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In dem Interview mit Steffen Rüth am 23. Januar 2011 in „Sonntag Aktuell“  sagt Marianne Faithful über die 60er Jahre:

In den Sixties verschwendeten wir unsere Energie darauf, lange Haare zu haben. Wir hätten gute, wichtige Dinge erreichen können.Haben wir aber nicht. Wir haben alles zerstört,uns selbst teilweise inklusive. Als wir am Ende waren, kam Thatcher. Und die Premierminister nach ihr waren nicht weniger abstoßend. Tony Blair und Gordon Brown waren jung in den Sechzigern, und guck dir an, was sie für eine widerliche Politik gemacht haben. Da kann man doch sehen, dass null Ideale da waren. David Cameron kann ich allerdings auch nicht ausstehen. Ich bin froh, dass ich dort nicht lebe.

In good old germany war es doch ein wenig anders.

Es war die grosse Zeit der Ausserparlamentarischen Opposition APO

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Mit ein paar Freunden aus der K2 – Berlin haben wir in Köln für  einige Ausgaben der Zeitung Charlie Kaputt das Layout zusammen geklebt, lange nach dem billigsten Drucker gesucht, große Mengen an Zeitungspaketen verschick – die grossen Mengen gingen allerdings per PKW – obwohl alt fuhren einige doch noch – nach Berlin.

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Der grosse Sternmarsch auf Bonn“ am 11. Mai 1968 war ein Ereignis, dass nicht verpasst werden durfte. Es wurden erheblich mehr Exemplare von Charlie Kaputt gedruckt, alle Bekannte und Freunde mussten was stiften für die Druckkosten (die wenigsten wussten wofür).

Aufgeregt fuhren wir nach Bonn, die dicken Zeitungspakete schleppend.

Die Atmosphäre dort war höllisch, die neuen, gesungenen Parolen – von jeder weiteren Gruppe aufgenommen – liefen wie Wellen durch die Marschprozession.

Von Begeisterung erfasst, brach plözlich eine Gruppe in Springen aus. Die nächsten folgen. Wie eine mittelalterliche Springprozession zog sich die wilde Schlange durch Bonn.

k214 Tage lang war ich in der K2 – Berlin eingeladen.

Giesebrechtstraße 20 in Berlin-Charlottenburg

Ein altes Haus der Gründerzeit – etwas verwarlost und deshalb mit geringer Miete. Kaum Möbel, man schlief auf Matratzen in den Räumen verstreut. Im grossen Zimmer ein riesieger Tisch – viele zusammengewürfelte Stühle – das „Mahl“ diente ausschliesslich zum Spaghetti Fressen, Analysieren und Politisieren. In der Küche stapelten sich die Mülltüten, derjenigr mit der kürzesten „Schmutzschwelle“ brachte dann mal einige runter.

Gelohnt hat es sich – intensive Psychoanalysen, Frauenbefreiung, Kinderläden usw. hatten auch hier ihren Ursprung. http://de.wikipedia.org/wiki/Kommune_2 und http://www.sterneck.net/utopia/kommune2/index.php

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Als die Macho’s der K1 anfingen im Rahmen der sexuellen Revolution die Frauen als Freiwild zu betrachten, entwickelte die K2 – Berlin auch mit den Ideen von

Karl Reich die Frauenemanzipation .

Kinderläden folgten.kinderladen

Der nächste Teil folgt.