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Kategorie: Wald

Teutoburger Wald

Der Teutoburger Wald, umgangssprachlich Teuto genannt, ist ein bis446,4 m ü. NHN[1] hoher Mittelgebirgszug des Niedersächsischen Berglandes inNiedersachsen und Nordrhein-Westfalen, der sich vom Tecklenburger Land beiHörstel im Nordwesten unter anderem vorbei an Osnabrück und Bielefeld bis nach Horn-Bad Meinberg im Südosten erstreckt. Bis ins 17. Jahrhundert trug das Mittelgebirge gemeinsam mit dem südöstlich anschließenden Eggegebirge den Namen Osning.[2]

Bekannt ist der Teutoburger Wald durch die Varusschlacht (auch Schlacht im Teutoburger Wald genannt) zwischen Römern und Germanen im Jahr 9 n. Chr. Zu den touristischen Anziehungspunkten gehören das Hermannsdenkmal sowie die Naturdenkmäler der Externsteine und Dörenther Klippen. Höchster Berg ist der Barnacken.

Im Jahr 1616 wurde der „Osning“ durch den deutschen Geografen und Historiker Philipp Clüver in „Teutoburger Wald“ umbenannt[3] – eine (Rück-)Übersetzung des Namensteutoburgiensis saltus des Gebietes, wo dem römischen Schriftsteller Tacitus zufolge dieVarusschlacht (clades Variana – die „Varusniederlage“) stattfand, in der die Römer durch ein germanisches Heer unter Führung des Cheruskerfürsten Arminius besiegt wurden. Clüver gründete seine Annahme auf den dort vorhandenen Teutberg. Als erster schloss sich derBlomberger Pastor Johannes Piderit 1627 dieser Meinung an.[4] Eingang in den Sprachgebrauch fand der neue Name ab dem 18. Jahrhundert jedoch maßgeblich durchFerdinand von Fürstenberg, Fürstbischof von Paderborn und Münster, der ihn 1669 in seine „Monumenta Paderbornensia“ übernahm und auch auf von ihm herausgegebenen Landkarten druckte

https://de.wikipedia.org/wiki/Teutoburger_Wald

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Der Spreewald

s1Der Spreewald (niedersorbisch Błota, „die Sümpfe“) ist ein ausgedehntes Niederungsgebiet und eine historische Kulturlandschaft im Südosten des Bundeslandes Brandenburg. Hauptmerkmal ist die natürliche Flusslaufverzweigung der Spree, die durch angelegte Kanäle deutlich erweitert wurde. Als Auen- und Moorlandschaft besitzt sie für den Naturschutz überregionale Bedeutung und ist als Biosphärenreservat geschützt (siehe Biosphärenreservat Spreewald). Der Spreewald als Kulturlandschaft wurde entscheidend durch die Sorben geprägt. Das Gebiet ist eines der bekanntesten und beliebtesten Reiseziele im Land Brandenburg.s2

Bild:CPiegert

Der Spreewald befindet sich in den Landkreisen Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz. Er wird in den südlichen und größeren Oberspreewald und den nördlichen, kleineren Unterspreewald geteilt. Zwischen den beiden Teillandschaften vereinigt sich die Spree auf kurzer Strecke in der Stadt Lübben.s3

Bild:Uwe Barghaan

Die südliche Begrenzung des Spreewaldes ist der Lausitzer Grenzwall, der jedoch vom Spreewald nur ganz allmählich zu seinen weiter südlich gelegenen Haupthöhen ansteigt. Im Norden bildet der Übergang auf die trockene Lieberoser Heide eine markante Landschaftsgrenze.s7 Die östliche und westliche Grenze des Oberspreewaldes ist etwas unscharf, da sich dort das Baruther Urstromtal jeweils fortsetzt. Der Tagebau Cottbus Nord bildet heute die künstlich geschaffene Ostgrenze. s4

Bild:Julian Nitzsche

Im Unterspreewald bilden die Krausnicker Berge im Westen und der Marienberg im Osten weithin sichtbare Landmarken für die Begrenzung. Anders als im Oberspreewald füllt der kleinere Unterspreewald die Niederung hier aber nicht komplett aus und ist auf den westlichen Teil beschränkt. Allgemein wird der Neuendorfer See als Nordgrenze des Spreewaldes angenommen. s5Die Flusslaufverzweigung endet jedoch erst einige Kilometer östlich mit der Einmündung der Pretschener Spree in die Hauptspree.

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Bild:Olaf Meiste

Von April bis Oktober wird die Post in Lübbenau bis zum Ortsteil Lehde auf dem Wasserweg zugestellt. Die Postzusteller nutzen hier einen gelben Postkahn ohne Außenbordmotor, der mittels eines Rudels stakend fortbewegt wird. Ein Rudel ist eine über vier Meter lange Stange aus Esche, die einem sehr schmalen Ruder ähnlich sieht. Da beim Staken immer die Gefahr besteht, dass das Rudel stecken bleibt und abbricht, befindet sich auf jedem Kahn mindestens ein Ersatzrudel

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Der Deutsche Wald

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Bild: Lebrac

Der „Deutsche Wald“ wurde als Metapher und Sehnsuchtslandschaft seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Gedichten, Märchen und Sagen der Romantik beschrieben und überhöht. Historische und volkskundliche Abhandlungen erklärten ihn zum Sinnbild germanisch-deutscher Art und Kultur oder wie bei Heinrich Heine oder Madame de Staël als Gegenbild zur französischen Urbanität. Dabei wurde auch auf historische oder sagenhafte Ereignisse in deutschen Wäldern Bezug genommen, so auf Tacitus’ Beschreibung der Schlacht im Teutoburger Wald oder auch auf die Naturmystik des zum deutschen Nationalmythos stilisierten Nibelungenliedes, wie dessen vielfältige Rezeptionsgeschichte zeigt.w3Bild: Ralf Roletschek

Die frühe Naturschutz- und Umweltbewegung, der bereits im 19. Jahrhundert einsetzende Tourismus, die Jugendbewegung, sozialdemokratische Naturfreunde, Wandervögel und Wandervereine wie auch die rechtsgerichtete völkische Bewegung sahen in Wäldern ein wichtiges Element deutscher Kulturlandschaften.

In der nationalsozialistischen Ideologie wurde das Motiv des „Deutschen Waldes“ vergleichbar mit „Blut und Boden“ ein typisches Muster. Propaganda und Symbolpolitik sowie Landschaftsplanungen für die Zeit nach einem deutschen Endsieg bezogen diesen zentral mit ein.w4

Albrecht Lehmann postuliert die Kontinuität eines schicht- und generationenübergreifenden romantischen Waldbewusstseins der Deutschen von der Romantik bis ins 21. Jahrhundert. Zu den Hinweisen auf einen intensiven und ausgeprägten Umgang mit dem Kulturgut Wald gehören unter anderem die Diskussion von Umweltschäden, etwa des „Waldsterbens“ sowie die Gedenk- und Trauerarten in Form von Waldfriedhöfen und Baumbestattungen. Umfragen zeigen eine spezifisch deutsche Gleichsetzung von Wald und Natur. Der Wald als pädagogisches Medium und der Gesundheit zuträglicher Ort hat im Rahmen der Umweltpädagogik (vgl. u.a. Waldpädagogik und Waldkindergarten) im deutschen Sprachraum eine besondere Bedeutung.

Wald als zentrales Element der Landschaft und Landeskultur

Wegebau zur Erschließung der Sächsischen Schweiz

Reinhardswald an der Oberweser

Wälder sind in Deutschland auch im öffentlichen Bewusstsein, in der Folklore, in Medien und Populärkultur als typisch deutsche Kulisse bekannt und institutionalisiert. Der Freischütz, lange als die deutsche Nationaloper schlechthin apostrophiert, die spezifisch deutsche bzw. österreichische Erscheinung des Heimatfilms, Stücke über Räuber und Wildschützen wie das Wirtshaus im Spessart, Jennerwein und der Brandner Kaspar spielen vor der wildromantischen Kulisse des deutschen Waldes.w5

Die Erschließung der Wälder nicht nur durch Wirtschaftswege, sondern auch durch Nah- und Fernwanderwege, Jugendherbergen und Wanderhütten ist ein wichtiger Aspekt der Geschichte des Reisens in Deutschland. In einem langwierigen Prozess wurden ehemals nur Adel und einzelnen Grundbesitzern vorbehaltene Wälder und Parks allen geöffnet. Die Zugänglichkeit auch von Staats- und Privatwäldern und Naturschönheiten allgemein hat in einigen Bundesländern (so in Bayern) Verfassungsrang. Vorreiter waren dabei 1742 der Berliner Tiergarten und 1789 der Englische Garten in München, beides ehemals abgeschlossene Jagdgebiete des Adels; der Essener Grugapark wurde erst im 20. Jahrhundert eröffnet. Die Öffnung der Wälder für die Öffentlichkeit zeigt sich auch bei Veranstaltungen und Feiertagen anhand von Prozessionen und Kreuzwegen wie auch bei Demonstrationen und Festen. Beispiele dafür sind unter anderem der Frankfurter Wäldchestag, der Erste Mai, Vatertagsbräuche, Osterspaziergänge und Ostermärsche.w6

Ohne menschlichen Einfluss wäre Deutschland hauptsächlich von sommergrünem Laubwald bedeckt. Wälder nehmen aktuell noch ein Drittel der deutschen Landesfläche ein, insbesondere in den früher schwer zugänglichen Mittelgebirgslandschaften, und stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Die Ausweisung großflächiger Waldschutzgebiete im Rahmen von Nationalparks nach amerikanischem Vorbild war und ist in Deutschland erheblichen Nutzungskonflikten unterworfen. Sie kam im Westen erst 1970 mit dem an das Biosphärenreservat Šumava in Tschechien angrenzenden Nationalpark Bayerischer Wald sowie 1990 im Rahmen des Nationalpark Harz zum Tragen, der an den Nationalpark Hochharz der DDR angrenzte. Die Endphase der DDR sah mit dem Nationalparkprogramm der DDR die Unterschutzstellung von 4,5 % des DDR-Territoriums vor, darunter des Spreewalds wie auch des ehemaligen Staatsjagdgebiets Schorfheide, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland überhaupt.

Der umwelt- wie wirtschaftspolitisch bedeutende Begriff der Nachhaltigkeit wurde bereits im 18. Jahrhundert in der deutschen Forstwirtschaft geprägt und praktisch umgesetzt, die Konflikte mit der landwirtschaftlichen Nutzung damit anders gelöst als etwa in Großbritannien. Dort kam es durch die Beweidung zu parkähnlichen Landschaftsbildern (vgl. Englischer Landschaftsgarten) mit einzelstehenden Hutebäumen und zu einer andauernden weitgehenden Entwaldung der Landschaft (vgl. Clearances). Im Gegensatz zu den Rodungsflächen und der Heidewirtschaft der norddeutschen Tiefebene blieben die Wälder im südlicheren Mitteleuropa wie einzelne Naturwaldzellen großflächig erhalten, die Waldweide wegen ihrer schädlichen Auswirkung auf den Wald bereits im 19. Jahrhundert unterbunden.

Kulturelle Rolle des Waldes in Deutschland

Die im 19. Jahrhundert vermittelten kulturellen Bilder vom „deutschen“ Wald waren in erster Linie Ergebnis eines städtischen, elitären Denkens. Diese Vorstellungen wurden aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch in der Industriearbeiterschaft übernommen. Das romantische Waldbewusstsein der Deutschen hat sich seitdem schicht- und generationenübergreifend bis ins 21. Jahrhundert gehalten, was in Anbetracht der politischen und sozialen Umwälzungen eine bemerkenswerte Kontinuität darstellt.[3]

19. Jahrhundert

Deutsche Freiheitskämpfer im Deutschen Wald (Auf Vorposten, Gemälde von Georg Friedrich Kersting, 1815)

Caspar David Friedrich: Der Chasseur im Walde, 1814

Die pathetische Beschwörung des Waldes als unverfälschte „deutsche“ Landschaft begann um 1800 in Dichtung, Malerei und Musik der deutschen Romantik. Während der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 gegen das napoleonische Frankreich erklärte die deutsche Nationalbewegung den Wald im historischen Bezug auf die mythische Hermannsschlacht im Teutoburger Wald zu einem Symbol der nationalen Identität. Dabei waren die ursprünglich aus der Französischen Revolution stammenden Ideen von nationaler Einheit und Demokratie in Deutschland bis zur Reichseinigung 1871 eine Angelegenheit der politischen Opposition.

In diesem Zusammenhang nahm auch die Karriere der schnell sprichwörtlich gewordenen „deutschen Eiche“ als nationales Symbol für Stärke und Heldenmut genau wie die Abhaltung als unpolitisch apostrophierter Volksfeste ihren Anfang. Bekannt wurde im Vormärz, im Gefolge der französischen Julirevolution von 1830, das Hambacher Fest auf einer Ruine im Pfälzerwald.

Die Dichter und Maler der Romantik, die das Bild des deutschen Waldes zwischen Nationalisierung und Sentimentalisierung prägten, waren aufgewachsen mit einer vermuteten oder tatsächlichen Holznot des 18. Jahrhunderts, aber auch mit (Nadel-)Wäldern, die bereits „aufgeklärten“, forstwirtschaftlichen Kalkulationen unterlagen; sie kannten jedoch auch noch die lichteren, eichenbestandenen Hutewälder.

Der Dichter Joseph von Eichendorff beschwor immer wieder den („rauschenden“) Wald, der als „eine Art Hallraum der Seele“[6] fungiert. In seinem Werk wird die Trennungs-Erfahrung des Menschen von der Natur ebenso deutlich wie der Versuch, die als verloren empfundene Einheit ästhetisch wiederzugewinnen. Darüber hinaus fungierte der Wald in Eichendorffs explizit politischen ‚Zeitgedichten‘ auch als der metaphorische Inbegriff nationaler Einheit und Freiheit.  Im Verständnis von Wilhelm Grimm waren dichte Wälder neben abgelegenen Bergen die bevorzugten Gegenden, in denen sich die Volksüberlieferung wie Märchen und Sagen am ursprünglichsten und vollständigsten erhalten habe.  Jacob Grimm erklärte in seiner einflussreichen Deutschen Mythologie den Wald zum naturnahen Ort ursprünglichen Volksglaubens und germanisch-deutscher Gottesverehrung.w7 Der Novellenautor Wilhelm Heinrich Riehl setzte 1854 in seinem volkskundlichen Hauptwerk Naturgeschichte des Volkes. Land und Leute den Nationalcharakter der europäischen Völker in eine unmittelbare Beziehung zu der sie umgebenden Umwelt, weswegen der Erhalt des Waldes für ihn eine mehr nationalpolitische als volkswirtschaftliche Notwendigkeit darstellte. Charakteristische Landschaften der Engländer und Franzosen waren Riehl zufolge der gezähmte Park und das gerodete Feld, deren Gegenbild er in der „Waldwildnis“ der Deutschen sah. Noch stärker nationalistische Töne schlugen der „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn mit seiner Forderung nach Aufforstungen speziell an den Grenzen des Deutschen Reichs gegen potentielle Aggressoren und Ernst Moritz Arndt an, der den Wald als eine Überlebensvoraussetzung des deutschen Volks schlechthin verstand.

Carl Maria von Weber wandte sich Anfang des 19. Jahrhunderts der heimischen Folklore, der Volkstümlichkeit und Volksverbundenheit sowie dem Volkslied des deutschen Kulturkreises, aber auch anderer Nationen zu. In einigen seiner Werke verbindet er die Entdeckung der Natur – und auch des Waldes – für die Musik mit seiner patriotischen Haltung und seiner Bejahung des nationalen Charakters der Kunst. Schon in seiner Oper Silvana, und später verstärkt im Freischütz, spricht sich speziell in den Wald- und Jagdszenen ein „romantisch-deutscher Geist“ aus. In der Oper Der Freischütz setzt er die märchenhaft-romantische Vorstellung des frühen 19. Jahrhunderts vom Wald als Ort der Gefahr und des Schreckens, aber auch der Frömmigkeit und der Erlösung um, vor allem durch eine neuartige Instrumentation. Im Zuge der deutsch-nationalen Bestrebungen ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Freischütz dagegen insgesamt als musikalische Widerspiegelung des Deutschen Waldes gesehen.

Hans Pfitzner schrieb dazu 1914:

„Das Herz des Freischütz ist das unbeschreiblich innige und feinfühlige Naturgefühl. Die Hauptperson des Freischütz ist sozusagen der Wald, der deutsche Wald im Sonnenglanz […] Webers Sendung war eine nationale – sie galt der Freiheit und Weltgeltung des Deutschtums, …

Eine primäre Intention Webers in Hinblick auf diese spätere‚ nationale Interpretation des Freischütz lässt sich allerdings nicht belegen

Bereits in dieser Zeit thematisierte Wilhelm Hauff in „Das kalte Herz“ (1827) das Vordringen kapitalistisch geprägter Denkweisen in den Schwarzwald anhand zweier von ihm als gegensätzlich beschriebener Welten: einerseits die mit den Niederlanden Handel treibenden Holzfäller und Flößer, auf der Gegenseite die von ihm als bodenständig geschilderte Welt der Köhler und Glashüttner.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Wald#cite_note-5

Der Schwarzwald

Schwarzwald_topoDer Schwarzwald ist Deutschlands höchstes und größtes zusammenhängendes Mittelgebirge und liegt im Südwesten Baden-Württembergs. Er ist die wichtigste Tourismusregion des Bundeslandes und das meistbesuchte Urlaubsziel unter den deutschen Mittelgebirgen.Feldberg

Bild: Arminia

Geographie

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Meist dicht bewaldet erstreckt sich der Schwarzwald vom Hochrhein im Süden bis zum Kraichgau im Norden. Im Westen wird er begrenzt von der Oberrheinischen Tiefebene (zu der naturräumlich auch die Vorhügelkette gehört), im Osten geht er über in Gäu, Baar und das Hügelland westlich des Klettgaus. Der Schwarzwald ist der höchste Teil der südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft und aus Gesteinen des Grundgebirges und des Buntsandsteins aufgebaut.Schiltach_Ufer Die naturräumliche Abgrenzung von den umgebenden Landschaften orientiert sich am Auftreten des Muschelkalks, der innerhalb des Schwarzwalds fehlt. Diese Linie ist aufgrund der vom Gestein abhängigen Bodenfruchtbarkeit gleichzeitig eine Vegetationsgrenze und die Grenze zwischen Altsiedelland und dem erst im Hochmittelalter dauerhaft besiedelten Schwarzwald. Von Nord nach Süd erstreckt sich der Schwarzwald über etwa 150 km, seine Breite erreicht im Süden bis zu 50 km, im Norden bis zu 30 km.[3] Tektonisch bildet das Gebirge eine Pultscholle, die im Westen aus dem Oberrheingraben imposant herausgehoben ist, während sie von Osten betrachtet den Eindruck einer waldreichen Hochfläche vermittelt.Schwarzwaelder_Bauernhaus_um_1900

Naturräume

Hauptartikel: Naturräumliche Gliederung des Schwarzwaldes

Die Naturräume des Schwarzwaldes werden nach verschiedenen Merkmalen gegliedert:

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA Bild: Erwin Müller

 

Geomorphologisch wird vor allem einerseits zwischen der Ostabdachung mit meist gerundeten Bergformen und weiten Hochplateaus (sogenanntes danubisches – donaubündiges – Relief, besonders augenfällig im Norden und Osten auf Buntsandstein) und andererseits dem intensiv zertalten Abbruch zum Oberrheingraben hin (sogenannter Talschwarzwald mit rhenanischem – rheinbündigem – Relief) unterschieden.

Dort liegen die höchsten Erhebungen und treten die größten unmittelbaren Höhenunterschiede (bis 1000 m) auf. Die Täler sind meist eng, oft schluchtartig, seltener beckenförmig. Die Gipfel sind gerundet, es kommen aber auch Plateaureste und gratartige Formen vor.Arnold_Lyongrün,_Frühling_im_Schwarzwald,_1912

Arnold Lyongrün: Frühling im Schwarzwald, Ölgemälde 1912

Geologisch ergibt sich die augenfälligste Gliederung ebenfalls in ostwestlicher Richtung. Den Ostschwarzwald bedeckt über größere Flächen das unterste Glied des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes, der Buntsandstein, mit endlos scheinenden Nadelwäldern und davon umschlossenen Rodungsinseln. Das im Westen freiliegende Grundgebirge, überwiegend aus metamorphen Gesteinen und Graniten aufgebaut, war trotz seiner Steilheit leichter zu besiedeln und erscheint heute mit seinen vielgestaltigen Wiesentälern offen und freundlicher.

Der Feldberg, höchster Berg des Schwarzwalds, südöstlich von Freiburg

Die gängigsten Gliederungen teilen den Schwarzwald jedoch in nordsüdlicher Richtung. Zunächst, bis etwa in die 1930er Jahre, wurde der Schwarzwald in Nord- und Südschwarzwald geteilt, wobei man die Grenze an der Kinzigtallinie zog. Später wurde der Schwarzwald in den waldreichen Nordschwarzwald, den im Mittel niedrigeren, vorwiegend in den Tälern landwirtschaftlich geprägten Mittleren Schwarzwald sowie den deutlich höheren Südschwarzwald mit ausgeprägter Höhenlandwirtschaft und von eiszeitlichen Gletschern geprägtem Relief aufgeteilt. Der Begriff Hochschwarzwald stand für die höchsten Bereiche von Südschwarzwald und südlichem Mittelschwarzwald.Vogtsbauernhof_1999

Arnold Lyongrün: Frühling im Schwarzwald, Ölgemälde 1912

Die gezogenen Grenzen waren jedoch sehr verschieden. Robert Gradmann nannte 1931 als Mittleren Schwarzwald den Einzugsbereich der Kinzig und dazu im Westen den Abschnitt bis zur unteren Elz und zum Kinzig-Zufluss Gutach. Eine pragmatische Gliederung, die sich nicht an Natur- und Kulturräumen orientiert, nutzt die wichtigsten Quertäler. Ihr zufolge wird der Mittlere Schwarzwald von der Kinzig im Norden und der Linie Dreisam–Gutach (Wutach) im Süden begrenzt, entsprechend der Bonndorfer Grabenzone und dem Verlauf der heutigen Hornberg_StraßerhofmühleBild : LepoRello

Rudolf Metz fasste 1959 die bisherigen Gliederungen zusammen und schlug selbst eine modifizierte Dreiteilung vor, die natur- und kulturräumliche Ansätze verbindet und weite Verbreitung fand.[5] Sein Mittlerer Schwarzwald wird im Norden von der Wasserscheide zwischen Acher und Rench und im weiteren Verlauf zwischen Murg und Kinzig bzw. Forbach und Kinzig begrenzt, im Süden von der Bonndorfer Grabenzone, die den Schwarzwald im Osten einschnürt wie der Freudenstädter Graben weiter nördlich am Übergang zum Nordschwarzwald.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzwald

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