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Liepaja – Markt

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Der größte Markt Liepāja und der zweitgrößte in Lettland, auf dem es ein reichhaltiges Angebot von Saison-Beeren, Früchten und Gemüse, Waldgaben, Blumen, Pflanzen un anderen ländlichen Leckereien gibt.Ähnliches Foto

Der Petermarkt befindet sich auf dem Kurshu Platz und ist schon immer der größte Einkaufsplatz der Stadt gewesen. 1910 hat man hier den Markt eingeweiht. Die Markthalle hat der Architekt Melvil geplant. Seiner Zeit ist sie ein sehr moderner Bau gewesen.Ähnliches Foto
Das Dach mit den großen Fenstern sorgte für eine gute Beleuchtung. Eine besondere Herausforderung stellte der Bauplatz dar: Der Architekt musste die Markthalle zwischen drei Kirchen einfügen – St. Annen Kirche im Osten, St. Joseph Kirche im Westen und der Synagoge, die früher südlich des Marktes stand. Die Markthalle hat auf jeder Ecke ein Türmchen und gehört zu den schönsten Markthallen Europas.Bildergebnis für Liepaja Markt

Liepaja

Liepāja (deutsch Libau; russisch Лиепая) ist eine Hafenstadt an der Ostsee im Westen Lettlands. Mit etwa 78.000 Einwohnern ist sie die drittgrößte Stadt Lettlands.Bildergebnis für Liepaja

Die Stadt entstand aus einem kleinen kurischen Dorf an der Mündung der Lyva. Erstmals erwähnt wird der Ort als Lyva im Jahre 1253. Als kleiner unbefestigter Hafenort im Staatsgebilde des Livländischen Ordens wurde Lyva mehrmals von den Litauern niedergebrannt. 1560 wurde Libow als Teil der Komturei Grobiņa für fast 50 Jahre an Preußen verpfändet. In dieser Zeit stieg die Bevölkerungszahl unter anderem durch Zuwanderung aus Deutschland. Die Verleihung des Stadtrechts erfolgte 1625 durch Herzog Friedrich von Kettler von Kurland (bestätigt 1626 durch König Sigismund III. Wasa von Polen).Bildergebnis für Liepaja

Mitte des 17. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Hafenanlage begonnen. In den Nordischen Kriegen litt Libau weniger unter Zerstörung als unter Kontributionszahlungen an die durchziehenden Heere und mehreren Pestepidemien. 1698 brach ein Großbrand aus, dem viele der Holzgebäude zum Opfer fielen. Von 1697 bis 1703 wurde der Handelskanal zum Libauer See in Betrieb genommen. Der Hafen befindet sich bis heute an der verbreiterten Mündung des Kanals und war ab 1730 auch für große Schiffe befahrbar.Ähnliches Foto

Libau fiel 1795 mit dem Herzogtum Kurland an das Russische Kaiserreich und gehörte fortan zum Gouvernement Kurland. Für Russland hatte die Stadt wegen ihres eisfreien Hafens große militärische und wirtschaftliche Bedeutung. Es lebten 4548 Einwohner in der Stadt. Nach mehr als hundert Friedensjahren waren es 1914 bereits 94.000. Im 19. Jahrhundert bekam Libau Eisenbahnanschluss (1869/1876) und wurde ein bedeutendes Industriezentrum. 1899 wurde hier die erste elektrische Straßenbahn im Baltikum eröffnet. In diesem Jahr wurde auch mit dem Ausbau des Kriegshafens (siehe Karosta) als strategische Flottenbasis begonnen. Von 1906 bis 1914 bestand direkter Schiffsverkehr nach New York. Durch den Hafen Libaus kamen unter anderem mehrere hunderttausend Auswanderer.Ähnliches Foto

Der Erste Weltkrieg begann für die Libauer am 2. August 1914 mit der Beschießung des Hafens durch ein deutsches Kriegsschiff. Am 7. Mai 1915 besetzten deutsche Truppen Libau infolge der Schlacht um Schaulen. Durch Zwangsevakuierung ins Landesinnere und wirtschaftlichen Niedergang waren Ende 1915 nur noch 43.600 Einwohner in der Stadt. Nach dem Kriegsende besetzten die Roten Lettischen Schützen und die Rote Armee fast das ganze lettische Territorium und gründeten die Lettische Sozialistische Räterepublik mit Pēteris Stučka an der Spitze. Die lettische provisorische Regierung, die vom Volksrat in Riga proklamiert worden war, floh Anfang 1919 nach Libau, wo Schiffe der britischen Flotte ankerten. Außerdem befanden sich noch die Vertreter der Entente sowie Soldatenrat und das Generalkommando der deutschen Truppen in der Stadt. Am 16. April 1919 fand hier ein Putschversuch einer kleinen Einheit der Baltischen Landeswehr statt, in dessen Folge ein Regierungskabinett mit dem protestantischen Pastor Andrievs Niedra als Ministerpräsidenten gebildet wurde. Der Ministerpräsident der provisorischen Regierung Kārlis Ulmanis lebte daraufhin bis zum 27. Juni 1919 auf dem Schiff „Saratow“, das unter englischem Schutz im Hafen ankerte.Ähnliches Foto

Der Verkehr im Hafen sank nach 1920 auf ein Zwölftel des früheren Umfangs. Von wirtschaftlicher Bedeutung waren die Anbindung an die Eisenbahnstrecke nach Jelgava (1929) und die Gründung des Freihafens (1931). Es entstanden auch kulturelle Einrichtungen wie Oper (1922) und Philharmonie (1927).

https://de.wikipedia.org/wiki/Liep%C4%81ja

 

 

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