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Schlagwort: Alentejo

Portugal – Alentejo





1Alentejo is a geographical, historical and cultural region of south-central and southern Portugal. Literally, in Portuguese means „beyond“ (além) Tagus river (Tejo).2

Alentejo includes the regions of Alto Alentejo and Baixo Alentejo. It corresponds to the districts of Beja, Évora,Portalegre and the municipalities of Alcácer do Sal,Grândola, Santiago do Cacém and Sines, in the district of Setúbal. According to the interpretations, the municipality of Ponte de Sor (in the district of Portalegre) may be included either in Alentejo or, alternatively, in Ribatejo.6

It has borders with Beira Baixa in the North, with Spain(Andalucia and Extremadura in the east, with Algarve in the South and with the Atlantic Ocean, Ribatejo and Estremadura in the West.

The Alentejo is a region known for its traditional polyphonic singing groups, similar to those found on Sardinia, Corsica, etc.11

History

The comarca of the Alentejo became the Alentejo Province, divided into upper (Alto Alentejo Province) and lower (Baixo Alentejo Province) designations. The modern region of the Alentejo was expropriated from the medieval provinces and historical territories of Estremadura Province (specifically the 1936 portions of the Ribatejo). The term „Entre-Tejo-e-Guadiana“ has become obsolete; it referred to roughly the same land area between the Tagus and the Guadiana rivers part of theKingdom of Portugal.[citation needed]7

Geography

Dimensions15

Alentejo’s area extends to 27,272 square kilometres (10,530 sq mi) (29.6% of the country) and has a population of 537,556 (5.1% of the country). Excluding Ponte de Sor, its area is 26,432 square kilometres (10,205 sq mi) and its population 520,834. The population density of Alentejo is 19.1/km².14 16

A typical landscape of the rural Alentejo region, with an undulating wheat field and a solitary suber oak

Topography9

Topographically, the countryside varies from the open rolling plains of the south of the Alentejo to the granite hills that border Spain in the north-east. To feed the water needs of this considerable area a number of public dams have been constructed, most notably the Alqueva Dam. The landscape is primarily one of soft rolling hills and plains, with conspicuous shrubs and the native cork oaksand holly/holm oaks, the established olive trees and grapevines, plus some naturalized eucalyptus trees and some native trees. In the north, traditional economic activity may be more livestock-based as typified by cow, sheep, and pig (both white and black) farming. To the south agriculture may be more predominant.

https://en.wikipedia.org/wiki/Alentejo

Hippies in Portugal – Alentejo

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„Wenn ein Alentejer sich aufhängen will, dann pflanzt er ein Bäumchen, legt sich die Schlinge um den Hals und wartet.“71Diesen Witz fällt Nordportugiesen ein, wenn sie im Sommer auf der Autofahrt zur Algarve mal einen Schäfer unter dem Baum liegen sehen. In der Tat wohnt der Region zwischen Lissabon und Spanischer Grenze nicht gerade das Klischee einer hektischen Betriebsamkeit inne, was hauptsächlich der Allgegenwart des Anbaus geschuldet ist. Neben den breitengradüblichen Oliven- und Orangenhainen sind vor allem Korkeichen Stolz und Brot der Region.72 Bizarr, fast wie frittiert sehen sie aus. Gerade sie erfordern besonders viel Geduld, ist doch beim Schälen die Axt behutsam wie ein Skalpell zu führen, sonst haben Parasitenkeime freie Bahn. Dieser Job wird von freien und gut bezahlten Landarbeitern ausgeübt.

#LM Miguel Manso - Tamera, odemira - 21 de agosto de 2014

#LM Miguel Manso – Tamera, odemira – 21 de agosto de 2014

Von der Stadt Alter do Chao aus ist man sozusagen nach vielen Seiten offen. In nordöstlicher Richtung warten mit den Grenzfestungen Marvao und Castelo de Vide zwei Hochkaräter. Marvao ist eine imposante Trutzburg, die zugleich ein kleines Bergdörfchen wie ein Dottersack umschließt. Wenn man durch engen, weißen Gässchen wandert, dann erscheint einem hier die gesamte Region selbst aufs Tablett gehoben. Gerade einmal um die 100 Leute leben hier, viele davon jenseits der sechzig. Es gibt 2 Kneipen, die mit dem abendlichen Absickern der Touristen schließen.74 Das soziale Leben spielt sich hier beim sonntäglichen Kirchgang ab. „Man darf die Einsamkeit nicht fürchten, man muss sie suchen, wenn man hier leben will“ meint Antonio Pires, Art-Direktor in einer Lissabonner Werbeagentur, einer der vielen Wochenendbarone, der hier ein Wochenendrefugium besitzt.75 „Wenn man die Mauern als Schutz vor den Niederungen des Alltags und die Aussicht zum Ausreiten nutzt, dann bekommt man hier oben gute Ideen. Die Weite macht es halt. Schon so manche Kampagne ist hier entstanden, zuletzt für eine Hotelkette.76 „Fehlt nur noch die passende Übernachtung dazu“ war der Slogan. Von der Burg aus hat man einen in der Tat beeindruckenden Ausblick über Korkeichen- und Pinienfelder bis nach Spanien hinein.77

Im benachbarten Castelo de Vide ist neben der ebenfalls imposanten Burg das verwinkelte jüdische Viertel sehenswert. Die Juden mussten in Portugal mit den nördlich der Kirche gelegenen Vierteln vorlieb nehmen, weil dort am wenigsten Sonne hin schien. Im Zuge der Inquisition wurden sie im 16. Jahrhundert auch aus Castelo de Vide vertrieben. Beide Festungen haben mit dazu beigetragen, dass Portugal die bis heute dauerhafteste Grenze der Welt hat. Die spanischen Eroberer von heute nutzen ihre Durchlässigkeit gern wegen dem guten und für sie relativ preiswerten Essen.78

Die Region um Castelo de Vide ist bei deutschen Aussteigern beliebt. In Landhäusern versucht man sich an herrschaftsfreien Kollektiven. Der Austausch mit der einheimischen Bevölkerung ist schon wegen der Sprachbarriere eher gering, aber in den rauchgeschwängerten Bars am Marktplatz erfährt man Näheres. Die Kinder laufen oft barfüssig herum. Zum Teil werden sie gar nicht eingeschult. In Castelo de Vide hat kürzlich eine ganze Kommune beim Löschen eines Hausbrandes geholfen und so den Ruf der Deutsch-Hippies beträchtlich aufpoliert. Höhere Mieten haben viele von ihnen wieder vertrieben. Dem verbliebenen Rest bescheinigt man ein Leben im Einklang mit der Natur. Damit bleibt ein Restposten deutscher Innerlichkeit dieser Region erhalten.
Südwestlich von Alter entpuppt sich das Dreieck Alter, Avis und Sousel als artengerechtes Drahteselterrain. Sehr autoarme Nebenstrassen führen durch nicht allzu hügeliges Gelände, weite Ausblicke sind also garantiert. Der Mix aus Getreide- und Lavendelfeldern macht diese Gegend zur Provence von Portugal. Wenn auch überall die Korkeichen wachsen, so fehlen sie doch am Straßenrand, so dass sich ausgedehnte Ausritte im Hochsommer eher nicht empfehlen. Mit dem Rad gut zu erreichen ist der malerische Stausee bei dem Städtchen Avis mit seinem sehenswerten historischen Kern. Fazit: Ob als Beipack-Region zu Lissabon oder der Algarve oder auch als eigenständiges Ziel hat Alentejo viel Natur, Kultur und Erholung zu bieten. Es ist eine Region, die Touristen eher leise herbei ruft, gerade einmal so viel, wie Schlosshotels und Landgasthöfe in alten Mauern vertragen können.

Hausbrandes geholfen und so den Ruf der Deutsch-Hippies beträchtlich aufpoliert. Höhere Mieten haben viele von ihnen wieder vertrieben. Dem verbliebenen Rest bescheinigt man ein Leben im Einklang mit der Natur. Damit bleibt ein Restposten deutscher Innerlichkeit dieser Region erhalten.79
Südwestlich von Alter entpuppt sich das Dreieck Alter, Avis und Sousel als artengerechtes Drahteselterrain. Sehr autoarme Nebenstrassen führen durch nicht allzu hügeliges Gelände, weite Ausblicke sind also garantiert. Der Mix aus Getreide- und Lavendelfeldern macht diese Gegend zur Provence von Portugal. Wenn auch überall die Korkeichen wachsen, so fehlen sie doch am Straßenrand, so dass sich ausgedehnte Ausritte im Hochsommer eher nicht empfehlen. Mit dem Rad gut zu erreichen ist der malerische Stausee bei dem Städtchen Avis mit seinem sehenswerten historischen Kern. Fazit: Ob als Beipack-Region zu Lissabon oder der Algarve oder auch als eigenständiges Ziel hat Alentejo viel Natur, Kultur und Erholung zu bieten. Es ist eine Region, die Touristen eher leise herbei ruft, gerade einmal so viel, wie Schlosshotels und Landgasthöfe in alten Mauern vertragen können.80

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Infokasten:

Flüge: Lissabon wird von Deutschland aus von TAP, Lufthansa, Germanwings, EasyJet und Air Berlin angeflogen

Übernachtungen: Ein Geheimtipp ist das “Casa Arlindo Correira”, eine sehr gute Ökpension 3km von Alter entfernt, www.pateoreal.com.
Die Kette „Pousadas de Portugal“ hat sich auf komfortable Landhotels in historischen Gemäuern spezialisiert, unter www.pousadas.pt die Region Alentejo eingeben. Beeindruckend ist das unweit von Alter gelegene „Crato Flor de Rosa“, eine ehemalige Burg des Malteser Ordens. Ein sehr gemütliches Familienhotel ist das „Solar dos Lilases“ in Mora, www.solardoslilases.com.81

Fahrradfahren. In Portalegre kann man sich beim Tourismusbüro, Rua Guilherme Gomes Fernandes, 22 (tel. 00351245 307 445) Fahrräder leihen. Ansonsten befindet sich der Lissabonner Verleih „Tejobike, www.tejobike.pt in relativer Flughafennähe. Mit einem entsprechend dimensionierten Leihwagen lassen sich Räder dort bequem abholen.82

Text und einige Fotos: Michael Lösch

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