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Schlagwort: Amanda Lear

Amanda Lear – Malerin

a1Bereits während der Zeit als Modell für Salvador Dali malte Lear. Dali sei allerdings der Meinung gewesen, dass Frauen zum Malen kein Talent hätten; „das Talent säße nämlich in den Hoden und folglich könnten Frauen keines haben“. In verschiedenen Interviews bedauerte Lear, dass die Malerei als ihre wichtigste Ausdrucksform von ihrem Image als „Disco-Queen“ überdeckt werde.a2 Für viele Jahre beeinflusste Salvador Dali, den Lear als Mentor bezeichnete, ihre Kunst. Insoweit sind auch viele erste größere Arbeiten von Lear von der Darstellung des Unwirklichen und Traumhaften geprägt. Später befreite sich Lear vom Einfluss Dalis. In verschiedenen Interviews bezeichnete sie den Befreiungsprozess als eine ArtExorzismus. 2000 fand in der Amsterdamer Torch-Gallery die Ausstellung Not a. Lear statt, an der sich weltweit Künstler beteiligten und Arbeiten zu Amanda Lear anfertigten, darunter Niels Schlumm, Jan Broeckx und Jan Schüler.a3

Inzwischen hat Lear ihren eigenen Stil entwickelt und stellt ihre Werke seit den frühen 1980er Jahren in Galerien aus. Sie selbst sieht sich inzwischen in der Folge der Nabis (Künstler) um Pierre Bonnard, der Repräsentanten des Fauvismus wie Paul Gauguin oder Paul Cézanne. Dabei wechselt sie Stil, Techniken und Sujets. Ob schwarz-weiße Tuschzeichnung, Papierarbeiten, kräftige Ölfarben, dynamischer Männertorso oder ruhiges Stillleben – alles diene der persönlichen Ausdrucksform und sei eine Form der Therapie, wie Lear oft betont. Im Katalog für die Ausstellung Between Dream and Reality im Jahr 2006 in Hamburg wird ihr Schaffen als Malerin wie folgt beschrieben: „In den Süden Frankreichs umgezogen, distanzierte sich Lear von ihren früheren Arbeiten, die sie in einem Interview als „eine kopierte, darlesque surrealistische Art von Kunst“ bezeichnete. In ihrer neuen Umgebung bezog sie sich auf vorherige Vorbilder wie die Fauvisten. Dieser Einfluss zeichnet sich deutlich in vielen ihrer Landschaften ab, die vor Farbe strotzen und bildliche Motive von Henri Matisse aufgreifen. a4Manche der sie bevölkernden Figuren erinnern an Paul Gauguins Darstellungen von Szenen aus Tahiti, andere eher an Wesen in Pablo Picassos Arbeiten aus den frühen 1920er Jahren. In der darauffolgenden dunkleren Periode reduzierte die Künstlerin ihre Palette auf vornehmlich Schwarz- und Rottöne. Tiefe verleiht ihren Arbeiten ein irisierendes Blau, mit dem sie die zwei Grundfarben hinterlegt. Martyre, Pferde und Frauenkörper durchbrechen mit dramatischer Kraft die vorgegebene Bildstruktur. […] In ihrer Faszination für den muskulösen Männerkörper malt Lear Männertorsi. Diese Bilder und das eines korinthischen Soldaten polarisieren das Oeuvre Lears zunehmend, denn sie stehen femininen Darstellungen von Zärtlichkeit und träumerischen Frauen gegenüber, sowie dem Haupt der Medusa, womöglich ein verstecktes Selbstportrait. Es gelingt Lear, in ihren eigenen Bildern Symbole zu schaffen, die zwar von ihrem eigenen Lebensweg inspiriert sind und ihren Betrachter doch zu eigenen Interpretationen einladen.“a5

Dali und Amanda Lear

d4d5Modell und erste TV-Auftritte 1965–1975

Aufgrund ihres eurasischen Aussehens und ihrer Körpergröße von 1,78 m wurde sie für die Model-Agentur von Cathérine Harlé entdeckt. d Ab 1965 war Lear Modell für Ossie Clark und Paco Rabanne und erschien auf diversen Titelseiten von Jugend- und Modemagazinen.d6 1967 drehte sie einen Werbespot für ein Parfüm Detchema der französischen Firma Révillon und spielte unter der Regie von Henri Lanoë die Rolle der Monique Rozier im Science-Fiction-Film Ne jouez pas avec les Martiens. d1 In Charles Wilps Werbespot 1968 im Afri-Cola-Rausch spielte sie neben Donna Summer und Marsha Hunt mit.  1969 hatte sie einen Nebenauftritt als Mannequin in der deutschen Krimiserie Der Kommissar.  Weitere kleine Film- und TV-Auftritte folgten.d2 1971 posierte sie am Kreuz und als Nonne mit blinden Augen in der Dezemberausgabe der Vogue, die von Salvador Dalí gestaltet wurde. d31973 posierte sie für das Cover der 2. Roxy Music-LP For Your Pleasure in einem schwarzen Lederoutfit mit einem – gezeichneten – schwarzen Panther.

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