebe Kinder, müssen wir die Sternenspeise zubereiten, damit die Zwerglein sie essen können.

Wir tun etwas von der überwinternden Speise zerkrümelt in diesen Eimer. Dann rühren wir eine Stunde lang. Erst in einer Richtung bis ein Trichter entsteht.  Dann anhalten und in der anderen Richtung rühren bis wieder ein Trichter entsteht.

Dann wieder anhalten. Und so fort – eine Stunde lang.

Dann sprühen wir es auf den Boden und die Pflanzen. Dort finden es die Zwerge und essen sich satt.

http://youtu.be/N9RHCXwcrRI

http://www.blikk.it/galerie/view.php?id=3098

http://www.lebendigeerde.de/index.php?id=heft_2011_2

http://ruehren.wordpress.com/

( Die Erzählung ist für Hornmist gedacht. beim Rühren von Hornkiesel wird der Vater Winter durch Vater Sommer mit Hitze und starken Sonnenstrahlen ersetzt )

Meine Geschichte – der „coole“ Vater…

Vater – Karl Silex – Korvettenkapitän

Es ist heute kaum vorstellbar, dass die Welt am Ende des 19. Jahrhunderts noch so wenig Informationen oder Wissen barg, dass ein Mensch wie mein Vater (Autobiographie gebraucht zu binden unter „Karl Silex – mit kommentar) mit 17 das Abitur machen konnte und bald darauf Korvettenkapitän der Kaiserlichen Barine wurde – das Schiff – war ziemlich riesig – fuhr mit Dampfkraft – um Mienen zu suchen, fuhren die Boote im Verband und hatten lange Ketten zwischen sich – diese lösten und sprengten die Mienen. Tragisch für den Kaiser () – man heizte mit Kohle – die Engländer hatten schlauerweise schon auf Öl umgestellt – mit weniger Personal und weiterer Reichweite. Wie man in dem neuen Adlon Film sieht, war der deutsche Kaiser schon ein wenig hinterher und ein ziemlicher Trottel! – Meine Urgrossmutter war dort Hofdame gewesen – ein liebes Wesen mit Haus in Potzdam – zuletzt sah ich sie kurz vor der Flucht 1945 – na – ja-

Vater – Karl Silex – Korvettenkapitän

Karl Silex_ Korvettenkapitän – 1915_Kommandant_Mienensuchboot

Das Abitur hatte als Thema in Chemie nur anorganische Chemie – ein Klacks – 1958 wurde ich in Chemie (Externen Prüfung der Waldorfschule ) – mit der organischen Chemie nach einem 10 fach grösseren Wissen geprüft.

Ich habe mich oft  gefragt, wie mein Vater mit allen Neuerungen fertig geworden ist. Auto, Flugteug, Mondlandung, Sputnick – er nahm es vohl alles einfach hin – mit seinem unerschütterlichen Glauben an Wissenschaft und Technik nahm er alles einfach hin, und dachte, „die werden es schon richten!“ –

C. Silex_1958

Jetzt – 2013 – nach so vielen Jahren weiss ich es. Seit einem Jahr dreht sich alles immer schneller. Ich habe immer das STAUNEN zum Prinzip erhoben – mein Vater lebte nach Kant und Schopenhauer…..

Also: ich schlafe, esse, trinke – kurz wie die Schwaben sagen: schnaufe des ma net berstickt…. (nach einem Stroke cum Aphasie – linke Gesichtshälfte war weg – macht das Lesen und schreiben fast unmöglich – gottseidank fand ich ein PS Programm, das vorliest – ohne dass hätte ich nichtmal die e-mails lesen können – geschweige beantworten, was oft nötig war wegen Fragen zu meinem Aphasie-Programm – www.aphasie.com – immerhin laden jeden Tag etwa 3 – 5 User es für Familienmitglieder rerunter – also: Alt werden – ist Scheisse – kleine Nebenbemerkung aus der Talk Show Bettina Bötticher aufgeschnappt –

http://de.wikipedia.org/wiki/Bettina_B%C3%B6ttinger

Heute sind cool fliegende Ropoter – gesteuert mit Videoplay Knüppeln, die Typen sitzen in Nevada – 9 to 5 – suchen einen Taliban aus – eliminieren ihn – gehen nach hause – und nichtmal die US Arwy bestellt das – über 70% der Dronen sind inzwischen vom Geheimgienst bestellt und finanziert – es gibt z.Zt. ca 1700 Dronen unter US Verwaltung – ein Etat viel grösser als alle Militäretats vorher zusammen

schon früh kam mir die Idee, dass es am wichtigsten sei dass: 1. kein Ktieg, 2. keine Diktatur herrsche. So bin ich mit diesem Gedanken seit 1959 aufgemacht und war zufrieden. Beides hatte ich als Kriegskind bewusst oder unbewusst erlebt – obwohl ich zum Ende WW2 erst 5 Jahre  alt war.  Auch heute habe ich einen Horror in Ländern wo dieser Zustand

MP41-Maschinengewehr-Deutschland-1940

herrschte – z.B. in Algerien, wohin ein Sabena Flug wegen Streiks uns verschlug auf dem Rückflug aus Gambia nach Brüssel. Schon bei der Ankunft empfingen uns finster blickende Polizei -Gestalten mit MP’s – ganz wie bei der Autofahrt nach Berlin an der Zonengrenze – werde ich nie vergessen..

Was natürlich beim Überleben hilft, ist die Einsicht, dass alles neben der schlechten auch die GUTE Seite hat. Für mich ist es ein Wunder – z.Bs. – dass DeGaulle und Adenauer geschafft haben den ewigen Krieg zwischen old Grmany und France zu enden – ja sogar Freundschaft herzustellen und Reisen / Geschäfte zu bevördern. God bless them !

Am Ende kommt es eigentlich nur darauf an, ob man final oder causal denkt.  Das Finale liegt mir mehr, und ich bedaure alle causal Denkenden. Was für eine arme Welt! – Wie wird /dann man die ewige Frage beantwortet: woher kommen wir – wo bin  ich – wohin gehen wir – ich kann kaum nachvollziehen, wie man ohne diese Fragen ein anständiges Leben führen kann!

Zwischenbemerkung: haben Sie schon mal bedacht – gedanklich durchgearbeitet, was es bedeutet mit kausalem Denken gestresst zu sein – mit allen Folgen wie Stroke oder Herzinfarkt – oder final denkend immer wieder eine grosse Gelassenheit zu erreichen – (weil es ja noch so viel Zeit – soviele Leben zu führen gilt – in 20.000 Jahren – ein neues Äon – kann man immer wieder sich neu „ermannen“ um dem Zeil entgegen zu kommen. „Cool wa?“ (sounds berlin talk…)

 

Das assoziative Denken ist der erte Schritt zur Besserung – leider denke ich, dass 99 % aller Leser mir nicht zustimmen werden – oft aus Bildungsmangel – wit wem kann ich schon über die 3 Wahrheiten von Felix in der Bädagigischen Profinz ?he? diskutiern. Schade – (für Illeteraten: J.W. von Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre -http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Meisters_Lehrjahre )

seid ihr schon bei mir? – wie ist es mit der Liebe zu Ttristan Shandy – Xervantes (Don xichotte – lol) – Grimmelshausen – oder auch Eulenspiegel? – es gibt nichts schöneres als mit dem ollen  Geist in der Landschaft rum zu springen – z.B. wie auf einer Ebene die Gedanken wandern zu lassen – z.B. Anna, (meine Älteste ) – der Krieg in Mali – (nebenganke… scheiss Taliban – allein schon wegen der Beschneidung der Töchter – vor mich ein Grund mich wür mein Man sein zu schämen – vielleicht sollte man die Männer abschaffen – Frauen sind oft eklig zu den Männern, aber sie haben keine böse Geschichte für Kriege, Folderungen, Autodafees usw. – doch brauchen Sie uns offensichtlich nicht – (ficken tut not) – für beide die Quintessenz des Ying & Jang – bei den Griechen gab es den  Wunsch, dass nach der Trenung von Mann und Frau nach der Vertreibung aus dem Baradies – man dafür kämpfen sollte die Geschlechter wieder vereiben , susammen fühten sollte – Ying Jang

 

 

diese Beiden – Adenauer und Degaulle haben nach vielen Kriegen endlich einen dauernden Wrieden erreicht !

 

Tschernobil Tierwelt ohne Erbsünde – keine Schäden durch Verstrahlung

FrischlingeWenn man offen mit der Gechichte umgeht, – und die Assotiationnen frei spielen lässt, stellt sich langsam der Gedanke ein, „was ist mit dem Sündenfall?“ – was ist damals passiert? – wo sind die Tiere dabei?“.  Ich will hier nicht die ganze Kette der Argumentationen herstellen – wer keinen Sinn dafür hat, wird mir auch nicht folgen können. In der Evolution haben die Tiere sich geopfert um den Menschen zu befördern. (siehe Jakob Streit http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keywords=jakob+streit&tag=googhydr08-21&index=stripbooks&hvadid=6325450345&ref=pd_sl_7ndzb59pyo_b) -Dadurch nahmen sie auch nicht am „Sündenfall – dem Wissen was Gut oder Böse – teil. Sie sind „Unschuldig“. So sind die Tiere in Tschernobil „Unschuldig“ – in 20 Jahren (was für ein kurzer Zeitraum) haben sie dieses „verstrahlte“ Gebiet zurückerobert – und es geht ihnen gut. Wie ein Wunder scheint es. Wuchs und Fortpfanzung sind wie eh und je: normal. Da die Natur sich selbst und ohne Störung dirch den Menschen sich selbst überlassen ist, entwickeln sich Flora und Fauna besser und harmonischer als je gedacht. Neben den Kleintieren sieht man wieder – mit erfürctigem Staunen – Bären, Wölfe, Hirsche, Wildschweine und sogar große Herden der Urpferde.

 

http://www.youtube.com/watch?v=V2cKPqVzbq4

Es gibt wohl einige Wissenschaftler, die das alles gerne wegdiskutieren möchten, aber die Unmenge der Filme bei Youtube lässt sich kaum leugnen. Die Gegend ist seit 2011 wieder frei zugänglich – Besucher mit Geigerzählern zeigen immer noch oft 200 % erhöhte Strahlung, bei Menschen der ersten Stunden nach dem Supergau haben Schiddrüsenkreps, aber die Tiere sind OK.

Vortrag Maria Thun 2987 u. a. zu Tschernobil – ein Beispiel vo sie in Sylt die Becquerel gemessen hat auf einem Demeter Hof und dem Nachbarn – beim Nachbarn hat sie das hundertfache an Strahlung als auf dem Demeterhof bemerkt.

Korzauszug der des Vortrags mit Hinweis auf weniger Straghlenschäden –

list=UUYdvL2fOiohWO3aBO5cba7A&index=1&feature=plcp

Ein Gegenarbeiten gegen die tödlichen  Strahlen des Atoms ist möglich mit bio-dyn Präparaten und Demeter Landwirtschaft.

(ein Kommentar zu den Filmen meinte gar: vergrabt den „atomic waste“ in Brasilien um die Wälder zu schützen!

Sorry, wenn  es Fehrer gibt – nach einem Stroke leide ich unter Aphasie….

 

 

Grüne Woche -Gift für die Menschheit

Zum erstenmal hat die Bio-sprit eine eigene Halle bekommen.  Dort vereint sich die unheilige Allianz der größten Chemiekonzerne: BASF, Höchst und Bayer. Beim „glücklichen“ wachsen der Biomasse für Sprit wird die ganze Palette eingesetzt – und das mit höchstem Segen der Regierung – die diese Schweinerei auch noch fördert mit Unsummen (wer hat da wohl gründliche Lobby-Arbeit geleistet und geschmiert?)

Aus dem Katalog – alles ist erlaubt, da es nicht für die Ernährung bestimmt ist: Gentechnik, gröbste Herbizide und Pestizide, ausgeräumte riesige Felder wo jetzt in weitem Umfeld nichts mehr wächst – u.s.w.

Am Ende ist das auch noch ziemlich sinnlos, denn der Beitrat zur Benzinversorgung ist minimal und nur möglich durch maximale Förderung durch die BRD. Wenn jetzt unsere Preise für Lebensmittel rapide steigen – im letzten Jahr hat sich allein der Weizenpreis fast verdoppelt – (das begründete auch die Nord-Afrikanischen Revolutionen, wie der aufmerksame Leser weiß) –

Man kommt sich vor wie in einer Phalanx der Lemminge – bloß nicht denken – was die Industrie macht fördert unseren Konsum-Standort – lieber Kreuzfahren – auch wenn man ertrinkt – das wird noch wie bei der Titanic kommen – als mal an sich, die Kinder, die Zukunft denken. Wie wär’s mal mit Sparen? – Keine Fernreisen? -Heizung auf 19 runterdrehen? kleine Autos fahren? –

Eure Kassandra…..

meautob

http://www.christophsilex.org/

Der Ator Christoph Silex

Atomausstieg, Stuttgart GRÜN, – dank an alle Antros, Camphill, Waldorf’s

Motto: da die Welt  noch  mindestens einen Zyklus (24.000 Jahre) existiert, und sie erst überfällig wird, wenn das GUTE überwiegt, was Heute nicht der Fall ist, und bei Betrachtung  der Umwelt oft das Böse überwiegt, muss wohl offensichtlich das Gute mal wieder dran sein. So ist es auch.

Heute überzieht ein dichtes Netz von antroposophischen Aktivitäten den Globus. Von Camphill Dörfern (weltweit ) für Seelenpflegebdürftige Kinder über u.a. Waldorfschulen und bio-dyn Höfen

wenn man Bernard Lievegoed, Christoph Lindenberg und dem Master Rudolf Steiner glaubt, ist die Entwicklung der Sozialen Dreigliederung eine Tat der Bewusstseinsseele.

B. Lievegoed hat es einmal in Info3 1991 gesagt: „die Antroposophischen Aktivitäten haben das Ende der Sovjet Union – wie damals Elisabeth den Rückzug der Hunnen nach der grossen Schlacht – vorbereitet und Wirklichkeit werden lassen“.

So begreife ich auch die o.g. neuesten Entwicklungen.

Zur Erinnerung re. Bewustseinsseele: Hingabe an den Anderen ohne wenn und aber (sympatischen Emotionen z.b.) – vorurteilsfreies Denken = Gesunder Menschenverstand – eher Nietsche als Kant …

p.s. nach Tschernobil haben die „Fallout“  Messwerte ergeben, dass Demeter Höfe erheblich weniger  belastet waren. Vielleicht macht  Ihr  mit? – nur Demeter Produkte kaufen,  den Garten (noch so klein) – mit den bio-dyn Präparaten (Hornmist, Hornkiesel)  versorgen, ein wenig den Geist anstrengen: täglich vor die Seele stellen:

Heilsam ist nur, wenn
Im Spiegel der Menschenseele
Sich bildet die ganze Gemeinschaft
Und in der Gemeinschaft
Lebet der Einzelseele Kraft.
5. November 1920 Rudolf Steiner für Edith Maryon

Liebe Freunde – fangt bitte nicht an zuweinen, weil ihr das Geld für den Urlaub braucht. Das Geld/Einkommen macht Euch kaputt (Luzifer lässt grüssen) .  Mit 4 Kindern konnten wir 10 Jahre nirgendwo „Urlaub“ machen – mit Fahrrad im Wald,  Grillen,  Zelten usw. war es in der Erinnerung auch viel intensiver als bei teuren Reisen.

Was ich überhaupt nicht  verstehen kann, ist das Hinschwinden der Eurythmie in Waldorfschulen , ebenso ist mir unbegreiflich, wie ein Demeterhof ohne Kühe oder mit Kühen ohne Hörner auskommen kann.  — das hat nichts mehr mit Steiner zu tun…

 

 

Der süsse Duft von Mist und die biologisch dynamische Landwirtschaft

Ich bin 13 Tage nach Beginn des II. Weltkrieges geboren. Wegen der Unruhen des Krieges in Berlin hielten es meine Eltern für angebracht, dass ich meine Kindheit unbeschwehrt auf den Gütern der Grosseltern erleben sollte.
Die ersten Erinnerungen an Rittgarten /Uckermark zeigen Bilder von Kuhställen, Scheunen voll Heu, einem Kaltblüter Gespann, dass von einem alten Landarbeiter geführt, kleinere Transporte erledigte wie Ackergerät zu den Feldern bringen, Feldsteine zum Bau herbeischaffen, oder auch den Eber, den Grossvater geschossen hatte mit einer Schleppe zurück zu holen. Ich durfte auf dem Eber sitzen, und saß auch ständig auf einem der Ackergäule mit weit gestreckten Beinen.

Pflügen mit 2 Dampfmaschinen – Anfang 20. Jahrh. üblich auf den riesigen Schlägen der  märkischen Güter.

Die Bilder, die ich heute noch liebe waren das eine – doch wichtiger noch ist die Erinnerung an die Düfte und Gerüche. Das Heu in den Scheunen, die Kühe in den Ställen, die warme Milch – von endlosen Reihen der Schweizer auf angebundenen einbeinigen Hockern sitzend – gemolken – manch Strahl traf den aufgerissenen Mund und auch das ganze Gesicht war dann nass und roch so gut.
Und erst der Mist. Der sanfte warme Pferdemist. Der wild duftende Kuhmist. Und als Krönung der bissige herrliche Schweinemist vermischt mit dem im Stroh Rascheln, Schnauben, Grunzen Quietschen dieser uns so nahen Tiere.

Später zogen Teams von 5 paar Ochsen die Tiefscharpflüge durch den Acker.

Heute kann ich kaum noch diesen Duft riechen. Die Kühe werden mit Grass- oder anderer Silage gefüttert. Futter, das mit Überdüngung schnell wächst  – nie ausreifen darf,  triebig und geil ist, ein Futter, dass nur Blähungen und Durchfall erzeugt. Stinkt erbärmlich. Hat aber den Vorteil, dass der unbequeme Spaltenboden (kann das wirklich fröhlich stimmen, wenn man immer auf Betonspalten steht?) mit dem Schlauch entmistet werden kann. Spart Arbeitskräfe. die man ja auch nicht hat, weil man im zuge der Globalisierung billig produzieren muss. Wegen dieser Blähungen, müssen die Holländer beim Käsemachen mit chemischen Agregaten die „Luft“ unterdrücken – sonst hätte der Gouda nur Löcher wie der Schweizer Käse.

Doch es gibt noch Hoffnung für meine Nase. Auf den biologisch dynamischen Höfen ist alles in Ordnung. Der Mist riecht wie er soll – edles Parfüm für empfindliche Nasen.  Der Käse braucht keine Zusatzstoffe. Der Hof ist eine organische Einheit. Hecke bieten Unterschlupf für Vögel und Kleintier. Die Vögel halten die unerwünschten Mitesser (Schnecken, Käfer usw. ) im Zaum. Kühe sorgen für Mistdüngung. Gepflegte Komposthaufen bieten organische Nahrung für die Pflanzen.

So könnte unser Land auch aussehen. Keine Chemie, kein Tod – die Stickstoffdüngung entstant nachdem die Schiesspulverproduktion des I. Weltkrieges nicht mehr gebraucht wurde mangels Umsatz, die Herbizide wurden in den Gilfgasfabriken als Verkaufsersatz entwickelt.
Eine lebendige Landschaft. Vielfältig wie die Regionen und die Liebe der Bauern.
Übrigens, nach Tschernobil zeigte ein Geigerzähler erheblich geringere Werte auf biologisch-dynamischen Höfen als in vergleichbaren Landschaften.

Neuere unabhängige Studien zeigen, dass die BRD voll mit ökologischer Landwirtschaft ernährt werden kann. Zudem schafft sie viele Arbeitsplätze.

Wenn ihr denkt es geht so weiter, habt ihr euch gekniffen..

Was ist, wenn der Benzinpreis auf 5 Euro steigt? oder 10 sogar?

Blickpunkt Bundestag 1974, Zitat: „Wie ein Schock drückt sich im Herbst 1973 die Ölkrise in das Bewusstsein. Im Krieg mit Israel haben die arabischen Staaten die Erdöllieferungen an die westlichen Staaten gedrosselt, um deren proisraelische Haltung zu erschüttern. Binnen kürzester Zeit vervierfacht sich der Rohölpreis. Die Bürger unternehmen Hamsterkäufe.“

Am 21. Februar 2011  stieg der Ölpreis an der Börse erheblich. Man fürchtet, dass einige Stämme in Libyen die Pipelines unterbrechen. Das trifft good old Germany empfindlich. Und die Politiker sind angsterstarrt, Frontex soll es mit Gewalt richten, doch wo sind die Glückwünsche zur beginnenden Revolution in Libyen ? Vielleicht  könnte man die Demokratie unterstützen? Und endlich mal agieren? Und dann weiter etwas Öl beziehen? (Von den menschlichen Qualitäten  „eine zivilen“ Gesellschaft  schweigt man hier besser – )

Denn das ist nur der Anfang. Jeder weiss, dass die Ölvorräte zuende gehen. Schon seit langem. Nur seit kurzem viel schneller. Allein Indien und China sind unersättlich.

Das Energieproblem wird sich auch mit Solar nicht lösen lassen. Es wird zuviel gebraucht.

Und Sparen, jetzt „radikales“ Sparen ist ein absolutes Unwort. Schon eine Rückbesinnung auf 1979 würde den Energieverbrauch um ca 70% senken. Und da ging es doch allen schon bestens. Genug zu  Essen. Warme Wohnung. Urlaub in Rimini.

Oder zurück in die 50er Jahre. Als wir später in Hohn bei Münstereifel wohnten, lernte ich einen Bauern kennen. Die 5 Kinder schliefen noch 1950 unterm Dach. Im  Winter wehte der Schnee durch die Ziegel auf die Decken. Der erste Traktor kam 1953 ins Dorf.

Oder 1922 – in „kleiner Mann was nun“ schildert Fallada noch einfachere Verhältnisse.

Und heute? Die Autos werden immer grösser. Die Reisen immer weiter und öfter. Alle reden vom Umweltschutz, aber bei Fragen wie etwa “ warum fliegt ihr auf die Malediven?“ – endet jedes Gespräch sofort.  Man wird angestarrt, als hätte man Aussatz.

So wird das nicht gehen.

Allerdings werden die Autobahnen doch für etwas gut sein. Jeder Pferdewagen rollt leichter und mit grösseren Lasten als zur Zeit Goethes – er schildert dort so schön  das Rumpeln und Holpern auf der Italienischen Reise –


Tunesien Flüchtlinge nicht ertrinken lassen – wir brauchen sie! und nicht EU Festungsmentalität

In einem Tagesschau Interview heute 15.2.11 mit dem Vorsitzenden des Menschenrechtsvereins borderline-europe, Bierdel, wird klar, dass das Mittelmeer-Flüchtlingsproblem nicht mit noch mehr Kanonenbooten, Zäunen und Geld an Gadhafi zu lösen ist.
Ich hatte schon vor Jahren die Vision, dass sintflutartig die Menschenströme uns überfluten wenn wir weiter so deren Existenzgrundlage vernichten. Z.B. Hunger – wer frisst wem alles weg?

Hier das ganze Interview:

Interview zur Flüchtlingslage

„Europa setzt auf schauerliche Strategien“

Das Flüchtlingsdrama auf der italienischen Insel Lampedusa ist als Abschreckung politisch gewollt, wie der Vorsitzende des Menschenrechtsvereins borderline-europe, Bierdel, meint. Im Interview mit tagesschau.de prangert er das Vorgehen der EU an und fordert ein Umdenken in der Flüchtlingspolitik.

tagesschau.de: Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage auf Lampedusa?

Elias Bierdel: Uns überrascht es nicht, dass jetzt verstärkt Boote kommen. Es ist vollkommen klar, dass nach dem Ende des bisherigen Schreckensregimes in Tunesien auch zusammenbricht, was die EU mit den Mittelmeer-Anrainerländern ausgehandelt hat – nämlich, dass sie gefälligst für uns die Grenzen dicht machen.

Flüchtlinge auf Lampedusa (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Hoffnung auf ein besseres Leben: Auf Lampedusa ankommende Flüchtlinge. ]
Auf Lampedusa herrscht zurzeit Chaos, was auch politisch gewollt ist seitens der italienischen Regierung. Sonst hätte sie umgehend die dort bereitstehenden Einrichtungen öffnen können. Es gibt hier eine Strategie der Abschreckung. Man versucht, Menschen in eine unwürdige Situation hineinlaufen zu lassen, um andere davon abzuhalten, es ihnen gleichzutun. Das ist nur ein Teil der Abwehrstrategien Europas, aber ein besonders schauerlicher.

„Wilde Horden sind eine europäische Wahrnehmung“

tagesschau.de: Ist denn der Zusammenbruch des Regimes der Hauptgrund für den Flüchtlingsstrom?

Bierdel: Ich würde den Begriff „Flüchtlingsstrom“ so nicht benutzen. Es ist eine europäische Wahrnehmung, dass da wilde Horden sitzen, die nur darauf warten, hier herüberzukommen. Es gibt in der Tat einen Auswanderungsdruck, und der steigt auch über die Jahre. Für mich wäre der richtige Schritt, darüber nachzudenken, wie weit auch europäische Staaten und die EU Fluchtgründe schaffen.

Zur Person:

Elias Bierdel ist Vorsitzender von Cap Anamur
Elias Bierdel ist Vorstand des Vereins „borderline europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.“, den er 2007 gründete. Zuvor war der gebürtige Berliner erst Projektmitarbeiter und später Vorsitzender der Hilfsorganisation Cap Anamur. Bierdel lebt heute als Autor und Journalist im Burgenland in Österreich.

Die EU ist speziell in Afrika unmittelbar am Fortdauern der dortigen Elendsverhältnisse beteiligt. Zum einen durch äußerst unfaire Handelsbeziehungen, wo Preise gezahlt werden, die weit unter den Welthandelspreisen liegen. Zum anderen kippen wir unsere Überschussproduktion auf die Märkte. Das ist vor allem in Westafrika der Fall, wo subventionierte Lebensmittel der EU, die man früher hier vernichten musste, dort so billig auf die Märkte gelangen, dass sie die Strukturen der einheimischen Landwirtschaft zerstören. Zudem überfischen wir die Gewässer vor der westafrikanischen Küste, so dass die Menschen dort einfach keine Fische mehr fangen können.

Und am Ende kommt nun auch noch der Klimawandel auf bestimmte Zonen Afrikas zu. Da müssen wir uns doch fragen: Wer ist dafür verantwortlich? Ganz sicherlich nicht der afrikanische Kontinent, der nicht einmal mit fünf Prozent an der Emission von Treibhausgasen beteiligt ist. Wir müssen uns fragen: Wie gehen wir nun um mit denen, die einen Anteil am Reichtum der Welt suchen oder die in ihren Heimatregionen nicht mehr bleiben können, weil wir sie dort vertrieben haben?

„Die europäische Politik steht kurz vor dem Offenbarungseid“

tagesschau.de: Wie geht die EU denn bislang damit um?

Muammar al-Gaddafi (Foto: picture alliance / dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Muammar al Gaddafi: Ein Alleinherrscher soll die Flüchtlingsprobleme der EU lösen. ]
Bierdel: Sie übt massiven Druck auf die Mittelmeer-Anrainer im Süden aus, um sie dazu zu zwingen, uns diese vermeintliche Last vom Hals zu halten. Die EU und speziell Italien haben es sich viel Geld kosten lassen, zu verhindern, dass Menschen ihre Ursprungsländer verlassen. Wenn man dieses menschenrechtlich äußerst sensible Feld in die Hand gibt von Leuten wie dem libyschen Staatschef Muammar al Gaddafi, dann darf man sich nicht wundern, wenn Menschen in irgendwelchen Foltercamps verschwinden, dort vergewaltigt oder erschlagen werden.

Die europäische Politik steht kurz vor dem Offenbarungseid, wenn sie einen libyschen Diktator zu ihrem Menschenrechtsbeauftragten an der Südgrenze ernennt. Der EU-Afrika-Gipfel vor wenigen Monaten in Tripolis hat nochmal gezeigt, dass Gaddafi rund 30 Milliarden Euro für seine Dienste an der Südgrenze haben möchte, und es steht zu befürchten, dass er die auch bekommen wird. Ich halte das für eine schändliche Vereinbarung.

tagesschau.de: Ist das Vorgehen in Tunesien vergleichbar gewesen?

Bierdel: In Tunesien ist das nicht ganz in dieser Härte abgelaufen, aber es handelte sich auch um eine Diktatur, die technisch aufgerüstet wurde, um Menschen mit Gewalt daran zu hindern, einen Hafen zu verlassen. Ich habe mir das ansehen können: Es gab ein engmaschiges Netz der Kontrollen über den Häfen in Tunesien. Es war praktisch nicht mehr möglich, unentdeckt dort abzufahren – und das war genau die Intention der EU.

„Völkerrechtswidriges Handeln im großen Stil“

Ob aber unter den Menschen, die da hätten losfahren wollen, vielleicht welche waren, die mit völligem Recht bei uns in Europa Schutz und Hilfe hätten suchen können, das wissen wir auf diese Weise eben nicht, weil wir sie pauschal daran hindern, in ein Boot zu steigen. Allerdings ist es laut Genfer Flüchtlingskonvention völkerrechtswidrig, Gruppen von Menschen pauschal daran zu hindern, bei uns um Asyl zu bitten. Aber genau das passiert im großen Stil.

tagesschau.de: Wie geht die EU selbst vor, wenn die Menschen erst einmal in den Booten auf dem Weg nach Europa sitzen?

Bierdel: Sie hat bis heute kein einheitliches Asylrecht für Menschen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen. Stattdessen hat sie sich nur auf gemeinsame Abwehrmaßnahmen verständigt, in Gestalt der EU-Agentur Frontex zur Koordinierung der Schutzmaßnahmen an den Außengrenzen, die mit gemeinsamen Operationen im Mittelmeer unsere europäischen Küsten abschirmt.

Da geht es im Mittelmeer besonders schauerlich zu. Die Opferzahlen sind amtlich nicht erhoben, es gibt keinen einzigen europäischen Beamten, der sich mit dieser Frage beschäftigt, das tun ausschließlich NGOs. Dokumentiert sind über die vergangenen 15 Jahre circa 16.000 Tote an den europäischen Außengrenzen. Die Europäische Kommission geht von drei- bis viertausend Toten pro Jahr aus.

Flüchtlingsschiff Lampedusa (Foto: REUTERS) [Bildunterschrift: Wie sich die Bilder gleichen: Schon 2004 kamen überladene Boote mit Flüchtlingen über das Meer …]
Flüchtlingsboot vor der Küste Lampedusa (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: … und stellten die Verwaltung auf Lampedusa vor große Probleme – wie auch im Jahr 2008. ]

„Am Ende sind von 79 Menschen gerade noch fünf am Leben“

Gerade im Seegebiet vor Lampedusa werden Menschen in Booten hin- und hergeschoben, keiner will sie haben. Am Ende sind dann zum Beispiel von 79, die losgefahren sind, gerade noch fünf am Leben, die anderen sind unterwegs verdurstet, unter den Augen europäischer Beamter. Aber bisher hat das nicht zu dem großen Aufschrei geführt, den ich für angemessen halten würde.

Bis Anfang der 90er-Jahre gab es gar keine Visabestimmungen, keine Probleme, keine Einschränkungen für die Überfahrt übers Mittelmeer. Da konnte jedes Boot hin- und herfahren, wie es wollte. Warum Europa gerade in den vergangenen Jahren versucht, sich als Wohlstandsfestung abzuschotten, ist ganz schwer nachzuvollziehen. Die Entscheidung dazu ist von keinem Parlament getroffen worden, das hat sich so entwickelt.

tagesschau.de: Was könnte Europa denn statt der bisherigen Maßnahmen tun?

Bierdel: Wir brauchen in Europa Zuwanderung und wir werden sicherlich in kurzer Zeit dazu kommen – in der Wirtschaft gibt es bereits entsprechende Signale -, eine solche auch zu erlauben. Viele Spezialisten sagen, warum sehen wir diese Migrantionsbewegungen nicht als Chance? Als Chance, unsere Bevölkerung zu verjüngen, als Chance, Menschen zu haben, die bereit sind, sich einzusetzen und die möglicherweise hier auch gebraucht werden.

„Flüchtlinge müssen über die EU verteilt werden“

Auffanglager auf Lampedusa (Foto: ANSA) [Bildunterschrift: Seit Jahren zeigen die Probleme auf Lampedusa: Die EU braucht eine neue Migrationspolitik. ]
Dringend erforderlich ist, dass Europa einen gemeinsamen Mechanismus findet, mit diesen Menschen umzugehen und ihre Anliegen zu prüfen. Zum Beispiel, indem man sie über die europäischen Mitgliedsländer verteilt und dort entscheidet, wer hat Anrecht auf Asyl, wen wollen wir als Migranten hier zulassen. So lange es diese innereuropäische Solidarität nicht gibt, werden sich immer wieder an den Außengrenzen die Verhältnisse so dramatisch zuspitzen.

tagesschau.de: Wie wird es kurzfristig weitergehen auf Lampedusa?

Bierdel: Nach dem, was ich sehe, kann man momentan die Bewegung von Booten nicht stoppen. Das erschöpft sich aber irgendwann, das ist jetzt so eine Welle. Ich warne noch einmal vor dem Eindruck, dass es einen plötzlichen Ansturm gibt: Wir beobachten seit vielen Jahren eine konstante Bewegung hin auf die EU. Und das vor allem auf legalem Weg: Die überwiegende Zahl sogenannter illegaler Migranten reist nicht auf dem Seeweg, sondern ganz legal beispielsweise über Flughäfen mit einem Visum ein, verlässt das Land dann aber nicht wieder.

„Botschafter der Ungerechtigkeit“

Hier ist viel Propaganda im Spiel und viel Heuchelei auf Seiten der EU, die am liebsten die Augen verschließen möchte davor, wie weit sie selbst schuldhaft verstrickt ist, wenn es darum geht, dass Menschen ihre Heimat verlassen.

Der katholische Priester Herbert Leuninger, ein Mitbegründer von ProAsyl, nannte die Menschen in den Booten „Botschafter der Ungerechtigkeit“. Die, die da kommen, bringen uns eine Botschaft, die lautet: „Diese Welt ist ungerecht aufgeteilt!“ In der Verantwortung dafür stehen vor allem die entwickelten Länder. Und damit vor allem die EU.

Das Interview führte Johanna Bartels, tagesschau.de.

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Pressestimmen
Fast 6000 Tunesier sind bereits über Lampedusa nach Europa gekommen. Fast 6000 Tunesier sind bereits über Lampedusa nach Europa gekommen.
(Foto: AP)

Montag, 14. Februar 2011

Flüchtlingsdrama auf Lampedusa“Grundrecht auf Asyl gilt nicht mehr“

Seit Mitte Januar sind knapp 5300 tunesische Flüchtlinge in Italien angekommen. Die Regierung in Rom verlangt Geld aus Brüssel, um den Flüchtlingsansturm bewältigen zu können, und will 200 zusätzliche Soldaten zur Kontrolle der Auffanglager abkommandieren. Was ist zu tun?, fragen sich die Kommentatoren der deutschen Tageszeitungen, denn es ist zu befürchten, dass noch Zehntausende aus Nordafrika fliehen wollen.

„Die EU muss endlich eine glaubwürdige Entwicklungspolitik in Tunesien und den Nachbarländern betreiben“, liest man dazu in der Leipziger Volkszeitung. Und die EU dürfe sich nicht darauf beschränken, „die Grenzen der nordafrikanischen Despotenstaaten mit polizeilicher Hilfe noch besser abzusichern. Nun geht es vor allem darum, mit bevölkerungsnahen Hilfsprojekten Millionen von verarmten Nordafrikanern Arbeit und Perspektiven zu geben. Trotz aller Fensterreden zeichnet sich Europas Nordafrika-Politik vor allem durch Hilflosigkeit aus: Seit Jahren werden die Wüsten-Diktatoren mit Brüsseler Millionen-Hilfe unter dem Etikett ‚Mittelmeer-Partnerschaft‘ bei Laune gehalten.“

Einlass in die neue Welt. Einlass in die neue Welt.
(Foto: dpa)

Die Financial Times Deutschland fragt sich, warum die EU den aktuellen Ansturm auf Lampedusa nicht zum Anlass nimmt, ihre gesamte Asylpolitik zu überdenken und die Flüchtlinge, die in Italien landen, auf andere Mitgliedsländer zu verteilen. „Das rüttelt an lieb gewonnenen Illusionen jener Länder, die keine Südgrenzen haben. Bisher setzt die Gemeinschaft vor allem darauf, die Schotten so dicht wie möglich zu machen – und nimmt sehenden Auges in Kauf, nicht nur Wirtschaftsflüchtlinge, sondern auch politisch Verfolgte auszusperren. Das Grundrecht auf Asyl, das im Grundgesetz verankert ist, gilt längst nicht mehr. Hinzu kommt, dass jährlich hunderte Menschen im Mittelmeer ertrinken, weil sie in wackeligen Booten nach Europa streben. Eine Möglichkeit wäre, die Flüchtlinge in Nordafrika abzufangen – politisch Verfolgten dort aber anders als bisher die Möglichkeit zu geben, Asyl zu beantragen.“

Die Augsburger Allgemeine zeigt erst einmal Verständnis: Europa könne ja nicht jeden Tunesier aufnehmen, der arbeitslos geworden ist. „Europa wird auch überfordert sein, wenn die Flüchtlingsströme aus Schwarzafrika, künftig auf die direkte und nicht mehr abgesperrte Route über Tunesien umschwenken. Dies heißt aber nicht, dass sich Europa komplett abschotten darf. Es ist eine humanitäre Verpflichtung unseres Kontinents, Emigranten aufzunehmen. Aber der augenblicklich chaotische Prozess muss durch ein kontrolliertes Verfahren abgelöst werden. Langfristig können Flüchtlingsströme nur reduziert werden, wenn die Menschen in ihrer Heimat ein gutes Leben führen können. Dabei zu helfen, wird in Zukunft eine der großen Aufgaben Europas sein. Schon im eigenen Interesse.“

Der Kommentator der Stuttgarter Zeitung erinnert an die Festungsmentalität Deutschlands und ganz Europas. Sie sei inhuman und im Umgang mit den noch jungen Demokratien Nordafrikas schlicht nicht mehr praktikabel. „Neben der Hilfe vor Ort, die die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton gestern zugesagt hat, könnte eine Idee Wolfgang Schäubles aus seiner Zeit als Bundesinnenminister den Ausweg weisen: Die zirkuläre Migration, eine legale Einwanderung auf Zeit also, würde nicht nur den Druck an Europas Außengrenzen reduzieren. Sie böte den Nordafrikanern auch eine Entwicklungsperspektive. Sie hätten die Chance, nach der Rückkehr mit europäischem Know-how am Aufbau ihrer Länder mitzuwirken. Für Europa gilt es, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.“

Die Frankfurter Rundschau vermutet, dass Italien vom Sturz der Regime in Tunis und Kairo noch überraschter als andere westliche Regierungen war. Dabei stehe es Nordafrika nicht nur geografisch nahe, sondern auch kulturell und historisch. „Auf den Flüchtlingsansturm antwortet die Regierung mit der bekannten Mischung aus Alarmismus, politischer Härte und Hilflosigkeit. Immerhin hat sie von Massenabschiebungen vorerst abgesehen. In einem Punkt aber hat sie recht. Es ist kein rein italienisches Drama, das sich jetzt wieder im Mittelmeer abspielt, sondern ein europäisches. Doch auch Europa glänzt mit vertrauten Reaktionen: abwarten, ausweichen, abschotten.“

Der Kölner Stadt-Anzeiger meint, dass die Europäer nun gleich doppelt gefordert sind: „Sie müssen Italien helfen, mit den Flüchtlingen menschenwürdig umzugehen. Und sie müssen vor allem Tunesiern und Ägyptern so schnell die Perspektiven zum Verbleib im eigenen Land verschaffen, wie sie einst die europäischen Banken retteten. Allen sollte nämlich klar sein: Man kann die Menschen nicht mehr in ihren eigenen Ländern einsperren. Die Chance, auf die Entwicklung in Nordafrika positiven Einfluss zu nehmen, hat die EU jetzt. Dass in Brüssel noch nicht über einen Sondergipfel diskutiert wird, ist ein schlechtes Zeichen. Das Geld ist ja da. Es wurde bisher den Despoten in die Taschen gesteckt.“

Zusammengestellt von Peter Richter


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