Wenn ihr denkt es geht so weiter, habt ihr euch gekniffen..

Was ist, wenn der Benzinpreis auf 5 Euro steigt? oder 10 sogar?

Prägend für die Siebziger Jahre: Autofreier Sonntag während der Ölkrise 1973. (Bild: AP)

Blickpunkt Bundestag 1974, Zitat: “Wie ein Schock drückt sich im Herbst 1973 die Ölkrise in das Bewusstsein. Im Krieg mit Israel haben die arabischen Staaten die Erdöllieferungen an die westlichen Staaten gedrosselt, um deren proisraelische Haltung zu erschüttern. Binnen kürzester Zeit vervierfacht sich der Rohölpreis. Die Bürger unternehmen Hamsterkäufe.”

Am 21. Februar 2011  stieg der Ölpreis an der Börse erheblich. Man fürchtet, dass einige Stämme in Libyen die Pipelines unterbrechen. Das trifft good old Germany empfindlich. Und die Politiker sind angsterstarrt, Frontex soll es mit Gewalt richten, doch wo sind die Glückwünsche zur beginnenden Revolution in Libyen ? Vielleicht  könnte man die Demokratie unterstützen? Und endlich mal agieren? Und dann weiter etwas Öl beziehen? (Von den menschlichen Qualitäten  “eine zivilen” Gesellschaft  schweigt man hier besser – )

Autofreier Sonntag - 1973 Bild DPA

Denn das ist nur der Anfang. Jeder weiss, dass die Ölvorräte zuende gehen. Schon seit langem. Nur seit kurzem viel schneller. Allein Indien und China sind unersättlich.

Das Energieproblem wird sich auch mit Solar nicht lösen lassen. Es wird zuviel gebraucht.

Und Sparen, jetzt “radikales” Sparen ist ein absolutes Unwort. Schon eine Rückbesinnung auf 1979 würde den Energieverbrauch um ca 70% senken. Und da ging es doch allen schon bestens. Genug zu  Essen. Warme Wohnung. Urlaub in Rimini.

Oder zurück in die 50er Jahre. Als wir später in Hohn bei Münstereifel wohnten, lernte ich einen Bauern kennen. Die 5 Kinder schliefen noch 1950 unterm Dach. Im  Winter wehte der Schnee durch die Ziegel auf die Decken. Der erste Traktor kam 1953 ins Dorf.

Oder 1922 – in “kleiner Mann was nun” schildert Fallada noch einfachere Verhältnisse.

Autofreier Sonntag Foto: UPI

Und heute? Die Autos werden immer grösser. Die Reisen immer weiter und öfter. Alle reden vom Umweltschutz, aber bei Fragen wie etwa ” warum fliegt ihr auf die Malediven?” – endet jedes Gespräch sofort.  Man wird angestarrt, als hätte man Aussatz.

So wird das nicht gehen.

Allerdings werden die Autobahnen doch für etwas gut sein. Jeder Pferdewagen rollt leichter und mit grösseren Lasten als zur Zeit Goethes – er schildert dort so schön  das Rumpeln und Holpern auf der Italienischen Reise –